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	<title>Luxemburger Kompromiss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T16:19:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Luxemburger_Kompromiss&amp;diff=220334&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: nowiki um ISBN entfernt, Wikilink formatiert</title>
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		<updated>2025-11-05T10:49:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: nowiki um ISBN entfernt, Wikilink formatiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege|Die Belege sollten in Einzelnachweisen vorliegen. --[[Benutzer:Merkið|Merkið]] ([[Benutzer Diskussion:Merkið|Diskussion]]) 13:11, 6. Sep. 2020 (CEST)}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luxemburger Kompromiss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch als &amp;#039;&amp;#039;Luxemburger Vereinbarung&amp;#039;&amp;#039; bekannt) legte am [[29. Januar]] [[1966]] Divergenzen in der Agrarpolitik der [[Europäische Wirtschaftsgemeinschaft|EWG]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Vorausgegangen war am [[1. Juli]] [[1965]] der Abbruch der EWG-Verhandlungen über den Agrarfonds durch Frankreich; das Land sandte danach keinen Vertreter mehr zu den Sitzungen des [[Rat der Europäischen Union|Rats der Europäischen Gemeinschaft]], der damit beschlussunfähig wurde ([[Politik des leeren Stuhls]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt bzw. Gegenstand der Absprache ==&lt;br /&gt;
Der Luxemburger Kompromiss gilt als Minimallösung in einer schweren Europakrise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kernaussage ===&lt;br /&gt;
Der sogenannte Luxemburger Kompromiss sah bei Entscheidungen im [[Ministerrat]] vor, dass, auch wenn ein Beschluss grundsätzlich mit  [[Rat der Europäischen Union#Abstimmungsverfahren|qualifizierter Mehrheit]] möglich ist, (dennoch) ein Konsens anzustreben ist. Ein „sehr wichtige Interessen“ geltend machender Mitgliedstaat soll nicht „ohne weiteres“ überstimmt werden. Vielmehr ist die Erörterung fortzusetzen, „bis ein einstimmiges Einvernehmen erzielt“ ist. Der Rat muss demnach in Fällen, in denen er grundsätzlich mit qualifizierter Mehrheit entscheiden könnte, bei Beeinträchtigung „sehr wichtiger Interessen“ eines Mitgliedstaates weiterverhandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungelöste Fragen ===&lt;br /&gt;
Die Bestimmung „wichtiges nationales Interesse“ blieb ungeklärt und somit offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unklar blieb ebenfalls die Frage, wie zu verfahren sei, wenn ein Dissens nicht auszuräumen ist.&lt;br /&gt;
Im Text der Vereinbarung tritt die fehlende Übereinkunft zwischen Frankreich auf der einen und den übrigen fünf Mitgliedstaaten auf der anderen Seite zutage. Frankreich vertrat die Auffassung, dass in einem solchen Fall so lange verhandelt werden müsse, bis ein einstimmiges Ergebnis erzielt ist. Die anderen Staaten dagegen ließen im Dokument feststellen, dass keine Einigkeit darüber erzielt wurde, was geschehen solle, falls keine Einstimmigkeit erzielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Luxemburger Kompromiss war somit kein Kompromiss, sondern ein Text, der die Uneinigkeit über die Anwendung der Mehrheitsabstimmungen schriftlich fixierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsqualität ===&lt;br /&gt;
Der Kompromiss ist formalrechtlich nicht [[Gültigkeit#Rechtsgültig|rechtsverbindlich]], jedoch wird er in der Praxis durchaus eingehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihm wird lediglich die Qualität eines Vertrauenstatbestandes zugebilligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vereinbarung ist eine Art Gewohnheitsrecht entstanden, nach dem Mitgliedsstaaten in wichtigen Fällen so lange weiterverhandeln, bis ein Konsens erzielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleiches ist auch in Bereichen, in denen eigentlich eine [[Rat der Europäischen Union#Abstimmungsverfahren|qualifizierte Mehrheit]] als ausreichend vorgesehen ist, überwiegend der Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handhabe nach 1966 ==&lt;br /&gt;
Nach 1966 erfolgte in der Tat gegen den Willen eines Mitgliedstaates keine Mehrheitsabstimmung. Mehrfach beriefen sich einzelne Mitgliedsländer auf den Kompromiss. Die [[Einheitliche Europäische Akte|EEA]] tastete den Kompromiss nicht an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterentwicklungen ==&lt;br /&gt;
In einer abgewandelten Form gilt der Luxemburger Kompromiss bis in die heutige Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertrag von Amsterdam ===&lt;br /&gt;
Die Einlegung eines Vetos &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;aus nationalen Gründen&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; bei einer anstehenden qualifizierten Mehrheitsabstimmung im Bereich der [[GASP]] führte gem. Art. 23 Abs. 2 EUV (in der Fassung des [[Vertrag von Amsterdam|Vertrages von Amsterdam]]) dazu, dass überhaupt keine Abstimmung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertrag von Lissabon ===&lt;br /&gt;
In den aktuellen [[Vertrag von Lissabon|Verträgen von Lissabon]] findet sich eine ähnliche Bestimmung in Art. 31 Abs. 2, Unterabsatz 2 EUV: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Erklärt ein Mitglied des Rates, dass es aus wesentlichen Gründen der nationalen Politik, die es auch nennen muss, die Absicht hat, einen mit qualifizierter Mehrheit zu fassenden Beschluss abzulehnen, so erfolgt keine Abstimmung. Der Hohe Vertreter bemüht sich in engem Benehmen mit dem&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;betroffenen Mitgliedstaat um eine für diesen Mitgliedstaat annehmbare Lösung. Gelingt dies nicht,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;so kann der Rat mit qualifizierter Mehrheit veranlassen, dass die Frage im Hinblick auf einen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;einstimmigen Beschluss an den Europäischen Rat verwiesen wird.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kompromiss von Ioannina]]&lt;br /&gt;
* [[Politik des leeren Stuhls]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bajon, Philip: Informal Decision Making in the European Community under the Luxembourg Compromise: The Law That Never Was. Hart, London, 2025, ISBN 9781509982851.&lt;br /&gt;
* Jean-Marie Palayret, Helen Wallace, Pascaline Winand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Visions, Votes and Vetoes. The Empty Chair Crisis and the Luxembourg Compromise Forty Years On.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Bruxelles/Bern/Berlin, 2006, ISBN 978-90-5201-031-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.cvce.eu/obj/schlu%DFkommunique_der_au%DFerordentlichen_tagung_des_ministerrats_luxemburg_29_januar_1966-de-abe9e77d-9bf9-4e0a-90a9-b80cb48efb47.html Schlusskommuniqué der außerordentlichen Tagung des Ministerrats (Luxemburg, 29. Januar 1966)]  CVCE, zuletzt abgerufen am 22. August 2013&lt;br /&gt;
* [https://www.cvce.eu/obj/interview_mit_pierre_pescatore_die_politischen_konsequenzen_des_kompromisses_von_luxemburg_luxemburg_12_november_2003-de-b1f226f8-b588-40cb-8e09-d37abff0f0d3.html Interview mit Pierre Pescatore: die politischen Konsequenzen des Kompromisses von Luxemburg (Luxemburg, 12. November 2003)] CVCE, (deutsch/französisch), zuletzt abgerufen am 22. August 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Europäischen Gemeinschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1966]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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