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	<title>Luther Martin - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2023-09-14T14:24:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Juristische Karriere: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den amerikanischen Politiker und Gründervater. Zum deutschen Reformator siehe [[Martin Luther]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:LutherMartinBig.jpg|mini|Luther Martin]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luther Martin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Februar]] [[1748]] in [[Metuchen]], [[Province of New Jersey]]; † [[8. Juli]] [[1826]] in [[New York City|New York]]) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Politiker]] und einer der [[Gründerväter der Vereinigten Staaten]]. Er weigerte sich, die [[Verfassung der Vereinigten Staaten]] zu unterschreiben, da er fand, dass sie die Rechte der [[Bundesstaat der Vereinigten Staaten|Bundesstaaten]] verletze. Zusammen mit [[Patrick Henry (Politiker, 1736)|Patrick Henry]] und [[George Mason]] gilt er als einer der führenden Anti-Föderalisten, deren Wirken zur [[Ratifizierung]] der [[Bill of Rights (Vereinigte Staaten)|Bill of Rights]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wie viele Abgeordnete der [[Philadelphia Convention|verfassungsgebenden Versammlung]] besuchte Martin das &amp;#039;&amp;#039;College of New Jersey&amp;#039;&amp;#039; (später [[Princeton University]]), an dem er 1766 als bester von 35 Mitschülern seinen Abschluss erreichte. Anschließend zog er aus seinem Geburtsort Metuchen nach [[North Carolina]], um dort für drei Jahre zu unterrichten und Jura zu studieren. 1771 erhielt er im Staat [[Virginia]] die Anwaltszulassung. Martin heiratete Weihnachten 1783 Maria Cresap (Tochter von [[Michael Cresap]]). Von ihren fünf Kindern erreichten drei Töchter das Erwachsenenalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Wirken ==&lt;br /&gt;
Martin war ein früher Befürworter der [[Amerikanische Revolution|amerikanischen Unabhängigkeit]]. Im Herbst und Winter 1771 nahm er an mehreren politischen Tagungen teil, unter anderem an einem Kongress in [[Annapolis (Maryland)|Annapolis]] in [[Maryland]], auf dem die Empfehlungen des [[Kontinentalkongress]]es beraten wurden.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1778 ernannte der Staat Maryland Martin zum [[Attorney General (US-Bundesstaaten)|Attorney General]]. In dieser Funktion verfolgte er hauptsächlich [[Loyalisten]] strafrechtlich, von denen es in den Bezirken des Staats Maryland viele gab. In manchen Landkreisen kam es durch die Spannungen zwischen den [[Patrioten (amerikanische Unabhängigkeit)|Patrioten]] und Loyalisten sogar zu Aufständen und manchmal auch offenen Kämpfen. Martin trat den [[Baltimore Light Dragoons]] bei, einer [[Miliz (Volksheer)|Miliz]]-Gruppe, die sich [[Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette|General Lafayette]]s Truppe nahe [[Fredericksburg (Virginia)|Fredericksburg]] anschloss. Allerdings kämpfte Martin wohl nie aktiv, da er vom [[Liste der Gouverneure von Maryland|Gouverneur Marylands]] zurück auf seinen Posten gerufen wurde, um ein [[Hochverrat]]sverfahren zu leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1805 behielt er die Funktion des Attorney General in Maryland. Danach war er von 1814 bis 1816 vorsitzender Richter des &amp;#039;&amp;#039;oyer et terminer&amp;#039;&amp;#039; Gerichts in [[Baltimore]], einer besonderen Form des Strafgerichts, das in einigen US-Bundesstaaten wie Georgia, New Jersey, New York, und Pennsylvania bis 1896 bestand. Von 1818 bis 1822 war er wieder Attorney General Marylands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfassungsgebender Kongress ==&lt;br /&gt;
Die Generalversammlung Marylands wählte Martin 1785 zum Vertreter Marylands beim [[Kongress der Konföderation|Konföderationskongress]], aber seine öffentlichen und privaten Verpflichtungen hielten ihn von einer Reise nach [[Philadelphia]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1787 reiste er als gewählter Vertreter Marylands zur [[Philadelphia Convention]]. Schon bei seiner Ankunft drückte er seinen Argwohn gegenüber der Geheimhaltungsklausel aus, die diesem Treffen auferlegt worden war. Er lehnte die Bildung einer Regierung ab, in der die kleinen Staaten von den großen Staaten dominiert werden konnten und half mit, den [[New-Jersey-Plan]] zu formulieren. Am 27. Juni hielt er eine dreistündige Rede gegen den [[Virginia-Plan]], der seiner Meinung nach den kleinen Staaten zu wenig Beachtung schenkte, da er ein zur Einwohnerzahl proportionales Verhältnis von Abgeordneten in [[Kongress der Vereinigten Staaten|beiden Kammern]] der Legislative vorsah. Martin war Teil des Komitees, das einen Kompromiss bei der Abgeordnetenzahl finden sollte, und plädierte dort für den Vorschlag einer gleichmäßigen Verteilung in wenigstens einer Kammer. Noch vor Ende des Kongresses war Martin überzeugt, dass die neue Regierung zu viel Macht über die Regierungen der einzelnen Staaten habe und deren individuellen Rechte gefährden würde, sodass er zusammen mit einem anderen Abgeordneten Marylands, [[John Francis Mercer]], den Kongress verließ, nachdem er keine Unterstützung für eine Bill of Rights erhalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streit um die Ratifizierung ==&lt;br /&gt;
In einer Rede vor dem [[Abgeordnetenhaus von Maryland]] kritisierte Martin im November 1787 den verfassungsgebenden Kongress nicht nur für seine Absichten, sondern auch für seine Vorgehensweise scharf. Er brach die Geheimhaltungsklausel und informierte die Abgeordneten Marylands darüber, dass die Gestalter der Verfassung mutwillig ihren Auftrag, sich zu treffen, um mit der „einzigen und ausdrücklichen Absicht“ die Konföderationsartikel zu überarbeiten, verletzt hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen hatten sich die Kongressabgeordneten entschlossen, ein komplett neues Regierungssystem zu entwerfen. Für Martin kamen solche Pläne einem Putsch gleich. Obwohl namhafte Politiker wie [[George Washington]] und [[Benjamin Franklin]] die neue Richtung des Kongresses unterstützten, warnte Martin davor, sich nicht „von großen Namen so weit blenden zu lassen, sodass man blind in seine eigene Zerstörung liefe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich: [Do not let] &amp;quot;suffer our eyes to be so far dazzled by the splendor of names, as to run blindfolded into what may be our destruction.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Rede und in zahlreichen Zeitungsartikeln attackierte Martin im Laufe des Jahres 1788 die Vorschläge für ein neues Regierungssystem und kämpfte weiterhin gegen die Ratifizierung der Verfassung. Er beklagte den Aufstieg der nationalen Regierung über die Staaten und verurteilte die seiner Meinung nach ungerechte Vertretungsverhältnisse im Kongress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besaß sechs Sklaven und war gegen den Vorschlag, Sklaven als Einwohner zur Berechnung der Abgeordnetenzahl heranzuziehen. Außerdem glaubte er, dass das Fehlen einer Jury am obersten Gerichtshof die Freiheit der Bürger der Vereinigten Staaten stark gefährde. Auf dem Kongress beschwerte sich Martin, dass auf die Erhöhung mancher Staaten und Individuen mehr Wert gelegt wurde als auf das Wohl des ganzen Landes. Die Annahme des Ausdrucks „föderal“ von jenen, die eine &amp;#039;&amp;#039;nationale&amp;#039;&amp;#039; Regierung bevorzugten, verärgerte Martin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marylands Entscheidungsträger ignorierten Martins Warnung größtenteils. Im April 1788 ratifizierte Maryland als siebter Staat die Verfassung, allerdings unter der Bedingung, dass eine Bill of Rights hinzugefügt werden sollte. Im Juni ratifizierte [[New Hampshire]] als neunter Staat die Verfassung, die damit in Kraft trat. Drei Jahre später wurden die ersten zehn Verfassungsänderungen, die so genannte [[Bill of Rights (Vereinigte Staaten)|Bill of Rights]], hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Karriere ==&lt;br /&gt;
Nach dem Unabhängigkeitskrieg arbeitete Martin weiterhin als Jurist und wurde einer der erfolgreichsten und bekanntesten Juristen des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren des [[19. Jahrhundert|neuen Jahrhunderts]] arbeitete Martin als Verteidiger in zwei kontroversen, bundesweit beachteten Fällen. Im ersten erreichte er den Freispruch seines guten Freunds, des Richters am [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten]] [[Samuel Chase (Politiker, 1741)|Samuel Chase]], gegen den 1805 ein Amtsenthebungsverfahren lief. Zwei Jahre später war Martin einer von [[Aaron Burr]]s Verteidigern. Burr war 1807 wegen Hochverrats angeklagt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 28 Jahren als Attorney General des Staates Maryland trat Martin im Dezember 1805 von seinem Amt zurück, das er als einziger so lange ausgeübt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 wurde er wieder vorsitzender Richter des &amp;#039;&amp;#039;oyer et terminer&amp;#039;&amp;#039; Gerichts in Baltimore. 1818 wurde er erneut zum Attorney General Marylands ernannt, um dann 1819 Maryland in der Grundsatzentscheidung [[McCulloch v. Maryland]] zu vertreten. Die Kläger wurden von [[Daniel Webster]], [[William Pinkney]] und [[William Wirt]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende seines Lebens verschlechterte sich Martins Situation zunehmend. Er verlor nicht nur Großteile seines Vermögens, sondern begann auch zu trinken und verrückt zu werden. Mitte der 1820er war er praktisch bankrott und überlebte nur durch die Einnahmen aus einer speziellen Steuer, die alle Juristen in Maryland zahlen mussten, nur um ihn zu unterstützen. Schließlich nahm sich ihm Aaron Burr an, den er 1807 in einem Hochverratsverfahren erfolgreich verteidigt hatte. Martin war von einer irrationalen Abneigung gegen Thomas Jefferson, der ihn 1807 die „Föderale Bulldogge“ genannt hatte, getrieben und begann mit der [[Föderalistische Partei|Föderalistischen Partei]] zu sympathisieren, deren Ausrichtung eigentlich allem widersprach, wofür er bis dato gekämpft hatte. Da er ab 1819 teilweise gelähmt war, trat er 1822 vom Amt des Attorney General Maryland zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juli 1826 starb Luther Martin im Alter von 78 Jahren in Aaron Burrs Haus in [[New York City]]. Er wurde in einem unmarkierten Grab auf dem Hof der St. John’s Kirche begraben. Er starb vier Tage nach Thomas Jefferson und [[John Adams]], zwei anderen [[Gründerväter der Vereinigten Staaten|Gründervätern]] der Vereinigten Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.infoplease.com/primary-sources/government/anti-federalist-papers/luther-martin-luther-martin-v Luther Martin, Friday, March 28, 1788, Number III, To the Citizens of Maryland]&lt;br /&gt;
* [https://press-pubs.uchicago.edu/founders/documents/a1_2_5s16.html Luther Martin, Impeachment Trial of Justice Samuel Chase, Senate, 23 Feb. 1804, Annals 14:429-32, 436]&lt;br /&gt;
* Kauffman, Bill, Forgotten Founder, Drunken Prophet: The Life of Luther Martin. Wilmington, DE: Intercollegiate Studies Institute, 2008. ISBN 1-933859-73-3; ISBN 978-1-933859-73-6.&lt;br /&gt;
* Crawford, Alan Pell, [https://www.wsj.com/articles/SB122204297442161385 Bookshelf: Uncouth, Unheeded ] [[The Wall Street Journal]], September 22, 2008, p. A21.&lt;br /&gt;
* Reynolds, William L., Luther Martin, Maryland and the Constitution, 47 Maryland Law Review 291 (1988).&lt;br /&gt;
* Paul Clarkson and R. Samuel Jett, Luther Martin of Maryland (1970).&lt;br /&gt;
* Max Farrand, ed., The Records of the Federal Convention of 1787 (4 vols., 1911–1937; rev. ed. 1966).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Martin, Luther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=amerikanischer Politiker, der gegen die Ratifizierung der amerikanischen Verfassung war&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Februar 1748&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Metuchen]], [[New Jersey]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Juli 1826&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City|New York]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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