<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lusotropikalismus</id>
	<title>Lusotropikalismus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lusotropikalismus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lusotropikalismus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T07:16:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lusotropikalismus&amp;diff=1220317&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Großschreibung; mit Leerzeichen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lusotropikalismus&amp;diff=1220317&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-12-24T09:08:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Großschreibung; mit Leerzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Portugal 1916-1974.png|miniatur|Portugals [[Überseeprovinz (Portugal)|Überseeprovinzen]] im 20. Jahrhundert mit dem Jahr des Verlustes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gilberto Freyre.JPG|miniatur|Vordenker [[Gilberto Freyre]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lusotropikalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (port. &amp;#039;&amp;#039;lusotropicalismo&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Zusammensetzung aus [[Lusitania (Provinz)|Lusitanien]] und &amp;#039;&amp;#039;trópico&amp;#039;&amp;#039;, der portugiesischen Bezeichnung für [[Tropen|tropisch]]. Diese [[Ideologie]] propagierte eine historische und moralische Überlegenheit der [[Portugiesische Kolonialgeschichte|portugiesischen Kolonisation]] im Vergleich zu den anderen europäischen Kolonialmächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Geschichte der portugiesischen Kolonien bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, wurden erst in den 1940er und 1950er Jahren unter [[António de Oliveira Salazar|Salazars]] Diktatur des [[Estado Novo (Portugal)|Estado Novo]] koloniale Institutionen und ein staatliches Bildungssystem errichtet. Dabei wurden einige Gebiete nicht als eigentliche Kolonien klassifiziert. [[Portugiesisch-Indien|Indien]] wurde als eigenständige Zivilisation angesehen, die sich im Laufe der Geschichte mit dem europäischen Christentum auseinandergesetzt habe. [[Kap Verde]] galt hingegen als Ergebnis einer Mischung von portugiesischen Kolonialherren und afrikanischen Sklaven, die auf eine abgelegene Inselgruppe verschickt worden waren. Die kapverdische Kultur wurde nicht als kolonial, sondern als regional bezeichnet, und die dortige Elite genoss spezielle Rechte, wie zum Beispiel die Entsendung als koloniale Mittelsmänner auf den afrikanischen Kontinent. [[Angola]] und [[Mosambik]] galten wiederum als eindeutig afrikanische Kolonien und erhielten eine spezielle &amp;quot;Verfassung&amp;quot;: In einem Wirtschaftssystem, das auf [[Zwangsarbeit]] aufgebaut war, wurde die Bevölkerung in drei Kategorien eingeteilt: portugiesische Bürger, Einheimische und [[Assimilado|„Assimilierte“]]. Dies waren Einheimische, die eine Probezeit zu durchlaufen hatten und Prüfungen bestehen mussten, um zu beweisen, dass sie Christen waren, [[Monogamie|monogam]] lebten, die Wehrpflicht erfüllten und [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]] sprachen. Der Anteil der &amp;#039;&amp;#039;Assimilados&amp;#039;&amp;#039; betrug nie mehr als 1 % der kolonialen Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als herausragender Denker des Lusotropikalismus gilt der brasilianische Soziologe [[Gilberto Freyre]]. Kerngedanke des Lusotropikalismus war ein kontinental übergreifendes, tolerantes Nebeneinander der Rassen bzw. die Idee der rassischen Durchmischung, wofür Gilberto Freyre in seinen späteren Publikationen den Ausdruck „Rassische Demokratie“ ({{ptS|&amp;#039;&amp;#039;democracia racial&amp;#039;&amp;#039;}}) verwendet. Freyre hatte allerdings ursprünglich nur die Entstehung der brasilianischen Gesellschaft erklären wollen. In seinem Hauptwerk „Herrenhaus und Sklavenhütte“ (&amp;#039;&amp;#039;Casa Grande e Senzala&amp;#039;&amp;#039;) kommt der Begriff nicht vor. Er prägte ihn in den 1950er Jahren nach einer Einladung nach Portugal und in dessen verschiedenen Überseekolonien. Der Begriff gewann schließlich in den 1960er Jahren vor allem während Salazars Diktatur an Bedeutung. Hier wurde er zur [[Legitimation (Politikwissenschaft)|Legitimation]] des portugiesischen Anspruchs auf die afrikanischen und indischen Kolonien verwendet, die sich jedoch ausnahmslos bis 1973 im [[Portugiesischer Kolonialkrieg|Portugiesischen Kolonialkrieg]] von Portugal unabhängig erklärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch der portugiesischen Kolonialherrschaft wurde der [[Postkolonialismus|postkoloniale]] Begriff der [[Lusophonie]] geschaffen, um die portugiesischsprachige Welt zu bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://site.miguelvaledealmeida.net/wp-content/uploads/portugals-colonial-complex.pdf | wayback=20110723210301 | text=Miguel Vale de Almeida: Portugal’s Colonial Complex: From Colonial Lusotropicalism to Postcolonial Lusophony}} (PDF; 85&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.lusotopie.sciencespobordeaux.fr/ | wayback=20120729134205 | text=Lusotopie}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cplp.org/ Homepage] der [[Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder]] (CPLP) (port.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
* Helmut Brühl: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Portugal singt - Rätselhaftes Volk Lusitaniens&amp;#039;&amp;#039;, Seiten 136–142 (O mundo português) und 142–144 (Vermählung mit den Tropen). Dietrich Reimer Berlin 1957&lt;br /&gt;
* Gomes, Bea: O mundo que o português criou – Von der Erfindung einer lusophonen Welt. Wiener Zeitschrift für kritische Afrikastudien 2/2001, Jg. 1.&lt;br /&gt;
* Enders, Armelle: [http://nuevomundo.revues.org/document610.html Le Lusotropicalisme, théorie d&amp;#039;exportation]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesische Kolonialgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
	</entry>
</feed>