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	<title>Lungenfunktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T22:34:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lungenfunktion&amp;diff=265135&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2025-12-04T16:39:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Diaphragmatic breathing.gif|mini|Anspannen des Zwerchfells (grün) nach unten und Aufspannen des Brustkorbs (schwarz)&amp;lt;!-- verringert den Innendruck --&amp;gt;, lässt Luft (hellblau) einströmen und die Lungenflügel (rosa) beim Einatmen größer werden.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lungenfunktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch als &amp;#039;&amp;#039;Atmungsfunktionen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) wird die [[Physiologie|physiologische]] Befähigung der [[Lunge]] als Organ für den Gasaustausch bei der äußeren [[Atmung]] von lungenatmenden [[Schnecken]], [[Amphibien]], [[Reptilien]], [[Vögel]]n und [[Säugetiere]]n einschließlich des [[Mensch]]en bezeichnet. Im [[medizin]]ischen Alltag hat sich der Begriff Lungenfunktion (Abk. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lufu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) auch (kurz für &amp;#039;&amp;#039;Lungenfunktionstest&amp;#039;&amp;#039;) als Sammel- und Oberbegriff für die verschiedenen Untersuchungsverfahren der [[Lungenvolumen|Lungenvolumina]] (vgl. auch [[Lungenventilation|Messgrößen]]) und anderer Kennzahlen der Lungenfunktion eingebürgert, beispielsweise der [[Spirometrie]] („kleine Lungenfunktion“) und der [[Bodyplethysmographie]] („große Lungenfunktion“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologische Lungenfunktion ==&lt;br /&gt;
Die physiologische Funktion der Lunge besteht im sogenannten Gasaustausch, der Aufnahme von [[Sauerstoff]] in den Körper und Abgabe von [[Kohlendioxid]] aus dem Körper. Damit spielt die Lunge auch in der Regulation des [[Säure-Basen-Haushalt]]es eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungsverfahren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-J0513-0022-001, Leipzig, Universitätskrankenhaus, Kinderklinik.jpg|mini|200px|Lungenfunktionstest, Universitätskrankenhaus Leipzig, 1970]]&lt;br /&gt;
Die üblichen, als Lungenfunktion benannten Untersuchungsverfahren befassen sich weniger mit dem Gasaustausch als mit der Struktur des [[Bronchialsystem|bronchialen Systems]]. In diesem System der Lunge finden sich die häufigsten Störungen. [[Asthma bronchiale]] und [[chronisch obstruktive Lungenerkrankung]] betreffen primär die Bronchien. Nur in Spezialfällen werden die [[Blutgase]] überprüft, so etwa bei apparativ beatmeten Patienten. Auch Diffusionsmessungen sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spirometrie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Spirometrie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spirometrie stellt eine nicht-invasive Methode in der Lungenfunktionsdiagnostik dar, die mit geringem apparativen Aufwand und kurzer Untersuchungsdauer Informationen über Art und Schwere einer Lungenfunktionsstörung liefert. Die Grundlage für spirometrische Lungenfunktionsmessungen bildet die Erfassung der Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft gegen die Zeit, ein Vorgang, der auch als [[Pneumotachograph]]ie bezeichnet wird. Die daraus abgeleitete Atemstromstärke bildet die Grundlage weiterer Atemparameter (z.&amp;amp;nbsp;B. Atemvolumina).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spirometrie erfasst das aktuell geatmete Atemvolumen, indem der gemessene Atemstrom über die Zeit integriert wird. In der grafischen Darstellung ergibt sich ein (Atem)Volumen-Zeit-Diagramm, das Spirogramm. Aus diesem lassen sich Parameter wie das Atemzugvolumen, das exspiratorische und inspiratorische Reservevolumen, sowie die Vitalkapazität ablesen. Diese Volumina stellen statische Atemparameter dar und werden bei normaler bis vertiefter Atmung registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitergehende diagnostische Zwecke wird eine forcierte Spirometrie durchgeführt, mit der sogenannte dynamische Atemparameter bestimmt werden. Aus dem forcierten Spirogramm lässt sich z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Einsekundenkapazität]] (FEV&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;) bestimmen, einem wichtigen Parameter zur Diagnostik von obstruktiven Lungenfunktionsstörungen. Setzt man diese in Relation zur forciert ausgeatmeten Vitalkapazität (FEV, engl. &amp;#039;&amp;#039;forced exspiratory volume&amp;#039;&amp;#039;), erhält man den [[Tiffeneau-Index]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trägt man die gemessenen Atemstromstärken bei forcierter Exspiration und (zügiger) Inspiration kontinuierlich gegen das aktuelle Lungenvolumen grafisch auf, so erhält man die [[Spirometer|Fluss-Volumen-Kurve]]. Aus dem Kurvenverlauf kann bereits auf eine mögliche Funktionsstörung der Lunge geschlossen werden. Wichtige klinische Parameter sind die maximale exspiratorische Atemstromstärke (PEF, englisch &amp;#039;&amp;#039;peak expiratory flow&amp;#039;&amp;#039;) sowie die mittleren Atemstromstärken während der Ausatmung (MEF, englisch &amp;#039;&amp;#039;mean exspiratory flow&amp;#039;&amp;#039;). Sind die Werte dieser Parameter vermindert, so deutet das auf eine obstruktive Lungenerkrankung hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese spirometrisch ermittelten Parameter entscheidend für eine Therapie und Prognose bei einer Lungenfunktionsstörung sind, ist eine gute Mitarbeit der Patienten von großer Bedeutung. Menschen mit eingeschränkten geistigen Fähigkeiten und auch Kinder sind nicht immer zur ausreichenden Mitarbeit zu motivieren. Anhand der Kurvenverläufe lässt sich in der Regel der Grad der Patientenmitarbeit ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ganzkörperplethysmographie/Bodyplethysmographie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bodyplethysmographie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Methode der Lungenfunktionsmessung ist die Bodyplethysmographie mit der Messung des Atemwegswiderstandes. Das Problem einer Widerstandsmessung der gesamten Atemwege ist, den Luftdruck in den Lungenbläschen zu bestimmen, der die gemessene Luftströmung durch die Bronchien auslöst. Je höher dieser in den Lungenbläschen aufgebaute Druck sein muss, um eine bestimmte Strömung zu erzeugen, desto mehr muss man sich beim Atmen anstrengen und desto höher ist der Atemwegswiderstand (Resistance).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bodyplethysmograph wird als eine Kabine mit einem (weitgehend) abgeschlossenen Luftvolumen ausgeführt, sie sieht wie eine kleine Telefonzelle aus. Der Aufwand der Messung ist also deutlich höher. Mit diesem abgeschlossenen Luftvolumen kann man eine Dehnung oder Kompression des Brustkorbes bestimmen. Der Drucksensor bestimmt die Änderung des Luftdruckes in der Kabine, der sich entgegengesetzt proportional zur Änderung des Luftdruckes im Brustkorb und damit in den Lungenbläschen verhält. Der Proportionalitätsfaktor ist hierbei vom Lungenvolumen abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmung der spezifischen Resistance ist weniger mitarbeitsabhängig als die Spirometrie, da der Proband nur ruhig in das Mundstück atmen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bestimmung des Lungenvolumens wird die Atmung am Mund mit einem Verschluss unterbrochen. Der Proband atmet gegen den Verschluss an und Munddruck und [[Thorax|thorakale]] Bewegung werden registriert. Aus dem Verhältnis des thorakalen Verschiebevolumen und dem Mund- / Lungendruck multipliziert mit dem Umgebungsdruck wird über das [[Boyle-Mariotte|Boyle-Mariott]]&amp;#039;sche Gesetz das aktuelle Lungenvolumen bestimmt. Damit ist die Bestimmung weiterer Messgrößen möglich, zum Beispiel das maximal mögliche Luftvolumen in der Lunge (Total Lung Capacity TLC, [[Lungenvolumen|Totalkapazität]]) und das nicht ausatembare Restvolumen der Lunge ([[Residualvolumen]] RV). Für diese Werte ist es notwendig, während der Messung auch eine Spirometrie durchzuführen. Dies wird in der Regel auch gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Methoden ===&lt;br /&gt;
Es gibt noch zwei andere Möglichkeiten, den Atemwegswiderstand zu bestimmen, die [[Oszillometrie]] (heute ausgeführt als [[Impulsoszillometrie]]) und die Shuttermethode. Die Impulsoszillometrie kann den Widerstand mit Luftstößen in die Lunge feststellen. Die Shuttermethode vertraut darauf, dass bei kurzem Verschluss der Atemwege sich der Druck von den Alveolen bis in den Mundraum ausgleicht, was bei krankhaft veränderten Atemwegen aber zunehmend schlechter funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser Alternativmethoden kann das Lungenvolumen und damit die TLC und das RV bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bronchospasmolysetest ===&lt;br /&gt;
Bei der Bronchospasmolyse wird die Reversibilität der bronchialen Obstruktion getestet. Hierzu wird untersucht, ob man beim Patienten durch Anwendung von Atemsprays eine Verringerung des Atemwegswiderstandes (Rtot) erzielen kann. Diese geht mit einer Zunahme der FEV1 einher. Typischerweise ist die Obstruktion im Rahmen eines Asthma bronchiale reversibel, die Obstruktion bei einer [[Chronisch obstruktive Lungenerkrankung|chronisch obstruktiven Bronchitis]] ist niemals vollkommen reversibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer reversiblen Obstruktion vermindert sich durch den Bronchospasmolysetest ergänzend auch das [[Bodyplethysmografie|bodyplethysmographisch]] primär messbar erhöhte [[Residualvolumen]]; die Differenz wird als &amp;#039;&amp;#039;Volumen pulmonum auctum&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutgasanalyse ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Blutgasanalyse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messwerte ==&lt;br /&gt;
=== Vitalkapazität ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Vitalkapazität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheit: Liter (l). Die Vitalkapazität ist das Lungenvolumen, das maximal willkürlich geatmet werden kann, und entspricht dem gesamten atembaren Lungenvolumen. Es setzt sich [[Addition|additiv]] aus dem Atemzugvolumen (AZV), dem [[inspiratorischen Reservevolumen]] (IRV) und dem [[exspiratorischen Reservevolumen]] (ERV) zusammen. Die Vitalkapazität (VC) stellt somit ein Maß für die Ausdehnungsfähigkeit (&amp;#039;&amp;#039;Compliance&amp;#039;&amp;#039;) von Lunge und Thorax dar. Sie ist abhängig vom Alter und der Größe eines Menschen sowie von Geschlecht und Trainingszustand. Die Normwerte können näherungsweise mit Regressionsgleichungen berechnet werden, wie sie die [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] (EGKS) herausgegeben hat. Für einen jungen Mann von 1,80 Größe beträgt die Vitalkapazität etwa 5,5 Liter (für Frauen 1 Liter weniger). Mit zunehmendem Alter nimmt sie ab; die Werte liegen dann etwa 1,5 Liter unter denen junger Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die angegebenen Werte stellen Maximalwerte dar. Im Alltag und auch bei größeren sportlichen Anstrengungen wird die Vitalkapazität in der Regel nicht voll ausgeschöpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vitalkapazität und insbesondere die totale Lungenkapazität dienen als [[klinisch]]e [[Parameter (Statistik)|Parameter]] zur Einschätzung der Lungenfunktion bei einer restriktiven Lungenfunktionsstörung. Erniedrigte Werte deuten auf eine eingeschränkte Dehnbarkeit von Lunge oder Thorax hin. Zur korrekten Diagnose müssen zusätzliche klinische Lungenfunktionsparameter herangezogen werden, da auch bei einer obstruktiven Lungenerkrankung die Vitalkapazität herabgesetzt sein kann. Eine restriktive Lungenfunktionsstörung kann bei Thoraxdeformation, [[Muskelschwäche]] oder [[Adipositas]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsekundenkapazität ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Einsekundenkapazität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einsekundenkapazität (SK) ist dasjenige Volumen, das innerhalb einer Sekunde aus maximaler Inspirationslage forciert ausgeatmet werden kann. Die Messung der SK ist eine einfache Methode, um eine obstruktive Lungenfunktionsstörung zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet die absolute von der relativen SK. Die absolute SK (Forciertes Exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde: FEV&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;) wird in Volumeneinheiten angegeben. Die individuellen Messwerte werden in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht in Beziehung zu Sollwert-Standard-Tabellen der [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relative SK (FEV&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;%VC), auch &amp;#039;&amp;#039;Tiffeneau&amp;#039;&amp;#039;-Index genannt, wird in Prozent der inspiratorisch gemessenen Vitalkapazität (FEV&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;%IVC) oder in Deutschland meistens in Prozent der bei forcierter Exspiration gemessenen Vitalkapazität (FEV&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;%FVC) angegeben. Die relative SK darf nur zur Beschreibung einer Obstruktion benutzt werden, solange die VC im Normbereich liegt. Wenn bei schwerer Obstruktion aufgrund der vermehrten Atemarbeit auch die VC eingeschränkt ist, wird die relative SK falsch normal berechnet. In solchen Fällen muss die absolute SK zur Beurteilung herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachteil der SK-Messung ist die Abhängigkeit von der Patientenmitarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufzeichnung der Stromstärke oder des Atemflusses gegen das Volumen bietet weitere Messgrößen, zum Beispiel der Spitzenexspiratorische Fluss oder [[Peak Flow]] (PEF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maximaler exspiratorischer Fluss (MEF) ===&lt;br /&gt;
MEF25/50/75 (Einheit l/s): Exspiratorischer Fluss bei 25/50/75 % der forcierten VC: Maximale exspiratorische Atemstromstärke bei 25/50/75 % im Thorax befindlicher Vitalkapazität, d.&amp;amp;nbsp;h., wenn bereits 75/50/25 % der Vitalkapazität ausgeatmet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atemwegswiderstand (Resistance) ===&lt;br /&gt;
Die Resistance (Raw) (Einheit kPa&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;s&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;l&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;, gemessen durch eine Druckdifferenz pro Volumenflow) ist ein dynamisches Maß für den Strömungswiderstand (bestehend aus dem viskösen Deformationswiderstand von Lungen- und Brustwand sowie dem eigentlichen Atemwegswiderstand) in den Atemwegen bei definierter Atmung. Der Atemwegswiderstand ist ein empfindlicher Parameter für die zentrale Atemwegsobstruktion. Eine Widerstandsabnahme im Bronchospasmolysetest deutet auf eine medikamentös beeinflussbare Reversibilität der Obstruktion hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schweregrade:&lt;br /&gt;
Raw ≤ 0,35 kPa*s/l: keine; Raw 0,36 – 0,60 kPa*s/l: leichte; Raw 0,61 – 0,90 kPa*s/l: mittelschwere; Raw &amp;gt; 0,90 kPa*s/l: schwere Obstruktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spezifischer Atemwegswiderstand ====&lt;br /&gt;
Der spezifische Atemwegswiderstand (sRaw) ist eine [[Messgröße]].&lt;br /&gt;
Er wird durch Anlage einer Tangente an die aufgezeichnete Atemschleife definiert.&lt;br /&gt;
Im spezifischen Atemwegswiderstand sind sowohl resistive- als auch Volumenanteile enthalten, ohne sie differenzieren zu können.&lt;br /&gt;
Erst durch die Bestimmung des ITGV (FRC pleth) und der Quotientenbildung sRAW/ITGV+VT/2=RAW kann der volumenbezogene Widerstand bestimmt werden.&lt;br /&gt;
Die nachstehende Gleichung ist zwar mathematisch richtig, aber physiologisch falsch!&lt;br /&gt;
(sR) Raw/TGV kPa&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;s (spezifische Resistance)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lungenvolumen ===&lt;br /&gt;
Man unterscheidet verschiedene [[Lungenvolumen|Lungenvolumina]] (Atemvolumina):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Statische Atemvolumina ====&lt;br /&gt;
Zu den statischen Atemvolumina gehören (zusammengesetzte Volumina werden Kapazitäten genannt):&lt;br /&gt;
# [[Atemzugvolumen]] (AZV), auch Tidalvolumen, beschreibt das Volumen, das bei einer normalen Einatmung eingeatmet wird (ca. 0,5 l)&lt;br /&gt;
# Inspiratorisches Reservevolumen (IRV), beschreibt das Volumen, das nach normaler Inspiration noch zusätzlich eingeatmet werden kann&lt;br /&gt;
# Exspiratorisches Reservevolumen (ERV), beschreibt das Volumen, das nach normaler Exspiration noch ausgeatmet werden kann&lt;br /&gt;
# Residualvolumen (RV), beschreibt das Volumen, das nach maximaler Exspiration in der Lunge verbleibt (nicht ausatembar). Spirometrisch nicht erfassbar.&lt;br /&gt;
# Inspiratorische Kapazität (IC), setzt sich zusammen aus Atemzugsvolumen und inspiratorischem Reservevolumen, beschreibt die Luftmenge, die nach normaler Exspiration eingeatmet werden kann.&lt;br /&gt;
# Inspiratorische [[Vitalkapazität]] (IVC), setzt sich zusammen aus Atemzugsvolumen, inspiratorischem Reservevolumen und exspiratorischem Reservevolumen, beschreibt die Luftmenge, die nach maximaler (forcierter) Exspiration maximal eingeatmet werden kann, also die maximale Ausdehnungskapazität der Lunge.&lt;br /&gt;
# Totale Lungenkapazität (TLC), beschreibt das Volumen, das sich nach maximaler Inspiration in der Lunge befindet. Setzt sich zusammen aus Vitalkapazität und Residualvolumen.&lt;br /&gt;
# Funktionelle Residualkapazität (FRC), setzt sich zusammen aus exspiratorischem Reservevolumen und Residualvolumen, beschreibt die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung in der Lunge verbleibt. Die FRC wird nicht mittels Ganzkörperplethysmographie, sondern mit der „Gasauswaschmethode“ bestimmt.&lt;br /&gt;
# Thorakales Gasvolumen (TGV) (synonym: &amp;#039;&amp;#039;Intrathorakales Gasvolumen (ITGV)&amp;#039;&amp;#039;), beschreibt wie die FRC ebenfalls die nach normaler Exspiration in der Lunge enthaltene Luftmenge, wird aber über [[Bodyplethysmographie]] bestimmt und berücksichtigt daher auch Gasvolumina, die nicht in direktem Kontakt mit dem Tracheobronchialraum stehen (zum Beispiel ein [[Pneumothorax]] oder nichtbelüftete Lungenabschnitte bei älteren Patienten). Daher kann das TGV einen größeren Wert liefern als die FRC; beim jungen, lungengesunden Menschen sind sie meist identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dynamische Atemvolumina ====&lt;br /&gt;
Die dynamischen Atemvolumina geben die Verschiebung der statischen Atemvolumina pro Zeitspanne an, dazu gehören:&lt;br /&gt;
# Atemgrenzwert, auch MVV, von [[Englische Sprache|engl.:]] Maximal Voluntary Ventilation: maximal erreichbares Atemzeitvolumen&lt;br /&gt;
# [[Einsekundenkapazität]], auch FEV&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;, von [[Englische Sprache|engl.:]] Forced Expiratory Volume in 1 second&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Störungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ventilationsstörungen ===&lt;br /&gt;
Ventilationsstörungen der Lunge sind entweder Belüftungsstörungen oder eine Behinderung des Gasaustausches. Es wird zwischen obstruktiver und restriktiver, beispielsweise infolge von [[Adipositas]] auftretender, Ventilationsstörung unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Wolfgang: &amp;#039;&amp;#039;Atmen – Atemhilfe: Atemphysiologie und Beatmungstechnik.&amp;#039;&amp;#039; 9., überarbeitete Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Obstruktive Ventilationsstörung ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Obstruktive Lungenfunktionsstörung|obstruktiven Lungenfunktionsstörung]] ist der Atemwegswiderstand erhöht. Verursacht werden kann dies durch Sekret oder Fremdkörper in den Atemwegen – Bronchien (zum Beispiel bei chronischer Bronchitis), durch einengenden Druck von außen (zum Beispiel Tumor oder Ödeme), durch [[Lungenemphysem|Emphyseme]] (Lungenüberblähung) oder Verengung der Bronchien z.&amp;amp;nbsp;B. durch Asthma bronchiale oder spastische Bronchitis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obstruktive Lungenfunktionsstörung zeigt sich im Tiffeneau-Test durch forcierte Exspiration, wobei das forcierte exspiratorische Sekundenvolumen (FEV1) erniedrigt ist, die forcierte Vitalkapazität (FVC) aber gleich bleibt.&lt;br /&gt;
Ebenso können ein erhöhtes Residualvolumen sowie eine verminderte Vitalkapazität bei länger andauernder Obstruktion diagnostiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankheitsbilder, die eine Obstruktive Ventilationsstörung verursachen, sind [[Asthma]], [[chronische Bronchitis]] bzw. [[COPD]], [[Fremdkörperaspiration]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Restriktive Ventilationsstörung ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Restriktive Lungenfunktionsstörung|restriktiven Lungenfunktionsstörung]] ist die Vitalkapazität und die totale Lungenkapazität vermindert. Verursacht ist dies durch eine eingeschränkte [[Compliance (Physiologie)|Compliance]] des Atemapparats (die Dehnungsfähigkeit ist eingeschränkt). Das Auftreten einer restriktiven Lungenfunktionsstörung kann zum Beispiel an Verwachsungen der Pleura, Lungenfibrose, Verlust von Lungengewebe oder Thorax-Beweglichkeit (zum Beispiel [[Skoliose]], [[Trichterbrust]]) liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Perfusions- und Diffusionstörungen ===&lt;br /&gt;
Die pulmonale Perfusion ist die Durchblutung der Lungenkapillaren, angepasst an die Ventilation. Im Zonenmodell nach [[John B. West]] nimmt beim Gesunden entsprechend der Schwerkraft sowohl die [[Lungenventilation]] als auch die Lungenperfusion von oben (apikal) nach unten (basal) zu, wobei das Ventilations-Perfusions-Verhältnis in gleicher Richtung abnimmt und der optimale Wert (alveoläre Ventilation: kapilläre Perfusion = 0.8) dabei in der Mitte liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diffusion ist ein passiver Transportvorgang, Teilchen wandern vom Ort höherer Konzentration zum Ort niedriger Konzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gasaustausch in der Lunge: O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; gelangt aus der Luft in den Alveolen durch die Membran in die Kapillaren, CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus dem Lungenkapillarblut in die Alveole.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Perfusionsstörungen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Gefäßverschlüssen ist die Perfusion im Verhältnis zur Ventilation eingeschränkt. Es kommt zu einem Missverhältnis von Durchblutung und Belüftung von Lungenabschnitten.&lt;br /&gt;
Beispiele für solche gestörte regionale Ventilations-Perfusions-Verhältnisse sind Lungenembolie, Lungenfibrose (Verdickung der Alveolarmembran) und Lungenemphysem (Lungenüberblähung). Bei eingeschränkter oder fehlender Perfusion wird der Totraum vergrößert (der Raum, der nicht am Gasaustausch beteiligt ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Diffusionsstörungen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind Gasaustauschstörungen, die zu einer Lungenfunktionsstörung führen.&lt;br /&gt;
Dies können sein: verlängerter Weg des Austausches von O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;/CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Lungenfibrose durch Verdickung der Alveolarmembran oder beim Lungenödem durch Flüssigkeitseinlagerung.&lt;br /&gt;
Verlust von Alveolen: Austauschfläche ist verkleinert bei Pneumonie und Lungenemphysem.&lt;br /&gt;
Verkürzte Kontaktzeit: bei Lungenresektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Lotz: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie und Physiologie des Respirationstrakts.&amp;#039;&amp;#039; In: J. Kilian, H. Benzer, [[Friedrich Wilhelm Ahnefeld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beatmung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-540-53078-9 – 2., unveränderte Auflage: ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 3–45.&lt;br /&gt;
* Hilmar Burchardi: &amp;#039;&amp;#039;Ätiologie und Pathophysiologie der akuten respiratorischen Insuffizienz (ARI).&amp;#039;&amp;#039; In: J. Kilian, H. Benzer, F. W. Ahnefeld (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beatmung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-540-53078-9 – 2., unveränderte Auflage: ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 47–91; hier: S. 53–66.&lt;br /&gt;
* Thomas Pasch, S. Krayer, H. R. Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Definition und Meßgrößen der akuten respiratorischen Insuffizienz: Ventilation, Gasaustausch, Atemmechanik.&amp;#039;&amp;#039; In: J. Kilian, H. Benzer, F. W. Ahnefeld (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beatmung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-540-53078-9 – 2., unveränderte Auflage: ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 95–108.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Frey]]: &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten der Atmungsorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955. 2. Auflage: ebenda 1961, S. 599–746, hier: S. 626–631 &amp;#039;&amp;#039;(Prüfungen der Atmungsfunktionen)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang T. Ulmer]], G. Reichel, Dieter Nolte, M. S. Islam (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Lungenfunktion., Physiologie und Pathophysiologie, Methodik.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1983, ISBN 3-13-448803-5. 7. Auflage: Hrsg.: Wolfgang T. Ulmer, Dieter Nolte, Josef Lecheler und Thorsten Schäfer, ebenda 2003, unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Lungenfunktion. Methodik und klinische Anwendung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4168318-3}}&lt;br /&gt;
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