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	<title>Lungenembolie - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lungenembolie&amp;diff=73465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Itsapity: Tippfehler korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lungenembolie&amp;diff=73465&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-26T08:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = I26&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Lungenembolie&lt;br /&gt;
| 02-CODE = O88&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Embolie während der [[Schwangerschaft|Gestationsperiode]]&lt;br /&gt;
| 03-CODE = O08.2&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Embolie nach [[Fehlgeburt|Abort]], [[Extrauteringravidität]] und [[Molenschwangerschaft]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = BB00&lt;br /&gt;
| Data-01 = Pulmonale Thromboembolie&lt;br /&gt;
| Code-02 = BB00.0&lt;br /&gt;
| Data-02 = Akute pulmonale Thromboembolie&lt;br /&gt;
| Code-03 = BB00.1&lt;br /&gt;
| Data-03 = Chronische pulmonale Thromboembolie&lt;br /&gt;
| Code-04 = BB01.3&lt;br /&gt;
| Data-04 = Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie&lt;br /&gt;
| Code-05 = BB00.Z&lt;br /&gt;
| Data-05 = Pulmonale Thromboembolie, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
| Code-06 = BA60.5&lt;br /&gt;
| Data-06 = Lungenembolie als aktuelle Komplikation nach akutem Myokardinfarkt&lt;br /&gt;
| Code-07 = JA05.2&lt;br /&gt;
| Data-07 = Embolie nach Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft&lt;br /&gt;
| Code-08 = JB42.2&lt;br /&gt;
| Data-08 = Thromboembolie während der Gestationsperiode&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lungenembolie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lungenarterienembolie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LAE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Verstopfung ([[Embolie]]) eines [[Blutgefäß]]es in der [[Lunge]] bzw. dem [[Lungenkreislauf]]. Sie wird meistens durch einen Blutpfropfen (Blutgerinnsel), den sogenannten [[Thrombus]] (dann wird sie auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lungenthrombembolie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;pulmonale Thromboembolie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pulmonalarterienthrombembolie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt), seltener durch Gasbläschen, beispielsweise bei einem [[Dekompressionskrankheit|Tauchunfall]] oder durch während einer chirurgischen Operation angesaugte Luft, oder durch Fett ([[Fettembolie]], etwa durch Fett aus dem Fettmark bei Knochenbrüchen) verursacht. Da eine Lungenembolie potentiell [[Letalität|lebensbedrohlich]] ist, sind Maßnahmen zur [[#Erste Hilfe|Ersten Hilfe]] immer erforderlich. Der sinkende [[Blutdruck]] ([[Arterielle Hypotonie|Hypotonie]]) kann zum [[Schock (Medizin)#Obstruktiver Schock|obstruktiven Schock]] mit [[Kreislaufstillstand]] führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische [[Symptom]]e sind akute Luftnot ([[Dyspnoe]]) und/oder [[Brustschmerz]] beim Einatmen. Der Mangel an [[Sauerstoff]] ([[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]]) verursacht einen Ruhe[[puls]] von über 100/min ([[Tachykardie]]), der von einer hohen [[Atemfrequenz]] ([[Tachypnoe]]) begleitet wird. Die weitere Symptomatik ist sehr variabel und kann [[Husten]] (lat.: Tussis), Blut im [[Sputum|Auswurf]] ([[Hämoptyse]]) sowie [[Herzrhythmusstörung]]en beinhalten. Bei einer zusätzlich ([[Komorbidität]]) bestehenden tiefen [[Beinvenen beim Menschen|Beinvenen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;thrombose (&amp;#039;&amp;#039;Tiefe Venenthrombose&amp;#039;&amp;#039; – TVT) ist das betroffene Bein meist angeschwollen und schmerzt. Wegen des erhöhten Pumpwiderstandes im Lungenkreislauf ([[pulmonale Hypertonie]]) wird die rechte [[Herzkammer]] stärker belastet ([[Cor pulmonale]]), was zu einer [[Herzinsuffizienz]] führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der bedarfsweisen Zufuhr von [[Sauerstoff]] wird eine [[Thrombolyse|Lysetherapie]] zur Auflösung des Thrombus durchgeführt. Zur Hemmung der [[Hämostase|Blutgerinnung]] ([[Antikoagulation]]) dient [[intravenös]] [[Applikationsform|appliziertes]] [[Heparin]]. Nach Abklingen der akuten Symptome ist zur Vermeidung erneuter Thrombosen meist eine längerzeitige Therapie mit [[peroral]] verabreichten Antikoagulanzien (siehe [[#Medizinische Maßnahmen|Medizinische Maßnahmen]]) erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland sterben jährlich zwischen 40.000 und 100.000 Menschen an einer Lungenembolie. Sie ist damit nach [[Herzinfarkt]] und [[Schlaganfall]] die dritthäufigste zum Tode führende [[Herz-Kreislauf-Erkrankung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Kampagne Risiko Thrombose.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2015, [https://www.risiko-thrombose.de/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresdner Journal 1906 002 Traueranzeige Kröll.jpg|mini|Todesanzeige (1906)]]&lt;br /&gt;
Ein eine Lungenembolie auslösendes Blutgerinnsel entsteht in bis zu 80 % aller Fälle [[Thrombose#Klinische_Erscheinung|in den tiefen Bein- oder Beckenvenen]] und gelangt über die [[Vena cava inferior|untere Hohlvene]], den [[Lungenkreislauf|rechten Vorhof und Ventrikel des Herzens]] in beide [[Pulmonalarterie]]n. Im Verlauf bleibt der Thrombus stecken und verschließt das Gefäß. Je größer der Thrombus, desto größer ist das dahinter nicht mehr durchblutete Lungengebiet. Oft handelt es sich um mehrere Thromben, die gleichzeitig oder auch in zeitlichem Abstand Lungengefäße ganz oder teilweise verstopfen. &amp;lt;br&amp;gt;Auch können beide Lungenflügel eines Patienten betroffen sein. Unter der [[Geburt]] kann es auch zu [[Fruchtwasserembolie]]n, bei Brüchen der langen Röhrenknochen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Oberschenkelknochen|Femur]]) zu [[Fettembolie]]n kommen. Selbst [[Knochenmark]]sembolien sind in der Lunge möglich. Weiter können bei Verletzungen oder ärztlichen Maßnahmen Luft oder andere Gase (beispielsweise [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] im Rahmen einer [[Laparoskopische Chirurgie|Laparoskopie]]) ins [[Vene|venöse]] Gefäßsystem gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lungenembolie gehört zu den am häufigsten übersehenen Todesursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;nach: W. Huckenbeck (Institut für Rechtsmedizin, Universität Düsseldorf): &amp;#039;&amp;#039;Rechtsmedizinische Aspekte der Kausalkette Thrombose – Lungenembolie – Tod.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Phlebologie.&amp;#039;&amp;#039; Heft 6, 1998, {{ISSN|0939-978X}}, S. 181–209 ({{Webarchiv|url=http://www.schattauer.de/de/magazine/uebersicht/zeitschriften-a-z/phlebologie/inhalt/archiv/issue/special/manuscript/1143/show.html |wayback=20131217223913 |text=Zusammenfassung auf: &amp;#039;&amp;#039;Schattauer.de&amp;#039;&amp;#039;}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Letalität]] einer unbehandelten schweren Lungenembolie ist mit 30 % sehr hoch. Eine sofortige Behandlung kann die Sterblichkeit auf 2–8 % senken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/venenerkrankungen/was-ist-eine-lungenembolie-2022444 |titel=Was ist eine Lungenembolie? |abruf=2019-04-07 |autor=Diedrich Bühler, Vera Wittenberg |werk=Medizintexte der TK |hrsg=[[Techniker Krankenkasse]] |datum=2019-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Zitat aus TK-Quelle für künftige detailliertere Angabe: {{&amp;quot; |Text=Eine Lungenembolie vom Schweregrad I endet nur in seltenen Fällen tödlich, bei Schweregrad II sterben weniger als 25 von 100 Patienten. Liegt der Schweregrad III vor, sterben mehr als 25 von 100 betroffenen Menschen und bei Schweregrad IV stirbt mehr als jeder zweite.}} - Quellenangaben dort beachten und ggf. nutzen. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Der [[Embolie|Embolus]] verstopft einen oder mehrere Äste der Lungenarterien. Dies wiegt umso schwerer, je größer der Innendurchmesser des betroffenen Gefäßes ist. Der Blutstau vor dem Thrombus führt zu einer mehr oder weniger starken Druckerhöhung im [[Lungenkreislauf]] ([[pulmonale Hypertonie]]) und damit zur Belastung des rechten Teils des Herzens, wodurch es teilweise oder sogar ganz versagen kann. Versagt die rechte Herzhälfte nicht, so ist dennoch zumindest die Blutmenge vermindert, die die Lunge passieren und zur linken Herzhälfte gelangen kann. Die linke Herzhälfte kann jedoch nur soviel Blut weiterpumpen, wie bei ihr ankommt. Die Folge der herabgesetzten Fördermenge ist eine verminderte Sauerstoffversorgung der wichtigen Organe.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Lippert: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Verlag Urban &amp;amp; Schwarzenberg, S.&amp;amp;nbsp;190.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kann zum [[Schock (Medizin)#Kardiogener Schock|(kardiogenen) Schock]] kommen. In Abhängigkeit von der Ausdehnung kann es zu einem geringeren [[Sauerstoffgehalt des Blutes]] – einer [[Hypoxämie]] – kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine plötzlich auftretende schwere Lungenembolie gehört zu den gefürchtetsten Komplikationen bei hospitalisierten Patienten und wird als [[fulminant]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Christian Grabner, U. Wahl, H. Reineke: &amp;#039;&amp;#039;Erfolgreiche kardiopulmonale Reanimation durch hochdosierte Bolusinjektion von rt-PA bei fulminanter Lungenembolie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 36, Nr. 5, Mai 2001, S. 306–308, hier: S. 306 und 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; Führend in der Symptomatik ist hierbei das Versagen des rechten Herzens ([[Herzinsuffizienz|Rechtsherzversagen]]), begleitet von einer schweren Hypoxämie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kleinere Lungenembolien können zu Rechtsherzproblemen führen. Hier ist die Drucksteigerung im kleinen Kreislauf nicht so schwerwiegend, die akute Überlebensrate der Patienten auch daher deutlich höher. Die Thromben werden in den meisten Fällen abgebaut und das Gefäßsystem dadurch wieder frei. Trotzdem kann sich im weiteren Verlauf bei einigen Patienten (vor allem mit immer wiederkehrenden kleineren Lungenembolien) ein chronischer [[Pulmonale Hypertonie|Lungenhochdruck]] entwickeln. Es kann sich dann um eine [[CTEPH]] handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend zum akuten Ereignis kann eine Infektion des nicht mehr ausreichend versorgten Lungengewebes zu einer sogenannten Infarkt[[pneumonie]] führen. Das hinter dem Embolus gelegene Lungenareal kann insbesondere nach größerer Embolie mit Zerstörung eines Teils des [[Bindegewebe|bindegewebigen]] Lungengrundgerüstes [[Infarkt|infarzieren]]. Trotz der an sich hohen Regenerationskraft des Lungengewebes sterben dann ganze Bereiche dauerhaft ab. Übersteht dies der Organismus, entstehen funktionslose Narben. Bei Befall größerer Bereiche mit entsprechender Funktionseinbuße kommt es zu [[Kurzatmigkeit]], reduzierter [[Belastung (Sport)#Belastbarkeit|Belastbarkeit]] und oft dauerhaftem [[Husten]]. Die erleichterte Invasion von Keimen in das anfangs [[Nekrose|nekrotische]], anschließend [[Fibrose|fibrotisch]] veränderte –&amp;amp;nbsp;und für Antibiotika weitgehend unzugängliche&amp;amp;nbsp;– narbige Gewebe führt auch später häufiger zu [[Lungenentzündung]]en. Die fibrotischen Umbauprozesse erhöhen geringfügig auch das Risiko für späteren [[Lungenkrebs]]. Es gibt eine hohe Rate der Spätkomplikationen, insbesondere bei erneuten Embolien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Auslöser ==&lt;br /&gt;
Es gibt bestimmte [[Risikopatient]]en, die zu Thrombosen und damit zu Lungenembolien neigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Disposition (Medizin)|Disponierende]] Faktoren sind in der [[Anamnese|Vorgeschichte]] des Patienten:&lt;br /&gt;
Fraktur (Hüfte oder Bein), Hüft- oder Knie-Total[[endoprothese]], große Operation, Lungenerkrankung, Hormonersatztherapie, bösartiger Tumor, orale Kontrazeption, Schlaganfall, Schwangerschaft, Phase kurz nach der Geburt, vorangegangene venöse Embolie, [[Thrombophilie|Störung der Blutgerinnung]], hohes Alter, hohe [[Homocystein]]spiegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei entsprechender [[Disposition (Medizin)|Prädisposition]] kann dann jede [[Immobilisation (Medizin)|Immobilisierung]] –, besonders der unteren Gliedmaßen –, zum Auslöser werden, die durch [[Hämostase|Stase]] des Blutes das Anwachsen eines Thrombus (ähnlich „Kondensation“) begünstigen: Blutstauung bei lange angewinkeltem Knie, etwa bei langen Busfahrten oder beim Langstreckenfliegen, [[Reisethrombose]], nach Brüchen und Verstauchungen sowie [[Bettlägerigkeit]] jeder Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zeitpunkt des akuten Eintritts bestimmt dagegen erst das spätere Ablösen eines Thrombus und dessen Einschwemmen in die Lunge. Das geschieht typisch durch Mobilisierung nach dem Ruhen, also teilweise deutlich nach dem Aufstehen, beim [[Bauchpresse|Pressen]] (Stuhlgang) und anderen ersten körperlichen Anstrengungen danach. Ihnen allen ist die plötzliche Blutdruckänderung im venösen System mit einer [[Vasodilatation|Dilatation]] der Gefäße nach Inaktivität gemeinsam.&amp;lt;ref&amp;gt;Quellen unter A. Rahimtoola, J. D. Bergin: &amp;#039;&amp;#039;Acute pulmonary embolism: an update on diagnosis and management.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039; Current problems in cardiology.&amp;#039;&amp;#039; 2005 Feb;30(2), S.&amp;amp;nbsp;61–114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
Typische Anzeichen einer Lungenembolie sind akute Luftnot und/oder [[Brustschmerz]] beim Einatmen. Die weitere Symptomatik ist sehr variabel und oft gekennzeichnet durch die Erhöhung von Ruhepuls (über 100/min, [[Tachykardie]] mit [[Herzrhythmusstörung]]en) und Atemfrequenz ([[Tachypnoe]]). Auftretender [[Husten]] ist vereinzelt mit [[Hämoptyse|Blut im Auswurf]] verbunden. Der niedrige [[Blutdruck]] ([[Hypotonie]]) kann zum [[Schock (Medizin)|Schock]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei 20 bis 55 % der Fälle von Lungenembolie besteht ein [[Pleuraerguss]].&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Jany, Tobias Welte: &amp;#039;&amp;#039;Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 116, Nr. 21, (Mai) 2019, S. 377–385, hier: S. 377–381 und 383.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führt eine plötzlich einsetzende ([[Krankheitsverlauf|fulminante]]) Lungenembolie zum [[Kreislaufstillstand]], dann sind im Rahmen von Reanimationsmaßnahmen häufig gestaute Halsvenen (als Zeichen einer oberen Einflussstauung bei bestehendem „Vorwärtsversagen“ des Herzens) erkennbar. Bedingt durch die Unterversorgung des [[Blut]]es mit [[Sauerstoff]] wird klassisch die sogenannte „Kranz[[zyanose]]“ (oder auch „schwedischer Kragen“) erkennbar: Hals und [[Dekolleté]] wirken dunkel marmoriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweregradeinteilung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach Grosser === &amp;lt;!--[[Dr. Klaus-Dieter Grosser]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Schweregrad I&lt;br /&gt;
!Schweregrad II&lt;br /&gt;
!Schweregrad III&lt;br /&gt;
!Schweregrad IV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klinik&lt;br /&gt;
|diskret, in 80 % klinisch stumm&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Akute [[Dyspnoe]], [[Tachypnoe]], thorakaler Schmerz, Angst, [[Hämoptyse|Hämoptysen]], Fieber, [[Pleuraerguss]] (durch [[Transsudat]] oder [[Exsudat (Medizin)|Exsudat]])&lt;br /&gt;
| Zusätzlich Schocksymptomatik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutdruck&lt;br /&gt;
|normal&lt;br /&gt;
|evtl. leicht erniedrigt&lt;br /&gt;
|erniedrigt&lt;br /&gt;
|stark erniedrigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gefäßverschluss&lt;br /&gt;
|periphere Äste&lt;br /&gt;
|Segmentarterien&lt;br /&gt;
|PA-Ast oder mehrere Lappenarterien&lt;br /&gt;
|Ein PA-Ast und mehrere Lappenarterien&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach ESC (Europäische Gesellschaft für Kardiologie) 2008 ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Frühsterblichkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!niedrig (&amp;lt; 1 %)&lt;br /&gt;
!mittel (3–15 %)&lt;br /&gt;
!hoch (&amp;gt; 15 %)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schock oder Hypotonie&lt;br /&gt;
|nein&lt;br /&gt;
|nein&lt;br /&gt;
|ja (triggert Therapie)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|RV-Dysfunktion&lt;br /&gt;
|nein&lt;br /&gt;
|nein/ja*&lt;br /&gt;
|möglich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Troponin erhöht&lt;br /&gt;
|nein&lt;br /&gt;
|nein/ja*&lt;br /&gt;
|möglich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*mind. eines der beiden Kriterien&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Therapie&lt;br /&gt;
|frühe Entlassung&lt;br /&gt;
|Krankenhausbehandlung&lt;br /&gt;
|Thrombolyse oder Embolektomie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== PESI ===&lt;br /&gt;
Der PESI (Pulmonary Embolism Severity Index) ist ein [[Scoring-System]] zur Risikostratifizierung nicht-massiver Lungenembolien (systolischer Blutdruck &amp;gt; 90 mmHg). Anhand von 11 Kriterien werden die Patienten in fünf Risikoklassen eingeteilt. Bei einer PESI-Risikoklasse von I oder II ist die Sterblichkeitsrate niedrig und eine ambulante Therapie kann in Erwägung gezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Prädiktor&lt;br /&gt;
!Punkte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Alter || Anzahl Jahre&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| männliches Geschlecht || 10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krebs || 30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Herzinsuffizienz || 10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Puls ≥ 110/min || 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| systolischer Blutdruck &amp;lt; 100 mmHg || 30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Atemfrequenz ≥ 30/min || 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Temperatur &amp;lt; 36 °C || 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| verminderter Bewusstseinszustand || 60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sauerstoffsättigung &amp;lt; 90 % || 20&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
!PESI-Risikoklasse&lt;br /&gt;
!Punkte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|≤ 65&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|66–85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|86–105&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|106–125&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V&lt;br /&gt;
|≥ 125&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ct lungenembolie.0001.jpg|mini|Lungenembolie mit Nachweis eines großen [[Thrombus]] innerhalb der rechten Pulmonalarterie]]&lt;br /&gt;
Bei klinischem Verdacht auf eine Lungenembolie, der sich nach sorgfältiger Anamnese und Hilfestellung durch den [[Wells-Score#Score für die Lungenembolie|Wells-Score]] oder [[Geneva-Score]] ergibt, kann die Diagnose am schnellsten mit einer kontrastmittelverstärkten [[Computertomographie]] gesichert werden. Im konventionellen Röntgenbild gibt es zwar beschriebene [[Röntgenzeichen]] für eine Lungenembolie ([[Hampton hump]], [[Westermark-Zeichen|Westermark-]] und [[Fleishner-Zeichen]]), jedoch sind diese eher selten vorhanden und oft nicht eindeutig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Lungenembolie lässt sich laborchemisch bei unauffälligen [[Dimer]]en mit hoher Sicherheit ausschließen. Erhöhte [[D-Dimer]]e lassen keine Aussage zu, da sie leicht falsch positiv werden. So sind die D-Dimere nach Operationen, Sport oder Unfällen oft erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtsherzbelastungszeichen als indirekte Zeichen einer Lungenembolie lassen sich im [[Elektrokardiogramm|EKG]] (sog. SIQIII-Typ) und in der [[Echokardiographie]] nachweisen. In der [[Blutgasanalyse]] zeigt sich ein vermindertes pO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; bei einem gleichzeitig verminderten pCO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Folge der [[Hyperventilation]] bei [[Hypoxämie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinere Embolien, die der CT entgehen könnten, lassen sich mittels [[Lungenszintigraphie]] nachweisen. Dieses Verfahren kommt jedoch wegen der geringen Verfügbarkeit und der im Verhältnis zu modernen CT langen Untersuchungsdauer seltener zum Einsatz.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen kann die [[Nuklearmedizin]] mit der Lungenperfusions- und -inhalationsszintigraphie allerdings einen wertvollen Beitrag zur Diagnose einer Lungenembolie leisten:&lt;br /&gt;
Bei Patienten mit [[Allergie|Kontrastmittelallergie]], mit [[Hyperthyreose|Überfunktion der Schilddrüse]] oder mit schlechten Nierenwerten (erhöhtes Kreatinin) kann eine Computertomographie mit [[Kontrastmittel]] nicht durchgeführt werden; in diesen Fällen kann die exakte Diagnose nur nuklearmedizinisch gestellt werden. Die Lungenperfusionsszintigrafie zeigt auf, ob der in eine [[Vene]] applizierte radioaktive [[Tracer (Nuklearmedizin)|Tracer]] regelmäßig in beiden Lungen dargestellt wird oder ob es keilförmige Abschwächungen bis Defekte in der Lunge gibt, was Hinweis für eine Lungenembolie sein kann. Bei der Inhalationsszintigraphie wird der Tracer eingeatmet und anschließend verglichen, ob die Darstellungen beider Untersuchungen gleich sind (gleich: kein Hinweis auf Lungenembolie) oder ob ein Unterschied besteht (Unterschied zwischen Perfusions- und Inhalationsszintigraphie: Beweis für eine Lungenembolie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Magnetresonanztomografie]] (MRT) bietet die Möglichkeit zur Diagnostik der Lungenembolie. Diese kommt jedoch bei der gegenwärtigen Verbreitung geeigneter Geräte nur selten mit dieser Fragestellung zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher häufig durchgeführte konventionelle [[Angiografie]] der Lungenstrombahn liefert gute Ergebnisse. Sie wird jedoch wegen des damit verbundenen technischen Aufwandes, der erheblichen Belastung des Patienten und des Risikos, das mit der Einführung eines [[Katheter]]s in den Lungenkreislauf des Patienten verbunden ist, seltener durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erschwert wird die Symptombeurteilung und Diagnostik oft, weil mehrere, auch kleine Thromben in zeitlichen Abständen beteiligt sein können.&lt;br /&gt;
Eine Hilfe bei der Diagnostik ist der [[Wells-Score#Score für die Lungenembolie|Wells-Score]], ein Punktesystem für die Wahrscheinlichkeit einer Embolie, der gut mit dem Ergebnis des D-Dimer-Tests kombiniert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differentialdiagnose ==&lt;br /&gt;
Bei den Leitsymptomen einer schwerwiegenden Lungenembolie (Luftnot, [[Brustschmerz]], Kreislaufinstabilität) kommt als [[Differentialdiagnose]] in erster Linie der [[Herzinfarkt]] in Frage, eventuell auch eine [[Lungenentzündung]], ein [[Pneumothorax]] oder eine [[Aortendissektion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
=== Erste Hilfe ===&lt;br /&gt;
Die Diagnostizierung einer Lungenembolie für einen Ersthelfer ist meist recht schwierig und erfordert Vorwissen. Wenn man jedoch einen Verdacht auf eine solche hat, muss man als Ersthelfer schnell handeln. Maßnahmen, die man als Ersthelfer durchführen kann, sind:&lt;br /&gt;
* Sofort den Rettungsdienst über die Rufnummer 112 (in Europa) oder eine andere örtliche [[Notruf]]nummer alarmieren &lt;br /&gt;
* Den Erkrankten mit erhöhtem Oberkörper lagern&lt;br /&gt;
* Den Patienten beruhigen und zur ruhigen Atmung auffordern&lt;br /&gt;
* Den Erkrankten keine körperliche Anstrengung vornehmen lassen &lt;br /&gt;
* Für frische Luft sorgen und beengende Kleidungsstücke öffnen&lt;br /&gt;
* Weiter allgemeine Maßnahmen im Rahmen der [[Erste Hilfe|Ersten Hilfe]]&amp;lt;ref&amp;gt;Österreichisches Rotes Kreuz Generalsekretariat: &amp;#039;&amp;#039;Sanitätshilfe Ausbildung.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Version März 2016, ISBN 978-3-902332-18-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinische Maßnahmen ===&lt;br /&gt;
Eine Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein. Kleine Lungenembolien bei stabilen Patienten können unter Umständen aber auch ambulant behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Sauerstoff]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;zufuhr wird in jedem Fall eine [[Thrombolyse|Lysetherapie]] mit [[intravenös]] appliziertem [[Heparin]] zur Hemmung der Blutgerinnung ([[Antikoagulation]]) durchgeführt. Nach Abklingen akuter Symptome wird längerzeitig eine [[Thromboseprophylaxe]] mit [[Antikoagulation#Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK oder DOAKs)|direkten oralen Antikoagulanzien]] (DOAK) zur Vermeidung erneuter Thrombosen durchgeführt. Entsprechende Präparate sind [[Apixaban]] (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;{{Kapitälchen|1=Eliquis}}&amp;#039;&amp;#039;; Hersteller: {{Kapitälchen|1=[[Bristol-Myers Squibb]]/[[Pfizer]]}}), [[Rivaroxaban]] (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;{{Kapitälchen|1=Xarelto}}&amp;#039;&amp;#039;; Hersteller: {{Kapitälchen|1=[[Bayer AG|Bayer]]}}) oder [[Dabigatranetexilat|Dabigatran]] (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;{{Kapitälchen|1=Pradaxa}}&amp;#039;&amp;#039;; Hersteller: {{Kapitälchen|1=[[Boehringer Ingelheim]]}}). Bereits sehr viel länger auf dem Markt sind die [[4-Hydroxycumarine|Cumarin]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;präparate [[Phenprocoumon]] (Handelsnamen &amp;#039;&amp;#039;{{Kapitälchen|1=Marcumar}}&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;{{Kapitälchen|1=Falithrom}}&amp;#039;&amp;#039;) und [[Warfarin]] (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;{{Kapitälchen|1=Coumadin}}&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei schweren Lungenembolien mit [[Schock (Medizin)|Schocksymptomen]] und beschriebener schwerer [[Rechtsherzbelastung]] sind Kreislaufstabilisierung und rasch „rekanalisierende“ Maßnahmen nötig. Neben der Lysetherapie werden als akut lebensrettende Maßnahme dann [[Herzkatheter|kathetertechnische]] mechanische „Zertrümmerung“ von lokalisierten Thromben wie auch eine operative Entfernung (&amp;#039;&amp;#039;[[Embolektomie]]&amp;#039;&amp;#039;) zu erwägen sein. Bei der operativen Ausräumung des Embolie-Materials existieren Verfahren ohne Einsatz der [[Herz-Lungen-Maschine]] und solche mit deren Einsatz. Gegebenenfalls erfolgt die Operation unter andauernder [[Herz-Lungen-Wiederbelebung|Wiederbelebung]] des Patienten als sogenannte Ultima Ratio (eine hochriskante, aber vielleicht lebensrettende Maßnahme).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine [[künstliche Beatmung]] des Patienten wegen [[Hypoxie (Medizin)|Sauerstoffmangels]] im Blut notwendig wird, sollte am [[Beatmungsgerät]] ein möglichst geringer Druck in der Ausatmungsphase ([[PEEP]]) sowie in der Einatmungsphase eingestellt werden. Ein zu hoher Beatmungsdruck würde den bereits durch die Lungenembolie belasteten rechten Teil des Herzens zusätzlich belasten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Guidelines on the diagnosis and management of acute pulmonary embolism. The Task Force for the Diagnosis and Management of Acute Pulmonary Embolism of the European Society of Cardiology (ESC).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[European Heart Journal]].&amp;#039;&amp;#039; (2008), 29, S. 2276–2315, [[doi:10.1093/eurheartj/ehn310]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Antikoagulation|gerinnungshemmenden Stoffe]] müssen nach einer Lungenembolie für einige Monate, in manchen Fällen (bei bestimmten angeborenen Störungen des Gerinnungssystems sowie bei [[rezidiv]]ierenden Lungenembolien) lebenslang eingenommen werden, um erneute Thrombosen und Lungenembolien zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beste Schutzmaßnahme ist die Thromboseprophylaxe, die vor allem bei bettlägerigen Patienten und postoperativ angewendet wird. Hierbei erhält der Patient ein gerinnungshemmendes Medikament (meist ein sogenanntes niedermolekulares Heparin) in das Unterhautfettgewebe gespritzt oder in Tablettenform verabreicht. Auch das Tragen von [[Kompressionsstrumpf|Kompressionsstrümpfen]] hat sich bewährt. Wichtig für die Prophylaxe ist auch eine rasche [[Mobilisation]] der Patienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitsökonomie ==&lt;br /&gt;
Die Zahl der durch Lungenembolien verursachten Todesfälle innerhalb der [[Europäische Union|Europäischen Union]] wird auf rund 370.000 jährlich geschätzt. Die geschätzten Kosten der Behandlung für durch tiefe Beinvenenthrombosen verursachte Lungenembolien werden auf rund drei Milliarden Euro europaweit geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel Z. Goldhaber: &amp;#039;&amp;#039;Deep Venous Thrombosis and Pulmonary Embolism.&amp;#039;&amp;#039; In: Dan L. Longo, Anthony S. Fauci, Dennis L. Kasper, Stephen L. Hauser, J. Larry Jameson: &amp;#039;&amp;#039;Harrisons’s Principles of Internal Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, New York 2012, S. 2170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/065-002 S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und Lungenembolie] &lt;br /&gt;
* Hannah C. Kulka [[et al.]]: &amp;#039;&amp;#039;Akute Lungenarterienembolie. Diagnostik und Therapie aus multidisziplinärer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 118, Nr. 37, 17. September 2021, S.&amp;amp;nbsp;618–628. [https://www.aerzteblatt.de/archiv/221067/Akute-Lungenarterienembolie Digitalisat]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin |url=http://www.dga-gefaessmedizin.de/uploads/media/S2-LL.TVT_LE.Aug.2010.pdf |titel=Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie |datum=2005-01 |abruf=2015-07-13 |format=PDF}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[European Society of Cardiology|Europäische Gesellschaft für Kardiologie]] |url=http://www.escardio.org/guidelines-surveys/esc-guidelines/GuidelinesDocuments/guidelines-APE-FT.pdf |titel=Guidelines on the diagnosis and management of acute pulmonary embolism |datum=2008 |abruf=2009-07-05 |format=PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Alexander Schellhaaß, Andreas Walther, Stavros Konstantinides, Bernd W. Böttiger |Titel=Diagnostik und Therapie bei akuter Lungenembolie |Sammelwerk=Dtsch Arztebl Int |Nummer=107 (34–35) |Datum=2010 |Seiten=589–595 |Online=[https://www.aerzteblatt.de/archiv/diagnostik-und-therapie-bei-akuter-lungenembolie-ca145e17-52ec-4954-9933-5e068e763d73 Abstract]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Drahomir Aujesky |Titel=Die ambulante Behandlung der Lungenembolie |Sammelwerk=PrimaryCare |Nummer=2 |Datum=2013 |Seiten=30–31 |Online=[http://www.primary-care.ch/docs/primarycare/2013/02/de/pc-d-00238.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=}}&lt;br /&gt;
* J. E. Dalen, J. S. Alpert: &amp;#039;&amp;#039;Natural historiy of pulmonary embolism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Prog Cardiovasc Dis.&amp;#039;&amp;#039; 17, 1975, S. 257–270.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pulmonary embolism|Lungenembolie|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4211741-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Inneren Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Notfallmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Intensivmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lunge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Itsapity</name></author>
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