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	<title>Lumpenglocke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:13:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lumpenglocke&amp;diff=902808&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-12-15T16:15:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:DSCF0113 Schlossberg Uhrturm.jpg|mini|Auch im [[Grazer Uhrturm]] hängt eine „Lumpenglocke“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lumpenglocke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wächterglocke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist die Bezeichnung für mehrere [[Glocke]]n, die jeden Abend das Schließen der Stadttore oder die [[Sperrstunde]] einläuteten:&amp;lt;!--Die Stadtbürger durften innerhalb der Mauern bleiben, wohingegen die „Lumpen“ die Stadt zu verlassen hatten; nach anderer Erklärung wurden die Zecher&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;die „Lumpen“&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;an die späte Stunde …--&amp;gt; Die Zecher&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;die „Lumpen“&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;wurden an die späte Stunde erinnert und aufgefordert, nach Hause zu gehen. So heißt es in dem erstmals 1853 veröffentlichten Text „Zuchthausgeschichten von einem ehemaligen Züchtling“:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Bereits hat die „Lumpenglocke“ die ehrsamen und nicht ehrsamen Bürger des Städtleins von den Wein-, Bier- und Branntweinbänken hinweggezaubert oder doch zum Stillschweigen gebracht, …&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gutenberg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.gutenberg.org/files/16278/16278-8.txt Joseph M. Hägele (urspr. 1853): &amp;#039;&amp;#039;Zuchthausgeschichten von einem ehemaligen Züchtling. Erster Theil.&amp;#039;&amp;#039; The Project Gutenberg eBook. E-Book #16278. Release Date: July 13, 2005] (abgerufen am 31. Januar 2007).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach modernen Begriffen begann die Sperrstunde allerdings recht zeitig. In [[Bernkastel-Kues|Bernkastel]] oder [[Trier]] etwa schlug die Lumpenglocke um zehn Uhr abends, in [[Sopron]] ([[Deutsche Sprache|dt.]] Ödenburg, Ungarn) wurden die Trinkgäste sogar schon um acht Uhr aus den [[Heuriger|Buschenschanken]] gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Orten (z.&amp;amp;nbsp;B. Bernkastel-Kues, [[Merzig]], Trier (Pfarrkirche [[St. Gangolf (Trier)|St. Gangolf]]) und Koblenz ([[Liebfrauenkirche (Koblenz)|Liebfrauen]])) läutet die Lumpenglocke noch heute jeden Abend zur traditionellen Zeit, auch wenn sie keine Bedeutung mehr für die Sperrstunde hat. In Trier und Koblenz hat die Lumpenglocke aber dadurch eine neue Bedeutung erhalten, dass nach ihrem Läuten das Schlagwerk der Turmuhr über Nacht aus Lärmschutzgründen abgestellt wird, was früher nicht üblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Orten erfüllten Glocken unter anderem Namen ebenfalls die Funktion einer „Lumpenglocke“. Beispielsweise wurden die Sperrstunde und das Schließen der Stadttore in [[Schaffhausen]] (Schweiz) vom „[[Munotglöckchen]]“, der Turmglocke der Festung [[Munot]], eingeläutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einigen Lumpenglocken verbindet der Volksmund Sagen, beispielsweise in [[Ladenburg]] und [[Mosbach]]. Dort soll jeweils ein adeliges Fräulein durch das vertraute Glockenläuten den nächtlichen Weg nach Hause wiedergefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Lumpenglocken ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden vorhandene oder ehemalige Lumpenglocken aufgelistet (in Klammern Angabe des Gußjahres). Dabei wird deutlich, dass Glocken mit gleicher oder ähnlicher Funktion auch mit anderen Namen erscheinen:&lt;br /&gt;
* Amberg, [[St. Martin (Amberg)|Martinsbasilika]]: &amp;#039;&amp;#039;Sperrglocke&amp;#039;&amp;#039; (ubz.)&lt;br /&gt;
* Bad Hersfeld, [[Stadtkirche Bad Hersfeld|Stadtkirche]]: &amp;#039;&amp;#039;Lambertusglocke&amp;#039;&amp;#039; (1382), läutet im Sommerhalbjahr (Ostern bis Michaelis) um 21 Uhr als &amp;#039;&amp;#039;Bier- und Weinglocke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Bernkastel, Michaelsturm: im Volksmund als &amp;#039;&amp;#039;Pillenglocke&amp;#039;&amp;#039; bekannt&lt;br /&gt;
* [[Grazer Uhrturm]] (um 1450): früher &amp;#039;&amp;#039;Armesünderglocke&amp;#039;&amp;#039;, weil sie zu Hinrichtungen läutete; schon zu dieser Zeit schlug sie aber auch zum Schließen der Stadttore, außerdem zu Beginn und Ende von Jahrmärkten; nach dem Umzug in den Grazer Uhrturm 1819&amp;lt;!--vorher unklar, eventuell in der Thomaskapelle, laut gleicher Quelle--&amp;gt; trägt die Glocke seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch den Namen &amp;#039;&amp;#039;Lumpenglocke&amp;#039;&amp;#039;, weil sie ab 1822 bis Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;lt;!--kein genaues Datum bekannt, laut gleicher Quelle--&amp;gt; zur Sperrstunde um 23&amp;amp;nbsp;Uhr läutete; 1852 löste sie außerdem als [[Feuerglocke]] die traditionellen Kanonenschüsse als Brandsignal ab, bis sie im frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von Sirenen ersetzt wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laukhardt&amp;quot;&amp;gt;Auskunft der Grazer Touristeninformation (per E-Mail) in Zusammenfassung von: Peter Laukhardt: &amp;#039;&amp;#039;Der Grazer Schloßberg. Weltkulturerbe im Sturm der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; [[Verlag für Sammler]], Graz, 2006, ISBN 3-85365-176-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Greifswald, [[St.-Marien-Kirche (Greifswald)|St. Marien]] (1981): Die &amp;#039;&amp;#039;Wächter- oder Saufglocke&amp;#039;&amp;#039; ist ein inhaltliches wie typographisches Replikat der gesprungenen Vorgängerin aus dem Jahre 1569. Sie trägt die Inschrift &amp;#039;&amp;#039;DE WACHTER KLOCKE BIN ICK GENANNT, ALLEN FUCHTEN BRODERS WOHL BEKANNT, KROGER, WEN DU HOREST MINEN LUTH, SO JACH DE GESTE TOM HUSE UTH.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Koblenz]], [[Liebfrauenkirche (Koblenz)|Liebfrauenkirche]]: eine der Glocken läutet als &amp;#039;&amp;#039;Lumpenglocke&amp;#039;&amp;#039;; sie ersetzte die &amp;#039;&amp;#039;Marienglocke&amp;#039;&amp;#039;, die laut Inschrift auch zum Torschluss läuten sollte, aber heute nur an Festtagen und als Totenglocke ertönt; die 1962 gegossene &amp;#039;&amp;#039;Barbaraglocke&amp;#039;&amp;#039; – die drittgrößte Glocke des vierstimmigen Geläuts – läutet bis heute, in Erinnerung an die Schließung der Stadttore und den wohl zeitgleichen Zapfenstreich, täglich um 22 Uhr, um den Tag auszuläuten; danach schweigen die Glocken der Kirche bis zum frühen Morgen. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Lumpenglocke&amp;#039;&amp;#039; für dieses Läuten ist mündlich überliefert.&lt;br /&gt;
* [[Konstanz]], Schnetztor: (Mitte 15. Jahrhundert), auch &amp;#039;&amp;#039;Armsünderglocke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Kronach]], Stadtturm: auch &amp;#039;&amp;#039;Wein- oder Schlafglocke&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eingeschmolzen und 2010 durch eine neue Glocke ersetzt&lt;br /&gt;
* Ladenburg, [[St. Gallus (Ladenburg)|St. Gallus]] (15. Jahrhundert). Das &amp;#039;&amp;#039;Lumpeglöckl&amp;#039;&amp;#039; läutet jede Nacht um 23 Uhr.&lt;br /&gt;
* Mainz, [[St. Quintin (Mainz)|St. Quintin]] (um 1250)&lt;br /&gt;
* Merzig, [[St. Peter (Merzig)|St. Peter]] (1966)&lt;br /&gt;
* [[Mosbach]]: &amp;#039;&amp;#039;s Lumbeglöggle&amp;#039;&amp;#039; schlägt jeden Abend um „Dreiviertel Elf“&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt; und erinnert so an die Sage, dass diese &amp;#039;&amp;#039;Lumpenglocke&amp;#039;&amp;#039; einst geschlagen haben soll, um die verirrte Pfalzgräfin Johanna aus dem Wald zurück in die Stadt zu geleiten.&lt;br /&gt;
* Rostock, [[Marienkirche (Rostock)|St. Marien]] (1554): &amp;#039;&amp;#039;Wächterglocke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Rothenburg ob der Tauber, [[Stadtkirche St. Jakob (Rothenburg ob der Tauber)|St. Jakob]] (1626): Die zweitgrößte Glocke des sechsstimmigen Geläuts von 1626/27 trägt den Namen &amp;#039;&amp;#039;Eins&amp;#039;gen-Nacht- oder Torglocke&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Sopron (dt. Ödenburg, Ungarn): Einsatz als &amp;#039;&amp;#039;Lumpenglocke&amp;#039;&amp;#039; ab 1523&amp;lt;!--http://www.mult-kor.hu/rubicon/cikk.php?id=1318&amp;amp;ev=2003&amp;amp;szam= … Glocke noch heute erhalten?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Trier, [[St. Gangolf (Trier)|St. Gangolf]] (1475)&lt;br /&gt;
* Überlinger Münster [[St. Nikolaus (Überlingen)|St. Nikolaus]] (1577), auch &amp;#039;&amp;#039;Spätwacht&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Wertheim, Stiftskirche (1787): &amp;#039;&amp;#039;Abend- oder Wächterglocke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Wien]], [[Stephansdom]] (1772): &amp;#039;&amp;#039;Bieringerin&amp;#039;&amp;#039;. Die erste Erwähnung einer Bierglocke in Wien datiert auf das Jahr 1340.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Werfring]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Wiener Bierglocken&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wiener Geschichtsblätter]], 79. Jahrgang, Heft 1/2024, S. 31–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wismar, [[Marienkirche (Wismar)|St. Marien]] (1902): Die &amp;#039;&amp;#039;Wächterglocke&amp;#039;&amp;#039; hatte eine Vorgängerglocke von 1553.&lt;br /&gt;
* Wismar, [[Nikolaikirche (Wismar)|St. Nikolai]] (1727): &amp;#039;&amp;#039;Wächterglocke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--evtl. interessant? Merbecks, C.: Die Trierer Lumpenglocke – Ein Gegenstück zum Jülicher Zehn-Uhr-Läuten. „Rurblumen“, Beilage zum Jülicher Kreisblatt, Jg. 1935, Nr. 28; im Bestand des Kreisarchivs Aachen: siehe http://www.archive.nrw.de/index.asp --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glockengeläut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glockentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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