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	<title>Lumineszenz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T06:06:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lumineszenz&amp;diff=47808&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Bahmann: Änderungen von ~2026-15238-64 (Diskussion) auf die letzte Version von ~2026-11568-61 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-03-10T08:00:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-15238-64&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-15238-64&quot;&gt;~2026-15238-64&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-15238-64&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-15238-64 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:~2026-11568-61&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:~2026-11568-61 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;~2026-11568-61&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lumineszenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein [[physikalisches System]] durch von außen zugeführte [[Energie]] in einen [[Angeregter Zustand|angeregten Zustand]] versetzt und emittiert beim Übergang in seinen [[Grundzustand]] [[Photon]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-10794/Dissertation_Heim.pdf Darstellung und Charakterisierung von Cadmiumsulfid-Aluminiumoxid-Nanokompositen], Dissertation von Ingo Heim, S. 28 – nebst weiteren Belegstellen dort.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Lumineszenz&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet sowohl den Prozess (das Phänomen) als auch die durch diesen ausgesendete Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn zwischen der Absorption der Energie und der Emission kein Aktivierungsprozess stattfindet, dann spricht man von [[Fluoreszenz]]; wenn ein angeregter Zwischenzustand die Energie für eine gewisse Zeit „einfrieren“ kann, dann von [[Phosphoreszenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung nach Mechanismus der Anregung des Systems ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Art der Anregung unterscheidet man verschiedene Arten der Lumineszenz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Arten der Lumineszenz !! Die Anregung des Systems erfolgt durch … !! Beispiele und Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Elektrolumineszenz]] || ein [[elektrisches Feld]] || [[Leuchtdiode]]n, [[EL-Folie]]n oder [[OLED]]s&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Chemilumineszenz]] || eine [[chemische Reaktion]] || [[Luminol]] zum Nachweis von [[Blut]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Candolumineszenz || heterogen-katalytische Rekombination von Radikalen || vermutlich im [[Glühstrumpf]]; wird in der Analytik verwendet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Biolumineszenz]] || eine chemische Reaktion in lebenden Organismen || Oxidation von [[Luciferin]] im [[Leuchtkäfer]], [[Foxfire (Biolumineszenz)|Shining wood]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kathodolumineszenz]] || Beschuss mit Elektronen || [[Leuchtschirm]] einer [[Kathodenstrahlröhre]], [[Kathodolumineszenzmikroskop]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Radiolumineszenz oder Ionolumineszenz  || Bestrahlung mit Alpha- oder Beta-Strahlung oder anderen hochenergetischen Partikeln || nachleuchtende Markierungen auf Zeigern durch Beimischen von Radium zu [[Phosphoreszenz#Signalcharakter und Nachleuchten|phosphoreszierendem Material]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Photolumineszenz || [[Photon]]en || Nach der Art des strahlenden Übergangs unterscheidet man&lt;br /&gt;
* [[Fluoreszenz]] (in [[Leuchtstoff]]beschichtungen von Leuchtmitteln) und&lt;br /&gt;
* [[Phosphoreszenz]] (in nachleuchtenden [[Leuchtfarbe]]n). Eine wissenschaftliche Anwendung ist die [[Photolumineszenz-Spektroskopie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es sich bei der absorbierten EM-Strahlung um [[Röntgenstrahlung]] handelt, verwendet man den Begriff [[Röntgenfluoreszenz]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Mößbauer-Effekt]] beschreibt Absorption und Emission von [[Gammastrahlung]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Optisch stimulierte Lumineszenz || Freisetzung von im Material gespeicherter Energie durch Bestrahlung mit Licht || Anwendung bei der Dosimetrie mit [[OSL-Dosimeter]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Thermolumineszenz || Freisetzung von im Material gespeicherter Energie durch Temperaturerhöhung || Anwendung bei der [[Thermolumineszenzdatierung]] und [[Thermolumineszenzdosimeter]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sonolumineszenz]] || [[Schallwelle]]n (in Flüssigkeiten) ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tribolumineszenz]] || verschiedene, verursacht oder ausgelöst durch [[Reibung]] oder Auseinanderreißen || bei Zuckerkristallen oder beim Öffnen von selbstklebenden Briefumschlägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fractolumineszenz || Zerbrechen von Kristallstrukturen || Sonderfall der Tribolumineszenz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lyolumineszenz || Auflösen mancher Stoffe ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aquolumineszenz || Auflösen von Kristallstrukturen in Wasser || Sonderfall der Lyolumineszenz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kristallolumineszenz || Auskristallisieren von Kristallen || [[Arsentrioxid]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Piezolumineszenz || Pressen von Quarzen || verwandt mit [[Piezoelektrizität]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stokes-Verschiebung|Anti-Stokes-Lumineszenz]] || [[Phonon|Phononen]] in [[Festkörper|Festkörpern]] || [[nichtlineare Raman-Spektroskopie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fluoreszenz und Phosphoreszenz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Arten der Lumineszenz können auch nach der Dauer des Leuchtens nach Ende der Erregung eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
Ein sehr kurzes Nachleuchten (meist weniger als eine millionstel Sekunde) als unmittelbare Folge und Begleiterscheinung der Anregung bezeichnet man mit dem Begriff der [[Fluoreszenz]], wohingegen [[Phosphoreszenz]] ein längeres Nachleuchten von mindestens 1/1000 Sekunde nach der Anregung beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für beide Vorgänge im [[Bändermodell]]: Durch die Anregung des Stoffes gelangen die Elektronen vom [[Valenzband]] in das&lt;br /&gt;
Leitungsband. Im Falle der Fluoreszenz rekombinieren diese Leitungselektronen unter [[Spontane Emission|Emission]] von [[Elektromagnetische Strahlung|elektromagnetischer Strahlung]] direkt wieder mit einer Elektronenleerstelle im Valenzband. Bei der Phosphoreszenz hingegen werden, durch in das Material eingebrachte Störstellen, [[Angeregter Zustand|metastabile]] Zwischenniveaus in der verbotenen Zone erzeugt, die so genannten Haft- bzw. Aktivatorterme. Im Grundzustand sind die Aktivatorterme mit Elektronen besetzt, die Haftstellen bleiben leer. Nachdem die Elektronen durch die Anregung vom Valenzband in das Leitungsband gehoben wurden, werden die entstandenen Defektelektronen mit Elektronen aus den Aktivatortermen aufgefüllt. Die freien Elektronen sind bestrebt, mit den [[Defektelektron]]en aus dem Aktivatorterm zu rekombinieren. Dabei werden sie von den Haftstellen eingefangen. Es ist auch möglich, dass die Elektronen vom Valenzband direkt in die Haftstelle gehoben werden (direkte Anregung). Durch erneute Energieeinwirkung können diese Elektronen wieder in das Leitungsband gehoben werden und von dort aus unter Emission von Licht der Energie &amp;lt;math&amp;gt;\Delta E&amp;lt;/math&amp;gt; mit Defektelektronen aus dem Aktivatorterm rekombinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung der Lumineszenz beispielsweise bei Kristallen wird mittels des [[Phosphoroskop nach Becquerel|Phosphoroskops nach Becquerel]] durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderfall: Erwärmung setzt anderweitig deponierte Energie frei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Thermolumineszenzdatierung|Thermolumineszenzdosimeter}}&lt;br /&gt;
Die sogenannte Thermolumineszenz wurde 1663 von [[Robert Boyle]] entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Newton, H.E., 1957. [https://archive.org/stream/historyoflumines00harv#page/126/mode/2up A history of luminescence from the earliest times until 1900.] Philadelphia, American Philosophical Society, S. 126. In: archive.org, zuletzt abgerufen am 10. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!--Er berichtete in diesem Jahr am 28. Oktober vor der Royal Society, dass er einen Diamanten im Dunkeln zu schwachem Leuchten brachte, indem er ihn im Bett an den wärmsten Teil seines nackten Körpers hielt. &amp;lt;-- Nicht in Newton, S. 126 enthalten. Nicht plausibel, da ein Diamant auch sonstwo, etwa auf einer vom Sonnenlicht bestrahlten dunklen Fläche auf &amp;gt;=37°C erhitzt werden und dadurch entladen werden kann. Daher auskommentiert. Helium4  2024-12-10 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Stoffen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Quarz]] oder [[Feldspat]] wird Energie des Zerfalls natürlich vorkommender instabiler Nuklide sowie der kosmischen Strahlung, in Form von Strahlenschäden im Kristallgitter gespeichert. Dabei werden Elektronen in „Elektronenfallen“ zwischen Valenz- und Leitungsband festgesetzt. Beim Erhitzen auf Temperaturen um 300&amp;amp;nbsp;°C bis 500&amp;amp;nbsp;°C setzt thermisch stimulierte Lichtemission (Thermolumineszenz) ein: angeregte Elektronen verlassen ihren metastabilen Zustand und fallen unter Lichtemission auf niedrigere Energieniveaus zurück. Da nach relativ kurzer Zeit sämtliche angeregte Elektronen auf ein niedrigeres Energieniveau gefallen sind, tritt dieser Thermolumineszenz genannte Effekt nur beim ersten Erhitzen auf. Es kann auf die gespeicherte Energie rückgeschlossen werden. Diese hängt von der Intensität und der Zeitdauer der vorhergehenden akkumulierten Energie ab. Somit ergibt sich die Möglichkeit der [[Thermolumineszenzdatierung]] über Millionen von Jahren ([[Bestrahlungsalter]]). Weniger lange haltbar, dafür aber oft schon mit milder Temperaturerhöhung freizusetzen, ist die Energie von phosphoreszierenden Stoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geleerte Energiespeicher kann benutzt werden, um die [[Energiedosis]] ionisierender Strahlung zu bestimmen, indem man nach der Exposition erneut erhitzt und die Lumineszenz misst. Geeignet sind Materialien mit bei Raumtemperatur stabilen Defekten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Lithiumfluorid]], das zudem sehr strahlenempfindlich ist. Ergebnis ist ein [[Thermolumineszenzdosimeter]]. So kann auch eine [[Lebensmittelbestrahlung]] nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Schwedt: &amp;#039;&amp;#039;Taschenatlas der Lebensmittelchemie.&amp;#039;&amp;#039; 2. vollst. überarb. u. erw. Aufl. Wiley-VCH, Weinheim 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thermolumineszenz-Messungen können auch in der Photosyntheseforschung wichtige Informationen liefern. Auch hier entstehen, nach Anregung mit Licht, metastabile Radikalpaare, die durch Wärmezufuhr rekombinieren. Peaktemperatur und Ausmaß des emittierten Lichtes lassen Rückschlüsse auf den Zustand des Photosyntheseapparates zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Kittel: &amp;#039;&amp;#039;Farben-Lack und Kunststofflexikon.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 1952&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Luminescence}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chemie.uni-jena.de/institute/oc/weiss/lumineszenz.htm Lumineszenzarten] (Universität Jena)&lt;br /&gt;
* [http://www.fluorophores.org/ Lumineszenzfarbstoffe], Fluorophores.org-Datenbank für Lumineszenzfarbstoffe, TU Graz&lt;br /&gt;
* [http://www.chemieunterricht.de/dc2/kristalle/fluoresz.htm Wenn Mineralien selber leuchten – Phosphoreszenz, Fluoreszenz und Lumineszenz] Erklärt auf Schülerniveau (auf Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenoptik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineralogie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spektroskopie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Bahmann</name></author>
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