<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lumbalpunktion</id>
	<title>Lumbalpunktion - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lumbalpunktion"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lumbalpunktion&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T16:46:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lumbalpunktion&amp;diff=63367&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lumbalpunktion&amp;diff=63367&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-14T06:14:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wikipedian getting a lumbar puncture (2006).jpg|mini|Lumbalpunktion in sitzender Position nach Hautdesinfektion]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lumbalpunktionsnadel.JPG|mini|Typische Nadel zur Lumbalpunktion; die untere Nadel auf dem Bild füllt den Hohlraum der eigentlichen Kanüle beim Stechen aus und wird dann herausgezogen, damit der Liquor herauslaufen kann.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meningitis - Lumbar puncture.jpg|mini|Historische Darstellung einer Lumbalpunktion mit anschließender Antiseren-Gabe, frühes 20. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lumbalpunktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (LP, von {{laS|lumbus}} „Lende“) ist ein Einstich in den Lendenteil des Wirbelkanals mit [[Punktion]] des [[Duralsack]]s im Bereich der [[Lendenwirbel]]. Dabei wird eine Hohlnadel in den [[Lumbalkanal]] auf Höhe der [[Lende]] eingeführt und Nervenwasser (&amp;#039;&amp;#039;[[Liquor cerebrospinalis]]&amp;#039;&amp;#039;) entnommen. Die Lumbalpunktion ist die häufigste Form der [[Liquorentnahme]]. Der Einstichort liegt zwischen den Dornfortsätzen des zweiten bis fünften Lendenwirbels, also deutlich tiefer als das untere Ende des [[Rückenmark]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist eine Lumbalpunktion – etwa bei Tumoren der Wirbelsäule – nicht möglich, kann Nervenwasser durch eine [[Subokzipitalpunktion]] (auch Zisternenpunktion; Punktion der &amp;#039;&amp;#039;[[Cisterna cerebellomedullaris]]&amp;#039;&amp;#039;; Einstich zwischen dem [[Hinterhauptbein|Hinterhauptsknochen]] und ersten [[Halswirbel]]) oder eine [[Ventrikelpunktion]] (Punktion der [[Hirnventrikel]]) entnommen werden. Dies sind jedoch äußerst seltene Einzelfälle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Tumani H., Petereit H.-F. et al., Lumbalpunktion und Liquordiagnostik, S1-Leitlinie, 2026, in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Online: www.dgn.org/leitlinien&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Lumbalpunktionen wurden 1885 von [[James Leonard Corning]] versucht und in [[Kiel]] 1891 von [[Heinrich Irenaeus Quincke]] angewendet,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Seeger (Mediziner)|Wolfgang Seeger]], Carl Ludwig Geletneky: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie des Nervensystems.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 229–262, hier: S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt; deren Technik Quincke als Erster exakt beschrieben und bekannt gemacht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Orth, I. Kis: &amp;#039;&amp;#039;Schmerzbekämpfung und Narkose.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 1–32, hier: S. 19 f. und 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Irenaeus Quincke |Titel=Die Lumbalpunktion des Hydrocephalus |Sammelwerk=Berliner Medizinische Wochenschrift |Band=28 |Datum=1891 |Seiten=929-933}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls 1891 wurde Lumbalpunktion von [[Walter Essex Wynter]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Essex Wynter |Titel=Four cases of rubercular meningitis in which paracentesis was performed for the relief of fluid pressure |Sammelwerk=Lancet |Band=1 |Datum=1891 |Seiten=981-982}}&amp;lt;/ref&amp;gt; durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. M. Pearce |Titel=Walter Essex Wynter, Quincke, and lumbar puncture |Sammelwerk=[[Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry]] |Band=57 |Nummer=2 |Datum=1994-02 |ISSN=0022-3050 |Seiten=179 |PMC=1072445 |PMID=8126500}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1898 wurden, beginnend mit [[August Bier]], über diesen Zugangsweg zum Rückenmarkskanal [[Spinalanästhesie]]n mit 0,5-prozentiger Cocainlösung durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Heck, Michael Fresenius: &amp;#039;&amp;#039;Repetitorium Anaesthesiologie. Vorbereitung auf die anästhesiologische Facharztprüfung und das Europäische Diplom für Anästhesiologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., vollständig überarbeitete Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg / New York u.&amp;amp;nbsp;a. 2001, ISBN 3-540-67331-8, S. 803.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostische Anwendung ==&lt;br /&gt;
Bei Verdacht auf entzündliche und maligne Erkrankungen der [[Hirnhaut|Hirnhäute]] oder des Gehirns ([[Meningitis]], [[Enzephalitis]], [[Neurolues]], [[Multiple Sklerose]], [[Meningeosis carcinomatosa]] u.&amp;amp;nbsp;a.) sowie bei anderen Erkrankungen können durch die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liquordiagnostik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wichtige Marker ermittelt werden. Beispiele sind der Nachweis von Bakterien, Tumorzellen, [[Leukozyt]]en (erhöht bei Entzündungen/Infektionen), [[Glucose]] (erniedrigt bei bakteriellen Infektionen), [[Lactat]], Blut oder freies [[Hämoglobin]] (nach Blutungen), Nachweis von Störungen der [[Blut-Hirn-Schranke]] (siehe [[Hansotto Reiber#Das „Reiber-Diagramm“|Reiber-Schema]]) und oligoklonale [[Immunglobulin]]e (zum Beispiel bei Multipler Sklerose). Je nach Fragestellung werden die Proben ins Labor, in die [[Pathologie]] und/oder in die [[Mikrobiologie]] versandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits mit bloßem Auge lässt sich einiges ablesen. Ein normales Lumbalpunktat ist wasserklar, entzündlicher Liquor ist mehr oder weniger stark getrübt, ein roter oder rot tingierter Liquor ist bei frischen echten (beispielsweise bei [[Subarachnoidalblutung]]en) oder artifiziellen (durch die Punktion selbst verursachten) Blutungen zu beobachten, während nach älteren Blutungen unter Umständen eine gelbliche Verfärbung zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin kann eine Liquordruckmessung erfolgen. Hierzu wird an die Punktionskanüle ein steriles Schlauchsystem angeschlossen und mittels Lineal der [[Hydrostatischer Druck|hydrostatische Druck]] in cm H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O (Zentimeter Wassersäule) abgelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Erfindung neuerer bildgebender Diagnostik, insbes. [[Computertomografie]], [[Magnetresonanztomografie]], erfolgten Lumbalpunktionen auch zur [[Pneumoenzephalografie]], bei der Luft in den Liquorraum geleitet wurde, um mittels Röntgenuntersuchung so Hirnstrukturen darstellen zu können. Diese Untersuchungsmethode ist heute [[Obsoleszenz|obsolet]] (nicht mehr gebräuchlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapeutische Anwendung ==&lt;br /&gt;
Zwischen Gehirn und der peripheren Blutbahn gibt es eine Barriere ([[Blut-Hirn-Schranke]]), die beim gesunden Menschen für einige Medikamente nicht durchlässig ist. Deshalb werden – neben Lokalanästhestika und anderen analgetisch wirksamen Medikamente, in seltenen Fällen auch Medikamente wie zum Beispiel [[Chemotherapeutika]] über die Rückenmark-Flüssigkeit appliziert ([[intrathekal]]). Diese wirken aufgrund der Liquorflussrichtung vor allem im Bereich des Rückenmarks.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eckhard Thiel, Beate Gleissner |Titel=Meningeosis neoplastica |Sammelwerk=Deutsches Ärzteblatt |Band=103 |Nummer=39 |Datum=2006-09-29 |Seiten=A2559–A2565 / B2216 / C2137 |Online=[http://www.aerzteblatt.de/archiv/52868 Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Liquorpunktion kann auch zur kurzfristigen Entlastung bei erhöhtem Liquordruck dienen, zum Beispiel bei &amp;#039;&amp;#039;[[Hydrocephalus]] malresorptivus&amp;#039;&amp;#039; nach [[Subarachnoidalblutung]], [[Normaldruckhydrozephalus|Normaldruckhydrocephalus]] oder [[Idiopathische intrakranielle Hypertension|idiopathischer intracranieller Hypertension]]. Dabei können dann größere Mengen Nervenwasser entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modifizierte Anwendung in der Anästhesie ==&lt;br /&gt;
Die [[Spinalanästhesie]] oder Lumbalanästhesie ist eine Form der [[Regionalanästhesie]], bei der durch eine Punktion des [[Subarachnoidalraum]]s mittels einer Führungskanüle eine [[Spinalkanüle]] eingeführt wird und über diese [[Lokalanästhetikum|Lokalanästhetika]] injiziert werden können. Damit wird eine zeitweilige, umkehrbare Funktionshemmung von ausgewählten [[Nerv]]ensegmenten bewirkt. Sie führt (in der genannten Reihenfolge) zur [[Sympathikolyse]], Schmerzfreiheit, Empfindungslosigkeit und Hemmung der aktiven Beweglichkeit in Teilen des Körpers. Als Anästhesieverfahren kann sie bei Operationen an der unteren Körperhälfte wie zum Beispiel bei [[Kaiserschnitt]]en oder [[Hüftgelenk]]soperationen angewendet werden und ersetzt dabei eine [[Narkose]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. Gerheuser, D. Craß |Titel=Spinalanästhesie |Sammelwerk=Der Anaesthesist |Band=54 |Nummer=12 |Datum=2005-12 |ISSN=0003-2417 |Seiten=1245–1267 &amp;lt;!-- quiz 1268 --&amp;gt; |Kommentar=Review |DOI=10.1007/s00101-005-0947-6 |PMID=16317479}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontraindikationen und Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Erhöhung des [[Hirndruck]]s besteht, dürfen nicht punktiert werden; bei entsprechendem Verdacht muss vor der Punktion cerebrale Bildgebung erfolgen. Bei Patienten mit einer Störung der [[Blutgerinnung]] (beispielsweise aufgrund der Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen) muss das Risiko einer Unterbrechung der gerinnungshemmenden Therapie gegen das erhöhte Blutungsrisiko durch die LP abgewogen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Punktion selbst ist meist nur wenig schmerzhaft. Die häufigste unerwünschte Nebenwirkung der Lumbalpunktion ist der [[Postpunktioneller Kopfschmerz|postpunktionelle Kopfschmerz]], der seltener auftritt, wenn [[Atraumatische Nadel|atraumatische Nadeln]] verwendet werden. Er tritt bei etwa 3–10 % der Patienten auf. Kennzeichnend für ihn ist, dass er in liegender Position abnimmt. Eine prophylaktische Bettruhe ist nicht wirksam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-113l_S1_Liquorunterdruck-Syndrom_2012_verlaengert.pdf |text=Liquorunterdruck-Syndrom, postpunktionell und spontan: Diagnostik und Therapie |format=PDF |wayback=20160228090633}} Leitlinie der DGN; abgerufen am 28. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der postpunktionelle Kopfschmerz klingt nach einigen Tagen von selbst ab. Häufig kommen auch vorübergehende Schmerzen über der Punktionsstelle und ausstrahlende Schmerzen im Bereich des Gesäßes und der Hüfte vor. Schwererwiegende Komplikationen wie Infektionen und Blutungen sind äußerst selten. In Einzelfällen kann die Dauer des postpunktionellen Kopfschmerzes auch bis zu 3–4 Wochen anhalten. Zudem können Übelkeit und Schwindelgefühl begleitende Nachwirkungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-113.html|Diagnostik und Therapie des postpunktionellen und spontanen Liquorunterdruck-Syndroms|S1|Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)|2012}}&lt;br /&gt;
* {{AWMF|http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/030-107.htm|Diagnostische Liquorpunktion||[[Deutsche Gesellschaft für Neurologie|Deutschen Gesellschaft für Neurologie]]|11/20045}}&lt;br /&gt;
* {{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/029-041.html|Hygienemaßnahmen bei Liquorpunktionen, Liquorableitungen und Injektionen am ZNS|S1|Arbeitskreis „Krankenhaus- &amp;amp; Praxishygiene“ der AWMF|2011}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4328137-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rückenmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiermedizinische Diagnostik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hirnhaut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ja:脳脊髄液#脳脊髄液を使った検査]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>