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	<title>Lullusglocke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T07:37:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lullusglocke&amp;diff=309902&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-21T14:04:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lullusglocke.jpg|miniatur|hochkant|Die Lullusglocke hängt im obersten Geschoss des Katharinenturms.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hersfeld lullusglocke.ogg|miniatur|180px|&amp;#039;&amp;#039;Tonbeispiel:&amp;#039;&amp;#039; Die Lullusglocke am Pfingstsonntag 2007]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lullusglocke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die älteste datierbare, gegossene [[Glocke]] Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;eine aus zwei Eisenblechen geschmiedete Glocke aus dem 9. Jahrhundert gibt es in Köln, der sogenannte [[Saufang (Glocke)|Saufang]] (→ Vgl. [[Jörg Poettgen]], 700 Jahre Glockenguss in Köln (2005), S. 233)&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut der Inschrift wurde sie im Jahr 1038 unter Abt [[Meginher (Hersfeld)|Meginher]] hergestellt. Sie ist in dünner [[Bienenkorbglocke|Bienenkorb-Rippe]] gegossen und hängt im Katharinenturm der [[Stiftsruine Bad Hersfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2002 ist sie nach Sanierungsarbeiten im Glockenturm durch die Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine e. V. wieder läutefähig (Seilzug). Der Originalklöppel wurde gegen einen neu geschmiedeten ausgetauscht. Der originale Klöppel hängt seitdem im Stadtmuseum. Im Herbst 2025 wurden Joch, Lager und Krone restauriert und ein neuer Klöppel eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hersfelder-zeitung.de/bad-hersfeld/lullusglocke-in-bad-hersfeld-erhaelt-neuen-kloeppel-und-restaurierung-94006070.html Lullusglocke in Bad Hersfeld erhält neuen Klöppel und wird gewogen]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Lullusglocke&amp;#039;&amp;#039; wurde über Jahrhunderte zu Beginn des [[Lullusfest]]es geläutet, wonach sie schließlich ihren Namen erhalten hat. Bis zu der Sanierung wurde die Glocke auch nur noch einmal im Jahr, zu diesem Fest geläutet. Seitdem erklingt sie zu besonderen Anlässen, wie dem Lullusfest in der Woche des 16. Oktober (Todestag von [[Lullus (Lul)|Lullus]]), am Sonntagabend nach dem Fackelzug und der Ansprache in der Stiftsruine, an kirchlichen Hochfesten (1. Weihnachtsfeiertag, Ostersonntag, Pfingstsonntag) und am Todestag von Lullus, dem 16. Oktober um 12 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische und klangliche Daten ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Schlagton]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Durchmesser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; (mm)&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Höhe ohne Krone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; (mm)&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesamthöhe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; (mm)&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Masse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; (kg)&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt;/c&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=&amp;quot;right&amp;quot;|1120 || align=&amp;quot;right&amp;quot;|1070 || align=&amp;quot;right&amp;quot;|1440 || align=&amp;quot;right&amp;quot;|≈1000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inschrift ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herfeld lullusglocke inschrift.jpg|miniatur|Teil der Inschrift auf der Haube]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Lullusglocke&amp;#039;&amp;#039; hat fast senkrecht ansteigende Flanken mit stark gewölbter Haube. Die Haube hat drei erhabene Stege. Zwischen dem mittleren und dem unteren Steg steht eine vertiefte, etwa drei Zentimeter hohe und über den ganzen Umfang von etwa 2200&amp;amp;nbsp;mm eingegossene Schrift. Sie besteht aus altrömischen Lapidarbuchstaben ([[Majuskel]]n) mit insgesamt 84 Zeichen und Zeichenkombinationen. Die Schrift ist durch [[Synkope (Sprachwissenschaft)|Synkopie]] gekürzt wiedergegeben. Das heißt, der Schreiber hat den Text durch Auslassung von Buchstaben um 30 Zeichen gekürzt. Weitere Kürzungen wurden durch neun Buchstabenbündelungen (sechs Duetten und drei Terzetten&amp;lt;ref&amp;gt;ME, RI, SV, AS, NE, NS; NIT IVE, NNI&amp;lt;/ref&amp;gt;) erreicht, wodurch der Schreiber den Text um weitere zwölf Zeichen gekürzt hat. Dies ist auch der Grund, warum man auf den ersten Blick nur drei Wörter lesen kann. Sie ermöglichen es aber, die Inschrift als einen [[Latein#Antike|lateinisch]] geschriebenen Text zu erkennen. Zusätzlich erschwert die Entzifferung der Inschrift, dass sie in der Gussform an einer Stelle nachträglich korrigiert wurde, wodurch die Buchstaben im Guss dort unleserlich wurden. Weiterhin gibt es einen nicht geänderten Schreibfehler im Text, und es gibt keinen gekennzeichneten Inschriftenbeginn.&amp;lt;ref&amp;gt;zum Beispiel durch ein Kreuz&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier die originalen Zeichen, so wie sie auf der Glocke erkennbar sind:&amp;lt;ref&amp;gt;die Punkte kennzeichnen nicht lesbare Buchstaben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| FVDIT .. ..&amp;lt;ref&amp;gt;dieser Bereich wurde in der Gussform korrigiert, wodurch der Guss dieser Buchstaben nicht gelang&amp;lt;/ref&amp;gt; NDIDIT .R.NEATIVER.E IS.V&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| GWENON HOC VAS ABBATI NONENSE .. A…&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| IS BAP..E SDANE&amp;lt;ref&amp;gt;der nicht korrigierte Fehler befindet sich in diesem Wort. Statt des gesetzten SD in SDANE muss M gesetzt werden, so dass es MANE heißt.&amp;lt;/ref&amp;gt; DEO MARENDAD MEGINHARIO&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Hugo Schlippe&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Hugo Schlippe und Wolfgang Schlippe: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Glockeninschriften: 1) Die Lullusglocke zu Bad Hersfeld; 2) Der sogenannte Bleisack zu Pößneck (Thüringen)&amp;#039;&amp;#039;. In: Fuldaer Geschichtsblätter, 39. Jahrgang 1963, Heft 2. Ein Sonderdruck dieser Arbeit ist im Bestand der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Die Arbeit von J. Burkhardt aus dem Jahr 1913 ist als Literaturquelle in obiger Arbeit angegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; schlug 1963 vor, den Text in Analogie zu anderen frühmittelalterlichen Inschriften im klassischen Versmaß von drei [[Hexameter]]n aufzufassen. Er ergänzte die Inschriftfragmente entsprechend zu folgendem Text:&amp;lt;ref&amp;gt;die in Klammern gesetzten Buchstaben wurden zu dem originalen Text, der auf der Glocke erkennbar ist, ergänzt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| FVDIT (ME), (CO)NDIDIT TRINITATI VERAE I(VS)SV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| GWENON HOC VAS ABBATI NONENSE SECVNDI ANNI&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| IS BAPT(IS)T(A)E MANE. DEO, MARENDA,D MEGINHARIO&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlippes Übersetzung dieses rekonstruierten Textes lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Ehrwürd’ge Maria! Für den Abt, Herrn Meginhar,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gründet’ und goß mich, diese Glocke, Gwenon auf Geheiß,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gott, der wahren Dreieinigkeit zur Ehre,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Im neunten Monat des zweiten Jahr’s,&amp;lt;ref&amp;gt;Das zweite Jahr der Abtschaft von Abt Meginher ist das Jahr 1038&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Morgens früh am Tage Johannes Baptist.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Tag Johannes Baptist ist der [[Johannistag|24. Juni]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Lullusglocke&amp;#039;&amp;#039; wäre demnach eine Marienglocke. Die Inschrift nennt den Gießer und den amtierenden Hersfelder Abt. Durch die Zeitangabe seiner Abtschaft ist auch der genaue Tag (24. Juni 1038) ermittelbar, an dem die Glocke gegossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt [[Campanologie|Campanologen]] und [[Epigraphik|Epigraphen]], die die Richtigkeit dieser Lesart der Inschrift bezweifeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Poettgen: &amp;#039;&amp;#039;Der Beitrag der Inschriften und ihrer Gestaltung zur Altersbestimmung von Theophilusglocken.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch für Glockenkunde, Band 21/22, 2009/2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine von Schlippe bereits diskutierte Alternative, die auch von drei Hexametern ausgeht, lieferte der Magdeburger Theologe &amp;#039;&amp;#039;Burkhardt&amp;#039;&amp;#039; 1913:&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Inschrift der Hersfelder Lullusglocke und älterer Glocken.&amp;#039;&amp;#039; In: Montagsblatt. Wissenschaftliche Beilage der [[Magdeburgische Zeitung|Magdeburgischen Zeitung]]. Jg. 1913, Nr. 45, 46 und 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Baptistes anedi commendat evangelus INRI&lt;br /&gt;
:Maynharius fundat me condidit ast lineat me&lt;br /&gt;
:Frater Sygwinus in hoc vas arte latinus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Louis Demme: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Hersfeld, Band 1&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von Hans Schmidt, Hersfeld 1891.&lt;br /&gt;
* Manfred Schaake: &amp;#039;&amp;#039;Lullusglocke. Mit neuem Klöppel zu neuem Klang&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hersfeld-Rotenburg. Heimatkalender des Landkreises Hersfeld-Rotenburg&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 45 (2001), S. 94–95.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Das Territorium der Reichsabtei Hersfeld von seinen Anfängen bis zur hessischen Kreisordnung von 1821&amp;#039;&amp;#039;, Teildruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte des Territoriums&amp;#039;&amp;#039;, Universitäts-Buchdruckerei Joh. Aug. Koch, Marburg 1928, Seite 38 bis 58.&lt;br /&gt;
* Fritz Hugo Schlippe und Wolfgang Schlippe(-Musoke): &amp;#039;&amp;#039;Zwei Glockeninschriften: 1) Die Lullusglocke zu Bad Hersfeld. 2) Der sogenannte Bleisack zu Pößneck (Thüringen)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Fuldaer Geschichtblätter&amp;#039;&amp;#039;, 39. Jahrgang, 1963, Heft Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lullusglocke}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wamsiedler.de/herzlichen-gluckwunsch-975-jahre-lullusglocke/ 975 Jahre Lullusglocke] (wamsiedler.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Bad Hersfeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glocke in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Hessen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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