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	<title>Luigi Kasimir - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Luigi_Kasimir&amp;diff=1910530&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Clemens Stockner: + Wikilink</title>
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		<updated>2025-12-24T10:39:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Luigi Kasimir von Tanna Hoernes.jpg|mini|Luigi Kasimir]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luigi Kasimir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich: Alois Heinrich; * [[18. April]] [[1881]] in [[Ptuj|Pettau]], Herzogtum [[Steiermark]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[6. August]] [[1962]] in [[Wien]]) war ein österreichischer [[Radierung|Radierer]] und [[Lithograf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und künstlerische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Bereits sein Vater [[Alois Kasimir]] (1852–1930) und sein Großvater waren Maler. Kasimir besuchte in [[Graz]] das Gymnasium, wo er Zeichenunterricht von [[Heinrich Bank]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte von 1900 bis 1905 an der [[Akademie der bildenden Künste Wien]]. 1905 stellte er seine Aquarell[[vedute]]n erstmals im [[Wiener Künstlerhaus]] aus und vollendete seine Ausbildung 1906/07 an der [[Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt|Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt]] in Wien. 1911 heiratete er die Künstlerin [[Tanna Kasimir-Hoernes|Tanna Hoernes]], Tochter des Geologen [[Rudolf Hoernes]] (1850–1912), welche an der [[Wiener Kunstschule]] studierte und mit der er drei Söhne hatte. Er schuf [[Aquatinta|Radierungen]] mit Motiven aus Europa und New York und entwickelte eine eigene Technik der Farbradierung. Er gestaltete, teils zusammen mit seiner Ehefrau, das [[Liechtensteiner Notgeld]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLFL|Titel=Notgeld|Autor=Benedikt Zäch|Abruf=2019-03-22|Datum=2011-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit zur Zeit des Nationalsozialismus und Prozess ===&lt;br /&gt;
Kasimir trat 1933&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus G. Patka: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Freimaurer im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78546-0, S.&amp;amp;nbsp;79.&amp;lt;/ref&amp;gt; in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs – Hitlerbewegung|NSDAP]] ein, die ab dem 20. Juni&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|bgb|00|00|1933|605|NAME=Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich|BGBl 1933/240|ZUSATZ=|ALTSEITE=569.|anno-plus=ja}}&amp;lt;br /&amp;gt;Verordnung der Bundesregierung vom 19. Juni 1933, womit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (Hitlerbewegung) und dem Steirischen Heimatschutz (Führung Kammerhofer) jede Betätigung in Österreich verboten wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Geschichte Österreichs#Erste Republik Österreich (1919–1934)|Österreich]] verboten war. Im Weiteren gehörte er der illegalen [[Sturmabteilung]] der NSDAP an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.graz.at/cms/dokumente/10311253_8106610/3e205fe1/Anhang%20A_Endbericht%20der%20ExpertInnenkommission%20f%C3%BCr%20Stra%C3%9Fennamen%20Graz%20%28Auszug%2045-251%29.pdf |wayback=20201017232032 |text=Endbericht der ExpertInnenkommission für Straßennamen Graz |archiv-bot=2022-12-09 03:23:38 InternetArchiveBot }}, Graz 2017, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Herrschaft]] wurde Kasimir im November 1945 deswegen wegen [[Hochverrat#Österreich|Hochverrat]], illegaler Zugehörigkeit zur NSDAP seit 1933 und wegen der Unterlassung der Registrierungspflicht angeklagt. Der Prozess begann am 16. Juni 1946 vor dem österreichischen [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]] in Wien. Am 22. Juni 1946 wurde Kasimir wegen Illegalität und Registrierungsbetruges zu 18 Monaten schweren, verschärften Kerkers verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren wurde Kasimir außerdem widerrechtliche Bereicherung durch die [[Arisierung]] der Kunsthandlung &amp;#039;&amp;#039;Halm &amp;amp; Goldmann&amp;#039;&amp;#039; vorgeworfen. Anscheinend hatte Kasimir nach dem [[Anschluss Österreichs|„Anschluss“ Österreichs]] am 13. März 1938 seine frühe Parteimitgliedschaft genutzt, um die in Wien ansässige Kunsthandlung in seinen Besitz zu bringen. Mit der vorherigen Inhaberin Elsa Gall, die bis dahin das Alleinvertriebsrecht der Radierungen Kasimirs besessen hatte, hatte Kasimir im Oktober 1938, zusammen mit dem Kunstverleger Ernst Edhoffer, einen Vertrag mit einem Kaufpreis von 73.000 [[Reichsmark]] (RM) geschlossen. Gall war [[Jude|jüdischer]] Herkunft und hatte sich aufgrund der überkommenden Ereignisse für den Verkauf entschieden. Sie musste dann im Mai 1939 in die [[USA]] emigrieren. Den Zahlungsforderungen gegenüber Gall kamen Kasimir und Edhoffer in der Folge nicht nach und leisteten wohl lediglich eine Anzahlung von 10.000 RM an sie. Unter dem neuen Namen &amp;#039;&amp;#039;Edhoffer &amp;amp; Kasimir&amp;#039;&amp;#039; wurde die Firma am 20. Januar 1939 in das Handelsregister eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Tätigkeit für seine Firma &amp;#039;&amp;#039;Edhoffer &amp;amp; Kasimir&amp;#039;&amp;#039; kam es in der Folge noch zu einem weiteren Fall einer vermutlichen Arisierung durch Kasimir. Im März 1941 kaufte er einen Teil der umfangreichen Kunstsammlung des jüdischen Zahnarztes und Kunstsammlers Obermedizinalrat [[Heinrich Rieger]] für etwa 17.000 RM an, was für die Sammlung, die neben der &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Reichel&amp;#039;&amp;#039; zu einer der wichtigsten der österreichischen modernen Kunst zählte&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Natter: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt von Klimt, Schiele und Kokoschka. Sammler und Mäzene.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 2003, ISBN 978-3-8321-7258-9, S.&amp;amp;nbsp;216–224.&amp;lt;/ref&amp;gt;, einem dubios niedrigen Schätzwert entsprochen hätte. Einen großen Teil der von ihm so erworbenen Sammlung verkaufte Kasimir noch während der Kriegsjahre weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Sophie Lillie: &amp;#039;&amp;#039;Was einmal war. Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens.&amp;#039;&amp;#039; Czernin, Wien 2003, ISBN 978-3-7076-0049-0, S.&amp;amp;nbsp;969f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der unverhältnismäßigen Bereicherung durch Arisierung nach dem Kriegsverbrechergesetz wurden Kasimir wie auch Edhoffer im Prozess im Juni 1946 allerdings freigesprochen, da Kasimir sämtliche Rückstellungsansprüche im Rahmen der österreichischen [[Restitution (Österreich)|Restitution]] an ihn und die Firma &amp;#039;&amp;#039;Edhoffer &amp;amp; Kasimir&amp;#039;&amp;#039; anerkannt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1947 führte das Wohnungsamt der Stadt Wien eine Hausdurchsuchung in Luigi Kasimirs - von Elsa Gall „arisierter“ - Wohnung im [[Wiener Ringstraße#Opernring|Opernring]] 17 durch. Die Durchsuchung ergab den Fund von insgesamt 13 Bildern im später festgestellten Schätzwert von mehreren 100.000 [[Österreichischer Schilling#Zweite Republik|Schilling]]. Angeblich hatte Kasimirs frühere Sekretärin die Werke in der Wohnung vor einer drohenden Beschlagnahme versteckt. Bei den Bildern, die beim Auffinden konfisziert wurden, handelte es sich um Reste der Sammlung Rieger, wie auch um Bilder, die der Tochter des jüdischen Rechtsanwaltes Benedikt gehört hatten und die Kasimir angeblich zur „Obhut“ übergeben worden waren. Die Herkunft anderer Bilder blieb unklar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neues Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 6. Februar 1947. Seite 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Österreich]]&amp;#039;&amp;#039; vom 7. Februar 1947 berichtete, wurde Kasimir aufgrund ärztlichen Antrages wegen eines schweren Leberleidens vorzeitig aus der Haft entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luigi Kasimir starb in seinem Haus in [[Döbling|Wien 19.]], [[Grinzing]], Himmelstraße 40–42. Er hinterließ etwa 2500 Kupferplatten und gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer von [[Vedute|Stadtveduten]] des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Kasimirs Schwester [[Elsa Oeltjen-Kasimir|Elsa Kasimir]] betätigte sich als [[Bildhauer]]in, Malerin und [[Grafiker]]in ebenfalls künstlerisch, und von seinen drei Söhnen wurde Robert (auch &amp;#039;&amp;#039;Raoul&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;siehe den Eintrag [[oewiki:Robert_Kasimir|Robert Kasimir]] im &amp;#039;&amp;#039;ÖsterreichWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1914–2002) ebenfalls Maler und Graphiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Wien, 1912 (Radierungen)&lt;br /&gt;
* Belgien 1915. Ein Skizzenbuch. Bildband mit Texten von [[Fedor von Zobeltitz]].&lt;br /&gt;
* Galizien 1915. Ein Künstlertagebuch. Bildband.&lt;br /&gt;
* Salzburg, 1923 (Steinzeichnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Allgemein ===&lt;br /&gt;
* {{AKL|79|380|381|Kasimir, Luigi|J. Bartz}}&lt;br /&gt;
* {{HLFL|Titel=Kasimir, Luigi|Autor= Rita Vogt-Frommelt}}&lt;br /&gt;
* Catherine Tessmar: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Platzerln. Die Geschäfte des Künstlers Luigi Kasimir&amp;#039;&amp;#039;. Czernin, Wien 2006, ISBN 978-3-7076-0071-1.&lt;br /&gt;
* Herbert Lipsky, &amp;#039;&amp;#039;Kunst einer dunklen Zeit. Die bildende Kunst in der Steiermark zur Zeit des Nationalsozialismus. Ein Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Graz 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zu den Vorwürfen der Arisierung ===&lt;br /&gt;
* Michael Wladika: &amp;#039;&amp;#039;Dossier Dr. Heinrich Rieger.&amp;#039;&amp;#039; Provenienzforschung im Auftrag des [[Leopold Museum]]s. Dezember 2009. Seiten 17f. ([https://www.leopoldmuseum.org/media/file/205_dossier_rieger.pdf online])&lt;br /&gt;
* Stefania Domanova und Georg Hupfer: &amp;#039;&amp;#039;„Arisierung“ am Beispiel der Firmen Halm &amp;amp; Goldmann und Verlag Neuer Graphik (Würthle &amp;amp; Sohn Nachf.).&amp;#039;&amp;#039; Referat. Datum unbekannt. Seiten 7 bis 11. ([http://www.murrayhall.com/files/referate/hupfer--halmgoldmann.pdf online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Luigi Kasimir}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Luigi Kasimir}}&lt;br /&gt;
* https://kulturstiftung.org/biographien/kasimir-luigi-2 Bestand in den Katalogen der Österreichischen Nationalbibliothek Wien:&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00038469&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00010241&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00038526&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116061995|LCCN=nr/89/009069|VIAF=47034782}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kasimir, Luigi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithograf (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radierer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupferstecher (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafiker (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kasimir, Luigi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Radierer, Lithograph und Kupferstecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. April 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ptuj|Pettau]], [[Untersteiermark]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. August 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Clemens Stockner</name></author>
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