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	<title>Luftmine - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Luftmine&amp;diff=115070&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lómelinde: entfernten Anker wieder eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-28T07:49:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;entfernten &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Anker&quot; title=&quot;Vorlage:Anker&quot;&gt;Anker&lt;/a&gt; wieder eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt Minenbomben. Zu aus der Luft abgeworfenen [[Seemine]]n siehe dort.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Avro Lancaster 4000-lb HC bomb.jpg|mini|Eine [[Avro Lancaster]] wirft 1944 während der [[Operation Hurricane (1944)|Operation Hurricane]] eine Luftmine und 30-Pfund-[[Brandbombe]]n über [[Duisburg]] ab]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luftmine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden [[Umgangssprache|umgangssprachlich]] schwere [[Sprengbombe]]n mit großer Sprengwirkung bezeichnet, die während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] eingesetzt wurden. Weiter sind auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minenbombe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blockbuster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohnblockknacker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik &amp;amp; Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:British HC Bomb Mk1.png|mini|links|Aufbau einer britischen HC&amp;amp;nbsp;4000&amp;amp;nbsp;LB&amp;amp;nbsp;Mk&amp;amp;nbsp;I „Cookie“]]&lt;br /&gt;
Luftminen sind [[Sprengbombe]]n, welche auf das Erzeugen einer maximalen [[Detonationswelle]] ausgelegt sind. Sie wurden während des Zweiten Weltkrieges im [[Luftkrieg]] gegen Städte sowohl von den [[Luftwaffe (Wehrmacht)|deutschen]] als auch von den [[Royal Air Force|britischen]] und [[United States Army Air Forces|US-amerikanischen Luftstreitkräften]] eingesetzt. Luftminen [[Detonation|detonierten]] nicht – wie es der Name vermuten ließe – in der Luft, sondern zumeist am Boden, ausgelöst durch [[Aufschlagzünder]]. Eine in der Luft gezündete Luftmine hatte eine noch größere Flächenwirkung, weil die Abschirmung durch Nachbargebäude minimiert und die [[Druckwelle]] durch die schräge [[Reflexion (Physik)|Reflexion]] verstärkt ist. Die dafür erforderlichen [[Abstandszünder]] wurden damals aber selten eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luftminen hatten ein Gewicht von mehreren hundert Kilogramm bis hin zu mehreren Tonnen und waren bis zu 80 % ihres Gesamtgewichtes mit [[Sprengstoff]] gefüllt. Im Vergleich zu Mehrzweckbomben waren sie meist erheblich größer: mehrere Meter lang und im Durchmesser bis zu einem Meter dick, dabei jedoch mit einer geringen [[Wandstärke]] ausgebildet, weshalb nur ein relativ geringer Gewichtsanteil auf die Bombenhülle entfiel. Für das Eindringen in den Erdboden oder gar Betonbauten waren die dünnwandigen Luftminen weder geeignet noch vorgesehen. Der [[Explosionskrater]] (Bombentrichter) war daher relativ flach ausgebildet oder fehlte gänzlich und auch die Splitterwirkung der Bombe war verhältnismäßig gering. Durch die geringe Wandstärke und das hohe Gewicht bestand jedoch das Risiko, dass die Luftmine am Boden zerbarst, bevor der [[Aufschlagzünder]] ansprach. Aus diesem Grund hatten sie stets mehrere Aufschlags- und [[Zeitzünder]]. In seltenen Fällen wurden Luftminen an [[Fallschirm]]en abgeworfen. So abgeworfene Bomben waren in der Regel mit einem Zeitzünder versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Größe und dem Gewicht konnten auch schwere Bomber nur eine geringe Anzahl Luftminen mitführen. Im Vergleich zu herkömmlichen Mehrzweck-Sprengbomben hatten Luftminen eine vielfach stärkere Druckwelle. Sie zerstörte im Umkreis von 100&amp;amp;nbsp;Metern sämtliche Gebäude herkömmlicher Bauart, riss im freien Gelände in bis zu einem Kilometer Entfernung Türen und Fensterrahmen heraus und ließ Fensterscheiben noch in einer Entfernung von zwei Kilometern zersplittern. Wenn solche Bomben gezielt über Wohngebieten explodierten, deckten sie die [[Dach|Dächer]] im Umkreis von mehreren hundert Metern ab. Dabei wurden Wasserleitungen unterbrochen sowie die Straßen mit [[Trümmer]]n für die [[Feuerwehr]] unpassierbar gemacht. Bei [[Mensch]]en konnte die [[Druckwelle]] einer Luftmine auf eine Distanz von über 150&amp;amp;nbsp;m tödlich ([[Lungenriss]]) wirken und auf bis zu 300&amp;amp;nbsp;m zu [[Barotrauma]]ta führen. Nach dem Abwurf von Luftminen wurden flächendeckend kleine Brandbomben ([[Stabbrandbombe]]n, [[Phosphorbombe]]n) abgeworfen. Diese konnten jetzt ungehindert in die Häuser einschlagen, [[Dachstuhl|Dachstühle]] in Brand setzen, Holzdecken durchschlagen und [[Brand|Großbrände]] auslösen. Durch die zerstörten Türen und Fenster entstand eine optimale Ausbreitungsmöglichkeit für die Feuer, da Funken in Wohnräume gelangen konnten und brennbare Materialien entzündeten. In zahlreichen Fällen erreichten die zahlreichen Brände eine solche Intensität, dass es zu einem [[Feuersturm]] kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Keith Grint: &amp;#039;&amp;#039;[http://wrap.warwick.ac.uk/95865/9/WRAP-interplay-Dirty-Hands-bombing-Wicked-Problem-defeating-Nazi-Grint-2017.pdf The interplay of the Dirty Hands of British area bombing and the Wicked Problem of defeating Nazi Germany in World War II - a lesson in leadership ethics]&amp;#039;&amp;#039; (2017)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;USSBS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://apps.dtic.mil/sti/pdfs/ADA421958.pdf |titel=United States Strategic Bombing Survey: (European War) (Pacific War) |werk=apps.dtic.mil |hrsg=Secretary of War, Board of United States Strategic Bombing Survey |datum= |format=PDF |sprache=en |offline= |abruf=2026-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sven2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sven-Felix Kellerhoff |url=https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article243781057/Brandbomben-Uebertroffen-wird-ihre-Zerstoerungskraft-bis-heute-nur-von-Atombomben.html |titel=Übertroffen wird ihre Zerstörungskraft bis heute nur von Atombomben |werk=welt.de |hrsg=Die Welt |datum=2024-10-09 |format= |sprache=de |offline= |abruf=2026-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrifflichkeit ==&lt;br /&gt;
„[[Mine]]“ ist die lateinische Bezeichnung für Stollen beim Bergbau nach Mineralen. Nach der Erfindung des [[Schwarzpulver]]s wurden bei der Belagerung von Festungen auch Stollen unter die Mauern gegraben und mit Fässern von Pulver gefüllt, worauf der Stolleneingang verschlossen wurde um die Sprengwirkung nicht nach außen verpuffen zu lassen. Die [[Mineur]]e sprengten daraufhin eine [[Bresche]] in die Mauer. Durch solche [[Unterminierung]] im [[Minenkrieg]] wurden im Ersten Weltkrieg ganze Alpengipfel mit feindlichen Stellungen weggesprengt. Unterirdisch oder im Wasser versteckte Sprengladungen, oder Bomben mit sehr großen Mengen Sprengstoff, werden als „[[Mine (Waffe)|Minen]]“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technisch korrekte Bezeichnung „Minenbombe“ ist auf die in Fachkreisen sogenannte [[Minenwirkung]] zurückzuführen, also auf die im Verhältnis zur Größe der Bombe besonders große Druckwelle.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Fleischer (Historiker)|Wolfgang Fleischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Abwurfmunition bis 1945: Sprengbomben, Brandbomben, Sonderabwurfmunition, Abwurfbehälter, Zünder.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02286-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich nicht um Sperrwaffen wie [[Landmine]]n oder [[Seemine]]n, die abgelegt werden und bei Berührung explodieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Luftwaffe benannte [[Seemine]]n, die per Luftabwurf verlegt werden konnten, als „Luftmine“ ([[Deutsche Abwurfmunition des Zweiten Weltkrieges#Luftmine (LM)|LM A, B, C und F]]). Tatsächlich setzte die deutsche Luftwaffe zu Beginn des Krieges als Behelf, weil wenige schwere Bomben zur Verfügung standen, auch Seeminen ein, die von Flugzeugen über Land als Sprengminen abgeworfen wurden. Möglicherweise führte dieser Umstand dazu, dass das deutschsprachige Programm der [[BBC World Service|BBC]] diesen Begriff übernahm, und sich dieser durch das Hören des [[Feindsender]]s in der deutschen Sprache etabliert hat. Die deutsche Luftwaffe verwendete zwar den Begriff „Minenbombe“ für die [[Deutsche Abwurfmunition des Zweiten Weltkrieges#Sprengbombe Cylindrisch (SC)|Sprengbombe Cylindrisch]], die allerdings nicht der Definition der hier beschriebenen Luftmine, sondern einer Mehrzwecksprengbombe entsprach. Bei der deutschen Luftwaffe wurden die eigenen Minenbomben erst spät entwickelt und im offiziellen Sprachgebrauch als „Großladungsbomben“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Royal Air Force]] (RAF) bezeichnete ihre Minenbombenmodelle offiziell mit der Abkürzung HC für „high capacity“ (hohe Füllmenge). Die [[United States Army Air Forces]] (USAAF) verwendete hingegen die Bezeichnungen „light case“ (Leichtgehäuse) oder „Demolition Bomb“ (Abriss Bombe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Volksmund]] wurden die Luftminen-Blindgänger in Deutschland wegen ihrer großen Abmessungen oft als „Badeofen“ oder „Litfaßsäule“ oder ihrer Wirkung wegen als „Wohnblockknacker“ bezeichnet. Auch die englische Bezeichnung „Blockbuster“ rührt von der enormen Zerstörungskraft her, die ganze Häuserblocks zerstören konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modelle des Zweiten Weltkriegs ==&lt;br /&gt;
=== Großbritannien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Royal Air Force Bomber Command, 1942-1945. CH12450.jpg|mini|Die von der [[Royal Air Force|RAF]] verwendeten Bomben auf einem Verladeplatz während des Krieges: vorn zwei 1.000 bzw. 500&amp;amp;nbsp;lb schwere Sprengbomben, dahinter eine Minenbombe HC&amp;amp;nbsp;2.000&amp;amp;nbsp;Mk.I, dann ein HC&amp;amp;nbsp;4.000&amp;amp;nbsp;Mk.III oder Mk.IV „Cookie“. Auf dem großen Transportwagen hinten ein aus drei 4000er „Cookies“ bestehender „Blockbuster“ (HC&amp;amp;nbsp;12.000&amp;amp;nbsp;LB).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britischen Luftminen wurden primär von den Bombern des [[RAF Bomber Command]] der [[Royal Air Force]] eingesetzt. Dazu wurden die schweren Bomber [[Short Stirling]], [[Handley Page Halifax]] und [[Avro Lancaster]] und vereinzelt auch die leichteren [[Vickers Wellington]] sowie [[De Havilland DH.98 Mosquito|De Havilland Mosquito]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;HC 2000&lt;br /&gt;
Die erste von britischer Seite eingesetzte Minenbombe war die &amp;#039;&amp;#039;HC&amp;amp;nbsp;2000&amp;amp;nbsp;LB&amp;amp;nbsp;Mk&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039;, eine Minenbombe der Gewichtsklasse 2000 [[Pfund]] (tatsächliches Gewicht rund 790 kg, das heißt 1733 [[Avoirdupois|lb]]) mit einer Sprengladung von 625&amp;amp;nbsp;kg [[Amatol]]. Sie hatte eine kegelförmige Spitze mit einem Kopfzünder und wurde durch einen [[Bremsschirm]] gebremst und stabilisiert. Die &amp;#039;&amp;#039;HC&amp;amp;nbsp;2000&amp;amp;nbsp;LB&amp;amp;nbsp;Mk&amp;amp;nbsp;III&amp;#039;&amp;#039; hatte schließlich eine flach gerundete Stirnfläche mit drei Kopfzündern und ein Blechleitwerk. Die &amp;#039;&amp;#039;HC&amp;amp;nbsp;2000&amp;amp;nbsp;LB&amp;#039;&amp;#039; hatte einen Durchmesser von 470&amp;amp;nbsp;mm und eine Länge des Bombenkörpers von 2655&amp;amp;nbsp;mm; die Gesamtlänge mit Blechleitwerk (Mk.III) betrug 3327&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{Anker|HC 4000}} HC 4000&lt;br /&gt;
Die nächstgrößere Minenbombe, die &amp;#039;&amp;#039;HC&amp;amp;nbsp;4000&amp;amp;nbsp;LB&amp;#039;&amp;#039; („Cookie“), war vergleichbar aufgebaut; zunächst mit kegelförmiger Spitze und einem Zünder sowie zwei bis vier seitlichen Zünderaufnahmebuchsen, einem Gewicht von 1789&amp;amp;nbsp;kg bei 1350&amp;amp;nbsp;kg Amatol (HC&amp;amp;nbsp;4000&amp;amp;nbsp;LB&amp;amp;nbsp;Mk.I), später dann ebenfalls mit flach gerundeter Stirnfläche, drei Kopfzündern und zwei seitlichen Zünderbuchsen und bis zu 1500&amp;amp;nbsp;kg [[Hexogen|Torpex]] (HC 4000&amp;amp;nbsp;LB&amp;amp;nbsp;Mk.II bis Mk.VI). Die HC&amp;amp;nbsp;4000&amp;amp;nbsp;LB wies einen Durchmesser von 760&amp;amp;nbsp;mm (Mk.I) beziehungsweise 750&amp;amp;nbsp;mm (Mk.II&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;VI) und eine Länge von 2960&amp;amp;nbsp;mm (Mk.I) oder 2730m&amp;amp;nbsp;m (Mk.II&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;VI) auf.&lt;br /&gt;
Sie wurde zum ersten Mal am 1.&amp;amp;nbsp;April 1941 bei einem [[Emden zur Zeit des Nationalsozialismus#Luftkrieg, Alltagsleben und der 6. September 1944 Luftangriffe auf Emden|Angriff auf Emden]] abgeworfen; bis Kriegsende warf die Royal Air Force insgesamt 68.000 Luftminen dieses Typs ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.br.de/nachrichten/augsburg-bombe-hc4000-100.html |titel=HC 4.000 &amp;quot;Cookie&amp;quot;: So funktioniert die Augsburger Monsterbombe {{!}} BR.de |hrsg=Bayerischer Rundfunk |datum=2016-12-23 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170904235227/http://www.br.de/nachrichten/augsburg-bombe-hc4000-100.html |archiv-datum=2017-09-04 |abruf=2017-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;HC 8000&lt;br /&gt;
Die nächste Kategorie wurde nach dem [[Baukastenprinzip]] entwickelt: zunächst die &amp;#039;&amp;#039;HC&amp;amp;nbsp;8000&amp;amp;nbsp;LB&amp;#039;&amp;#039;, bestehend aus zwei Segmenten mit einem Durchmesser von 965&amp;amp;nbsp;mm und einer Länge des Bombenkörpers von 2410&amp;amp;nbsp;mm, die Gesamtlänge betrug je nach Leitwerkstyp 3340 oder 4040&amp;amp;nbsp;mm. Diese Minenbombe hatte bei einem Gesamtgewicht von 3590&amp;amp;nbsp;kg eine 2450-kg-Sprengladung aus Amatex&amp;amp;nbsp;9 (51 % [[Ammoniumnitrat]], 40 % [[Trinitrotoluol|TNT]], 9 % [[RDX]] (Torpex)), später sogar 2670&amp;amp;nbsp;kg Torpex&amp;amp;nbsp;2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;HC 12000&lt;br /&gt;
Im September 1943 bestätigte der deutsche [[Kampfmittelbeseitigung|Kampfmittelräumdienst]], dass sich aus einem Kopfteil und zwei Heckteilen der HC 8000 eine HC 12000 LB zusammenbauen lässt. Diese&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;HC&amp;amp;nbsp;12000&amp;amp;nbsp;LB&amp;#039;&amp;#039; hatte nun einen 3620&amp;amp;nbsp;mm langen Bombenkörper; sie war – abhängig vom Leitwerk – 4722 oder 5420&amp;amp;nbsp;mm lang, von dem Gesamtgewicht von 5450&amp;amp;nbsp;kg entfielen 3670&amp;amp;nbsp;kg auf den Sprengstoff Amatex (oder 4000&amp;amp;nbsp;kg Torpex&amp;amp;nbsp;2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SB 1000 (2).jpg|mini|hochkant=0.4|SB 1000, 1000 kg]]&lt;br /&gt;
Bei der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe der Wehrmacht]] wurden im Zweiten Weltkrieg die dünnwandigen Sprengbomben als „Minenbomben“ bezeichnet. Diese Bomben erhielten die übliche Bezeichnung, die sich aus den Buchstaben SC ([[Deutsche Abwurfmunition des Zweiten Weltkrieges#Sprengbombe Cylindrisch (SC)|Sprengbombe Cylindrisch]]) und der Gewichtsklasse in Kilogramm zusammensetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der oben aufgeführten Definition der Sprengbombe mit sehr hohem Sprengstoffanteil entsprechen die in der Luftwaffe eingeführten „Großladungsbomben“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* SB 1000, 735&amp;amp;nbsp;kg Sprengstoff [[Amatol]] 60/40 (60 % TNT, 40 % Ammoniumnitrat)&lt;br /&gt;
* [[SC 1000]], 530–620&amp;amp;nbsp;kg Sprengstoff Amatol 60/40&lt;br /&gt;
* SC 1800, 1000&amp;amp;nbsp;kg Sprengstoff Amatol 60/40&lt;br /&gt;
* SB 2500, rund 1640&amp;amp;nbsp;kg Amatol 60/40 – eine Versuchsversion aus Aluminium mit 2000&amp;amp;nbsp;kg Fp 60/40 konnte nur bis 1942 hergestellt werden.&lt;br /&gt;
* SA 4000, etwa 2700&amp;amp;nbsp;kg Amatol 50/50 (bei 3360&amp;amp;nbsp;kg Gesamtgewicht; wurde nur als Versuchsmuster gebaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutschen Luftwaffe standen für den Bombenkrieg zunächst nur zweimotorige Bomber zur Verfügung, wie [[Heinkel He 111]], [[Junkers Ju 88]], [[Dornier Do 217]]. Diese [[Kampfgeschwader]] sollten ursprünglich die Landstreitkräfte unterstützen und konnten lediglich eine Bombenlast bis 2500&amp;amp;nbsp;kg ins relativ nahe Ziel tragen. Im Verlauf des Kriegs wurde die Bombenlast bis auf 7300&amp;amp;nbsp;kg gesteigert ([[Heinkel He 177]], wenn auch bei verringerter Reichweite), allerdings reichte die Leistungsfähigkeit nie auch nur annähernd an die der viermotorigen Bomber der US-Amerikaner und Briten heran. Diese konnten weit hinter den Frontlinien Ziele bombardieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigte Staaten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:AN-M56 (ORDATA).jpg|mini|AN-M56, 1920 kg]]&lt;br /&gt;
Die [[United States Army Air Forces]] setzte neben den GP-Bomben (General Purpose = Mehrzweckbomben mit Sprengstoffanteil um die 50 %) nur eine schwere Minenbombe ein: die &amp;#039;&amp;#039;Bomb, light-case, 4,000-lb M56&amp;#039;&amp;#039;. Diese hatte eine Gesamtlänge von 2,98&amp;amp;nbsp;m und der Bombenkörper waqr 2,43&amp;amp;nbsp;m lang. Der Bombenkörper hatte einen maximalen Durchmesser von 870&amp;amp;nbsp;mm. Das Gesamtgewicht betrug 1905&amp;amp;nbsp;kg, wovon 1470&amp;amp;nbsp;kg (77 %) auf den Sprengstoff Amatol entfielen. Für den Abwurf wurden überwiegend die schweren Bomber [[Boeing B-17|B-17 „Flying Fortress“]], [[Consolidated B-24|B-24 „Liberator“]] und [[Boeing B-29|B-29 „Superfortress“]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bombenmodell wurde als „LC 4000 lb“ im Belehrungsblatt über Beseitigung feindlicher Abwurfmunition Nr.&amp;amp;nbsp;8 vom 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1943 erstmals erwähnt, allerdings erst als Lichtbild mit der (falschen) Bezeichnung „Bombe DEMO 4000 LB“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BLU-82B Daisy Cutter Bomb (cropped).jpg|mini|Eine [[BLU-82 Commando Vault]] in einer Ausstellung der US Air Force]]&lt;br /&gt;
Die Hauptaufgabe der Luftminen im Zweiten Weltkrieg war, Dächer abzudecken, um [[Brandbombe]]n einen besseren Zugang zu brennbarem Material zu geben. Die Einführung der [[Kernwaffe]]n am Ende des Zweiten Weltkriegs veränderte die Luftkriegsführung vollständig. Die [[Flächenbombardement]]s wurden obsolet, denn nun ging die Zerstörungskraft von einer einzigen Bombe aus. Deshalb verschwanden die großen Luftminen bzw. Minenbomben aus den Arsenalen der Streitkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wurden von den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] während des [[Kalter Krieg|Kalten Kriegs]] schwere Minenbomben wie die [[BLU-82 Commando Vault]] (6800&amp;amp;nbsp;kg) und später die [[GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast|GBU-43 MOAB]] (9550&amp;amp;nbsp;kg) für Spezialeinsätze entwickelt. Auch in der [[Sowjetunion]] entstanden in der Nachkriegszeit schweren Sprengbomben wie die [[FAB-5000|FAB-5000M-54]] (5250&amp;amp;nbsp;kg) und [[FAB-9000|FAB-9000M-54]] (9400&amp;amp;nbsp;kg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachfolger der Luftminen bzw. Minenbomben können [[Aerosolbombe]] gesehen werden. Diese erzeugen eine vergleichbar starke [[Detonationswelle]] bei geringerer Masse. Bekannte Bomben dieser Art sind die [[CBU-55]], [[ODAB-500]] und [[Vater aller Bomben|ODAB-9000]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kampfmittelaltlasten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundort Luftmine 04 Koblenz 2011.jpg|mini|Britische 1,8 Tonnen schwere Luftmine, die bei der Entschärfung am 4. Dezember 2011 zur [[Evakuierung in Koblenz am 4. Dezember 2011|Evakuierung in Koblenz]] führte]]&lt;br /&gt;
In Großbritannien und Deutschland mussten bei der [[Kampfmittelbeseitigung]] von Luftminen mehrfach umfangreiche [[Evakuierung]]en vorgenommen werden, so [[Evakuierung in Koblenz am 4. Dezember 2011|2011 in Koblenz]], [[Entschärfung einer Fliegerbombe in Augsburg zu Weihnachten 2016|2016 in Augsburg]] und [[Evakuierung in Frankfurt am Main am 3. September 2017|2017 in Frankfurt]], letztere mit 65.000 evakuierten Personen die größte derartige Maßnahme in der Geschichte der Bundesrepublik,&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Teutsch: [https://www.fr.de/frankfurt/bombe-in-frankfurt-bombenentschaerfer-erfahrung-und-ein-bisschen-bauchgefuehl-a-1343313 &amp;#039;&amp;#039; Bombe in Frankfurt – Bombenentschärfer: „Erfahrung und ein bisschen Bauchgefühl“&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rundschau&amp;#039;&amp;#039;. 2.&amp;amp;nbsp;September 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie am 8. April 2018 in Paderborn mit 26.400 evakuierten Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.paderborn.de/rathaus-service/news/bombenentschaerfung.php |titel=Bombenentschärfung am 8. April 2018 in Paderborn |abruf=2018-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/22107589_So-verlief-die-Bombenentschaerfung-in-Paderborn.html |titel=So verlief die Bombenentschärfung in Paderborn |werk=[[Neue Westfälische]] |datum=2018-04-09 |abruf=2018-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Bomben nach Herkunftsnation]]&lt;br /&gt;
* [[Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Luftmine HC 4000 Feuerwehrerlebniswelt (Augsburg)}}&lt;br /&gt;
* [http://michaelhiske.de/Wehrmacht/Luft/BELEHRUN/INHALT05.HTM Belehrungsblätter über Beseitigung feindlicher Abwurfmunition 1943 - Britische Sprengbomben] bei michaelhiske.de (deutsch)&lt;br /&gt;
* [http://michaelhiske.de/Wehrmacht/Luft/BELEHRUN/INHALT07.HTM Belehrungsblätter über Beseitigung feindlicher Abwurfmunition 1943 - Amerikanische Sprengbomben] bei michaelhiske.de (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://www.303rdbg.com/bombs.html Aerial Bombs of the RAF &amp;amp; USAAF] bei 303rdbg.com (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Roy Ripley, Brian Pears: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.bpears.org.uk/NE-Diary/Bck/BSeq_02.html |text=North-East Diary 1939–1945. |wayback=20101007052252}}&amp;#039;&amp;#039; Informationen zu diversen Luftminen (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bombe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fliegerbombe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtechnik (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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