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	<title>Ludwig von Biegeleben - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur (in chronologischer Folge) */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-09-18T12:26:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur (in chronologischer Folge): &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Diplomaten Ludwig von Biegeleben. Zum Generalmajor siehe [[Ludwig Maximilian von Biegeleben]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Biegeleben-ein-vorkaempfer-des-grossdeutschen-gedankens-leipzig-1930.jpg|mini|Ludwig Freiherr von Biegeleben]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Maximilian Balthasar von Biegeleben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seit 1868 österreichischer Freiherr; * [[14. Januar]] [[1812]] in [[Darmstadt]]; † [[6. August]] [[1872]] in [[Rohitsch-Sauerbrunn]], [[Untersteiermark]]) aus dem [[Biegeleben (Adelsgeschlecht)|Adelsgeschlecht Biegeleben]] war Diplomat in Diensten des [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtums Hessen]] und später des [[Kaisertum Österreich|Kaisertums Österreich]]. Während der [[Märzrevolution|Revolution von 1848]] war er [[Unterstaatssekretär 1848/1849|Unterstaatssekretär]] der [[Provisorische Zentralgewalt|provisorischen Zentralgewalt]]. Über zwanzig Jahre bestimmte er danach als österreichischer Diplomat die Deutschlandpolitik des Habsburgerreiches entscheidend mit. Er formulierte 1863 die [[Frankfurter Reformakte]] für einen [[großdeutsche Lösung|großdeutschen]] [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]], die jedoch am Widerstand [[Königreich Preußen|Preußens]] scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Biegeleben stammte aus einer ursprünglich [[Arnsberg]]er Beamtenfamilie. Er war Sohn von [[Kaspar Josef von Biegeleben]], dieser war zunächst hochrangiger Beamter [[Kurköln]]s und später des Großherzogtums Hessen. Seine Mutter Marianne (geb. v. Braumann) stammte aus einer [[Aachen]]er Patrizierfamilie. Sein Bruder war der spätere großherzoglich-hessische Finanzminister [[Maximilian von Biegeleben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biegeleben war künstlerisch und literarisch interessiert und studierte [[Rechtswissenschaften]] in [[Bonn]], [[Heidelberg]] und [[Gießen]]. Während seines Studiums wurde er 1827 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Alten [[Burschenschaft]] Germania Bonn&amp;#039;&amp;#039;, 1828 der &amp;#039;&amp;#039;Alten Burschenschaft Germania Gießen&amp;#039;&amp;#039; und 1829 der Heidelberger Burschenschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Alte Heidelberger Burschenschaft|Fäßlianer]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;A–E.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Studium arbeitete er für etwa zehn Jahre im großherzoglich-hessischen Gerichtswesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend trat Biegeleben in den diplomatischen Dienst des Großherzogtums ein und wurde 1842 Legationssekretär und Geschäftsträger in [[Wien]]. Dort lernte er im Haus von [[Ottilie von Goethe]] seine Frau Maria (1825–1871), eine Tochter von Franz Anton Freiherr von [[Buol (Adelsgeschlecht)|Buol-Berenberg]] (1794–1865), kennen. Aus der im Jahre 1846 geschlossenen Ehe entstammten fünf Kinder, darunter:&lt;br /&gt;
* Rüdiger Freiherr von Biegeleben, (1847–1912), Königlich-Kaiserlicher Wirklicher Geheimer Rat und Sektionschef im Ministerium des Kaiserlichen Hauses und des Äußeren;&lt;br /&gt;
* Paul Freiherr von Biegeleben, (1849–1933), Königlich-Kaiserlicher Bezirksgerichts-Adjunkt in Kaltern (Tirol), Landtagsabgeordneter in Tirol;&lt;br /&gt;
* Maximilian Freiherr von Biegeleben, (1852–1943), Königlich-Kaiserlicher Geheimer Rat und außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister, Kanzler des Ordens vom Goldenen Vließ&amp;lt;ref&amp;gt;Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen, Hessische Biographie, Eintrag: „Biegeleben, Ludwig Maximilian Balthasar Theodor Freiherr von“ (ID = 937), https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/rsrec/sn/bio/register/person/entry/biegeleben%252C%2Bruediger%2Bfreiherr%2Bvon&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biegeleben hat sich in dieser Zeit auch an der Übersetzung von [[Francesco Petrarca]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterstaatssekretär 1848 ==&lt;br /&gt;
Biegeleben, der in einem dem [[Heiliges Römisches Reich|alten Reich]] eng verbundenen Elternhaus aufgewachsen war, plädierte für eine zentrale Rolle Österreichs in Deutschland. Obwohl er die Revolution von 1848 als Konservativer ablehnte, schien sie ihm doch eine Möglichkeit für eine Neugestaltung der deutschen Verhältnisse und für eine engere Bindung Österreichs an Deutschland zu bieten. [[Heinrich von Gagern]] holte Biegeleben im August 1848 als [[Unterstaatssekretär 1848/1849|Unterstaatssekretär]] in das Außenministerium der provisorischen Zentralgewalt in [[Frankfurt am Main]]. Dort versuchte er im proösterreichischen Sinn zu wirken. Er war dabei eine der wichtigsten Stützen des [[Reichsverweser 1848/1849|Reichsverwesers]] [[Johann von Österreich]]. Für diesen war er auch zwischen Juli und Oktober 1849 Bevollmächtigter in Preußen, Bayern und Österreich. Danach war er bis 1850 Referent der Abteilung für die Verhältnisse zum Ausland bei der Bundeszentralkommission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschlandpolitik Österreichs ==&lt;br /&gt;
In dieser Position bewährte er sich so gut, dass ihn nach der Niederschlagung der Revolution sowohl [[Joseph von Radowitz]] für [[Königreich Preußen|Preußen]] wie auch [[Felix zu Schwarzenberg]] für [[Kaisertum Österreich|Österreich]] zu gewinnen suchten. Biegeleben entschied sich für Österreich. Seit Sommer 1850 war er Sektionsrat und zwei Jahre später Wirklicher Hof- und Ministerialrat im deutschen Referat des Außenministeriums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit zwischen den [[Dresdner Konferenzen 1850/1851|Dresdner Konferenzen]] bis zum [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] von 1866 bestimmte Biegeleben als von Kaiser [[Franz Joseph I.]] hochgeschätzter „Staatsschreiber“ und Protokollführer nicht zuletzt durch seine diplomatischen Noten die Deutschlandpolitik Österreichs entscheidend mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ging es ihm in erster Linie um den Erhalt der Führungsrolle der Donaumonarchie in Deutschland. Dies war wichtig für den Erhalt des Habsburgerstaates und des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]]. Im Sinne Österreichs versuchte Biegeleben zu dessen Reform beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biegeleben war entschiedener Gegner des preußischen Anspruchs auf Gleichberechtigung und lehnte die [[kleindeutsche Lösung]] klar ab. Nach dem Amtsantritt von [[Otto von Bismarck]] wurde Biegeleben zu dessen eigentlichem Gegenspieler. Er stand dabei zeitweise im Gegensatz zur teilweise widersprüchlichen Politik der Minister [[Karl Ferdinand von Buol-Schauenstein]], [[Johann Bernhard von Rechberg]] und [[Alexander von Mensdorff-Pouilly]]. Er selbst hat Bismarck teilweise unterschätzt und die realen Machtverhältnisse nicht richtig eingeschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biegeleben spielte eine zentrale Rolle bei dem letztlich gescheiterten [[Frankfurter Fürstentag]] von 1863. Als zweiter österreichischer Bevollmächtigter nahm er 1864 an der [[Konferenz von London (1864)|Londoner Konferenz]] zur Beendigung des [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieges]] teil. Danach versuchte Biegeleben ein Bündnis der deutschen Mittel- und Kleinstaaten zu Stande zu bringen, sich mit dem französischen Herrscher [[Napoleon III.]] zu verständigen, um so doch noch eine Reform des Deutschen Bundes auf den Weg zu bringen. Dabei nahm er auch eine Konfrontation mit Preußen in Kauf. Die Niederlage im [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] von 1866 bedeutete das Ende der deutschlandpolitischen Pläne Biegelebens. Mit der Gründung des deutschen Kaiserreichs war Biegeleben endgültig gescheitert und zog sich 1872 aus dem Staatsdienst zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Kekule/Ludwig Biegeleben (Hrsg./Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Die Reime des Francesco Petrarca.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Tübingen, 1844 [https://books.google.de/books?id=cpI1IK3URYgC&amp;amp;client=firefox-a&amp;amp;hl=de Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (in chronologischer Folge) ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Biegeleben, Ludwig Max Freiherr|26|370|370|}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|2|620|622|Biegeleben, Ludwig Freiherr von|Vivenot|ADB:Biegeleben, Ludwig Freiherr von}}&lt;br /&gt;
* Rüdiger Frhr. v. Biegeleben: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig von Biegeleben. Ein Vorkämpfer des großdeutschen Gedankens. Lebensbild von seinem Sohne.&amp;#039;&amp;#039; Zürich, Amalthea 1930. 393 S.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|224|225|Biegeleben, Ludwig Freiherr von|[[Taras Borodajkewycz]]|116164123}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|82|83|Biegeleben Ludwig Maximilian Frh. von|}}&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;A–E.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 97–98.&lt;br /&gt;
* Eva Haberkorn: &amp;#039;&amp;#039;Im diplomatischen Dienst. Teilnachlass Ludwig Maximilian Freiherr v. Biegeleben (1812–1872) im [[Staatsarchiv Darmstadt]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archivnachrichten aus Hessen]]&amp;#039;&amp;#039; 1/2010, S. 46 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=119059363|titel=Biegeleben, Ludwig Maximilian Balthasar Theodor Freiherr von|datum=2023-01-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119059363|LCCN=nr/99/31057|VIAF=25404433}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Biegeleben, Ludwig Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomat des Kaisertums Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Biegeleben|Ludwig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1812]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Biegeleben, Ludwig von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Biegeleben, Ludwig Maximilian Balthasar von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=hessisch-österreichischer Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Januar 1812&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. August 1872&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rohitsch-Sauerbrunn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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