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	<title>Ludwig Weickmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:31:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Weickmann&amp;diff=1184122&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yen Zotto: Typogr.; Ausdruck/Grammatik</title>
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		<updated>2025-09-21T10:29:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typogr.; Ausdruck/Grammatik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Friedrich Weickmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. August]] [[1882]] in [[Neu-Ulm]], [[Schwaben (Bayern)|Schwaben]]; † [[29. November]] [[1961]] in [[Bad Kissingen]], [[Unterfranken]]) war ein deutscher [[Geophysiker]], [[Meteorologe]] und [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war das jüngste von drei Kindern des [[Feldwebel]]s Franz Paul Weickmann (1840–1912) aus [[Witzighausen]] (heute Ortsteil von [[Senden (Bayern)|Senden]]) und der Anna Maria Sauter (1845–1911) aus [[Dietenheim]]. Weickmann heiratete am 12. August 1911 Therese Maria Anna Mayer (* 15. Dezember 1883 in [[München]]; offiziell † 15. Februar 1941 in [[Schloss Hartheim]], tatsächlich am † 3. Februar 1941 in der [[Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein]]), die Tochter des Franz Borgias Michael Mayer (1848–1926) aus München und der Therese Elisabeth Pustet (1861–1901) aus [[Erlau (Obernzell)|Erlau]] (heute Ortsteil von [[Obernzell]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium in [[Ulm]] studierte Weickmann die Hauptfächer [[Mathematik]], [[Physik]] und [[Astronomie]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], absolvierte bei [[Wilhelm Conrad Röntgen]] ein Praktikum und machte im Jahr 1906 sein Lehramtsexamen. Unterstützt durch das [[Johann von Lamont|Lamont]]-[[Stipendium]] verlängerte er sein Studium um weitere zwei Jahre, davon zeitweilig auch an der [[Georg-August-Universität Göttingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1905 hatte Weickmann neben dem Studium bereits als Assistent unter [[August Schmauß]] (1877–1954) an der [[Königliche Meteorologische Zentralstation|Königlichen Meteorologischen Zentralstation]] in München gearbeitet. Nach den zwei Stipendienjahren ging er wieder an die [[Bayerische Landeswetterwarte]], wurde im Jahr 1911 bei [[Aurel Voss]] (1845–1931) mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Theorie der Flächen mit einer Schar von Minimalgeraden,&amp;#039;&amp;#039; also zu einem mathematischen Thema, [[Promotion (Doktor)|promoviert]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=51986}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und übernahm anschließend einen [[Lehrauftrag]] als [[Privatdozent]] in [[Weihenstephan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bayerischen Luftschiffer-[[Bataillon]] zog Weickmann bei Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] (1914) bis September 1915 an die [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Das Militär nutzte seine Fachkenntnisse für die sich entwickelnde Frontfliegerei, für [[Freiballon|Frei-]] und [[Fesselballon]]einsätze, für [[Luftschiff]]flüge und ähnliches. Im Oktober 1915 reiste er mit dem Leiter des militärischen Wetterdienstes im Deutschen Großen Hauptquartier [[Geheimer Rat|Geheimrat]] [[Hugo Hergesell]] nach [[Konstantinopel]] und war von 1915 bis 1918 Leiter des [[Türkei|türkischen]] [[Wetterdienst]]es. Die dort gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzte Weickmann 1922 an der Universität München für seine [[Habilitation]]sschrift zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Luftdruck und Winde im östlichen Mittelmeergebiet&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 trat Weickmann das Direktorat des Geophysikalischen Instituts an der [[Universität Leipzig]] an und besetzte als Nachfolger von [[Robert Wenger]] (1886–1922) den dortigen [[Lehrstuhl]]. Die nun folgenden zwei Jahrzehnte werden oft als die Blütezeit des Instituts bezeichnet. In erster Linie trugen Weickmanns ungewöhnliches Talent für Wissenschaftsorganisation und seine herausragende Persönlichkeit als Hochschullehrer dazu bei. In der Öffentlichkeit wurde Weickmann durch die Teilnahme an aufsehenerregenden Forschungsreisen bekannt. Besonders ist die Polarfahrt des Luftschiffes [[LZ 127]] „Graf Zeppelin“ im Jahr 1931 zu nennen, bei der er die meteorologische Leitung innehatte. Diese Expedition mit einem umfangreichen Forschungsprogramm nimmt einen hervorragenden Platz im Rahmen der internationalen Arktisforschung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb seines Instituts und neben seiner Lehrtätigkeit übernahm Weickmann eine Reihe weiterer Ämter. So war er längere Zeit [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der [[Philosophie|Philosophischen]] [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] und [[Prorektor]] der Universität Leipzig. Im November 1933 unterzeichnete er das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]]. In der [[Deutsche Geophysikalische Gesellschaft|Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft]] hatte er elf Jahre den Stellvertretenden Vorsitz inne. In der [[Deutsche Meteorologische Gesellschaft|Deutschen Meteorologischen Gesellschaft]] engagierte er sich im Beirat.&lt;br /&gt;
Weickmann war Präsident des 1934 gegründeten [[Reichsamt für Wetterdienst|Reichsamts für Wetterdienst]] in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Bruns: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.dwd.de/DE/leistungen/pbfb_verlag_promet/pdf_promethefte/33_1_2_pdf.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 Phänologische Beobachtungsnetze heute und gestern]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 6,8&amp;amp;nbsp;MB). In: &amp;#039;&amp;#039;promet&amp;#039;&amp;#039; 33, Nr. 1/2, 2007, S. 2–6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weickmann wurde zwar ab 1940 ohne eigenen Antrag als Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] geführt, dennoch war ihm der [[Judenfeindlichkeit|Antisemitismus]] fremd. So protestierte er als Dekan erfolgreich gegen die Entlassung seines Kollegen [[Friedrich Levi]] (1888–1966) am Mathematischen Institut. Zwei Jahre später wurde Levi aber dennoch entlassen und emigrierte nach [[Indien]]. Nach 1945 bezeugte auch sein ehemaliger jüdischer Schüler und Assistent [[Bernhard Haurwitz]] (1905–1986) die antinazistische Haltung Weickmanns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Unternehmen Weserübung|Besetzung Norwegens]] wurde Weickmann im April 1940 für einige Zeit als Chefmeteorologe zur [[Luftflotte 5]] nach [[Oslo]] abkommandiert, behielt aber bis Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] (1945) seine Tätigkeit in Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Oktober 1945 wurde Weickmann von der [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|Amerikanischen Militärregierung (OMGUS)]] als Berater für den Aufbau eines deutschen Wetterdienstes nach [[Berlin]] geholt, wurde dann 1946 der erste Präsident des neuen [[Deutscher Wetterdienst|Deutschen Wetterdienstes]] (DWD) mit Sitz in Bad Kissingen und hielt dieses Amt bis zum Jahr 1952, als er in den Ruhestand ging. In diese Zeit fiel auch die Produktion des [[Dokumentarfilm]]s &amp;#039;&amp;#039;Wetterwart auf Deutschlands höchstem Gipfel&amp;#039;&amp;#039; von [[Wolfgang Gorter]] über die [[Zugspitze#Wetterwarte Zugspitze|Zugspitzwetterwarte]], dessen Kommentar Weickmann selbst sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Eintritt in den Ruhestand folgte für zwei Jahre ein Lehrauftrag am Meteorologischen Institut der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], an dessen Einrichtung Weickmann schon während seiner Bad Kissinger Amtszeit mitgewirkt hatte. Am 19. Juni 1954 wurde er in Berlin mit der [[Ehrendoktor]]würde eines Dr. h. c. rer. nat. ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade zurückgekehrt von einer Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Wetterdienstes starb Weickmann zuhause in Bad Kissingen an den Folgen eines [[Schlaganfall]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Börngen et al. (siehe unten) beschreiben Weickmann in ihrem Aufsatz als einen der letzten deutschen „Geophysiker, der noch die Gesamtheit des Faches, die Physik der festen Erde, der Atmosphäre und der Hydrosphäre vertrat“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Weickmann war Mitglied oder sogar Ehrenmitglied in zahlreichen Akademien wie der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]] zu Leipzig (ab 1925, von 1940 bis 1945 als deren Präsident), der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (ab 1932, von 1943 bis 1961 als Obmann der Sektion Geophysik und Meteorologie), der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] und der [[Akademie der Wissenschaften und der Literatur]] in Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orden und Ehrenzeichen ==&lt;br /&gt;
* Großes Verdienstkreuz des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]] (August 1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Börngen et al.: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.dgg-online.de/mitteilungen/2007_3/DGG-Mitt_3-2007.pdf Ludwig F. Weickmann (1882–1961)] (PDF; 4,1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; 3, 2007, S. 4–16,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!-- Raberg Ulm --&amp;gt;{{BibISBN|9783799580403|Seite=458}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|572|573|Weickmann, Ludwig|Michael Börngen|117239283}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117239283}}&lt;br /&gt;
* [http://stabikat.de/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Weickmann%2C+Ludwig Literaturliste im Online-Katalog] der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
* {{CPL|Weickmann_174}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Deutschen Wetterdienstes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117239283|LCCN=n/2001/7272|VIAF=267241957}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weickmann, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident einer Bundesoberbehörde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München, Standort Weihenstephan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Wetterdienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor einer Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weickmann, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Weickmann, Ludwig Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geophysiker, Meteorologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neu-Ulm]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. November 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Kissingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yen Zotto</name></author>
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