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	<title>Ludwig Stumpfegger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 30. April 2026 um 23:02 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Stumpfegger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Juli]] [[1910]] in [[München]]; † [[2. Mai]] [[1945]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Chirurg]] und nach [[Theo Morell]] der zweite [[Leibarzt]] von [[Adolf Hitler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stumpfeggers Vater war Postsekretär. Nach dem Schulbesuch studierte Ludwig Stumpfegger ab 1930 in München [[Medizin]] und wurde dort am 11. August 1937 zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seit 1930 war er Mitglied der [[Studentenverbindung]] Apollo München, der späteren [[Münchener Burschenschaft Franco-Bavaria|Burschenschaft Apollo München]].&amp;lt;ref&amp;gt;Münchner Burschenschaft Apollo: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur Hundertjahrfeier 1865–1965&amp;#039;&amp;#039;; München 1965; S. 160 (Mitgliederverzeichnis).&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Studiums trat er nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] am 2. Juni 1933 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 83.668), am 20. April 1943 führte er den Rang eines [[SS-Obersturmbannführer]]s der Reserve in der [[Waffen-SS]]. Zum 1. Mai 1935 schloss er sich zudem der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] an ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.616.119).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/43831251&amp;lt;/ref&amp;gt; Er arbeitete ab 1936 als Assistenzarzt unter [[Karl Gebhardt]] im [[Heilanstalten Hohenlychen|Sanatorium Hohenlychen]]. Zunächst als Erholungsheim für [[Tuberkulose|TBC]]-Kranke gebaut, wurde die Klinik ab 1933 hauptsächlich zur Behandlung von Arbeits- und Sportunfällen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skilehrer und erfolgreiche [[Faustball]]spieler (Deutscher Meister 1935 mit der [[TG Landshut|Turngemeinde Landshut]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Neumann, Henrik Eberle: &amp;#039;&amp;#039;War Hitler krank? Ein abschließender Befund.&amp;#039;&amp;#039; Bergisch Gladbach 2009, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://turngemeinde-landshut.de/abteilungen/faustball-2/ueber-faustball/ &amp;#039;&amp;#039;Anfang und Entwicklung des Faustspiels&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 14. Januar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;) gehörte 1936 dem Ärzteteam unter Gebhardt an, das für die medizinische Betreuung der [[Olympische Spiele|Olympischen Spiele]] in [[Garmisch-Partenkirchen]] und [[Berlin]] zuständig war. Ab 1939 war die Klinik Hohenlychen der SS unterstellt und teilweise zum Lazarett umfunktioniert. Von November 1939 bis April 1940 diente Stumpfegger beim [[SS-Verfügungstruppe|SS-VT-Regiment]] und war leitender Arzt der chirurgischen Abteilung im SS-Lazarett Berlin. Danach vertrat er Gebhardt als Begleitarzt [[Heinrich Himmler]]s und wurde im September 1941 zum Führer der Chirurgengruppe beim [[Kommandostab RFSS|Kommandostab des Reichsführers SS]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] unter der Führung von Gebhardt, [[Fritz Fischer (Mediziner)|Fritz Fischer]] und [[Herta Oberheuser]] in Hohenlychen an [[Menschenversuche]]n (kriegschirurgische Experimente im Bereich der [[Transplantation]]schirurgie), hauptsächlich an polnischen Frauen aus dem [[KZ Ravensbrück]]. Hierbei nahm Stumpfegger persönlich Verpflanzungen von Knochen und Muskeln vor und verwertete diese Menschenversuche für seine [[Habilitation]] im Herbst 1944 an der Medizinischen Fakultät der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]]. Titel seiner Habilitationsschrift war: &amp;#039;&amp;#039;Die freie autoplastische Knochentransplantation in der Wiederherstellungschirurgie der Gliedmaßen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entmachtung von [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]] wurde er auf Vorschlag Himmlers am 9. Oktober 1944 als Begleitarzt zum Stab des [[Reichskanzler]]s ([[Führerhauptquartier]] [[Wolfsschanze]] bei [[Kętrzyn|Rastenburg]]) abkommandiert. Danach blieb er bis zum 1. Mai 1945 im [[Führerbunker]] in Berlin, wo Hitler ihn am 20. April 1945 zum [[SS-Standartenführer]] und Oberst der Polizei beförderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neumann/Eberle105ff&amp;quot;&amp;gt;Hans-Joachim Neumann, Henrik Eberle: &amp;#039;&amp;#039;War Hitler krank? Ein abschließender Befund.&amp;#039;&amp;#039; Bergisch Gladbach 2009, S. 105 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unbestätigten Angaben soll er auf Bitten [[Magda Goebbels]]’ deren Kinder mit [[Cyanwasserstoff|Blausäure]] getötet haben. Der SS-Zahnarzt [[Helmut Kunz]] erklärte im Verhör durch die Sowjets am 7. Mai 1945, dass Magda Goebbels die Kinder vergiftet habe und er lediglich Tatzeuge gewesen sei. Am 19. Mai 1945 korrigierte er seine Aussage dahingehend, dass Stumpfegger an der Tötung der Kinder mitgewirkt habe. Am Abend des 1. Mai 1945 habe er den Kindern einleitend [[Morphin|Morphium]] injiziert, Magda Goebbels sei jedoch nicht fähig gewesen, ihre Kinder zu töten. Er habe daraufhin Ludwig Stumpfegger herbeiholen müssen, der mit Magda Goebbels das Kinderzimmer betreten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dominik Groß]], Mathias Schmidt, Alexander Heit, [https://www.zm-online.de/archiv/2020/08/gesellschaft/helmut-kunz-und-die-ermordung-der-goebbels-kinder/ Helmut Kunz und die Ermordung der Goebbels-Kinder], Zahnärztliche Mitteilungen, Heft 8/2020, S. 72–74, 16. April 2020. Abgerufen am 1. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag des 30. April 1945 war er neben [[Joseph Goebbels]], dem Leiter der [[Parteikanzlei der NSDAP]] [[Martin Bormann]], Hitlers Leibdiener [[Heinz Linge]], Hitlers Fahrer [[Erich Kempka]], Hitlers persönlichem SS-Adjutanten [[Otto Günsche]] sowie einigen Angehörigen des [[Führerbegleitkommando]]s anwesend, als im Garten der [[Reichskanzlei]] die Leichen [[Adolf Hitler]]s und seiner Frau [[Eva Braun|Eva]], geb. Braun, mit Benzin übergossen und verbrannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Stumpfegger nahm sich am 2. Mai 1945 mit einer Blausäure-Giftkapsel gemeinsam mit Martin Bormann das Leben. Zuvor hatten beide mit anderen Insassen des Führerbunkers einen Durchbruch aus dem stark umkämpften Stadtzentrum Berlins versucht. Dabei wurden er und Bormann angeblich von der Fluchtgruppe getrennt. Die beiden sollen schließlich, erschöpft und demoralisiert, am [[Berlin Lehrter Bahnhof|Lehrter Bahnhof]] [[Suizid]] verübt haben. Der [[Reichsjugendführer]] [[Artur Axmann]] gab bei späteren Vernehmungen an, er und sein [[Adjutant]] Günter Weltzin hätten die Leichen von Stumpfegger und Bormann dort gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7./8. Dezember 1972 fand man bei Erdkabelarbeiten der Post zwei Skelette. Bei deren Untersuchung konnten Gerichtsmediziner, Zahnärzte und Anthropologen diese Ludwig Stumpfegger und Martin Bormann zuordnen. An beiden Schädeln wurden zwischen den Zähnen Glassplitter von Blausäureampullen gefunden. Als einer von vier Ärzten aus Hohenlychen hätte Stumpfegger neben Karl Gebhardt, Fischer und Oberheuser im [[Nürnberger Ärzteprozess]] angeklagt werden sollen. Ludwig Stumpfegger hinterließ eine Witwe, Gertrud Stumpfegger (geb. Spengler, 1915–2005). Nach beider Tod wurden sie in einem gemeinsamen Grab auf dem [[Nordfriedhof (München)|Münchner Nordfriedhof]] begraben, wo sich das Grab heute noch befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die freie autoplastische Knochentransplantation in der Wiederherstellungschirurgie der Gliedmaßen. Erfahrungen und Ergebnisse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Zeitschrift für Chirurgie]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 259 (1944), S. 495–746 (Habilitation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Angelika Ebbinghaus]], [[Klaus Dörner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Vernichten und Heilen]]. Der Nürnberger Ärzteprozess und seine Folgen.&amp;#039;&amp;#039; Aufbau, Berlin 2001, ISBN 3-351-02514-9.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Neumann]], [[Henrik Eberle]]: &amp;#039;&amp;#039;War Hitler krank? Ein abschließender Befund.&amp;#039;&amp;#039; Lübbe, Bergisch Gladbach 2009, ISBN 978-3-7857-2386-9.&lt;br /&gt;
* [[Jochen von Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Sekretär. Martin Bormann, der Mann, der Hitler beherrschte.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild, Augsburg 2004, ISBN 3-8289-0558-7.&lt;br /&gt;
* Stephanie Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Stumpfegger – Eine Karriere im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, in: Mathias Schmidt, Dominik Groß, Jens Westemeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ärzte der Nazi-Führer. Karriere und Netzwerke&amp;#039;&amp;#039;, Münster: LIT 2018, ISBN 978-3-643-13689-3, S.&amp;amp;nbsp;81–103.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125703805}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125703805|VIAF=25573253}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stumpfegger, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Adolf Hitler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Faustballspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stumpfegger, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner, Begleitarzt im Stab des Reichskanzlers&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Juli 1910&lt;br /&gt;
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