<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ludwig_Schwamb</id>
	<title>Ludwig Schwamb - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ludwig_Schwamb"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Schwamb&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T20:35:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Schwamb&amp;diff=334095&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrThomas: /* Leben */ link</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Schwamb&amp;diff=334095&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-04T18:18:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenkstein für Staatsrat Schwamb (Ausschnitt).jpg|mini|hochkant|Staatsrat Dr. Ludwig Schwamb]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Schwamb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juli]] [[1890]] in [[Undenheim]]; † [[23. Januar]] [[1945]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war [[Jurist]], [[Sozialdemokratie|sozialdemokratischer]] [[Politiker]] und enger Mitarbeiter von [[Wilhelm Leuschner]]. Schwamb kämpfte als [[Christentum|christlich]] motiviertes Mitglied des „[[Kreisauer Kreis]]es“ gegen die nationalsozialistische Diktatur und war am fehlgeschlagenen Umsturzversuch vom [[Attentat vom 20. Juli 1944|20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Staatsrat Schwamb.JPG|mini|hochkant|Gedenktafel am Geburtshaus Ludwig Schwambs an seinem Geburtshaus in Undenheim]]&lt;br /&gt;
Ludwig Schwamb entstammte einer bäuerlich geprägten [[Rheinhessen|rheinhessischen]] Familie. Nach dem Abitur in [[Mainz]] studierte er in [[Gießen]] [[Rechtswissenschaft]]. Hier wurde er Mitglied der [[Studentenverbindung]] [[Landsmannschaft Darmstadtia Gießen|Landsmannschaft Darmstadtia]]. Einer kurzzeitigen Niederlassung als Rechtsanwalt folgte eine Karriere im Verwaltungsdienst; 1921 wurde er Regierungsassessor beim Finanzamt [[Alzey]] und 1925 Oberregierungsrat in [[Oppenheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 heiratete er seine [[Elisabeth Schwamb]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Gewerkschafter [[Wilhelm Leuschner]] 1928 Innenminister im damaligen &amp;#039;&amp;#039;[[Volksstaat Hessen]]&amp;#039;&amp;#039; geworden war, wechselte Schwamb als dessen persönlicher Referent in die Landeshauptstadt [[Darmstadt]]. Er arbeitete dort eng mit Leuschners Pressereferenten, dem späteren Reichstagsabgeordneten [[Carlo Mierendorff]], zusammen und stieg schnell zum Ministerialrat und 1928 zum Staatsrat am [[Verwaltungsgerichtshof Darmstadt]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 wurde Ludwig Schwamb von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] aus dem Amt entfernt und stand danach unter Polizeiaufsicht. Er versuchte vergeblich, in Mainz eine Anwaltskanzlei aufzubauen, und siedelte nach Berlin über, wo er als [[Syndikus]] der Schuhfabrik [[Conrad Tack|Tack]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Leuschner, Mierendorff und andere führende Sozialdemokraten aus [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]] und [[Konzentrationslager]]n entlassen wurden, entwickelte sich Schwambs Wohnung zu einem konspirativen Treffpunkt von Widerstandskämpfern. Zu ihnen gehörten des Weiteren [[Julius Leber]], der aus dem Raum [[Heidelberg]]/[[Mannheim]] stammende Journalist [[Emil Henk]] (1883–1969), der in [[Frankfurt am Main|Frankfurt]] geborene Mitbegründer des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]] [[Theodor Haubach]] und ab 1940, nach der Entlassung aus dem [[Konzentrationslager Dachau|KZ&amp;amp;nbsp;Dachau]], auch der spätere rheinland-pfälzische Innen- und Sozialminister [[Jakob Steffan]] (1888–1957).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein Staatsrat Schwamb (Gesamtansicht).jpg |hochkant|mini|Gedenkstein Ludwig Schwambs auf dem Alten Friedhof in Undenheim]]&lt;br /&gt;
Wie Leuschner und Mierendorff war Schwamb darüber hinaus später Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Kreisauer Kreises&amp;#039;&amp;#039;, einer überparteilichen Widerstandsgruppe, die sich auf dem niederschlesischen Gut Kreisau von [[Helmuth James Graf von Moltke]] traf. Während Wilhelm Leuschner unter den [[Personen des 20. Juli 1944|Verschwörern des 20.&amp;amp;nbsp;Juli]] als künftiger Vizekanzler, wenn nicht später als Kanzler oder gar als Staatsoberhaupt vorgesehen war, sollte Ludwig Schwamb als politischer Beauftragter im [[Wehrkreis XII (Wiesbaden)|Wehrkreis&amp;amp;nbsp;XII (Wiesbaden)]], das heißt im Gebiet zwischen Kassel und Heidelberg, die oppositionellen Kräfte koordinieren. Er sollte die dortigen primär sozialdemokratisch-gewerkschaftlichen Widerstandsgruppen mobilisieren, nicht zuletzt um einen Generalstreik vorbereiten. Außerdem musste er die Koordinierung des in der Rhein-Main-Region besonders dichten konspirativen Vertrauensleute-Netzes mit dem militärischen Flügel des Widerstands gewährleisten, damit im Raum Hessen/Rheinland-Pfalz eine demokratische und soziale Ordnung hätte vorbereitet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Schwamb wurde drei Tage nach dem gescheiterten Attentat vom 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 in Frankfurt am Main festgenommen. Nach Monaten der Haft im [[Zellengefängnis Lehrter Straße]] wurde er vom [[Volksgerichtshof]] unter Hitlers „[[Richter, der Todesurteile zu fällen liebt|Blutrichter]]“ [[Roland Freisler]] am 13.&amp;amp;nbsp;Januar 1945 [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und zusammen mit neun weiteren Beteiligten am 23.&amp;amp;nbsp;Januar 1945 in [[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]] [[Hängen|gehängt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31.&amp;amp;nbsp;Januar 1945 wurde Schwambs Ehefrau Elisabeth –&amp;amp;nbsp;formlos und ohne Anrede&amp;amp;nbsp;– das Todesurteil und dessen Vollstreckung mit der Passage mitgeteilt: „Die Veröffentlichung einer Todesnachricht ist nicht gestattet“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Hinrichtungsstätte Plötzensee wurde die Schwambzeile nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr|art=a|bez=07|id=S557|zlb98=1805|kaupert=Schwambzeile-13627-Berlin|name=Schwambzeile}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Gedenkstätten, Straßen, Plätze und Schulen erinnern heute an Ludwig Schwambs Leben und Wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Emil Henk]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Tragödie des 20. Juli 1944&lt;br /&gt;
   |Ort=Heidelberg&lt;br /&gt;
   |Jahr=1945&lt;br /&gt;
   |Kommentar=2. erw. Auflage 1946}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Schwamb&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Franz Osterroth]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon des Sozialismus]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Verstorbene Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH, Hannover 1960, S. 283.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Gewissen steht auf. Lebensbilder aus dem deutschen Widerstand 1933–1945&lt;br /&gt;
   |Herausgeber=[[Annedore Leber]] u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
   |Ort=Mainz &lt;br /&gt;
   |Jahr=1984}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Spiegelbild einer Verschwörung. Die Opposition gegen Hitler und der Staatsstreich vom 20. Juli 1944 in der SD-Berichterstattung. Geheime Dokumente aus dem ehemaligen Reichssicherheitshauptamt&lt;br /&gt;
   |Herausgeber=[[Hans-Adolf Jacobsen]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart &lt;br /&gt;
   |Jahr=1984&lt;br /&gt;
   |Kommentar=2 Bände}}&lt;br /&gt;
* Christina Stein: Ludwig Schwamb – ein rheinhessischer Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Diktatur, in: Mainzer Geschichtsblätter, Heft 15: Lebensläufe in Zeiten der Diktatur 1933-1945, Mainz 2014 (Veröffentlichungen des Vereins für Sozialgeschichte Mainz), S. 209–231.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Axel Ulrich&lt;br /&gt;
   |Titel=Politischer Widerstand gegen das „Dritte Reich“ im Rhein-Main-Gebiet&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Jahr=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=9783980951326}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Axel Ulrich&lt;br /&gt;
   |Titel=Ludwig Schwamb, Jakob Steffan und andere südwestdeutsche Mitstreiter Wilhelm Leuschners im antinazistischen Widerstand&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Niersteiner Geschichtsblätter&lt;br /&gt;
   |Band=12&lt;br /&gt;
   |Jahr=2006&lt;br /&gt;
   |Seiten=21–50}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|ludwig-schwamb}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|DB=HB|ID=1966|titel=Schwamb, Ludwig|ref=nein}}, Stand: 23. Januar 2017&lt;br /&gt;
* Peter Engels: [https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/sch/schwamb-ludwig.html &amp;#039;&amp;#039;Schwamb, Ludwig.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Darmstadt]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Anton Maria Keim]]: {{Webarchiv | url=http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=1760255 | wayback=20050316001150 | text=&amp;#039;&amp;#039; Kampf gegen Hitler kostete ihn das Leben&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Main-Rheiner&amp;#039;&amp;#039;, 22. Januar 2005 (zu Schwambs Rolle im rheinhessischen Widerstand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030067759|VIAF=295251912}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwamb, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreisauer Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Verwaltungsgerichtshof Darmstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rheinhessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Undenheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schwamb, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sozialdemokratischer Jurist und Politiker, Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Diktatur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juli 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Undenheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrThomas</name></author>
	</entry>
</feed>