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	<title>Ludwig Runte - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Runte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Februar]] [[1896]] in [[Niedermarsberg]]; † [[18. November]] [[1958]] in [[Rheydt]]) war ein deutscher Politiker der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er zunächst Landrat im [[Kreis Meschede]], danach [[Regierungsbezirk Arnsberg|Regierungspräsident in Arnsberg]] und zuletzt war er hochrangiger Beamter im [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Runte studierte [[Rechtswissenschaften]] und [[Philosophie]] und legte eine Promotion zum [[Dr.&amp;amp;nbsp;phil.]] ab. Im Jahr 1922 trat er zunächst als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter und Regierungsrat in das preußische Finanzministerium ein. Bereits ein Jahr später wurde er Generaldirektor und Leiter der [[Westphalen (Adelsgeschlecht)|gräflich Westphalen’schen]] Gutsverwaltung in [[Meschede]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch gehörte Runte zunächst dem [[Jungdeutscher Orden|Jungdeutschen Orden]] an. Runte wurde 1930 von der Amtsversammlung des [[Amt Meschede|Amtes Meschede]], der zu diesem Zeitpunkt kein Nationalsozialist angehörte, zum Beigeordneten gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ottilie Knepper-Babilon, Hannelie Kaiser-Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Sauerland&amp;#039;&amp;#039;. Brilon 2003, S. 21 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. Februar 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 913.257)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv, R 9361-IX KARTEI/36080841.&amp;lt;/ref&amp;gt; und war seit diesem Jahr [[Kreisleiter]] für den Kreis Meschede. Er schloss sich auch der [[Sturmabteilung|SA]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft forderte die örtliche NSDAP unter anderem mit einer Kundgebung vor dem Mescheder Rathaus die Ablösung des Landrates [[Otto Werra]], der der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] angehörte. Der neue Regierungspräsident [[Max von Stockhausen]] gab diesem Druck der Partei nach und ernannte Runte zunächst vertretungsweise zum Landrat. Die Amtseinführung demonstrierte die neu gewonnene Macht der Nationalsozialisten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=med&amp;amp;ID=987 Bild von der Amtseinführung.] lwl.org&amp;lt;/ref&amp;gt; Die definitive Ernennung wurde allerdings nicht mehr vollzogen, denn Runte wechselte im Oktober 1933 als [[Ministerialdirektor]] ins preußische [[Landwirtschaftsministerium]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zellhuber76&amp;quot;&amp;gt;Andreas Zellhuber: &amp;#039;&amp;#039;„Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu&amp;amp;nbsp;…“. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;. Vögel, München 2006, S. 76 (Quelle: Aktengruppe BA, R 43 II/1159b).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichwohl fällt in seine kurze Amtszeit der Beginn der politischen Verfolgungen im Kreis Meschede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Entlassung Stockhausens 1935 kehrte Runte zurück und wurde zum [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] von Arnsberg ernannt. Diese Position behielt er bis 1941 bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zellhuber76&amp;quot; /&amp;gt; In der SA stieg er bis 1939 bis zum [[SS-Oberführer|Oberführer]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1941 wurde Runte in einem Rang als Ministerialdirektor ins [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete]] (RMfdbO) berufen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zellhuber76&amp;quot; /&amp;gt; das insbesondere für die „Zivilverwaltung“ des [[Reichskommissariat Ostland|Reichskommissariats Ostland]] und des [[Reichskommissariat Ukraine|Reichskommissariats Ukraine]] zuständig war. Im RMfdbO war er Leiter der „Hauptabteilung II, Verwaltung“, die aus neun Abteilungen mit über 40 Arbeitsgruppen bestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piper536&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Piper]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Rosenberg&amp;#039;&amp;#039;. Hitlers Chefideologe, München 2005, S. 536, ISBN 3-89667-148-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtigste Aufgabe dieser Abteilung war die verwaltungsjuristische Umsetzung der von [[Georg Leibbrandt]] und dessen Hauptabteilung Politik gesetzten politischen Vorgaben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piper536&amp;quot; /&amp;gt; Da sein Vorgesetzter, [[Alfred Meyer (Gauleiter)|Alfred Meyer]], offenbar überfordert war, spielte Runte eine weitaus größere Rolle, als ihm eigentlich zustand. So war er auch dafür zuständig, das Ostland für die Kriegsernährungswirtschaft auszuplündern. Laut [[Albert Speer]] war Runte einer der wichtigsten Mitarbeiter von [[Alfred Rosenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albert Speer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Sklavenstaat&amp;#039;&amp;#039;. Meine Auseinandersetzungen mit der SS. München 1982, S. 437; [https://books.google.de/books?lr=&amp;amp;id=jv8eAAAAMAAJ&amp;amp;dq=runte+ostgebiete&amp;amp;q=runte+&amp;amp;pgis=1#search Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Runte wurde im August 1944, wenige Monate vor Kriegsende, in den [[Wartestand]] versetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zellhuber76&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1949 war er in der Privatwirtschaft beschäftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ludwig Runte |Sammelwerk=Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien |Datum=2018-06-08 |Online=https://ns-reichsministerien.de/2018/06/08/ludwig-runte/ |Abruf=2018-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arne Hennemann: Dimensionen der Verstrickung. Die Bezirksregierung Arnsberg 1933-1945. Eine historische Untersuchung zum Behördenhandeln der Südwestfälischen Mittelbehörde unter den Bedingungen des NS-Staates, Arnsberg 2016.&lt;br /&gt;
* Erika Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Landräte und die Machtergreifung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Hakenkreuz im Sauerland&amp;#039;&amp;#039;. Redaktion: Alfred Bruns und Michael Senger. Hrsg. vom Schieferbergbau-Heimatmuseum Schmallenberg-Holthausen 1988, ISBN 3-922659-48-9.&lt;br /&gt;
* Jürgen Schulte-Hobein: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Demokratie und Diktatur – der Aufstieg des Nationalsozialismus in den Kreisverwaltungen des Hochsauerlandkreises&amp;#039;&amp;#039;. In: Sauerland-Museum des Hochsauerlandkreises (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wachsen, Wirken&amp;#039;&amp;#039;. Kreisverwaltungen im Hochsauerlandkreis von 1817 bis 2007. Meschede 2007. S. 182 f., ISBN 978-3-930264-65-0.&lt;br /&gt;
* Andreas Zellhuber: &amp;#039;&amp;#039;„Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu&amp;amp;nbsp;…“ Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;. Vögel, München 2006, ISBN 3-89650-213-1 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg. Historisch-sozialwissenschaftliche Reihe&amp;#039;&amp;#039;, Band 71; zugleich: Dissertation, Augsburg, Universität, 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%2012-2.pdf Acta Borussica, Band 12/II.] (PDF; 2,1 MB) preussenprotokolle.bbaw.de&lt;br /&gt;
* [https://ns-reichsministerien.de/2018/06/08/ludwig-runte/ Kurzbiografie.] ns-reichsministerien.de, Projekt „Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Max von Stockhausen]]|NACHFOLGER=[[Lotar Eickhoff]]|AMT=[[Regierungsbezirk Arnsberg#Regierungspräsidenten|Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg]]|ZEIT=1935–1941}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142511110|VIAF=133298287}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Runte, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungspräsident (Arnsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Kreis Meschede)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Jungdeutschen Orden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Estlands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Litauens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Runte, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=nationalsozialistischer Beamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Februar 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Niedermarsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. November 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rheydt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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