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	<title>Ludwig Mendelssohn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T00:39:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Mendelssohn&amp;diff=2099501&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BergwachtBern: Kaiserliche Universität Dorpat</title>
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		<updated>2024-07-20T04:04:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kaiserliche_Universit%C3%A4t_Dorpat&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kaiserliche Universität Dorpat (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kaiserliche Universität Dorpat&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ludwig Mendelssohn.jpg|mini|hochkant=1.2|Ludwig Mendelssohn, ca. 1890&amp;lt;br /&amp;gt;Quelle: [[Monacensia]], Literaturarchiv und Bibliothek München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig &amp;#039;&amp;#039;August Johann Peter Salomonovich&amp;#039;&amp;#039; Mendelssohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Ludwig von Mendelssohn&amp;#039;&amp;#039;; * [[6. Juni]] [[1852]] in [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]]; † {{JULGREGDATUM|16|9|1896|Link=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag im [http://www.ra.ee/dgs/explorer.php Beerdigungsregister der Universitätsgemeinde zu Dorpat] (estnisch: Tartu ülikooli kogudus)&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Tartu|Dorpat]]) war ein deutscher [[Klassische Philologie|Klassischer Philologe]], der seit 1876 an der [[Universität Tartu|Universität Dorpat]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ludwig Mendelssohn stammt aus der Familie [[Mendelssohn aus Jever]] ab und war das sechste Kind des Turnlehrers [[Salomon Mendelssohn]] (1813–1892) und der Johanna, geb. Philipsohn und wurde evangelisch getauft; sein Vater blieb zeitlebens jüdischen Glaubens. Nach der Reifeprüfung am Oldenburger Gymnasium studierte Ludwig Mendelssohn ab 1870 Klassische Philologie an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]], wo er noch im ersten Jahr die Preisaufgabe der Universität löste (&amp;#039;&amp;#039;de Eratosthenis chronographi fontibus et auctoritate&amp;#039;&amp;#039;). Unter den akademischen Lehrern beeinflussten ihn besonders [[Hermann Sauppe]] und [[Kurt Wachsmuth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1871 wechselte Mendelssohn an die [[Universität Leipzig]] und schloss sich an den Textkritiker und Latinisten [[Friedrich Ritschl]] an, der ihn in seine &amp;#039;&amp;#039;societas philologa&amp;#039;&amp;#039; und in das Philologische Seminar aufnahm. Unter Ritschl kam Mendelssohn auch zu ersten Veröffentlichungen. Aus einer Preisaufgabe Ritschls entstand Mendelssohns Doktorarbeit, mit der er 1873 [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Die [[Habilitation]] folgte im Sommer 1874.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wanderjahre ===&lt;br /&gt;
Mendelssohns erste Arbeiten betrafen die antike Chronologie, zu der er zahlreiche Verbesserungen vorschlug. Seine Forschung wurde von vielen Fachleuten rezensiert und löste eine Auseinandersetzung mit den Historikern [[Theodor Mommsen]], [[Benedikt Niese]] und [[Alfred von Gutschmid]] aus. Mendelssohn griff in diese Debatte kaum ein, da er sich seit Herbst 1874 auf einer Forschungsreise in Italien befand, die vom sächsischen König finanziell unterstützt wurde. Er untersuchte Handschriften in den Bibliotheken von Mailand, Florenz, Venedig und Rom und sammelte Material für seine späteren Editionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrtätigkeit in Leipzig und Dorpat ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr aus Italien begann Mendelssohn im Wintersemester 1875/1876 seine Lehrtätigkeit als Privatdozent an der Universität Leipzig. Aber bereits im Sommer 1876 erhielt er einen Ruf an die [[Kaiserliche Universität Dorpat]] zum außerordentlichen Professor, dem er zum 20. August folgte. Zu dieser Zeit war die Universität Dorpat eine deutschsprachige Universität, deren Studentenzahl stetig stieg. Mendelssohn ließ seine Forschungsarbeit vorerst ruhen, um sich ganz der Lehre und Verwaltung zu widmen. Sein Kollege war [[Wilhelm Hoerschelmann]], der mit ihm gemeinsam in Göttingen studiert hatte. Im Februar 1878 wurde Mendelssohn zum ordentlichen Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heirat und Kinder ===&lt;br /&gt;
Mendelssohn heiratete am 30. April 1877 die baltische Adelige Alexandrine von Cramer (1849–1922) und hatte mit ihr vier Kinder: Walter von Mendelssohn (1883–1955), späterer Oberstudienrat in Straussberg, den späteren Kunsthandwerker [[Georg Mendelssohn]] (1886–1955), den Schriftsteller [[Erich von Mendelssohn]] (1887–1913) und die die spätere Graphologin und Schriftstellerin [[Ania Teillard]] (geboren als Anja von Mendelssohn, später Ania Adamkiewicz-Mendelssohn, dann Ania Teillard, 1889–1978).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Editionstätigkeit: Appian, Herodian und Zosimos ===&lt;br /&gt;
In den Jahren nach der Ernennung erschienen die ersten Früchte von Mendelssohns italienischer Reise: Seine zweibändige kritische Ausgabe des Historikers [[Appian]] (Leipzig 1879–1881) stellte den Text erstmals auf eine verlässliche Grundlage, da Mendelssohn seit [[Johann Schweighäuser]] (1742–1830) der Erste war, der Handschriften des Autors eingesehen hatte. Mendelssohns Ausgabe wurde von der Fachwelt mit Wohlwollen aufgenommen, da sie zwar in Einzelheiten verbesserungswürdig war, aber insgesamt den Text zuverlässig wiedergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mendelssohns nächste Arbeiten waren Ausgaben der griechischen Historiker [[Herodian]] (Leipzig 1883) und [[Zosimos]] (Leipzig 1887), mit denen er die Ausgaben [[Immanuel Bekker]]s ersetzte und erstmals einen Text vorlegte, der auf breitem Handschriftenstudium basierte. Für diese Ausgaben verwendete Mendelssohn das Material seiner ersten italienischen Reise und das seiner zweiten (1884), auf der er Venedig, Mailand und Florenz besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhebung in den Adelsstand ===&lt;br /&gt;
Für seine wissenschaftlichen Verdienste wurde Mendelssohn vom russischen Zaren [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] mit dem [[Russischer Orden der Heiligen Anna|St. Annenorden]] erster Klasse sowie dem Titel [[Wirklicher Staatsrat (Russland)|Wirklicher Staatsrat]] geehrt, mit dem er in den erblichen Adelsstand erhoben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hilde Spiel: Welche Welt ist meine Welt? Erinnerungen 1946–1989, S. 21, ISBN 978-3-471-78633-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Enkel [[Peter de Mendelssohn|Peter]] wandelte das „von“ beim Erwerb der britischen Staatsbürgerschaft 1939 in ein „de“ um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marginalisierung an der Universität Dorpat ===&lt;br /&gt;
Mit der 1886 einsetzenden Russifizierung der Universität Dorpat auf Initiative des Kuratos [[Michail Nikolajewitsch Kapustin]] wurde die Situation für die deutschsprachigen Professoren und Studenten zunehmend schwierig. 1892 ordnete Kapustin an, dass nach Ablauf von drei Jahren alle Professoren auf Russisch vorzutragen hätten. Die Hörerzahlen bei den deutschen Professoren sanken dramatisch. Dies führte bei dem zurückgezogen lebenden Mendelssohn zu einer schweren Depression, die sich verstärkte, als sein Freund und Kollege Hoerschelmann 1895 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Forschungsarbeit setzte Mendelssohn unermüdlich fort. 1893 erschien seine Ausgabe der Briefe [[Marcus Tullius Cicero|Ciceros]], die auf Handschriftenstudien in Italien, England und Frankreich beruhte. Seine letzte große Arbeit waren eine Ausgabe des [[Aristeasbrief]]es, die er selbst nicht mehr fertigstellen konnte. Am 16. September 1896 verließ er abends das Haus und blieb tagelang verschwunden, bis man seine Leiche im [[Emajõgi|Embach]] fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Mendelssohns Textausgaben bedeuteten entscheidende Fortschritte für die Altertumswissenschaft. Bis auf den Aristeasbrief, den sein Dorpater Kollege [[Michail Nikititsch Krascheninnikow]] und der damalige Berliner Gymnasiallehrer [[Paul Wendland]] postum herausgaben, wurden alle Ausgaben noch im 20. Jahrhundert nachgedruckt und stellen die Grundlage für die Textkonstitution der jeweiligen Autoren dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Georg Goetz]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Ludwig Mendelssohn&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Biographisches Jahrbuch für Alterthumskunde&lt;br /&gt;
   |Band=21. Jahrgang&lt;br /&gt;
   |Datum=1898&lt;br /&gt;
   |Seiten=49–60}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ludwig von Mendelssohn|Ludwig Mendelssohn}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Ludwig Mendelssohn}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116877278}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|mendelssohn_l|S|1875|W|1876}}&lt;br /&gt;
* [https://amburger.ios-regensburg.de/index.php?id=90517 Eintrag in der Erik-Amburger-Datenbank] beim &amp;#039;&amp;#039;[[Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klassische Philologie in Dorpat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116877278|LCCN=n82154685|VIAF=9955265}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mendelssohn, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Kaiserliche Universität Dorpat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Mendelssohn aus Jever|Ludwig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1852]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirklicher Staatsrat (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mendelssohn, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mendelssohn, Ludwig August Johann Peter Salomonovich; Mendelssohn, Ludwig von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juni 1852&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oldenburg (Oldenburg)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. September 1896&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tartu|Dorpat]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BergwachtBern</name></author>
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