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	<title>Ludwig Marum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:43:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Marum&amp;diff=87232&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-33774-86: Korrektur eines Tippfehlers</title>
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		<updated>2025-11-15T13:45:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur eines Tippfehlers&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MarumLudwig.jpg|mini|hochkant|Ludwig Marum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[5. November]] [[1882]] in [[Frankenthal (Pfalz)|Frankenthal]], [[Pfalz (Region)|Pfalz]]; gestorben am [[29. März]] [[1934]] im [[KZ Kislau]] bei [[Bruchsal]]) war ein deutscher [[Rechtsanwalt]] und Politiker der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]. Von 1928 bis 1933 war er Reichstagsabgeordneter.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/118731459/Marum+Ludwig Ludwig Marum – Detailseite] auf leo.bw, abgerufen am 2. Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Marum war [[Geschichte der Juden in Deutschland|jüdischer]] Herkunft, Verteidiger der Weimarer Demokratie und Gegner des Nationalsozialismus. Er wurde 1933 inhaftiert und im KZ Kislau von [[Sturmabteilung|SA]]- und [[Schutzstaffel|SS-Leuten]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Marum entstammte einer ursprünglich [[Sephardim|sephardischen]], also spanisch-jüdischen Familie, die nach der [[Alhambra-Edikt|Vertreibung der Juden aus Spanien]] über die [[Niederlande]] in den südwestdeutschen Raum eingewandert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Kaufmann Carl Marum (geboren am 17. Juli 1850 in Frankenthal; gestorben am 18. Mai 1889 ebenda) und Helene geb. Mayer (geboren am 12. Januar 1858 in [[Leutershausen an der Bergstraße|Leutershausen]], gestorben 1924 in Bruchsal). Carl Marum hatte als Korporal des 8.&amp;amp;nbsp;Infanterieregiments am [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/71 teilgenommen und war schwer verwundet worden. Nach Carl Marums Tod war die Witwe Helene 1889 mit den beiden Kindern von Frankenthal nach Bruchsal gezogen. Ludwig Marum hatte noch eine jüngere Schwester Anna (geboren am 19. November 1885 in Frankenthal). Verheiratet mit Salomon Pfeffer, wohnte sie in Düsseldorf und flüchtete bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten nach [[Amsterdam]]. In den Niederlanden wurde sie nach der [[Niederlande#20. Jahrhundert|deutschen Invasion 1940]] verhaftet und kam über die KZ Westerbork, Bergen-Belsen und Theresienstadt nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]], wo sie am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944 ermordet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;theobald&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Theobald |Titel=Jüdische Mitbürger in Frankenthal mit Eppstein und Flomersheim von 1800 bis 1940 |Ort=Frankenthal |Datum=2014-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marum hatte am 8. März 1910 in [[Albersweiler]] Johanna Benedick (geboren am 3. Mai 1886 in Albersweiler; gestorben am 13. November 1964 in Berlin) geheiratet. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor:&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Marum-Lunau|Elisabeth]], geboren am 1. September 1910 in Karlsruhe, verstorben am 5. Juni 1998 in New York&lt;br /&gt;
* Hans Karl, geboren am 28. April 1913 in Karlsruhe. Hans war politisch bei den Kommunisten engagiert und ging schon 1933 nach Paris ins Exil.&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum – Gegner des Nationalsozialismus. Das Verfolgungsschicksal eines Sozialdemokraten jüdischer Herkunft&amp;#039;&amp;#039;. Info Verlag, Karlsruhe 2013, ISBN 978-3-88190-724-8, S.&amp;amp;nbsp;149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verstarb am 13. April 1979 in Berlin und wurde im &amp;#039;&amp;#039;VdN-Ehrenhain&amp;#039;&amp;#039; des [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
* Eva Brigitte, geboren am 17. Juli 1919 in Karlsruhe, ermordet am 30. März 1943 im [[Vernichtungslager Sobibor|KZ Sobibor]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;theobald&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna Marum verließ Deutschland mit ihrer Tochter Brigitte innerhalb eines Monats nach dem Tode ihres Mannes. Sie folgten Hans Marum nach Paris. Elisabeth blieb vorerst in Berlin, um ihre Berufsausbildung als Masseurin und Heilpraktikerin zu machen. Sie versuchte auch, die Auszahlung der Lebensversicherung von Ludwig Marum zu erreichen. Dazu verhandelte sie direkt mit der Gestapo. Die Nazis hatten die Auszahlung gesperrt, weil sie von der Familie Marum die Haftkosten Ludwig Marums ersetzt bekommen wollten. Elisabeth musste auf die Bedingungen eingehen. Nach Beendigung einer Ausbildung als Krankengymnastin reiste sie 1936 nach Paris aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marums sahen sich als aktive Hitlergegner, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchten, den Nationalsozialismus zu bekämpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum – Gegner...&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 2013, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie lebten in Paris in größter Armut, unter anderem deswegen, weil sie beim Verlassen Deutschlands von den Behörden noch ausgeplündert worden waren. Ein weiterer Grund war, dass es für die große Anzahl deutscher Flüchtlinge in Frankreich keine Möglichkeit des Broterwerbs gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna und ihrer Tochter Elisabeth gelang es 1941, aus Frankreich, das die Deutschen im Juni 1940 besetzt hatten, in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] zu fliehen. Hans gelang es, noch 1942 mit seiner Frau Sophie illegal das Land zu verlassen und nach Mexiko zu emigrieren. Brigitte blieb in Frankreich, da sie ein Kind geboren hatte und ihre Gefährdungslage als jüdische Emigrantin in Frankreich auch unter deutscher Besatzung als gering einstufte. Doch sie wurde Anfang 1943 bei einer Razzia in Marseille gefangen genommen und kam über verschiedene Stationen in das [[Sammellager Drancy]] bei Paris. Von dort wurde sie am 25.&amp;amp;nbsp;März in das Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie bei ihrer Ankunft ins Gas getrieben wurde. Ihr kleiner Sohn, den sie in ein Kinderheim in Limoges gegeben hatte, überlebte dort unter falschem Namen und lebte später in Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum – Gegner...&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 2013, S.&amp;amp;nbsp;160 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf und Politik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wand im Karzer.jpg|mini|An der Universität Heidelberger wurde Ludwig Marum zu mehrtägiger Karzerhaft verurteilt und er hat sich im dortigen Studentenkarzer verewigt (über der Tür links)]]&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des [[Schönborn-Gymnasium Bruchsal|Schönborn-Gymnasiums]] in Bruchsal studierte Marum [[Rechtswissenschaft]]en in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]], wo er der [[Mensur (Studentenverbindung)|schlagenden]] [[Jüdische Studentenverbindung|jüdischen Studentenverbindung]] &amp;#039;&amp;#039;Badenia&amp;#039;&amp;#039; (später als [[Bavaria Heidelberg]] neugegründet) im [[Kartell-Convent]] der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens beitrat.&amp;lt;ref&amp;gt;Anette Hettinger: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum und die jüdische Studentenverbindung Badenia&amp;#039;&amp;#039;. In: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt. 2020, S. 203–214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in jungen Jahren wurde er Mitglied der SPD und engagierte sich nach seiner Niederlassung als Rechtsanwalt (1908) in [[Karlsruhe]] auch für sozial Unterprivilegierte. 1910 wurde er Vorsitzender des [[Badischer Arbeitersängerbund|Badischen Arbeitersängerbundes]] und war von 1911 bis 1921 als [[Gemeinderat (Deutschland)#Stadtverordneter|Stadtverordneter]] im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe tätig. 1914 rückte er für den kurz nach Kriegsbeginn gefallenen [[Ludwig Frank (Politiker, 1874)|Ludwig Frank]] als Abgeordneter der SPD in den [[Baden (Land)|Badischen Landtag]] nach, wo er alsbald als Vorsitzender der Justizkommission hervortrat. Von 1915 bis 1918 diente er als [[Landsturm]]mann, wofür ihm 1917 das [[Kriegsverdienstkreuz (Baden)|Kriegsverdienstkreuz]] verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Novemberrevolution]] 1918 wurde Marum als Justizminister in die provisorische Landesregierung berufen. Nach der Wahl zur Badischen Verfassunggebenden Nationalversammlung am 5. Januar 1919 war er als Mitglied der Verfassungskommission an der Ausarbeitung der Landesverfassung beteiligt. Diese wurde als damals einzige deutsche Verfassung bei einer am 13.&amp;amp;nbsp;April 1920 durchgeführten [[Volksentscheid|Volksabstimmung]] angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1928 war Marum Vorsitzender der SPD-Fraktion im [[Landtag der Republik Baden]]. Er engagierte sich dabei insbesondere im Bereich der Rechtspolitik, plädierte beispielsweise für die Abschaffung der [[Todesstrafe]], für die Rechte der nichtehelichen Kinder sowie gegen die Diskriminierung der unverheirateten Mütter und sprach sich für gleichen Lohn für Mann und Frau aus. Bereits 1910 war Marum aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten und hatte sich 1912 der Freireligiösen Gemeinde Karlsruhe angeschlossen, in deren Vorstand er gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Endphase der [[Weimarer Republik]] bezog er gegen die aufsteigende nationalsozialistische Bewegung eindeutig Stellung. Als Rechtsanwalt war er vielfach mit Nationalsozialisten in gerichtliche Auseinandersetzungen verstrickt und ihnen deswegen besonders verhasst. Sie bezeichneten ihn als den „badischen [[Walther Rathenau|Rathenau]]“ und versuchten, ihm das Klischee des geldgierigen Juden anzuhängen, indem sie ihn zu Unrecht der Bereicherung beim Verkauf einer Fabrik an die Firma [[Reemtsma Cigarettenfabriken|Reemtsma]] und der Beihilfe zur [[Steuerhinterziehung (Deutschland)|Steuerhinterziehung]] verdächtigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatsrat Ludwig Marum erhielt 1926 die [[Ehrendoktor]]würde der Medizinischen Fakultät (Dr. med. h. c.) der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]. Der Rektor [[Wolfgang Jäger (Politikwissenschaftler)|Wolfgang Jäger]] erklärte hierzu am 27. September 2007 auf Initiative des Forums Ludwig Marum e. V.: „Im Falle des ehemaligen Staatsrates Ludwig Marum möchte die Universität den SPD-Politiker nach wie vor als Ehrendoktor der Freiburger Universität ehren. Die Albert-Ludwigs-Universität erklärt öffentlich, dass sie die Entziehung der Ehrendoktorwürde als nicht vollzogen und Bestrebungen zur Entziehung als gegenstandslos erklärt.“ Hintergrund war die Entziehung der Ehrendoktorwürde am 21. Januar 1938 durch Rektor [[Otto Mangold]] während der „Selbstentwürdigung der Universität durch den Nationalsozialismus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiben des Rektors der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg vom 27. September 2007 an das Forum Ludwig Marum und gleichlautend an die Nachfahren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung ===&lt;br /&gt;
In der [[Reichstagswahl 1928]] war Marum als Abgeordneter für Karlsruhe gewählt worden. Auch bei der [[Reichstagswahl März 1933|Reichstagswahl vom 5. März 1933]] kurz nach der „[[Machtergreifung]]“ wurde Marum, diesmal über die Landesliste, in den Reichstag gewählt. Die Nationalsozialisten hatten in Baden große Stimmengewinne erzielt und fingen direkt nach dem Ablauf der Reichstagswahl an, die Macht in Baden zu übernehmen und das Land [[Gleichschaltung|gleichzuschalten]], obwohl der badische Landtag und seine Regierung noch existierten. Am 8. März wurde NSDAP-Gauleiter [[Robert Wagner (Gauleiter)|Robert Wagner]] zum [[Reichsstatthalter]] von Baden ernannt, um die staatliche Exekutive zu übernehmen. Die legale Landesregierung unter dem Zentrumspolitiker [[Josef Schmitt (Politiker, 1874)|Josef Schmitt]] protestierte vergeblich. Am 10. März wurde die SA zur Hilfspolizei ernannt und tags darauf die Regierung Schmitt abgesetzt. Gleichzeitig wurden die Führer der Arbeiterbewegung verhaftet. Unter Bruch seiner [[Politische Immunität|parlamentarischen Immunität]] gehörte Marum noch am 10. März zu den ersten Verhafteten;&amp;lt;ref&amp;gt;Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum – Gegner...&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 2013, S. 50 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; er sollte auf unbestimmte Zeit in sogenannte [[Schutzhaft]] kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Mai 1933, dem Tag der Eröffnung des Nazi-beherrschten Landtags, wurden Marum, der bei den Nationalsozialisten als Jude und prominenter Sozialdemokrat besonders verhasst war, der frühere badische Staatspräsident [[Adam Remmele]] und fünf weitere führende badische Sozialdemokraten in einer groß inszenierten Schaufahrt auf die offene Ladefläche eines Polizei-LKW verfrachtet. Eine große Menge empfing die demokratischen Politiker. Sie wurden in einem entwürdigenden Zug unter Begleitung von SA- und SS-Männern vorbei an tausenden Karlsruher Bürgern durch die Stadt gefahren und anschließend in das neu errichtete [[KZ Kislau]] bei Bruchsal verbracht. Nur Vereinzelte protestierten mit dem Ruf „Rotfront“ und riskierten, dafür sofort verhaftet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit trat der Badische Landtag zu seiner Eröffnungssitzung zusammen. Vorher war er um die Abgeordneten der bereits verbotenen [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] „bereinigt“ und entsprechend dem [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]] neu zusammengesetzt worden, um eine [[Gleichschaltung]] zu bewirken. Der wirkliche Machthaber in Baden war jedoch mittlerweile Robert Wagner, dem Marum sich in den Jahren zuvor geistig und rhetorisch überlegen gezeigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermordung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Kislau.jpg|mini|Ehemaliges KZ Kislau bei Bad Schönborn, heute JVA]]&lt;br /&gt;
Das KZ Kislau wurde von den Nazis zur Irreführung über die wahren Verhältnisse in den vielen anderen Lagern als Vorzeigelager organisiert. Journalisten wurden herumgeführt, Marum musste ein zensiertes Interview geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er rechtswidrig verhaftet worden war, hatte Marum wie viele Juden seiner Zeit eine Auswanderung abgelehnt. Die ihm gebotene Fluchtmöglichkeit – er hatte zu Anfang seiner Haft wegen einer familiären Angelegenheit für zwei Tage Freigang erhalten – nahm er nicht wahr. Er habe sein Ehrenwort gegeben, wieder in die Haft zurückzukehren. Marum glaubte, sich gegenüber den neuen Machthabern auf den Rechtsstandpunkt stellen zu können. In dem erwähnten Interview formulierte er, er sei sicher, dass man ihm nicht die Nase und die Ohren abschneiden werde; vielmehr sei den Machthabern daran gelegen, seine wirtschaftliche Existenz zu ruinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marum schrieb ein anderes Mal über die jüdischen Mitbürger, es sei die Tragik ihres Schicksals, dass sie nicht zum &amp;#039;&amp;#039;Judentum&amp;#039;&amp;#039; wollten, dass die Deutschen aber &amp;#039;&amp;#039;sie&amp;#039;&amp;#039; nicht wollten, so dass sie heimatlos zwischen den Rassen stünden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brief_1933-07-29&amp;quot;&amp;gt;Marum, Brief vom 29. Juli 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutschland sei ihm Heimat, und er klammere sich daran.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brief_1933-09-26&amp;quot;&amp;gt;Marum, Brief vom 26. September 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutlich wird hieran, dass Marum, der sich früh von der religiösen Bindung an das Judentum gelöst hatte, sich stets zu seiner jüdischen Herkunft bekannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die zusammen mit ihm festgenommenen SPD-Politiker bereits wieder freigekommen waren, war Marum auf Veranlassung von Reichsstatthalter Robert Wagner weiterhin festgehalten worden. Am 29.&amp;amp;nbsp;März 1934 wurde Marum in Wagners Auftrag erdrosselt. Die drei Täter waren der stellvertretende Lagerkommandant &amp;#039;&amp;#039;Karl Sauer&amp;#039;&amp;#039;, ein ehemaliger kaufmännischer Angestellter, der nunmehr der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] angehörte, der [[Schutzstaffel|SS]]-Oberscharführer &amp;#039;&amp;#039;Eugen Müller&amp;#039;&amp;#039;, Duzfreund Wagners, sowie der Kraftfahrer &amp;#039;&amp;#039;Paul Heupel&amp;#039;&amp;#039;, der als langjährig Arbeitsloser Ende 1932 in die [[Sturmabteilung|SA]] eingetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von den Behörden verbreitete Version, Marum habe [[Suizid]] begangen, fand in der Bevölkerung keinen Glauben. Die Beisetzung der Urne mit der Asche Marums am 3.&amp;amp;nbsp;April 1934 auf dem [[Hauptfriedhof Karlsruhe]] gestaltete sich trotz der Allgegenwart der Gestapo zu einer [[Demonstration]], an der über 3000 Personen teilnahmen. Die Ermordung Marums fand in der freien Presse, die nur in den Ländern existierte, in die die Anhänger der Demokratie aus Deutschland geflüchtet waren, große Beachtung. So vermeldete [[Das Tage-Buch#Das Neue Tage-Buch|&amp;#039;&amp;#039;Das Neue Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;]] in Paris am 6. April 1934, dass Marum vermutlich im Konzentrationslager ermordet wurde, was im [[Völkischer Beobachter|&amp;#039;&amp;#039;Völkischen Beobachter&amp;#039;&amp;#039;]] als Selbsttötung deklariert worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Neue Tagebuch&amp;#039;&amp;#039; Nr. 14. 2. Jg., Paris  1934, S. 319.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schicksal der Familie ==&lt;br /&gt;
Nach dem Verbrechen an dem Ehemann emigrierte die Witwe mit den beiden Töchtern und dem Sohn nach Paris.&amp;lt;ref&amp;gt;Marum Johanna, leo.bw [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/1063987709/Marum+Johanna], abgerufen am 2. Juni 2022 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutschen Besetzung Frankreichs]] wurde die jüngste Tochter, Eva Brigitte, im Zuge des [[Holocaust]] in das [[Vernichtungslager Sobibor]] verschleppt und dort ermordet. Die älteste Tochter, Elisabeth, lebte bis zu ihrem Tod 1998 in den USA. Die Mutter sowie der Sohn Hans und dessen Familie flohen nach Mexiko. Sie kehrten 1947 in die [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erika Schwarz]]: [https://antifa.vvn-bda.de/2019/01/25/mikrokosmos-des-20-jahrhunderts/ &amp;#039;&amp;#039;Mikrokosmos des 20. Jahrhunderts. Ludwig Marum und seine deutsch-jüdische Familie&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
=== Strafjustiz ===&lt;br /&gt;
In einem der eher seltenen Akte der Aufarbeitung des NS-Unrechts&amp;lt;ref name=&amp;quot;archiv_ka&amp;quot;&amp;gt;Akten im Generallandesarchiv Karlsruhe.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Sauer am 4.&amp;amp;nbsp;Juni 1948 durch die II.&amp;amp;nbsp;Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe wegen [[Mord (Deutschland)|Mordes]] zu lebenslänglicher, Heupel wegen Totschlags zu zwölfjähriger Haft verurteilt. Müller konnte nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden; er war im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andenken ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Stolperstein Karlsruhe Marum Ludwig.jpeg|Stolperstein in Karlsruhe&lt;br /&gt;
 SarahEwart-138.JPG|Gedenktafeln am Reichstag&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vor Marums Frankenthaler Geburtshaus&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.juden-in-frankenthal.de/stolpersteine-in-frankenthal/aktion-am-7-november-2006 |titel=Stolperstein-Aktion am 7. November 2006: Ludwig Marum |hrsg=Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal |abruf=2016-04-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160319222509/http://juden-in-frankenthal.de/stolpersteine-in-frankenthal/aktion-am-7-november-2006/ |archiv-datum=2016-03-19 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der früheren &amp;#039;&amp;#039;Färbergasse&amp;#039;&amp;#039;, heute Willy-Brandt-Anlage, sowie vor seiner ehemaligen Wohnung in der Karlsruher &amp;#039;&amp;#039;Wendtstraße&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;&amp;#039; wurden [[Stolpersteine]] gesetzt.&lt;br /&gt;
* Seit 1992 erinnert in der Nähe des Berliner [[Reichstagsgebäude|Reichstags]] eine der [[Denkmal zur Erinnerung an 96 von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete|96 Gedenktafeln für von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete]] an Marum.&lt;br /&gt;
* In Karlsruhe wurde Marum eine &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Marum-Straße&amp;#039;&amp;#039; und im benachbarten Bruchsal ein &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Marum-Weg&amp;#039;&amp;#039; gewidmet.&lt;br /&gt;
* Die SPD Karlsruhe vergibt seit 1988 jährlich einen &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Marum-Preis&amp;#039;&amp;#039;. Er soll „Zeichen setzen für ein verantwortliches Verhältnis zur deutschen Geschichte, für Wachsamkeit gegen jede Form der Intoleranz sowie Menschlichkeit im Umgang mit Fremden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spd-ka&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SPD-Stadtverband Karlsruhe |titel=Ludwig-Marum-Preis |url=https://www.spd-karlsruhe.de/index.php?mod=content&amp;amp;menu=305&amp;amp;page_id=6816 |abruf=2011-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 16. Oktober 1985 wurde das Gymnasium im nahegelegenen [[Pfinztal]] nach Marum benannt, eine dem Gymnasium nahestehende [[Stiftung]] schreibt seit 1998 einen &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Marum-Preis&amp;#039;&amp;#039; aus. Er kann z.&amp;amp;nbsp;B. „vergeben werden für Arbeiten, die sich mit der Geschichte des Faschismus beschäftigen oder mit dem Schicksal der Juden oder anderer verfolgter Minderheiten. Er könnte aber auch ein bestimmtes vorbildliches Sozialverhalten auszeichnen oder Aktionen, die sich gegen den neuen Rechtsradikalismus wenden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ludwig-marum-gymnasium.de/ludwig-marum-stiftung Ludwig-Marum-Stiftung: „Was will die Ludwig-Marum-Stiftung“?], auf der Website des Ludwig-Marum-Gymnasiums.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine am 8. November 2014&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amtsblatt Bruchsal&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bruchsal.de/site/Bruchsal-Internet/get/documents_E-1433174099/bruchsal-internet/StadtBruchsal-Dateien/PDF-Sammlungen/Amtsblatt/2014/Amtsblatt%20KW%2046_2014.pdf |titel=Bruchsal erinnert an Ludwig Marum |werk=Amtsblatt Bruchsal, KW 46/2014 |seiten=7 |abruf=2016-04-12 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160425202521/http://www.bruchsal.de/site/Bruchsal-Internet/get/documents_E-1433174099/bruchsal-internet/StadtBruchsal-Dateien/PDF-Sammlungen/Amtsblatt/2014/Amtsblatt%20KW%2046_2014.pdf |archiv-datum=2016-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; enthüllte Gedenktafel am Finanzamtsgebäude (zu Zeiten von Marums Schulbesuch Sitz des Schönborn-Gymnasiums) unweit des Bruchsaler Schlosses erinnert an Marum und seine in Bruchsal verbrachten Lebensabschnitte. Vor der Enthüllung der Gedenktafel hatte die Oberbürgermeisterin zu einer Feier ins Rathaus geladen. Bei der Feier waren viele Gäste anwesend, auch die Familie war zahlreich vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://archiv.bruchsal.org/story/mein-leben-k%C3%B6nnen-sie-mir-nehmen-aber-meine-w%C3%BCrde-nicht |wayback=20161022142854 |text=Berichte von der Veranstaltung am 8. November 2014}}, auf dem Internetportal Bruchsal.org.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 7. Mai 2019 beschloss die Stadt [[Bad Schönborn]] im Gemeindeteil Mingolsheim, in dem das KZ Kislau stand, eine Straße nach ihm zu benennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://session.bad-schoenborn.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=2964 |titel=Straßenbenennung zum Bebauungsplan-Gebiet „Anzlinger“, Mingolsheim |werk=Website der Stadt Bad Schönborn |datum= |abruf=2019-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Theaterwissenschaftler [[Hajo Kurzenberger]] hat für sein Dokumentartheaterstück &amp;#039;&amp;#039;Der Mann des Rechts&amp;#039;&amp;#039; Material aus Marums Leben mit aktuellen Bezügen zum Antisemitismus verarbeitet. Das Stück wurde am 15. März 2024 von der [[Badische Landesbühne|Badischen Landesbühne]] am Stadttheater Bruchsal uraufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Klink: &amp;#039;&amp;#039;Wenn der Glaube an das Recht in den Tod führt. Die Badische Landesbühne zeigt das Leben Ludwig Marums – ein beklemmend aktuelles Stück&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Badische Neueste Nachrichten]], 13. März 2024, S. 7; [https://www.rheinpfalz.de/startseite_artikel,-badische-landesb%C3%BChne-einnert-mit-st%C3%BCck-an-ns-opfer-ludwig-marum-_arid,5629538.html &amp;#039;&amp;#039;Badische Landesbühne erinnert mit Stück an Ludwig Marum&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Rheinpfalz.de]], 27. März 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Petra Behrens u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum: ein Leben für Recht und Republik: 1882–1934: Begleitband zur Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, des Landesarchivs Baden-Württemberg und des Forums Ludwig Marum e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 2018, ISBN 978-3-945812-33-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das letzte Jahr in Briefen: der Briefwechsel zwischen Ludwig Marum und Johanna Marum (7. März 1933–14. Mai 1933), Ludwig Marums Briefe aus dem Konzentrationslager Kislau (16. Mai 1933–7. März 1934).&amp;#039;&amp;#039; Ausgewählt und bearbeitet von Elisabeth Marum-Lunau und [[Jörg Schadt]]. Hrsg. Andrée Fischer-Marum hrsg., Stadtarchiv Karlsruhe + Stadtarchiv Mannheim + Angelika von Loeper Literaturverlag, Karlsruhe 2016, ISBN 978-3-86059-375-2.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Konrad Exner|Konrad Exner-Seemann]] |Titel=Ludwig Marum – Landespolitiker und NS-Opfer in Kislau/Bad Mingolsheim |Herausgeber=Franz Hamburger u.&amp;amp;nbsp;a. |Sammelwerk=Pädagogische Praxis und erziehungswissenschaftliche Theorie zwischen Lokalität und Globalität. Festschrift für Volker Lenhart zum 60. Geburtstag |Verlag=Peter Lang |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2000 |ISBN=3-631-35323-5 |Seiten=243–264 |Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Detlev Fischer (Richter)|Detlev Fischer]] |Titel=Ludwig Marum (1882–1934) |Sammelwerk=Rechtshistorische Rundgänge durch Karlsruhe – Residenz des Rechts |Verlag=Verlag der Gesellschaft für Kulturhistorische Dokumentation |Ort=Karlsruhe |Datum=2005 |Reihe=Karlsruher Rechtshistorische Blätter, Schriftenreihe des Rechtshistorischen Museums |BandReihe=10 |ISBN=3-922596-65-7}}&lt;br /&gt;
* Andrée Fischer-Marum: &amp;#039;&amp;#039;»Ihr seid alle so fern.« Briefe meiner Großmutter Johanna Marum aus Ost-Berlin nach New York vom Juni bis Dezember 1947.&amp;#039;&amp;#039; In [[Irene Below]], [[Inge Hansen-Schaberg]], [[Maria Kublitz-Kramer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Ende des Exils? Briefe von Frauen nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Frauen und Exil&amp;#039;&amp;#039;, 7. [[Edition text + kritik]]. München 2015, ISBN 3-86916-373-9, S. 136–150.&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|317|318|Marum, Ludwig|Ilse Fischer|118731459}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Frithjof Kessel |Titel=Zur Entwicklung des Gedenkens an Ludwig Marum |Herausgeber=[[Harald Denecken]] |Sammelwerk=…ihr dürft ihn nie vergessen! Der Ludwig-Marum-Preis 1988–1999 |Verlag=Info-Verlag |Ort=Karlsruhe |Datum=2000 |ISBN=3-88190-250-3 |Seiten=36–51}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Manfred Koch |Titel=Meine Freiheit können sie mir nehmen, aber nicht meine Würde und meinen Stolz |Herausgeber=Haus der Geschichte Baden-Württemberg |Sammelwerk=Politische Gefangene in Südwestdeutschland |Verlag=Silberburg-Verlag |Ort=Tübingen |Datum=2001 |Reihe=Stuttgarter Symposion |BandReihe=9 |ISBN=3-87407-382-3 |Seiten=195–211}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Monika Pohl |Titel=Ludwig Marum. Ein Sozialdemokrat jüdischer Herkunft und sein Aufstieg in der badischen Arbeiterbewegung 1882–1919 |Kommentar=zugl.: Heidelberg, Univ., Diss., 2001/2002 |Verlag=Info Verlag |Ort=Karlsruhe |Datum=2003 |Reihe=Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte |BandReihe=8 |ISBN=3-88190-341-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Monika Pohl |Titel=Ludwig Marum – Gegner des Nationalsozialismus |TitelErg=Das Verfolgungsschicksal eines Sozialdemokraten jüdischer Herkunft |Verlag=Info Verlag |Ort=Karlsruhe |Datum=2013 |ISBN=978-3-88190-724-8}}&lt;br /&gt;
* Monika Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Marum. Ein Sozialdemokrat jüdischer Herkunft und sein Weg in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Lindemanns, Bretten 2024 (Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte – Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe; 22), ISBN 978-3-96308-236-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Herausgeber=[[Clemens Rehm]] |Titel=Warum Marum – Mensch. Politiker. Opfer |TitelErg=Ausstellungskatalog |Ort=Karlsruhe |Datum=2006 |ISBN=3-88190-463-8}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Herausgeber=Elisabeth Marum-Lunau |Titel=Ludwig Marum, Briefe aus dem Konzentrationslager Kislau |Verlag=C.F. Müller |Ort=Karlsruhe |Datum=1984 |ISBN=3-7880-9700-0 |Kommentar=darin auch verschiedene Zeitdokumente und eine längere Fassung der Marum-Biographie von Joachim W. Storck}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Joachim W. Storck |Titel=Marum, Ludwig |Sammelwerk=[[Badische Biographien]]. Neue Folge |Band=Band 4|Datum=1996}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ulrich Wiedmann |Titel=Der Kislau-Prozess – Ludwig Marum und seine Henker. Ein szenischer Bericht |Verlag=Edition Tintenfass |Ort=Neckarsteinach |Datum=2007 |ISBN=978-3-937467-40-5}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marum, Hans&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 479&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118731459}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118731459}}&lt;br /&gt;
* [https://www.landesarchiv-bw.de/de/themen/praesentationen---themenzugaenge/43714 Ausstellung „Ludwig Marum – Mensch. Politiker. Opfer“] des [[Landesarchiv Baden-Württemberg|Landesarchivs Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
* [https://www.rechtshistorisches-museum.de/publikationen/juristenportraits/index.php?highlight=marum Juristenportraits], Marum-Porträt beim Rechtshistorischen Museum&lt;br /&gt;
* [https://www.forum-ludwig-marum.de/ Forum Ludwig Marum]&lt;br /&gt;
* [https://digital.blb-karlsruhe.de/Landtagsprotokolle/topic/view/792873?q=150 Redebeiträge] von Ludwig Marum im Badischen Landtag in den Digitalen Sammlungen der [[Badische Landesbibliothek|Badischen Landesbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118731459|LCCN=n84112386|VIAF=51813112}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marum, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankenthal (Pfalz))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Republik Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Republik Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrat (Republik Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (jüdische Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer in einem Konzentrationslager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer von Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Karlsruhe ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Rheinland-Pfalz ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marum, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsanwalt, Politiker (SPD), MdR und Opfer des NS-Regimes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. November 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankenthal (Pfalz)|Frankenthal]], [[Pfalz (Region)|Pfalz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. März 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Kislau]] bei [[Bruchsal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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