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	<title>Ludwig Lugmeier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Lugmeier&amp;diff=655095&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tersites1960 am 28. März 2026 um 17:15 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ludwig Lugmeier Bilbo 05.jpg|mini|Ludwig Lugmeier erzählt und liest aus seinem Faktenroman &amp;#039;&amp;#039;Die Leben des Käpt’n Bilbo&amp;#039;&amp;#039; (2018)]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Lugmeier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1949]] in [[Kochel am See]] in [[Oberbayern]]; † [[9. März]] [[2026]] in [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.allgaeuer-zeitung.de/panorama/literatur-der-ausbrecherkoenig-und-autor-ludwig-lugmeier-ist-tot-113740079 |titel=Der „Ausbrecherkönig“ und Autor Ludwig Lugmeier ist tot |werk=allgaeuer-zeitung.de |datum=2026-03-16 |sprache=de |abruf=2026-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Schriftsteller]] und [[Bankraub|Bankräuber]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Aufgewachsen als Sohn eines Maurers im [[Nachkriegsdeutschland]] und angeregt durch [[Piraterie|Piratengeschichten]], Filme und Bücher (wie beispielsweise die Abenteuergeschichten von [[B. Traven]]) entschloss sich Lugmeier bereits als Kind den Lebenslauf eines [[Gangster]]s einzuschlagen. Mit 14 Jahren begann er auf Drängen seines Vaters ebenfalls eine Maurerlehre, verübte aber bereits zu dieser Zeit kleinere Einbrüche, die ihm eine [[Jugendstrafe]] von 10 Monaten einbrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er floh aus der Jugendstrafanstalt, fuhr als [[Trampen|Anhalter]] nach Italien und versuchte vergeblich, in [[Palermo]] bei der [[Mafia]] anzuheuern. Nach seiner Rückkehr in die Heimat kam er bei einem Zirkus als Bärendompteur unter, wurde jedoch bald wieder von der Polizei aufgegriffen. Zu diesem Zeitpunkt begann er im Gefängnis mit ersten Schreibversuchen. Nach seiner Haftentlassung heuerte er 1967 auf einem Schiff nach Nordafrika an. Er strandete in [[Takoradi]], wurde dort aber ausgewiesen und gelangte über [[Istanbul]] nach [[Afghanistan]], wo er beim Versuch, eine Karriere als [[Heroin]]schmuggler zu beginnen, scheiterte. Zurück in Deutschland wurde er in [[München]] nach dem Diebstahl einer Madonnenfigur aus einer Kirche erneut verurteilt und geriet in das Umfeld von [[Hans Georg Rammelmayr]], der 1971 – anders als sein Partner [[Dimitri Todorov]] – bei der ersten großen Geiselnahme in der Bundesrepublik erschossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Münchner Olympia-Attentat|Geiselnahme von München]] während der [[Olympische Sommerspiele 1972|Olympischen Spiele 1972]] gelang ihm mit seinen Komplizen ein Überfall auf einen Geldtransporter in München. Es folgte eine Flucht durch ganz [[Europa]] und ein erneuter aufsehenerregender Raubüberfall auf einen Geldtransport der [[Landeszentralbank]] in [[Frankfurt am Main]]. Sein Weg führte ihn nach [[Mexiko]], wo er 1974 von Reportern des &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039; ausfindig gemacht wurde. Dies führte zu seiner Verhaftung und der Auslieferung nach Deutschland. Im Oktober 1975 begann in Frankfurt der Prozess gegen ihn und seinen Komplizen Gerhard Linden.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.stadtgeschichte-ffm.de/de/stadtgeschichte/stadtchronik/1975&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 4. Februar 1976 gelang Lugmeier während seiner Gerichtsverhandlung die spektakuläre Flucht durch ein offenes Fenster des Gerichtsgebäudes.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spiegel.de/politik/nie-mehr-eintopf-a-48c70c7b-0002-0001-0000-000040831550&amp;lt;/ref&amp;gt; Er baute sich mit dem geraubten Geld unter dem Namen John Michael Waller eine Existenz auf. Von [[England]] gelangte er über die [[Bahamas]] und [[Rio de Janeiro]] nach [[Reykjavík]], wo er erneut verhaftet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Haft von 1977 bis 1989 begann er, ernsthaft als Autor tätig zu werden. Es entstehen Tagebücher, Porträts seiner Mithäftlinge, Gedichte und Geschichten. Zuletzt lebte er als Schriftsteller, [[Radio-Essay]]ist und [[Märchen]]erzähler in [[Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Torsten Hampel: [http://www.tagesspiegel.de/zeitung/kriminalgeschichte-der-abenteurer-roman/694534.html &amp;#039;&amp;#039;Der Abenteurer-Roman&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tagesspiegel|Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. März 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er genügend Abstand zu seinen Abenteuern gewonnen hatte, vereinte er 2005 in seiner [[Autobiografie|Autobiographie]] literarisch „die zwei Bilder, die von mir in der Öffentlichkeit existieren – Gangster und Schriftsteller&amp;amp;nbsp;…“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb &amp;#039;&amp;#039;Imbissfilm&amp;#039;&amp;#039; die Rechte an der Geschichte, um einen Kinofilm zu produzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem 2017 veröffentlichten „Faktenroman“ &amp;#039;&amp;#039;Das Leben des Käpt’n Bilbo&amp;#039;&amp;#039; behandelte er die Lebensgeschichte des als Hugo Cyrill Kulp Baruch 1907 in Berlin geborenen und 1967 dort gestorbenen [[Jack Bilbo]]. Der aus wohlhabendem jüdischen Elternhaus stammende Bilbo schlug sich unter wechselnden Identitäten und fiktiven Rollen durchs Leben. Er war zu seiner Zeit ein gefeierter Schriftsteller, provokativer Maler, Galerist und Kneipier. Bilbo war unter anderen mit [[Kurt Schwitters]], [[Max Schmeling]] und [[Henry Miller]] befreundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Feuilleton von Tagesmedien meldete Lugmeier sich zu Wort, so in der linken &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Welt|jungen Welt]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa: &amp;#039;&amp;#039;Der Zorn des Kaisers. Jede Stimme stimmt. Herbert Kapfers ungewöhnlicher Erzählstrom „1919“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;junge Welt&amp;#039;&amp;#039;, 9. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Schriften ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flickstellen.&amp;#039;&amp;#039; Mink, Speyer 1988, ISBN 3-923034-02-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wo der Hund begraben ist.&amp;#039;&amp;#039; Stroemfeld / Roter Stern, Basel 1992, ISBN 3-87877-407-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;i.&amp;#039;&amp;#039; Ackerpresse, Berlin 1998&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.scheinschlag.de/archiv/1999/03_1999/texte/spezial3.html &amp;#039;&amp;#039;Bov Bjerg über ‚i‘&amp;#039;&amp;#039;]. &amp;#039;&amp;#039;scheinschlag-online.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 3, 1999. Abgerufen am 29. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mann der aus dem Fenster sprang.&amp;#039;&amp;#039; Kunstmann, München 2005, ISBN 3-88897-410-0.&lt;br /&gt;
** Neu erschienen als Taschenbuch bei: Heyne, München 2008, ISBN 978-3-453-81059-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Leben des Käpt’n Bilbo. Faktenroman.&amp;#039;&amp;#039; Verbrecher Verlag, Berlin 2017, ISBN  978-3-95732-279-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hörspiele und Features ===&lt;br /&gt;
* 2006: &amp;#039;&amp;#039;Einundzwanzig Schuss Salut für Käpt’n Bilbo – Die Geschichte des Hugo Cyrill Kulp Baruch&amp;#039;&amp;#039; – Regie: [[Jürgen Dluzniwski]] ([[Radio-Feature|Feature]] – [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hörbuch ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mann der aus dem Fenster sprang.&amp;#039;&amp;#039; (Gelesen vom Autor. Musik Torsten Papenheim.) Kunstmann, München 2005, ISBN 3-88897-410-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2026: &amp;#039;&amp;#039;Abschied vom Ausbrecherkönig&amp;#039;&amp;#039;. [[dpa]]. in: Münchner Merkur vom 17. März 2026: S. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|112682383}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.netzeitung.de/voiceofgermany/372706.html | wayback=20051223115840 | text=„Ich sehnte mich nach Kampf.“ Interview in &amp;#039;&amp;#039;netzeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 14. Dezember 2005}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.netzeitung.de/voiceofgermany/372830.html | wayback=20130602064228 | text=„Der Dieb muss den Schlaf seines Opfers behüten.“ zweiter Teil des Interviews in &amp;#039;&amp;#039;netzeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 15. Dezember 2005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=112682383|LCCN=no/98/107968|VIAF=8043879}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lugmeier, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lugmeier, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Bankräuber&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1949&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kochel am See]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. März 2026&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankräuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2026]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tersites1960</name></author>
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