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	<title>Ludwig Loewenthal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:07:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-23T03:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: -Wartungskategorie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Loewenthal Familie.jpg|mini|Ludwig Loewenthal mit Ehefrau Rose und Sohn Willi]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Loewenthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, alternativ: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Löwenthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. März]] [[1898]] in [[Bad Kissingen]]; † [[21. Februar]] [[1944]] im [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]) war ein deutsch-jüdischer [[Bankier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Loewenthal Bankhaus.jpg|mini|Anzeige des Bankhauses Loewenthal (um 1925)]]&lt;br /&gt;
Loewenthal entstammte einer alteingesessenen Bad Kissinger Familie. Sein Vater &amp;#039;&amp;#039;William Loewenthal&amp;#039;&amp;#039;, ein Viehhändler, hatte im Jahre 1890 die in [[Wiesenfeld (Karlstadt)|Wiesenfeld]] bei [[Karlstadt]] aufgewachsene &amp;#039;&amp;#039;Amanda Bamberger&amp;#039;&amp;#039; geheiratet. Ludwig hatte drei ältere Geschwister, die ältere Schwester &amp;#039;&amp;#039;Irma&amp;#039;&amp;#039; und zwei Brüder. An seinem 29. Geburtstag heiratete er die drei Jahre jüngere &amp;#039;&amp;#039;Rose Kohn&amp;#039;&amp;#039; aus [[Gerolzhofen]]. Deren Eltern &amp;#039;&amp;#039;Hermann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Amalie Kohn&amp;#039;&amp;#039; führten dort eine Maschinen- und Eisenhandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1922 gründete Loewenthal in Bad Kissingen aus kleinen Anfängen heraus ein Bankgeschäft, das sich in exponierter Lage an der Ecke [[Ludwigstraße (Bad Kissingen)|Ludwigstraße]]/Theresienstraße befand. Neben den üblichen Geld- und [[Devisen]]geschäften verdiente die Bank ihr Geld mit Versicherungsgeschäften. Außerdem gab es im Bankhaus eine Vertretung großer [[Reederei]]en wie der [[Cunard Line]], [[Anchor Line]] und der Reederei [[Donaldson Line]]. Loewenthal warb mit der &amp;#039;&amp;#039;„Beförderung von Passagieren und Verfrachtung von Waren nach allen Erdteilen“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur beruflich, sondern auch politisch spielte Loewenthal im Bad Kissinger Stadtleben eine wichtige Rolle und setzte sich engagiert gegen den aufkommenden [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] in der Kurstadt ein. Er war Schriftführer in der Kissinger Ortsgruppe der linksliberalen „[[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]]“ (DDP), die die [[Weimarer Republik]] als erste [[Demokratie|demokratische]] Staatsform in Deutschland zu stützen versuchte. Außerdem war er Gründungsmitglied der Bad Kissinger Sektion des „[[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]]“. Wegen seines politischen Engagements gehörte Loewenthal zu den ersten Bad Kissinger Juden, gegen den die Nationalsozialisten nach ihrer „[[Machtergreifung]]“ vorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im März 1933 wurde er vorübergehend in „[[Schutzhaft]]“ genommen. Nach seiner Freilassung organisierten die Nationalsozialisten am 20. Mai 1933 eine Kundgebung vor seinem Bankhaus, in deren Verlauf Sprechchöre die erneute Verhaftung des Bad Kissinger Bankiers forderten. Loewenthal wurde noch am selben Tag festgenommen und ins [[Landgericht]]sgefängnis nach [[Schweinfurt]] überführt. Nach seiner Entlassung kam er nicht mehr nach Bad Kissingen zurück, sondern lebte einige Monate bei seinem Bruder Martin in [[München]] und [[Bad Tölz]]. Die beiden Verhaftungen mussten den Bankier davon überzeugt haben, dass es für ihn und seine Familie im nationalsozialistischen Deutschland keine Zukunft mehr geben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entschloss sich Loewenthal zur [[Emigration]] in die [[Niederlande]]. Zwischen Oktober 1933 und Januar 1936 lebten er und seine Familie in [[Den Haag]]. Anschließend wohnten sie mehrere Monate lang in [[Voorburg]], einer Stadt nordöstlich von Den Haag, bevor sie im November 1936 nach [[Amsterdam]] umzogen. Dort betrieb Loewenthal laut Einwohnermeldekarte einen Fahrradladen. Außerdem wurde ihm von Deutschland aus eine Rente überwiesen. Von der „Rheinischen Girozentrale und Provinzialbank“ (Zweigstelle [[Aachen]]) erhielt er monatliche Zahlungen. In Amsterdam blieb die Familie Loewenthal nicht allein. Im September 1937 folgte ihnen die Familie seiner Schwester Irma, die dort in derselben Straße wohnte. Auch Ludwigs Schwiegereltern, Hermann und Amalie Kohn, lebten ab Februar 1939 in Amsterdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalsozialisten verfolgten den Plan, Loewenthals Besitz zu beschlagnahmen, daher prüften sie, ob der Bankier Steuerschulden beim Finanzamt in Bad Kissingen oder [[Bad Neustadt an der Saale|Bad Neustadt (Saale)]] hatte. In diesem Fall hätten sie ihn sofort ausbürgern und sein Vermögen konfiszieren können. Dieser Plan misslang jedoch, denn ausführlichen Recherchen des Finanzamts Bad Kissingen und des [[Finanzamt|Landesfinanzamts]] [[Würzburg]] zufolge war Loewenthal ein gut situierter Mann: Durch seine Bankgeschäfte bestanden Forderungen von etwa 90.000 [[Reichsmark]]. Daneben besaß er ein Guthaben- und [[Wertpapier]]depot im Wert von 13.000 Mark und zwei kleinere Grundstücke im Gesamtwert von 5.900 Mark. Damit das Finanzamt [[Berlin-Moabit|Moabit-West]] in [[Berlin]] das gesamte Vermögen beschlagnahmen konnte, entzog man Loewenthal, seiner Ehefrau und seinem Sohn am 26. Oktober 1937 die deutsche [[Staatsbürgerschaft]]. Außerdem versuchte man, Loewenthals früherem [[Prokurist]]en &amp;#039;&amp;#039;Alfred Amrhein&amp;#039;&amp;#039; aus [[Winkels (Bad Kissingen)|Winkels]] nachzuweisen, den Kauf seiner Gärtnerei mit Geldern des Bankhauses Loewenthal finanziert zu haben. Dieser Nachweis konnte jedoch nicht erbracht werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ludwig und Willi Loewenthal, Stolpersteine, Bad Kissingen.jpg|mini|Stolpersteine für Ludwig Loewenthal und seinen Sohn Willi]]&lt;br /&gt;
Nachdem die deutsche [[Wehrmacht]] im Mai 1940 die Niederlande besetzt hatte, verschlechterte sich auch der Alltag der Familie Loewenthal in Amsterdam. Drei Jahre später wurde Loewenthal mit dem Transport XXIV/1-199 am 22. April 1943 von dort ins KZ Theresienstadt [[Deportation|deportiert]], wo er am 21. Februar 1944 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Rose&amp;#039;&amp;#039;, die sich in Holland mit ihrem Geburtsnamen &amp;#039;&amp;#039;Rose Kohn&amp;#039;&amp;#039; hatte registrieren lassen, konnte den [[Holocaust]] überleben. Anscheinend gelang es ihr, in Amsterdam unterzutauchen, denn auf ihrer Meldekarte sind weder eine Erfassungsnummer durch die deutsche [[Besatzungsmacht]] noch ein Vermerk über die Deportation in ein [[Konzentrationslager]] verzeichnet. Ab November 1946 lebte sie in [[New York City]], wo sie den Familiennamen &amp;#039;&amp;#039;Lowell&amp;#039;&amp;#039; annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an Ludwig Loewenthal und seinen damals 15-jährigen Sohn &amp;#039;&amp;#039;Willi&amp;#039;&amp;#039;, der im [[KZ Bergen-Belsen]] umkam, verlegte [[Gunter Demnig]], Initiator der internationalen Aktion „[[Stolpersteine]]“, am 22. September 2010 [[Liste der Stolpersteine in Bad Kissingen|zwei solcher Steine]] vor dem Haus Ludwigstraße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.biografisches-gedenkbuch-bk.de/kurzbiographien/datenbank/38566.Kurzbiografien.html?detID=419&amp;amp;text=&amp;amp;biografischeshandbuch%5Bmaedchenname%5D=&amp;amp;biografischeshandbuch%5Bgeburtsort%5D=&amp;amp;biografischeshandbuch%5Bdeportationsziel%5D=&amp;amp;kt%5Bsb%5D=&amp;amp;kt%5Bsd%5D=&amp;amp;kt%5Blt%5D=L&amp;amp;page_biografischeshandbuch=2 Ludwig Loewenthal]. In: Biografisches-Gedenkbuch-BK.de&lt;br /&gt;
* [https://www.badkissingen.de/stadt/geschichtliches/juedisches-leben/badkissinger-stolpersteine/37077.LUDWIG-LOEWENTHAL-1898---1944-Bankier-Ludwigstrasse-5.html Ludwig Loewenthal]. In: BadKissingen.de&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de?id=920459 Ludwig Loewenthal]. In: Bundesarchiv.de&lt;br /&gt;
* [https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=de&amp;amp;itemId=11585568&amp;amp;ind=4 Ludwig Loewenthal]. In: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer&lt;br /&gt;
* [https://www.joodsmonument.nl/en/page/169150/ludwig-lowenthal Ludwig Loewenthal]. In: JoodsMonument.nl (englisch, niederländisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loewenthal, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Bad Kissingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Bad Kissingen ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Loewenthal, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Löwenthal, Ludwig&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bankier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Kissingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Februar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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