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	<title>Ludwig Landgrebe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T23:40:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Landgrebe&amp;diff=476186&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhardhauke: /* Nach 1945 */</title>
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		<updated>2025-06-01T09:47:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nach 1945&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Landgrebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. März]] [[1902]] in [[Wien]]; † [[14. August]] [[1991]] in [[Köln]]) war ein österreichischer [[Phänomenologie|Phänomenologe]] und [[Philosophie|Philosoph]]. Er war zuletzt ordentlicher Professor für Philosophie in Kiel und danach in Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Ludwig Landgrebe wurde als Sohn des Kaufmanns Karl Ludwig Landgrebe (1871–1931) und dessen Ehefrau, der [[Kindergarten|Kindergärtnerin]] Rosa Anna Landgrebe, geborene Tuma (1877–1903), in Wien geboren. Nachdem seine Mutter bereits ein Jahr nach seiner Geburt gestorben war, wurde er zunächst von seiner Großmutter Leopoldine Landgrebe und später von seinem Vater großgezogen, der nur unter großen finanziellen Mühen seinem Sohn das Studium ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studienjahre bis zur Habilitation ===&lt;br /&gt;
Er studierte in Wien zunächst Philosophie, Geschichte und Geographie. Zur Vertiefung seiner Kenntnisse wechselte er, angeregt durch Schriften [[Max Scheler]]s, nach [[Freiburg im Breisgau]]. 1923 wurde er Assistent von [[Edmund Husserl]]. Nach der Promotion zum Dr. phil. im Jahr 1927 erfolgte die [[Habilitation]] 1935 an der Philosophischen Fakultät der Deutschen Universität in Prag bei [[Oskar Kraus (Philosoph)|Oskar Kraus]] und die Erteilung der Lehrerlaubnis. Dort begann er seine Lehrtätigkeit als Dozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Ilse Maria Goldschmidt ===&lt;br /&gt;
Ludwig Landgrebe war evangelisch. Am 22. Juli 1933 heirateten er und Ilse Maria Goldschmidt (1906–1982), Tochter des Hamburger Oberlandesgerichtsrats [[Arthur Goldschmidt (Jurist)|Arthur Goldschmidt]] und Schwester des Schriftstellers [[Georges-Arthur Goldschmidt]]. Arthur Goldschmidt, dessen Familie jüdischer Herkunft war, war in jugendlichem Alter – wie schon seine Eltern – zum [[Protestantismus]] konvertiert. 1935 zog das Paar in den Prager Vorort [[Roztoky u Prahy|Roztoky]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung ===&lt;br /&gt;
Mit dem Erlass der [[Nürnberger Gesetze]], dem Einmarsch der deutschen Truppen und dem Untergang der [[Tschechoslowakei]] als Staat änderten sich schlagartig die Lebensbedingungen für die Familie. Landgrebe war ohne Einkommen; seine Frau war jüdischer Herkunft. Er nahm ein Angebot aus [[Löwen]] an, wohin der Franziskanerpater und Philosophieprofessor [[Herman Leo Van Breda]] Husserls Nachlass vor der Vernichtung durch die Nazis gerettet hatte. Landgrebe, der maßgeblich an dieser Verlagerung beteiligt gewesen war, arbeitete ab 1939 gemeinsam mit Husserls letztem Assistenten [[Eugen Fink]] in Löwen am dort eingerichteten Husserl-Archiv. Er emigrierte unter großen Schwierigkeiten mit seiner Familie nach [[Belgien]]. Nach dem Überfall der Deutschen auf Belgien und der Besetzung verhaftete und internierte ihn die belgische Polizei. Währenddessen brachte seine Frau den Sohn Winfried zur Welt. Der Familie, die nicht nur durch Plünderung ihren Haushalt verloren und kein Einkommen hatte, blieb keine andere Wahl, als nach Deutschland zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die junge Familie kehrte am 10. Oktober 1940 nach [[Reinbek]] zurück und zog bei den Eltern Goldschmidt ein. Da ihn der [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbund]] wegen seiner jüdischen Ehefrau ablehnte und sich auch andere Hoffnungen zur Rückkehr an die Universität zerschlugen, nahm er ein Angebot des mit Arthur Goldschmidt befreundeten Nachbarn Carl Dobbertins an, in dessen Firma in Hamburg als kaufmännischer Angestellter zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Ludwig Landgrebe.jpg|mini|Kissenstein auf dem Friedhof Reinbek]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1945 erreichte Landgrebe eine Umhabilitierung nach Hamburg, wurde dort 1946 außerplanmäßiger Professor. 1947 wurde er Ordinarius in [[Kiel]], wo [[Hans Blumenberg]] und [[Kurt Hübner (Philosoph)|Kurt Hübner]] zu seinen Schülern gehörten. 1954 &amp;lt;!-- oder 1956? --&amp;gt;übernahm er einen Lehrstuhl an der [[Universität zu Köln]], um dort das Husserl-Archiv der Universität zu leiten. Der Sozialphilosoph [[Günter Rohrmoser]] habilitierte sich bei ihm mit einer Arbeit über den jungen [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegel]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Rohrmoser |Titel=Subjektivität und Verdinglichung. Theologie und Gesellschaft im Denken des jungen Hegel |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Gütersloher Verl.-Haus Mohn |Ort=Gütersloh |Datum=1961 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verfasste das Vorwort zu der Aufsatzsammlung &amp;#039;&amp;#039;Der Weg der Phänomenologie&amp;#039;&amp;#039; (1963). In den 1980er Jahren lebte er in [[Bergisch Gladbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied des [[Institut International de Philosophie]] in Paris und der [[Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste|Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landgrebe gilt als einer der engsten Schüler Husserls, der aber auch eigenständige Schwerpunkte im Bereich Geschichte, Religion und Politik entwickelte. Hier findet sich eine Nähe zur [[Existenzphilosophie]] und zur [[Metaphysik]]. Landgrebe war Ehrendoktor der Philosophie (Dr. phil. h. c.) und der Rechtswissenschaften (LLD h. c.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Landgrebe und seine Ehefrau hatten vier Kinder, von denen der zweitälteste Sohn Hans-Detlev Landgrebe (geboren 1935) Erinnerungen an die weit verzweigten Familien seines Vaters und seiner Mutter festgehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Landgrebe: &amp;#039;&amp;#039;Kückallee 37. Eine Kindheit am Rande des Holocaust.&amp;#039;&amp;#039; Rheinbach 2009, ISBN 978-3-8706-2104-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ruht in der Familiengrabstätte auf dem Friedhof Reinbek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Diltheys Theorie der Geisteswissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1928 (Dissertation 1927).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nennfunktion und Wortbedeutung. Eine Studie über Martys Sprachphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1935 (Habilitationsschrift 1934).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet uns heute Philosophie?&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1948; 2. Auflage 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologie und Metaphysik.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1948. (Aufsatzsammlung)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1952; 2. Auflage: Ullstein-Taschenbuch, Frankfurt am Main 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Weg der Phänomenologie.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloh 1963; 4. Auflage 1974; Taschenbuchausgabe 1978.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: E. Husserl: &amp;#039;&amp;#039;Erfahrung und Urteil.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage 1974.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Beispiele – Festschrift für E. Fink.&amp;#039;&amp;#039; 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologie und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloh 1968.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Bericht über den 9. Deutschen Kongreß für Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über einige Grundfragen der Philosophie der Politik.&amp;#039;&amp;#039; Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Streit um die philosophischen Grundlagen der Gesellschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologische Analyse und Dialektik.&amp;#039;&amp;#039; 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Faktizität und Individuation. Studien zu den Grundfragen der Phänomenologie.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1982 (Bibliographie: S. 157–162), Verlag Meiner, F, ISBN 978-3-7873-0538-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Sinn der transzendentalphänomenologischen Reflexion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Selbstbetrachtungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Bern 1983.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff des Erlebens. Ein Beitrag zur Kritik unseres Selbstverständnisses und zum Problem der seelischen Ganzheit&amp;#039;&amp;#039; [verfasst 1929–1932]. Hrsg. von Karel Novotny (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Phaenomenologicus – Quellen.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 2). Verlag Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2010, ISBN 978-3-8260-3890-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Biemel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologie Heute. Festschrift für Ludwig Landgrebe&amp;#039;&amp;#039;, Nijhoff, Den Haag 1972 (Phaenomenologica, Band 51), ISBN 90-247-1336-6.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070716150905/http://www.bautz.de/bbkl/l/Landgrebe.shtml |band=4|spalten=1069-1071|autor=[[Helmuth Vetter]]|artikel=LANDGREBE, Ludwig}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Landgrebe, Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 735.&lt;br /&gt;
* Detlev Landgrebe: &amp;#039;&amp;#039;Kückallee 37. Eine Kindheit am Rande des Holocaust,&amp;#039;&amp;#039; hrsg. von Thomas Hübner, Rheinbach 2009, ISBN 9783870621049&lt;br /&gt;
* [[Georges-Arthur Goldschmidt]]: Eine Erinnerung, in: Die Zeit, Nr. 6/2014 vom 30. Januar 2014 [https://www.zeit.de/2014/06/heidegger]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118569104}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118569104|LCCN=n/79/21727|VIAF=89698567|NDL=00446779}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Landgrebe, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phänomenologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Landgrebe, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. August 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhardhauke</name></author>
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