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	<title>Ludwig Kasper - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T02:50:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Kasper&amp;diff=486209&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-01-11T10:51:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Linz PA Museumspark Kleine Kniende.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Kleine Knieende&amp;#039;&amp;#039; (Linz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Linz PA Museumspark Emporschauende.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Emporschauende&amp;#039;&amp;#039; (Linz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baden-Baden-Caracalla-Therme-Brunnen-08-Kniende von Ludwig Kasper-2021-gje.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Knieende&amp;#039;&amp;#039; (Baden-Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20201004 Friedhof Gurten, Grab Ludwig Kasper.jpg|mini|Friedhof [[Gurten (Oberösterreich)|Gurten]], Grab von Ludwig Kasper]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Kasper&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Mai]] [[1893]] in [[Gurten (Oberösterreich)|Gurten]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[28. August]] [[1945]] in [[Braunau am Inn|Braunau]]) war ein [[österreich]]ischer [[Bildhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Bauernsohn Ludwig Kasper erhielt seine künstlerische Ausbildung zum Bildhauer in den Jahren 1909–12 an der Fachhochschule für Holzbildhauerei im oberösterreichischen [[Hallstatt]], sowie – unterbrochen durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg – von 1912 bis 1925 bei [[Hermann Hahn (Bildhauer)|Hermann Hahn]] an der [[Akademie der bildenden Künste München|Kunstakademie]] in [[München]], wo er mit dem Bildhauer [[Fritz Wrampe]] und dem Maler Florian Bosch von 1923 bis 1928 ein Atelier im ehemaligen [[Ludwig Schwanthaler|Schwanthaler]]-Museum unterhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren schuf Kasper überwiegend Köpfe bzw. Porträtbüsten. 1928/29 absolvierte er mit seiner späteren Frau, der Künstlerin Ottilie Wolf (danach [[Ottilie Kasper]]), ein künstlerisches Förderstudienjahr in Paris. Im Jahr 1930 erfolgte der Umzug ins schlesische Berna, den Geburtsort Ottilie Kaspers, künstlerisch markiert dieses Jahr auch die Hinwendung zur lebensgroßen, formal eng an die griechische Skulptur der archaischen Periode angelehnten ganzfigürlichen Plastik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 folgte der Umzug nach Berlin, wo Ludwig und Ottilie Kasper als Teil der Ateliergemeinschaft [[Klosterstraße (Berlin-Mitte)|Klosterstraße]] in engem und künstlerisch fruchtbarem Austausch mit [[Gerhard Marcks]] und einer Reihe von später als [[Entartete Kunst|entartet]] diffamierten Künstlern wie [[Käthe Kollwitz]], [[Hermann Blumenthal (Bildhauer)|Hermann Blumenthal]], [[Hermann Teuber]] und [[Werner Gilles]] standen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Werner Haftmann: Der Bildhauer Ludwig Kasper. Frankfurt/Main, Berlin, Wien: Propyläen 1978. S. 55–58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kasper selbst wurde als traditionell figurativ arbeitender Bildhauer im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] toleriert und rezipiert, sein Stille atmender, „statuarischer“ Stil stand dem barock-eklektizistischen Monumentalstil ideologischer Prägung jedoch konträr entgegen und galt den Nationalsozialisten als „propagandistisch nicht verwertbar“&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Nanko (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Kasper. 1893 – 1945. Bildhauer. Erinnerung an Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig: Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, 1995, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sodass der Künstler trotz stetig steigender Nachfrage nach [[Bauskulptur]] nur einmal, im Jahre 1936 in [[Celle]], einen öffentlichen Auftrag erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Haftmann: Der Bildhauer Ludwig Kasper. Frankfurt/Main, Berlin, Wien: Propyläen 1978. S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist seine Teilnahme als Mitglied der [[Reichskammer der bildenden Künste]] an 33 Gruppenausstellungen sicher belegt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Papenbrock]], Gabriele Saure (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; VDG, Weimar, 2000; S. 470 und passim&amp;lt;/ref&amp;gt;, darunter 1937 die [[Große Deutsche Kunstausstellung]] in München.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Papenbrock]], Gabriele Saure (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; VDG, Weimar, 2000; S. 470 und passim&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelausstellungen fanden 1936 im [[Duisburg]]er [[Wilhelm-Lehmbruck-Museum]] sowie 1937 im [[Verein Berliner Künstler]] statt. 1939 wurden Kaspers Plastiken von dem einflussreichen Berliner Kunsthändler [[Karl Buchholz (Kunsthändler)|Karl Buchholz]] in für die Zeit ungewohnt weltoffenem Kontext zusammen mit Grafiken [[Aristide Maillol]]s präsentiert.&amp;lt;ref&amp;gt; Christof Nanko (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Kasper. 1893 – 1945. Bildhauer. Erinnerung an Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig: Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, 1995, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stipendien ermöglichten Kasper Studienaufenthalte in [[Griechenland]] (1936/37) und [[Rom]] (1939/40).  In den Kriegsjahren bis 1945 entstanden unter schwieriger werdenden Lebens- und Arbeitsbedingungen vor allem Porträtbüsten und lebensgroße kniende bzw. sitzende weibliche Akte. In seiner Heimat [[Oberösterreich]] wurde Kasper 1941 mit dem [[Gaupreis für Plastik]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/1220458357677/Hitler-Helden-Hilflosigkeit &amp;#039;&amp;#039;Hitler. Helden. Hilflosigkeit&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Der Standard]], 16. September 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; 1943 trat er eine Professur an der [[Hochschule für Bildende Künste Braunschweig|Werkkunstschule Braunschweig]] an, wurde jedoch durch Ausbombung zu deren vorzeitigem Abbruch und in der Folge zur Rückkehr nach Oberösterreich gezwungen. Kasper stand 1944 in der [[Gottbegnadeten-Liste]] des [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kasper, Ludwig&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Kellenter: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler&amp;#039;&amp;#039;. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 106&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb an den Folgen eines Nierenleidens. Sein Grab befindet sich in Gurten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Kasper schuf mehrheitlich lebensgroße Skulpturen in [[Marmorzement]] und [[Gips]] und hat zu Lebzeiten nur in Ausnahmefällen [[Bronze]]-Abgüsse seiner Plastiken autorisiert. Wie [[Werner Haftmann|Haftmann]] betont, war der Bronzeguss &amp;quot;seiner bildhauerischen Vorstellung nicht angemessen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Haftmann: Der Bildhauer Ludwig Kasper. Frankfurt/Main, Berlin, Wien: Propyläen 1978. S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurden Ludwig Kaspers Werke u.&amp;amp;nbsp;a. auf der ersten [[Documenta 1|documenta]] (1955) in [[Kassel]] ausgestellt. Die &amp;#039;&amp;#039;Stehende Frau&amp;#039;&amp;#039; war 1951 auf der Ersten Bundesgartenschau in Hannover zu sehen. Eine größere Anzahl von Originalen befindet sich heute im [[Oberösterreichisches Landesmuseum|Oberösterreichischen Landesmuseum]] in [[Linz]], wo diese zuletzt im Jahr 2009 ausgestellt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Speerträger&amp;#039;&amp;#039; (Gips)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arethusa&amp;#039;&amp;#039; (Gips)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kniende&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sitzende&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kind mit Apfel&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Knabe&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stehendes Mädchen&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Große Stirnbandbinderin&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleine Stirnbandbinderin&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hockende&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement; 1937 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bildnis einer Frau&amp;#039;&amp;#039;, überlebensgroß (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frauenkopf&amp;#039;&amp;#039; (Terrakotta)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Concetta&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stehende Frau&amp;#039;&amp;#039; (Marmorzement)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen (unvollständig) ==&lt;br /&gt;
* 1939: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Kasper – Plastik.&amp;#039;&amp;#039; Galerie [[Karl Buchholz (Kunsthändler)|Karl Buchholz]], Berlin (4. Mai – 3. Juni).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tektonische Plastik. Neue Arbeiten von Ludwig Kasper.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst, Monatshefte für freie und angewandte Kunst.&amp;#039;&amp;#039; 79. Band des 40. Jahrgangs. F. Bruckmann Verlag, München 1939, S. 99–105.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Tucholski]]: &amp;#039;&amp;#039;Edle Einfalt und stille Größe. Zu den Arbeiten der Bildhauer Blumenthal und Kasper.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 3/1957, S. 153–157&lt;br /&gt;
* [[Werner Haftmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bildhauer Ludwig Kasper. Mit einem vollständigen Werkverzeichnis.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt am Main Berlin / Wien 1978.&lt;br /&gt;
* Artikel &amp;lt;!--TITEL??--&amp;gt;von Arie Hartog in: [[Christian Tümpel]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bildhauer (1900–1945). „Entartet“.&amp;#039;&amp;#039; Langewiesche, Königstein im Taunus 1992, ISBN 3-7845-7180-8. S. 219.&lt;br /&gt;
* Regina Maria Hillert: &amp;#039;&amp;#039;„Gebaute Figur“. Studien zu Leben und Werk des Bildhauers Ludwig Kasper (1893–1945).&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2017, ISSN 1617-8610.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11856045X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ludwig-kasper.de/ Ludwig Kasper-Website] des Fördervereins Ludwig und Ottilie Kasper e. V.&lt;br /&gt;
* [http://www.galerie-am-gendarmenmarkt.com/archiv_gaw/BISHER/KASPER/kasper.htm Ludwig Kasper] in der &amp;#039;&amp;#039;Galerie am Wasserturm&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11856045X|LCCN=no2010003745|VIAF=52481466}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kasper, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (documenta)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innviertler Künstlergilde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gurten, Oberösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kasper, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Mai 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gurten (Oberösterreich)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. August 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Braunau am Inn|Braunau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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