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	<title>Ludwig Heilmeyer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:LudwigHeilmeyer.jpg|mini|Ludwig Heilmeyer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Heilmeyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. März]] [[1899]] in [[München]]; † [[6. September]] [[1969]] in [[Desenzano del Garda]] am [[Gardasee]]) war ein deutscher [[Innere Medizin|Internist]], [[Forscher]] (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hämatologie|Hämatologe]]) und [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des [[Maximiliansgymnasium München|Maxgymnasiums]] in München und dem [[Notabitur]] 1917 wurde Heilmeyer zum Militär eingezogen. Anfang Mai 1919 nahm er als Freiwilliger des [[Freikorps Epp]] an der Niederschlagung der [[Münchner Räterepublik]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rudi Kübler |url=https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/gruendungsrektor-ludwig-heilmeyer_-braune-flecken-auf-weissem-arztkittel-23365149.html |titel=Gründungsrektor Ludwig Heilmeyer: Braune Flecken auf weißem Arztkittel |werk=Südwest Presse |hrsg= |datum=2017-03-04 |abruf=2020-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919 begann er in München das Medizinstudium, das er nach bestandenem [[Staatsexamen]] 1925 abschloss. Im selben Jahr wurde er [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und erhielt er die [[Approbationsordnung|ärztliche Approbation]]. Nach einer kurzen Assistentenzeit in München an der Klinik [[Ernst von Romberg]]s wurde er ab 1926 an der Medizinischen [[Universitätsklinikum Jena|Universitätsklinik Jena]] tätig, wo er 1927 die [[Lehrberechtigung]] erhielt und 1928 zum Privatdozenten ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilmeyer war von 1933 bis 1935 Mitglied des [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelms]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=5-577867-2 |titel=Spruchakte Landesarchiv Baden-Württemberg |zugriff=2017-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach eigener Aussage, um in diesem Rahmen Widerstand gegen den NS zu leisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Heilmeyer |Hrsg=Ingeborg Heilmeyer |Titel=Ludwig Heilmeyer: Lebenserinnerungen |Verlag=Schattauer |Ort=Stuttgart |Datum=1971 |ISBN= |Seiten=56}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter der Jenaer Professorenschaft war das 1933 wohl nicht unüblich, wenngleich der Hintergrund in der Regel nationalistisch war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Hoßfeld |Hrsg=Uwe Hoßfeld |Titel=Kämpferische Wissenschaft: Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Köln/Weimar/Wien |Datum=2003 |ISBN=3-412-04102-5 |Seiten=48}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nahm an [[Rassenideologie|rassenpolitischen Schulungen]] der [[Staatsschule für Führertum und Politik]] in Thüringen teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee238&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 238.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1936 wurde Ludwig Heilmeyer zum außerordentlichen Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde Heilmeyer als Luftwaffenarzt einberufen. Er war zunächst im Luftwaffenlazarett in [[Dölau (Halle)|Halle-Dölau]], ab 1943 in [[Rowno]] ([[Ukraine]]) und schließlich 1944 als Leiter der Inneren Abteilung der ehemaligen Universitätskliniken [[Krakau]] tätig. Daneben war er seit 1944 Beratender Internist bei der [[Luftflotte 4]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach vorübergehendem Wirken an der Medizinischen Akademie in [[Düsseldorf]], wo er 1945 zum ordentlichen Professor ernannt wurde, und [[Wuppertal]]-[[Barmen]] übernahm er 1946 den [[Lehrstuhl]] für [[Innere Medizin]] am [[Universitätsklinikum Freiburg|Universitätsklinikum]] [[Freiburg im Breisgau|Freiburg&amp;amp;nbsp;i.&amp;amp;nbsp;Br.]], den er bis 1967 innehatte, und wurde zum Direktor der Medizinischen Universitätsklinik. Heilmeyer begann seine Tätigkeit mit zwei Oberärzten und wenigen Assistenten. Zum Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Klinik trug er ausschlaggebend bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraglich ist Heilmeyers Rolle als Mitglied einer von der [[Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin|Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin]] eingesetzten Gutachterkommission zu [[Wilhelm Beiglböck]]. Beiglböck wurde in [[Nürnberger Ärzteprozess]] 1946/47 zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt (später auf zehn Jahre reduziert), da dieser 1944 im [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] Menschenversuche an „[[Zigeuner]]n“ zur Trinkbarmachung von [[Meerwasser]] geleitet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee238&amp;quot; /&amp;gt;  Im Dezember 1951 kam er vorzeitig frei.&lt;br /&gt;
Die Gutachter-Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass „&amp;#039;&amp;#039;in der Art der Auswahl und der Gewinnung von Versuchspersonen Fehler begangen worden seien und in der Wahl eines Konzentrationslagers als Versuchsort, dass diese Fehler aber keine Verbrechen gewesen seien.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
Nach der Haftentlassung 1951 arbeitete Beiglböck zunächst bei Heilmeyer in Freiburg und wurde 1952 auf dessen Vermittlung hin Leitender Arzt der [[Innere Medizin|Inneren Abteilung]] des Krankenhauses in [[Buxtehude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 und 1949 war Heilmeyer in Freiburg [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Medizinischen Fakultät. Seit 1956 war Heilmeyer Mitglied der [[Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]]. In die [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]] wurde er 1961 als ordentliches Mitglied aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.haw.uni-heidelberg.de/akademie/member.en.html?id=476 |titel=Mitglieder der HAdW seit ihrer Gründung 1909 |titelerg=Ludwig Heilmeyer |hrsg=Heidelberger Akademie der Wissenschaften |zugriff=2016-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler von Heilmeyer waren unter anderem [[Rolf Marquardt]], der Gründungsdirektor der Universitätsaugenklinik Ulm und [[Hermann Heimpel (Mediziner)|Hermann Heimpel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 wechselte er nach seiner [[Emeritierung]] in Freiburg als Gründungsrektor und Vorsitzender des Gründungsausschusses an die [[Universität Ulm|Medizinisch-naturwissenschaftliche Hochschule Ulm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilmeyer starb 1969 in Italien durch einen [[Spannungspneumothorax]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Ab dem Wintersemester 1946/1947 führte Heilmeyer die [[Psychosomatik]] in den Unterricht und in den Alltag der Medizinischen Klinik ein und förderte [[Psychotherapie|psychotherapeutische]] Behandlungsverfahren, für die damalige Zeit eine ungewöhnliche Neuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Heilmeyer begründete die quantitativ-chemische [[Hämatologie]]. Neben der [[Eisenmangelanämie]] gehörten zu seinen Hauptarbeitsgebieten die [[Leukämie]]n, bei denen er die [[Chemotherapie|chemotherapeutische]] Behandlung mit [[Zytostatikum|Zytostatika]] einführte. Er befasste sich auch wissenschaftlich mit der Hochspannungselektrophorese sowie dem Eisen- und Kupferstoffwechsel&amp;lt;ref&amp;gt;Werner E. Gerabek: &amp;#039;&amp;#039;Heilmeyer, Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 553.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist der Erstbeschreiber der &amp;#039;&amp;#039;chronischen Erythroblastose&amp;#039;&amp;#039;, die unter dem Namen „Heilmeyer-Schönersche Erkrankung“ bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Tuberkulose]]-Therapie setzte Heilmeyer mit der Anwendung von [[Tuberkulose#Standardtherapie|Tuberkulostatika]] wichtige Impulse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 verwandte er als einer der Ersten Radio-[[Isotop]]e mit der dazugehörenden Diagnostik und Therapie in der klinischen Forschung. Später schuf er eine Abteilung für [[Nuklearmedizin]] innerhalb der Medizinischen Klinik. 1963 gründete er in Freiburg die &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für Nuklearmedizin&amp;#039;&amp;#039; und wurde deren Erster Vorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Heilmeyer herausgegebene &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin&amp;#039;&amp;#039; (ab 1955) widmete er seinem Freund, dem Chirurgen [[Hermann Krauß (Mediziner)|Hermann Krauß]], zu dessen 60. Geburtstag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2016 kam die „Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen“ zu dem Schluss, dass Heilmeyer sich fremde Leistungen von aus dem Amt vertriebenen jüdischen Wissenschaftlern aneignete, insbesondere als Heilmeyer 1959–1969 das „Handbuch für Hämatologie“ mit [[Anton Hittmair]] neu herausgab. Dabei nahm Heilmeyer die Stelle des Erstherausgebers ein, des jüdischen Arztes [[Hans Hirschfeld]] (Herausgeber ab 1934). Weder im Vorwort noch an einer anderen Stelle verwiesen Heilmeyer und Hittmair auf Hirschfelds Leistungen oder gedachten seiner Ermordung im Konzentrationslager Theresienstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E1625727966/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf |titel=Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen |werk=Anlage 2 zur Drucksache G-16/212 |hrsg= |datum=2016-03-18 |abruf=2020-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisch gesehen wird auch Heilmeyers Zusammenarbeit mit den [[KZ-Arzt|KZ-Ärzten]] [[Kurt Plötner]] und mit [[Wilhelm Beiglböck]], welcher im [[Nürnberger Ärzteprozess]] als [[Kriegsverbrecher]] verurteilt wurde und dann bis 1951 im [[Landsberger Gefängnis]] inhaftiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;Carolin Geidobler: &amp;#039;&amp;#039;Die Menschenversuche im KZ Dachau&amp;#039;&amp;#039;. Kapitel 12: Prozesse und Bestrafungen von Versuchsleitern.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite soll Heilmeyer während seiner Krakauer Zeit als Leiter der Medizinischen Klinik ähnlich wie sein pädiatrischer Kollege [[Josef Ströder]] Sympathien und Unterstützung für die Polen gezeigt und sich lediglich als Interimsdirektor gesehen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Kaczkowska: &amp;#039;&amp;#039;Nie gorszy niż Schindler Komisaryczny dyrektor Szpitala Dziecięcego im. św. Ludwika Josef Ströder&amp;#039;&amp;#039; Galicyjska Gazeta Lekarska 6/155 (2016) S. 38–39. ISSN 1897-7782&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Ludwig Heilmeyer hatte [[Ehrendoktor]]titel der Universitäten [[Athen]], [[Universität Frankfurt am Main|Frankfurt am Main]], [[Katholieke Universiteit Leuven|Löwen]], [[Universidad de Chile|Santiago de Chile]] und [[Universität Wien|Wien]]. 1960 erhielt er den [[Robert-Koch-Preis]] und die [[Robert-Koch-Medaille]]. Er war Träger des Großen [[Bundesverdienstkreuz]]es.&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für Fortschritte in der Inneren Medizin&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Walter-Siegenthaler-Gesellschaft für Fortschritte in der Inneren Medizin]] und früher bisweilen Ludwig-Heilmeyer-Gesellschaft genannt) vergab alle zwei Jahre für grundlegende wissenschaftliche Arbeiten über aktuelle Themen der Inneren Medizin an verdiente Forscher den „Ludwig-Heilmeyer-Preis“ bzw. Medaille (heute wie die Gesellschaft nach Walter Siegenthaler benannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Freiburg waren die beiden internistischen [[Intensivstation]]en der Medizinischen Universitätsklinik nach Ludwig Heilmeyer benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Station des Zentrums Innere Medizin der [[Universitätsmedizin Göttingen]], der Wirkungsstätte seines Schülers [[Werner Creutzfeldt]], trägt Heilmeyers Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://haematologie-onkologie.umg.eu/ueber-uns/stationen &amp;#039;&amp;#039;Universitätsmedizin Göttingen: Stationen der Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 28. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt [[Ulm]] ehrte Heilmeyer mit der im Stadtteil [[Eselsberg (Ulm)|Eselsberg]] gelegenen Straße „Heilmeyersteige“, an der sich das größte Studentenwohnheim der Stadt befindet. Im September 2018 hat der Gemeinderat der Stadt Ulm beschlossen, den bisherigen Heilmeyer-Saal im Grünen Hof Ulm aufgrund der NS-Vergangenheit Heilmeyers umzubenennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/aus-heilmeyer-wird-felix-fabri-27497678.html |wayback=20180907032352 |text=Rudi Kübler: &amp;#039;&amp;#039;Saal im Grünen Hof in Ulm wird umbenannt: Aus Heilmeyer wird Felix Fabri&amp;#039;&amp;#039;   }}, Südwest Presse, 5. September 2018, swp.de, abgerufen am 6. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2019 beschloss der Ulmer Gemeinderat zudem mehrheitlich eine Umbenennung der Heilmeyersteige.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/heilmeyersteige-ulm-umbenannt-neuer-name-strasse-folgen-fuer-anwohner-31947739.html Christoph Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Heilmeyersteige in Ulm Straße wird umbenannt - diese Folgen hat das für Anwohner&amp;#039;&amp;#039;. Südwest Presse, 19. Juli 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 2020 wurde der neue Name „Eselsbergsteige“ beschlossen; die Umbenennung wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 vollzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/heilmeyersteige-in-ulm-die-nach-dem-uni-gruendungsrektor-ludwig-heilmeyer-benannte-strasse-heisst-jetzt-eselsbergsteige-43879523.html Matthias Stelzer: &amp;#039;&amp;#039;Umbenennung: Heilmeyersteige heißt jetzt Eselsbergsteige&amp;#039;&amp;#039;. Südwest Presse, 19. Februar 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;donau3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor= |url=https://www.donau3fm.de/heilmeyersteige-ist-umbenannt-heilmeyer-strasse-folgt-im-januar-153173/ |titel=Heilmeyersteige ist umbenannt – Heilmeyer-Straße folgt im Januar |werk=donau3fm.de |datum=2020-12-17 |abruf=2021-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Günzburg]] war die „Ludwig-Heilmeyer-Straße“ nach ihm benannt, eine Zufahrtsstraße zum BKH Günzburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm. Der Günzburger Stadtrat beschloss im Januar 2020,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rebekka Jakob |url=https://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Guenzburg-Die-Ludwig-Heilmeyer-Strasse-wird-es-nicht-mehr-geben-id53528931.html |titel=Die Ludwig-Heilmeyer-Straße wird es nicht mehr geben |werk=augsburger-allgemeine.de |datum=2020-01-10 |abruf=2024-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dass die Straße einen neuen Namen bekommen soll. Die Verdienste Heilmeyers für Günzburg und die [[Schloss Reisensburg|Reisensburg]] seien unbestritten. Mit seinen Verstrickungen in die NS-Vergangenheit und seiner Förderung ehemaliger KZ-Ärzte diene Ludwig Heilmeyer jedoch nach heutigen Maßstäben nicht mehr als Vorbild. Ausschlaggebend sei hier besonders auch das Verhalten Heilmeyers nach 1945, da er &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;tatkräftig dabei geholfen hat, Nazis reinzuwaschen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;&amp;lt;!-- &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerrit Bernstein |url=https://www.ulm.de/leben-in-ulm/bauen-und-wohnen/rund-ums-wohnen/ulmsstrassen/strassenbenennungen/strassenbennungenarchiv/heilmeyersteige/umgang-der-stadt-ulm-mit-der-heilmeyersteige |titel=Stadt Ulm - Umgang der Stadt Ulm mit der Heilmeyersteige |werk=ulm.de |datum=2017-09-16 |abruf=2024-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt; Seit Januar 2021 heißt die Straße „Lindenallee“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rebekka Jakob |url=https://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Die-Ludwig-Heilmeyer-Strasse-wird-es-nicht-mehr-geben-id53528931.html |titel=Die Ludwig-Heilmeyer-Straße wird es nicht mehr geben |werk=Augsburger Allgemeine |hrsg= |datum=2019-02-18 |abruf=2020-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.guenzburg.de/guenzburg/geschichte/ein-langer-schatten/ludwig-heilmeyer-versuch-einer-politischen-einordnung/ |titel=Ludwig Heilmeyer - Versuch einer politischen Einordnung - Ein langer Schatten - Geschichte |werk= |hrsg=Stadt Günzburg |datum= |abruf=2020-02-22 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200222200559/https://www.guenzburg.de/guenzburg/geschichte/ein-langer-schatten/ludwig-heilmeyer-versuch-einer-politischen-einordnung/ |archiv-datum=2020-02-22 |offline=1   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;donau3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1965 ist er Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie|Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dgho.de/d-g-h-o/mitglieder/ehrenmitglieder/uebersicht-der-dgho-ehrenmitglieder |titel=Übersicht der DGHO-Ehrenmitglieder |werk=DGHO |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.&amp;amp;nbsp;V. |sprache=de |abruf=2023-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der seit 1994 bestehende „Ludwig-Heilmeyer-Weg“ im Freiburger Stadtteil Rieselfeld wurde nach Empfehlung einer Expertenkommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen im Jahr 2018 in [[George de Hevesy|„George-de-Hevesy-Weg“]] umbenannt. Als Begründung nannte die Kommission Heilmeyers NS-Belastung.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Heilmeyer-Weg&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;, Online auf: [https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/node/1017982/Lde/zmdetail_14787201/Ludwig_Heilmeyer_Weg.html?zm.sid=zmzwsm5621r1&amp;amp;nodeID=14787201 www.freiburg.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2021 wurde in [[Jena]] die im Jahr 1994 angebrachte Gedenktafel für Heilmeyer an der Medizinischen Klinik in der Bachstraße aufgrund dessen NS-Vergangenheit entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thorsten Büker |url=https://www.otz.de/regionen/jena/article232318685/Gedenktafel-fuer-Jenaer-Mediziner-mit-NS-Vergangenheit-entfernt.html |titel=Gedenktafel für Jenaer Mediziner mit NS-Vergangenheit entfernt |datum=2021-05-18 |sprache=de-DE |abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* als Hrsg. mit [[Erwin Becher]], [[Helmuth Bohnenkamp]], [[Norbert Henning]], [[Ferdinand Hoff (Mediziner)|Ferdinand Hoff]], [[Walter Hülse]], [[Rudolf Schoen]] und [[Alexander Sturm]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der speziellen pathologischen Physiologie für Studierende und Aerzte.&amp;#039;&amp;#039; 5., durchgesehene Auflage. Verlag von Gustav Fischer, Jena 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hämolytische Anämien durch unspezifische Antikörper.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Münchener Medizinische Wochenschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 85–88.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber mit [[Herbert Begemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Blut und Blutkrankheiten&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Handbuch der inneren Medizin]], 5. Auflage, 2. Band, 9 Teile, Springer-Verlag, Berlin 1968–1985.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Löffler]], Johann Rastetter, Torsten Haferlach; Ludwig Heilmeyer (Begründer): &amp;#039;&amp;#039;Atlas der klinischen Hämatologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-540-20645-0.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961. – Zu den Bearbeitern gehörten neben Heilmeyer unter anderem [[Günter Clauser]], [[Joachim Frey]], Hans Adolf Kühn und [[Herbert Reindell]].&lt;br /&gt;
** Hans Adolf Kühn, Joachim Schirmeister (Hrsg.); Ludwig Heilmeyer (Begründer): &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin : ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-540-19395-2.&lt;br /&gt;
* mit Wolfgang Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die rheumatischen Erkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 309–351.&lt;br /&gt;
* mit [[Herbert Begemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Blut und Blutkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 376–449.&lt;br /&gt;
* August Sundermann (Hrsg.), Ludwig Heilmeyer (Begründer): &amp;#039;&amp;#039;Rezepttaschenbuch : mit ausgewählten Hinweisen auf die nichtmedikamentöse Therapie,&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Verlag, Jena 1987, ISBN 3-334-00031-1&lt;br /&gt;
* als Hrsg. mit Anton Hittmair: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der gesamten Hämatologie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München / Berlin / Wien 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingeborg Heilmeyer (Hrsg.), Ludwig Heilmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen,&amp;#039;&amp;#039; Schattauer, Stuttgart, 1971. ISBN 3-7945-0243-4.&lt;br /&gt;
* [[Werner Gerabek|Werner Erwin Gerabek]]: &amp;#039;&amp;#039;Heilmeyer, Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Erwin Gerabek, Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 553 f.&lt;br /&gt;
* Florian Steger: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Heilmeyer. Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-515-13050-9.&lt;br /&gt;
* Oxana Kosenko, Florian Steger: Lemma &amp;#039;&amp;#039;Heilmeyer, Ludwig Siegfried&amp;#039;&amp;#039;. In: Baden-Württembergische Biographien, Band IX. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden Württemberg hrsg. von Martin Furtwängler, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2025, ISBN 978-3-7995-9606-0, S. 149–153.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Ralf Forsbach]], Hans-Georg Hofer |Titel=Internisten in Diktatur und junger Demokratie. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1933-1970 |Verlag=Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft |Ort=Berlin |Datum=2018}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ludwig Heilmeyer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118709615}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Rektor der Universität Ulm}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118709615|LCCN=n88185522|VIAF=52484101|NDL=00442895}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heilmeyer, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Robert-Koch-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Ulm)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ehrenbürger von Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Katholischen Universität Löwen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Internist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hämatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Ulm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor einer Universität in Chile]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heilmeyer, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Internist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. März 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. September 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Desenzano del Garda|Desenzano]] am [[Gardasee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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