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	<title>Ludwig Graff de Pancsova - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:14:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Graff_de_Pancsova&amp;diff=2011028&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, deutsch, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-08-16T10:50:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, deutsch, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ludwig von Graff.png|mini|Ludwig Graff de Pancsova]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Bartholomäus Graff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1881 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graff de Pancsova&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Januar]] [[1851]] in [[Pančevo|Pantschowa]], [[Kaisertum Österreich]]; † [[6. Februar]] [[1924]] in [[Graz]]) war ein ungarisch-österreichischer [[Zoologe]]. Er war [[Rektor]] an der [[Karl-Franzens-Universität]] in Graz und ein Experte in der Erforschung der [[Strudelwürmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Graff wurde am 2. Januar 1851 in Pantschowa ({{HuS|&amp;#039;&amp;#039;Pancsova&amp;#039;&amp;#039;}}) bei [[Belgrad]] als ältester Sohn des Apothekers, Bankiers, Großgrundbesitzers und Bürgermeisters Wilhelm Hermann Graff (geb. 1813) und der Elisabeth Zoldy de Zold geboren. Die Familie [[Graff (Geschlechter)#Graff de Pancsova (Österreich-Ungarn)|Graff de Pancsova]] stammte aus [[Poysdorf]] in Niederösterreich und wanderte im 18. Jahrhundert in das [[Banat]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Graff studierte ab 1868 studierte Medizin an der [[Universität Wien|Wiener Universität]] und legte dort 1871 die [[Tirocinalprüfung]] ab, damit er gegebenenfalls späterhin die väterliche Apotheke übernehmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1871 bis 1873 studierte Graff in Graz bei [[Eduard Oscar Schmidt|Oskar Schmidt]] Zoologie. Im Sommer 1872 wurde Professor Schmidt nach [[Straßburg]] berufen, Graff folgte ihm im Jahre 1873 als Assistent am Zoologischen Institut. Auf Grund einer Abhandlung über [[Strudelwürmer|Turbellarien]], betitelt „Zur feineren Anatomie der Rhabdocoelen“ erwarb Graff 1873 in Straßburg den Doktorgrad der Philosophie. Er wurde Assistent bei dem Mediziner und Zoologen [[Carl von Siebold]] in München. Hier entwickelte sich Graff zum Experten auf dem Gebiet der Turbellarien (Strudelwürmer, heute über 16.000 bekannte Arten umfassend). Hier [[Habilitation|habilitierte]] er sich  1874 mit der Arbeit „Zur Kenntnis der Turbellarien“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 wurde Graff zum Professor an die [[Königlich Bayerische Forstlehranstalt Aschaffenburg]] berufen, wo er bis 1884 Forstliche Zoologie lehrte. Im Jahr 1884 wurde Graff zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=ludwig-von-graff|Name=Ludwig von Graff|Datum=4. Juli 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1881 erhielt er den ungarischen Adelsstand mit dem Prädikat &amp;#039;&amp;#039;de Pancsova&amp;#039;&amp;#039;, seine Familie blüht noch heutzutage.&amp;lt;ref&amp;gt;Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs, Band 1, S. 272, O. Maass’ Söhne.&amp;lt;/ref&amp;gt; Graff folgte 1884 dem Ruf an die [[Karl-Franzens-Universität]] in Graz als Ordinarius für Zoologie, wo er bis 1920 als Lehrstuhlinhaber wirkte. Er war es auch, der das Institut für Zoologie und dessen Bibliothek ausbaute. Um das Wissen über die Tausende von unbekannten Turbellarienarten zu erweitern, unternahm er in der Grazer Zeit zahlreiche Studienreisen: 1893/94 nach [[Ceylon]] und [[Java (Insel)|Java]]. Es folgten dann 1902 [[Norwegen]] (Nördliches Eismeer) und 1907 [[Nordamerika]]. 1888/89 war Graff zum [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Grazer Philosophischen Fakultät und 1896/97 [[Rektor]] der Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graff war Mitglied zahlreicher gelehrter Gesellschaften. So war er korrespondierendes Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|preußischen Akademie der Wissenschaften]] in Berlin, regte gemeinsam mit Kollegen die 1890 erfolgte Gründung der [[Deutsche Zoologische Gesellschaft|Deutschen Zoologischen Gesellschaft]] an und gründete mit [[Viktor von Ebner-Rofenstein]] und anderen 1907 die [[Gesellschaft für Morphologie und Physiologie]]. 1908/1909 war er Präsident der [[Deutsche Zoologische Gesellschaft|Deutschen Zoologischen Gesellschaft]]. Der VIII. Internationale Zoologenkongress im Jahre 1910 in Graz wählte ihn zum Ehrenpräsidenten. Er wurde zum Ehrendoktor der schottischen Universität [[St Andrews]] und der englischen Universität [[Cambridge]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. August 1874 heiratete Graff in Lundenburg die Industriellentochter Eugénie Pauline Karoline Emilie (Jenny) Schorisch. Das Ehepaar bekam zwei Töchter und einen Sohn, den späteren Gynäkologen und Röntgenologen Erwin von Graff. Ludwig von Graff starb im Alter von 73 Jahren am 6. Februar 1924 nach langer Krankheit in geistiger Umnachtung in Graz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graff war Mitglied der [[Burschenschaft]] Arminia Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Herren der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Überlingen am Bodensee 1920, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse seiner Forschungsreisen hielt Graff in seinen Werken fest, z.&amp;amp;nbsp;B. in der zweibändigen „Monographie der Turbellarien“ (Wien 1882, 1889). Es folgten dann neben den zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften die Werke: „Die Turbellarien als Parasiten und Wirte“ (Graz 1903) und „Das Schmarotzertum im Tierreich und seine Bedeutung für die Artbildung“ (Graz 1907). Zwischen 1859 und 1862 gab der Heidelberger Professor [[Heinrich Georg Bronn]] drei Bände der „Klassen und Ordnungen des Tierreiches“ heraus. Der vierte Band („Turbellarien“) wurde 1904–1908 bzw. 1912–1917 von Graff verfasst und herausgegeben. Dieses Werk ist ein bis in die Gegenwart fortgesetztes Nachschlagewerk geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Anatomie der Rhabdocoelen&amp;#039;&amp;#039;. F. Wolff, Strassburg, 1873 [[doi:10.5962/bhl.title.46811]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation der Turbellaria Acoela&amp;#039;&amp;#039;. W. Engelmann, Leipzig 1891 [[doi:10.5962/bhl.title.10181]] [[doi:10.5962/bhl.title.46844]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Turbellarien als Parasiten und Wirte&amp;#039;&amp;#039;. Leuschner &amp;amp; Lubensky, Graz 1903 [[doi:10.5962/bhl.title.10091]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Turbellaria&amp;#039;&amp;#039;. Winter, Leipzig 1904 [[doi:10.5962/bhl.title.39536]] [[doi:10.5962/bhl.title.1093]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Schmarotzertum im Tierreich und seine Bedeutung für die Artbildung&amp;#039;&amp;#039;. Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1907 [[doi:10.5962/bhl.title.1851]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Graff de Pancsova.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1905.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|733|734|Graff de Pancsova, Ludwig Bartholomäus|Helmut Dolezal|12073205X}}&lt;br /&gt;
* [[Alois Kernbauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Graff von Pancsova. Der Grazer Zoologe in der Hochblüte des Darwinismus, weltweit führender Pionier der Wurmforschung, Lebenskünstler und Weltmann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Jahrbuch der Stadt Graz.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;31, 2001, S.&amp;amp;nbsp;273–286.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12073205X|LCCN=nr/99/18786|VIAF=22979619}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Graff de Pancsova, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of St Andrews]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Cambridge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1851]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Graff de Pancsova, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Graff de Pancsova, Ludwig Bartholomäus (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ungarisch-österreichischer Zoologe und Anthropologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Januar 1851&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pancsova]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Februar 1924&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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