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	<title>Ludwig Graf Cobenzl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T13:42:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Graf_Cobenzl&amp;diff=1610460&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hannes 24: /* Einzelnachweise */ kat</title>
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		<updated>2023-03-25T13:59:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grb Cobenzl1.JPG|mini|Cobenzl-Wappen an der heutigen Burg Predjama]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Graf Cobenzl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Ludwig Carl Graf Cobenzl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) (* [[9. Februar]] [[1744]] in [[Ljubljana|Laibach]] oder [[21. November]] [[1743]]&amp;lt;ref&amp;gt;1743er Geburtsdatum nennt Wißgrill ({{Google Buch|BuchID=tD0TAAAAYAAJ|Seite=96|Hervorhebung=Johann Ludwig Cobenzl|Linktext=Online}})&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[31. März]] [[1792]] in [[Eichstätt]]) war [[Dompropst]] in Eichstätt und Mitglied des [[Illuminatenorden|Illuminaten-Ordens]] in der Zeit der [[Aufklärung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war das zweite von fünf Kindern des k. k. [[Kämmerer]]s Quidobald Graf [[Cobenzl (Adelsgeschlecht)|Cobenzl]] (* 1716) und seiner 1739 ihm angetrauten Ehefrau Maria Anna Benigna, Gräfin von [[Montrichier]]. Er wuchs dort auf der väterlichen Burg Lueg (heute [[Höhlenburg Predjama]]) des 16. Jahrhunderts auf und besuchte die [[Universität Salzburg]]. Am 31. August 1760 erhielt er in [[Seckau]] die Minores, die [[Niedere Weihe|niederen Weihen]]. Am 27. Juli 1761 wurde er [[Domizellar]] in Eichstätt, am 26. August 1765 Domizellar in [[Lüttich]]. Dort erhielt er am 24. August 1769 die [[Subdiakon]]enweihe. Am 2. April 1773 wurde Cobenzl [[Domkapitular]] in Eichstätt; im Dezember des gleichen Jahres resignierte er auf sein Lütticher Kanonikat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sein älterer Bruder [[Philipp von Cobenzl|Johann Philipp Graf Cobenzl]] gehörte er dem Illuminatenorden an, einem in Anlehnung an die [[Freimaurerei]] gegründeten [[Aufklärung|aufklärerischen]] Geheimbund, wo er im obersten Leitungsgremium, dem Areopag, die fränkische Ordensprovinz vertrat. Von den Eichstätter Illuminaten, vor allem Beamte, Lehrer und Geistliche, die sich ab 1778 zusammenfanden, ist überliefert, dass sie ein ausgeprägtes gesellschaftliches und bildungsprogrammatisches Leben führten. Sie kontrollierten die Eichstätter [[Freimaurerloge]] „Pallas zu den 3 Lichtern vom Aufgang“ und nutzten sie zur Mitgliedergewinnung und zur Tarnung. Etwa 20 Eichstätter Illuminaten, darunter Cobenzl als „Arrian“, lassen sich namentlich ausmachen. 1785 stellten die Eichstätter Illuminaten ihre Tätigkeit ein – zwei Jahre vor dem auf Drängen Bayern zustande gekommenen eichstättisch-bischöflichen Verbot aller geheimen Gesellschaften. Eine Illuminatenverfolgung gab es in Eichstätt nicht, kein Ordensmitglied verlor mit dem Verbot seinen hochstiftischen Verwaltungsposten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. März 1781 scheiterte der Illuminat Cobenzl bei der Eichstätter Fürstbischofswahl als Gegenkandidat von [[Johann Anton III. von Zehmen]] – trotz Unterstützung des kaiserlichen Hofes in Wien, dessen Anhänger er war. Am 12. Dezember 1781 wurde er Dompropst in Eichstätt. Ende der 1780er Jahre versuchten die Augustiner-Chorherren von [[Kloster Rebdorf|Rebdorf]] mit Unterstützung Cobenzls, eine Aufhebung ihres Stiftes zu erreichen und von den Ordensgelübden dispensiert zu werden, scheiterten jedoch am Widerstand des österreichischen Kaiserhauses. 1790 wurde Cobenzl vom Domkapitel in die fürstbischöfliche Kommission zur Gründung einer Witwen- und Waisenkasse entsandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dompropst Cobenzl starb mit 48 Jahren in Eichstätt. Noch in seinem Testament erwies er sich als Illuminat und [[Vordenker der Aufklärung|Aufklärer]]: Um soziale und bildungspolitische Verbesserungen der Bevölkerung bemüht, bedachte er das Armeninstitut und die Normalschule in Eichstätt. Im [[Mortuarium (Architektur)|Mortuarium]] des [[Eichstätter Dom]]es befindet sich ein kleiner Stein mit seinem Wappen, der zum verlorengegangenen Cobenzl-[[Epitaph]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cobenzl-Schlösschen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Cobenzlschlösschen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cobenzl-Schlösschen in Eichstätt (Bayern).jpg|mini|Das barocke Cobenzl-Schlösschen in Eichstätt (mit späteren Anbauten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cobenzlschlösschen Eichstätt -Gedenkstein am Prinzensteig.jpg|thumb|Gedenkstein zu Ehren Ludwig Graf Cobenzls in der Nähe des Schlosses, gestiftet von [[Johann Wilhelm von Hompesch zu Bolheim]]; Aufschrift: &amp;lt;poem&amp;gt;„L. COBENZL&lt;br /&gt;
Dem Stifter dieser Anlage zum blei-&lt;br /&gt;
benden Denckmale gewidmet von seinem Freind&lt;br /&gt;
W. HOMPESCH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Eichstätt besaß Domkapitular Cobenzl neben seiner Stadtwohnung ab 1776 am Rande der Stadt ein noch heute nach ihm benanntes [[barock]]es Schlösschen, das aus einem ovalen Mittelbau mit zwei kleinen Flügeln und einem Garten mit einem oberhalb des Schlösschens stehenden gemauerten Gartenpavillon bestand. Diese Anlage wurde zwischen 1730 und 1740 von [[Gabriel de Gabrieli]] als Lustschlösschen für den Bischöflichen Oberstjägermeister Franz Ludwig Freiherr von [[Knebel von Katzenelnbogen|Katzenelnbogen]] erbaut. Cobenzl erweiterte ab 1784 den hinter dem Schlösschen liegenden terrassenförmigen Garten am ansteigenden Hangbereich des [[Altmühltal]]es zu einer weiter nach Osten sich ausdehnenden Parkanlage, ließ einen weiteren, hölzernen (heute nicht mehr existierenden) Pavillon errichten und machte die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich. Ein 1792 am Aufgang zum Frauenberg angebrachter Gedenkstein erinnert an Cobenzl. In Schloss und Garten arrangierte er Bälle und Picknicks, zu denen er auch nichtadlige Beamte einlud, um im Sinne der Illuminaten Standesunterschiede abzubauen. Auch stellte er seine mit naturwissenschaftlichen und philosophischen Werken gut ausgestattete Bibliothek jedem Interessenten zur Verfügung. Nach der [[Säkularisation]] wurde das Schlösschen ab 1810 zur Bierwirtschaft umgenutzt und ein Langflügel angebaut. Ab 1864 stand auf dem ehemaligen Cobenzl-Gelände für ein Jahrhundert das von einer [[Augsburg]]er [[Aktiengesellschaft]] betriebene [[Gaswerk]] der Stadt Eichstätt. Seit 1988 ist das Referat zur Erhaltung von Kunst und Kulturgut der Stadt und des Landratsamtes im Schlösschen untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Franz Karl Wißgrill]]: &amp;#039;&amp;#039;Schauplatz des landsässigen Niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstande von dem 11. Jahrhundert an, bis auf jetzige Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Band, Wien 1795&lt;br /&gt;
* [[Felix Mader]] (Bearbeiter): &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler von Mittelfranken. I. Stadt Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; München 1924; Nachdruck München, Wien 1981: R. Oldenbourg Verlag, ISBN 3-486-50504-1, S. 734–739&lt;br /&gt;
* Hugo A. Braun: &amp;#039;&amp;#039;Das Domkapitel zu Eichstätt von der Reformationszeit bis zur Säkularisation (1535-1806). Beiträge zu seiner Verfassung und Personalgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Eichstätt 1983 (Dissertation theol.)&lt;br /&gt;
* Bruno Lengenfelder: &amp;#039;&amp;#039;Die Diözese Eichstätt zwischen Aufklärung und Restauration. Kirche und Staat 1773-1821.&amp;#039;&amp;#039; (Eichstätter Studien, NF Band 18, zugleich Eichstätt, Kath. Universität, Dissertation). Regensburg 1990: Verlag Friedrich Pustet. ISBN 3-7917-1216-0&lt;br /&gt;
* Carla Neis, Li Portenlänger und Siegfried Schieweck-Mauk: &amp;#039;&amp;#039;von seinem Freinde. Der verborgene Garten.&amp;#039;&amp;#039; Eichstätt: Lithographie-Werkstatt, 2011 (mit Cobenzl-Biographie, S. 79–104)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Freimaurerei im Bisthum Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; In: Pastoral-Blatt des Bisthums Eichstätt 12 (1865), Nr. 41–52&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bischöfflich Eichstättische Verordnung gegen die Illuminaten.&amp;#039;&amp;#039; In: Journal von und für Deutschland Bd. 2/1787, S. 435f.&lt;br /&gt;
* Bruno Lengenfelder: &amp;#039;&amp;#039;Illuminaten in Eichstätt. Ein aufklärerischer Geheimbund in der Bischofsstadt.&amp;#039;&amp;#039; In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt 97 (1988), S. 135–170&lt;br /&gt;
* {{ADB|4|355|363|Cobenzl, Ludwig Graf|[[Hermann Hüffer]]|ADB:Cobenzl}}&lt;br /&gt;
* Peter Zürcher: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischofswahlen im Fürstbistum Eichstätt von 1636 bis 1790. Wahlgeschehen im Spiegel domkapitelscher, dynastischer und kaiserlicher Landes- und Reichskirchenpolitik&amp;#039;&amp;#039; (Dissertation Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 2004/2005). München: Verlag C. H. Beck, 2008 (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte; 155). ISBN 978-3-406-10770-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122925378|VIAF=907764}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cobenzl, Ludwig Graf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufklärer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Illuminat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Cobenzl|Ludwig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1744]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1792]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cobenzl, Ludwig Graf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cobenzl, Johann Ludwig Carl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Dompropst&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Februar 1744&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ljubljana|Laibach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. März 1792&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eichstätt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hannes 24</name></author>
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