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	<title>Ludwig Forrer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2024-05-28T15:04:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Ludwig Forrer.jpg|mini|hochkant|Ludwig Forrer (1895)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Ludwig Forrer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Februar]] [[1845]] in [[Islikon TG|Islikon]]; † [[28. September]] [[1921]] in [[Bern]]; [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in [[Bäretswil]] und [[Winterthur]]; überwiegend &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Forrer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]] ([[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]). Von 1870 bis 1900 gehörte er dem [[Kantonsrat (Zürich)|Kantonsrat]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] an, von 1875 bis 1900 war er (mit einer Unterbrechung) Mitglied des [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrates]]. Nachdem ein wesentlich von ihm geprägtes Unfall- und Krankenversicherungsgesetz, die «Lex Forrer», in einer nationalen Volksabstimmung gescheitert war, zog er sich vorübergehend aus der Politik zurück. Im Dezember 1902 folgte Forrers Wahl in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]]. Seine 14 Jahre dauernde Amtszeit war von mehreren Departementswechseln geprägt: Bis zu seinem Rücktritt Ende 1917 stand er sechs verschiedenen Departementen vor, zweimal war er [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]]. Gegen grossen Widerstand setzte er 1913 die Ratifizierung des umstrittenen [[Gotthardvertrag]]s durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Studium und Beruf ===&lt;br /&gt;
Forrers Vater, der ebenfalls Ludwig hiess, war Inhaber einer mechanischen Werkstätte in [[Islikon TG|Islikon]] im [[Kanton Thurgau]]. Mit dessen Tod wurde er im Alter von fünf Jahren Halbwaise. Seine Mutter musste daraufhin für ihn und seine drei Geschwister alleine in sehr bescheidenen Verhältnissen sorgen. Forrer besuchte die Sekundarschule in [[Rickenbach ZH|Rickenbach]] und anschliessend die [[Kantonsschule Frauenfeld]]. Dort gehörte er im November 1862 zu den Mitbegründern der Schülerverbindung [[Thurgovia (Gymnasialverbindung)|Thurgovia]]. Ab 1863 studierte er [[Rechtswissenschaft]] an der [[Universität Zürich]], als Student war er Mitglied der [[Schweizerischer Zofingerverein|Zofingia]]. Forrer unterbrach 1867 sein Studium und arbeitete bei der [[Kantonspolizei Zürich]] als Polizeileutnant. Nachdem er seinen Abschluss nachgeholt hatte, war er ab 1870 als [[Staatsanwalt]] tätig. Ab 1873 führte er in [[Winterthur]] ein eigenes Advokaturbüro. 1891 verteidigte er mit Erfolg die liberalen [[Kanton Tessin|Tessiner]] Revolutionäre, die ein Jahr zuvor im [[Tessiner Putsch]] die konservative Kantonsregierung zu stürzen versucht hatten. Forrer war mit Johanna Regula Dändliker verheiratet, mit ihr hatte er fünf Töchter und einen Sohn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer240&amp;quot;&amp;gt;Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.geschichtedersozialensicherheit.ch/akteure/bundesraetinnen-und-bundesraete/forrer-ludwig |titel=Ludwig Forrer |hrsg=[[Bundesamt für Sozialversicherungen]] |werk=Geschichte der sozialen Sicherheit in der Schweiz |datum=2014 |zugriff=2022-12-20 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Tochter Elsa heiratete den Schriftsteller [[Jakob Bosshart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonale und nationale Politik ===&lt;br /&gt;
1867 schloss sich Forrer der [[Demokratische Bewegung (Schweiz)|demokratischen Bewegung]] an und etablierte sich bald zu einem der Meinungsführer der &amp;#039;&amp;#039;[[École de Winterthour]],&amp;#039;&amp;#039; die sich für den Ausbau der Volksrechte und staatliche Interventionen im sozialen Bereich einsetzte. 1868/69 gehörte er als 1.&amp;amp;nbsp;Sekretär dem [[Verfassunggebende Versammlung|Verfassungsrat]] an, der für den [[Kanton Zürich]] eine neue Verfassung ausarbeitete, mit der zahlreiche Forderungen der Demokraten umgesetzt werden konnten. 1870 wurde er in den [[Kantonsrat (Zürich)|Kantonsrat]] gewählt, dem er 30 Jahre lang angehörte. Er war einer der einflussreichsten Mitglieder der Demokraten und präsidierte den Rat viermal in den Jahren 1875, 1879, 1884 und 1898/99. Aufgrund seines Einsatzes für den demokratischen und sozialen Ausbau des Staatswesens erhielt er den Spitznamen «Löwe von Winterthur».&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer240&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrer kandidierte mit Erfolg bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 1875|Parlamentswahlen 1875]] und vertrat den [[Nationalratswahlkreis Zürich-Nord|Wahlkreis Zürich-Nord]] im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]]. Drei Jahre später verzichtete er auf eine Kandidatur, liess sich aber 1881 im [[Nationalratswahlkreis Zürich-Ost|Wahlkreis Zürich-Ost]] erneut wählen. 1887 reichte er eine [[Motion (Schweiz)|Motion]] ein, die eine Vereinheitlichung des Schweizer Strafrechts verlangte – eine Forderung, die erst 1942 mit dem Inkrafttreten des [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|Strafgesetzbuches]] gänzlich verwirklicht werden sollte. 1893 amtierte er als [[Nationalratspräsident (Schweiz)|Nationalratspräsident]]. 1894 gehörte Forrer zu den Gründungsmitgliedern der FDP, die sich aus [[Radikalismus#Liberaler Radikalismus|Radikalliberalen]] und Demokraten zusammensetzte. Zwar befürwortete er weiterhin den Ausbau der Volksrechte (beispielsweise die Wahl des [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrates]] durch das Volk), lehnte aber das [[Verhältniswahl|Proporzwahlrecht]] entschieden ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 240–241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1890er Jahren widmete sich Forrer intensiv der Realisierung einer Kranken- und Unfallversicherung nach deutschem Vorbild. Das von ihm vorgeschlagene Modell hätte eine staatliche Unfallversicherungsanstalt, öffentliche Krankenkassen und private Krankenversicherungen, das Versicherungsobligatorium für unselbständig Erwerbende sowie garantierte Heilungskosten und Erwerbsersatz festgeschrieben. Gegen die «Lex Forrer» formierte sich Widerstand in der [[Romandie]] und bei katholischen Sozialpolitikern, die ein [[Referendum#Schweiz|Referendum]] zustande brachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|16608|Krankenversicherung|Autor=[[Bernard Degen]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Volksabstimmung am 20.&amp;amp;nbsp;Mai 1900 endete mit einer empfindlichen Niederlage: Nur 30,2 % der Abstimmenden und ein einziger Kanton nahmen das Bundesgesetz an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/va/19000520/index.html |titel=Volksabstimmung vom 20. Mai 1900 |hrsg=[[admin.ch]] |datum=2013-08-20 |zugriff=2013-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzig die unbestrittenen Artikel zur [[Militärversicherung]] wurden zwei Jahre später in Kraft gesetzt. Forrer war dermassen enttäuscht, dass er alle seine politischen Ämter niederlegte. Der Bundesrat wählte ihn zum Direktor des [[Office central des transports internationaux par chemins de fer à Berne|Zentralamtes für internationalen Eisenbahntransport in Bern]]. Ansonsten führte er ein zurückgezogenes Privatleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer241&amp;quot;&amp;gt;Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem unerwarteten Tod von Bundesrat [[Walter Hauser (Politiker, 1837)|Walter Hauser]] am 22.&amp;amp;nbsp;Oktober 1902 forderten zahlreiche Parteifreunde Forrer auf, sich für eine Kandidatur zur Verfügung zu stellen. So schrieb ihm sein Freund [[Eduard Müller (Politiker, 1848)|Eduard Müller]]: «Auf dem internationalen Amt wirst Du […] versauern. Eine Kampfnatur wie Du gehört in den Kampf.» Schliesslich erklärte er sich nach wochenlangem Zögern dazu bereit. Bei der Bundesratswahl am 11.&amp;amp;nbsp;Dezember 1902 erhielt er im ersten Wahlgang 113 von 199 gültigen Stimmen und war damit gewählt; auf die Ständeräte [[Eduard Blumer]] (Glarus) und [[Paul Emil Usteri]] (Zürich) entfielen 70 bzw. 10 Stimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer241&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
Forrer, der über keinerlei Verwaltungserfahrung auf Kantons- oder Gemeindestufe verfügte, trat sein Amt am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1903 an. In den folgenden 14 Jahren stand er allen Departementen vor, mit Ausnahme des Finanzdepartements. Er übernahm zunächst das [[Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung|Handels-, Industrie- und Landwirtschaftsdepartement]], in dem er sich hauptsächlich mit der Erneuerung von Handelsverträgen befasste. 1904/05 leitete er das [[Eidgenössisches Departement des Innern|Departement des Innern]], wobei er den Ausbau und die Reorganisation des [[ETH Zürich|Eidgenössischen Polytechnikums]] entscheidend mitprägte. Unter seiner Leitung wurde 1905 die [[Schweizerische Schillerstiftung]] gegründet. 1906 amtierte Forrer erstmals als [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]], was damals automatisch mit der Leitung des [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Politischen Departements]] für ein Jahr verbunden war. Der Aussenpolitik mass er keine besondere Bedeutung zu, diplomatische Anlässe langweilten ihn. Höhepunkt dieses Präsidialjahres war die Eröffnung des [[Simplontunnel]]s. 1907 wechselte Forrer für ein Jahr zum [[Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport|Militärdepartement]], 1908 für jeweils einige Monate zum [[Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation|Post- und Eisenbahndepartement]] und anschliessend zum [[Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement|Justiz- und Polizeidepartement]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer242&amp;quot;&amp;gt;Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst als Forrer im August 1908 das Post- und Eisenbahndepartement zum zweiten Mal übernahm, konnte er beginnen, Akzente zu setzen. Seine Tätigkeit war geprägt von zahlreichen technischen Herausforderungen. Dazu gehörten der Bau einer zweiten Tunnelröhre am Simplon und neuer Zufahrtsstrecken, die Reorganisation der [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]] (SBB) und die Elektrifizierung ihres Streckennetzes sowie die Frage einer möglichen neuen Alpentransitstrecke über die [[Splügenpass|Splügenroute]]. Wichtigstes Geschäft waren jedoch die Verhandlungen über den umstrittenen [[Gotthardvertrag]]: Das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] und [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]] hatten sich in den 1870er Jahren finanziell am Bau der [[Gotthardbahn]] beteiligt. Forrer plante den Rückkauf der Gotthardbahn und deren Integration in die SBB. Als Ausgleich für den Verzicht auf eine Kapital- und Betriebsgewinnbeteiligung sollten die beiden Nachbarstaaten Tarifvergünstigungen erhalten, die der Gewährung der [[Meistbegünstigungsprinzip|Meistbegünstigungsklausel]] auf den Transit-Eisenbahnstrecken gleichkamen. Die Vertragsunterzeichnung löste eine breite Protestbewegung aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schult&amp;quot;&amp;gt;[[Hermann Böschenstein (Journalist)|Hermann Böschenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrat Schulthess: Krieg und Krisen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Paul Haupt, Bern 1966. S. 61–65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Forrer musste sich zahlreiche Schmähungen gefallen lassen und wurde von politischen Gegenspielern sogar des Landesverrats bezichtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer243&amp;quot;&amp;gt;Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 war Forrer zum zweiten Mal Bundespräsident und Aussenminister. Am 4.&amp;amp;nbsp;Februar wurde in einer Volksabstimmung ein revidiertes Kranken- und Unfallversicherungsgesetz angenommen, das gegenüber der Vorlage von 1900 markante Änderungen aufwies. Vorgesehen war nur noch eine obligatorische und zentral verwaltete Unfallversicherung, während man auf eine obligatorische Krankenversicherung verzichtete. Forrer war zwar nicht federführend an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt gewesen, engagierte sich aber stark in der Kampagne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer&amp;quot; /&amp;gt; Die Zustimmung zum Gesetz fiel mit 54,6 % relativ knapp aus, wobei es zwischen den einzelnen Kantonen beträchtliche Unterschiede gab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/va/19120204/index.html |titel=Volksabstimmung vom 4. Februar 1912 | hrsg=admin.ch |datum=2013-08-20 |zugriff=2013-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Höhepunkt des Amtsjahres war im September der Staatsbesuch des deutschen Kaisers [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] in der Schweiz (im Rahmen des [[Kaisermanöver (Schweiz)|Kaisermanövers]]). Dabei legte Forrer grossen Wert darauf, die Gleichberechtigung des demokratischen Kleinstaates gegenüber dem mächtigen Kaiser klar zum Ausdruck zu bringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer242&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrer kehrte 1913 an die Spitze des Eisenbahndepartements zurück. Die Ratifizierung des Gotthardvertrags im April dieses Jahres oblag seinem Kollegen [[Edmund Schulthess]]. Der Widerstand ausserhalb des Parlaments war weiterhin gross, doch das Volk konnte sich damals bei Staatsverträgen nur mit [[Petition]]en Gehör verschaffen. Ein Komitee lancierte eine [[Volksinitiative (Schweiz)|Volksinitiative]] zur Einführung des [[Fakultatives Referendum|fakultativen Referendums]] für Staatsverträge. Die Initiative, über die erst neun Jahre später abgestimmt werden konnte, wurde deutlich angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schult&amp;quot; /&amp;gt; Seit dem Gotthardvertrag und dem Kaiserbesuch galt Forrer in linken Kreisen und in der Romandie fälschlicherweise als ausgesprochen deutschfreundlich, obwohl er als überzeugter Demokrat keine Sympathien für Monarchien hatte. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] hatte das Post- und Eisenbahnwesen mit gravierenden organisatorischen und finanziellen Problemen zu kämpfen. Aufgrund mangelnder Kohlenimporte musste der Bahnverkehr eingeschränkt werden und die Elektrifizierung des Streckennetzes verzögerte sich auf unbestimmte Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forrer243&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Ludwig Forrer (1845–1921) FDP-Politiker. Grab, Friedhof Rosenberg Winterthur.jpg|alternativtext=Ludwig Forrer (1845–1921) FDP-Politiker, Bundesrat von 1912 bis 1917. Johann Forrer-Dändliker (1851–1910), Louis Forrer (1882–1971) Klara Forrer (1881–1932). Grab, Friedhof Rosenberg Winterthur|mini|Grab, [[Friedhof Rosenberg]] in Winterthur.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Jahre ===&lt;br /&gt;
Forrer wollte Ende 1917 erneut als Bundesrat kandidieren, hatte aber vor, nur bis Kriegsende im Amt zu verbleiben. Der unerwartete Rücktritt von [[Arthur Hoffmann (Politiker)|Arthur Hoffmann]] im Juni 1917 durchkreuzte dieses Pläne. Turnusgemäss hätte er 1918 das Amt des Vizepräsidenten übernehmen sollen, das aber [[Gustave Ador]] für sich beanspruchte. Forrer war nicht ohne Weiteres dazu bereit, war aber aufgrund fehlender Pensionsansprüche auf eine angemessene Stellung nach seiner Amtszeit angewiesen. Er bat darum seinen einstigen Zofingia-Kameraden, ihn bei der nächsten Vakanz im Zentralamt für internationalen Eisenbahnverkehr zu berücksichtigen. Ador stimmte zu, woraufhin Forrer per 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 1917 zurücktrat. Er übernahm wieder das Amt des Direktors, das er bereits von 1900 bis 1902 innegehabt hatte. In der Folge hielt sich Forrer weitgehend aus der Politik heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1920 gehörte er zu den Gründern der «Genossenschaft zur Herausgabe der [[Schweizer Monat|Schweizerischen Monatshefte]] für Politik und Kultur».&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Urner: Die Gründung der «Schweizerischen Monatshefte für Politik und Kultur», in Schweizer Monatshefte, März 1971, S. 1064–1078.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28.&amp;amp;nbsp;September 1921 verstarb er im Alter von 76 Jahren in Bern. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem [[Friedhof Rosenberg]] in Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|3631|Autor=Walter Labhart}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Walter Labhart |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Ludwig Forrer |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=240–245}}&lt;br /&gt;
* Walter Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrat Ludwig Forrer, 1845–1921&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur.&amp;#039;&amp;#039; Band 303). [[Winterthurer Bibliotheken|Stadtbibliothek Winterthur]], Winterthur 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.geschichtedersozialensicherheit.ch/akteure/bundesraetinnen-und-bundesraete/forrer-ludwig Ludwig Forrer] in Geschichte der Sozialen Sicherheit in der Schweiz&lt;br /&gt;
* {{WinterthurGlossar|ludwig-forrer}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3949}}&lt;br /&gt;
* [https://nb-helveticat.primo.exlibrisgroup.com/discovery/search?query=creator,contains,Forrer%20Ludwig%201845-1921,OR&amp;amp;query=sub,contains,Forrer%20Ludwig%201845-1921,AND&amp;amp;tab=LibraryCatalog&amp;amp;search_scope=MyInstitution&amp;amp;sortby=rank&amp;amp;vid=41SNL_51_INST:helveticat&amp;amp;lang=de&amp;amp;mode=advanced&amp;amp;offset=0 Publikationen von und über Ludwig Forrer] im Katalog Helveticat der [[Schweizerische Nationalbibliothek|Schweizerischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Walter Hauser (Politiker, 1837)|Walter Hauser]]|NACHFOLGER=[[Robert Haab]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1903–1917}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsteher/in des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=13600346X|VIAF=80421549}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Forrer, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalratspräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Schweizerischen Zofingerverein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Schülerverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Winterthur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1845]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Forrer, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Forrer, Johann Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker (FDP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Februar 1845&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Islikon TG|Islikon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. September 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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