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	<title>Ludwig Feyerabend - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-28T03:48:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Hermann Oswald Feyerabend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Oktober]] [[1855]] in [[Uraz (Oborniki Śląskie)|Auras]] an der Oder, [[Provinz Schlesien]]; † [[11. Oktober]] [[1927]] in [[Würzburg]]) war ein deutscher [[Ur- und Frühgeschichte|Prähistoriker]] und langjähriger Direktor des [[Kulturhistorisches Museum Görlitz|Kaiser-Friedrich-Museums Görlitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Platz des 17 Juni (Görlitz) Ludwig Feyerabend.jpg|mini|[[Gedenktafel]] in [[Görlitz]]]]&lt;br /&gt;
Ludwig Feyerabend, der Sohn des Predigers Oswald Feyerabend (1809–1872)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Schmidt (Historiker)|Walter Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Oswald Friedrich Feyerabend (1809–1872). Evangelischer Pfarrer im schlesischen Oderstädtchen Auras / Kreis Wohlau von 1840 bis 1857.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 2015, S. 265–294, hier: S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Therese Tischer, besuchte das Gymnasium in [[Jawor|Jauer]]. Nach dem Tod des Vaters erhielt der 16-Jährige eine Freistelle an der [[Landesschule Pforta]], die er 1875 mit dem Abitur als [[Primus Omnium]] verließ. Nach dem Militärdienst studierte er in Breslau [[klassische Philologie]], [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]] und [[Kunstgeschichte]] sowie in Wien [[Vergleichende Sprachwissenschaft]]en, [[Germanistik]] und [[Kunstgewerbe]]. Während seines Studiums wurde er 1876 Mitglied der [[Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn|Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Elsheimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Burschenschafter. Ausgabe 1925/26.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1925/26, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Staatsprüfung bestand er 1880 in Breslau. Als [[Oberlehrer]] lehrte er dann hauptsächlich [[Griechische Sprache|Griechisch]] an den Gymnasien in [[Oława|Ohlau]] und Jauer. 1885 wurde er Leiter des ärztlichen Pädagogikums der [[Karl Ludwig Kahlbaum|Kahlbaumschen]] Heilanstalt in Görlitz, 1896 Leiter und Besitzer der Dr. Winklerschen Vorbereitungsanstalt in Görlitz. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er als [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] der [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] Kommandeur eines [[Bataillon]]s des [[Infanterie-Regiment „von Courbière“ (2. Posensches) Nr. 19|Infanterie-Regiments „von Courbiére“ (2. Posensches) Nr. 19]], mit dem er an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] eingesetzt wurde. Am 27. Januar 1915 wurde er zum [[Major]] befördert. Nach dem Auskurieren einer Verwundung wurde er beim [[Generalstab]] verschiedener Heeresteile eingesetzt, dann als Aufklärungsoffizier des [[Generalquartiermeister]]s. Er erhielt das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. und I. Klasse, das Österreichische Verdienstkreuz mit der Kriegsdekoration und den bulgarischen [[St. Alexander-Orden]] mit Krone und Schwertern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feyerabend leitete viele archäologische Ausgrabungen, zum Beispiel in [[Neißeaue|Zentendorf]], [[Weinhübel|Leschwitz]], Lissa, auf der [[Landeskrone]], in [[Rothenburg/Oberlausitz|Rothenburg]], [[Bad Muskau|Muskau]] und [[Reichwalde]]. 1902 wurde er Direktor der neugeschaffenen [[Oberlausitzer Gedenkhalle]] mit [[Kulturhistorisches Museum Görlitz|Kaiser-Friedrich-Museum]]. Er widmete sich dem Aufbau des noch leeren Museums, dem er die Sammlungen des Städtischen Museums für Altertum und Kunst einverleibte sowie die Sammlungen einiger Privatleute und die Sammlung der von ihm 1888 gegründeten und bis 1926 geleiteten Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte&amp;lt;ref&amp;gt;G. Rennebach: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Feyerabend zum Gedenken. Zur Entwicklung der Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte der Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Coblenz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Band 14/15, Berlin 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Oberlausitz. 1889 wurde er Mitglied und 1909 Ehrenmitglied der [[Niederlausitzer Gesellschaft für Geschichte und Landeskunde|Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Altertumskunde]]. Außerdem war er Mitglied der [[Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften|Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften]] (seit 1888) und Inspektor ihrer reichen Sammlungen, Mitglied der [[Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz|Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz]] und zweimal deren zweiter Präsident sowie Mitglied der [[Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte]]. Korrespondierende Mitgliedschaften hatte er in der [[Brandenburgia]], im [[Verein für die Geschichte Berlins]] und im Verein für Geschichte und Altertumskunde Schlesiens. Er erhielt den [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] 4. Klasse und 1913 wurde ihm der Professorentitel verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Ehe war er mit der Tochter des Eisenbahn-Bauunternehmers Plüschke verheiratet, in zweiter Ehe mit Marie Hummel. Seine Kinder waren Margarete (* 1886), Hildegard (* 1889; verheiratet mit dem Oberfeldarzt der Reserve und [[SS-Oberführer]] Walter Lichtschlag), Richard (* 1904), Fritz (* 1907) und Heinz (* 1907).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Feyerabend veröffentlichte Aufsätze über prähistorische Themen in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften und über Museumskunde in [[Karl Koetschau]]s Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Museumskunde&amp;#039;&amp;#039;. Seit 1890 gab er die &amp;#039;&amp;#039;Jahreshefte der Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte der Oberlausitz&amp;#039;&amp;#039; heraus. Daneben veröffentlichte er:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luther und das Herzigsche Lutherfestspiel.&amp;#039;&amp;#039; Sinogoritz, Görlitz 1888&amp;lt;!--so in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel katalogisiert; in Herrmann A. L. Degener: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Zeitgenossen. Wer ist’s?&amp;#039;&amp;#039; 6. Ausgabe, Degener, Leipzig 1912 als: &amp;#039;&amp;#039;Luther und das Herrigsche Lutherfestspiel&amp;#039;&amp;#039;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ludwig Feyerabend (Bearbeiter) und J. Schurig (Zeichner): &amp;#039;&amp;#039;Tafel vorgeschichtlicher Altertümer der Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, C. A. Starke, Görlitz [1900]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Führer durch die Oberlausitzer Gedenkhalle mit Kaiser Friedrich-Museum.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Arthur Krüger, Görlitz 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Oberlausitzer Gedenkhalle mit Kaiser Friedrich-Museum 1902/1912.&amp;#039;&amp;#039; Görlitzer Nachrichten und Anzeiger, Görlitz 1912.&lt;br /&gt;
* mit Arthur Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Alt-Görlitz einst und jetzt.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Reiber, Görlitz 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Gander]]: Nachruf. In: &amp;#039;&amp;#039;Niederlausitzer Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 18, Guben 1928, S. 448–450&lt;br /&gt;
* [[Herrmann A. L. Degener]]: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Zeitgenossen. Wer ist’s?&amp;#039;&amp;#039; 6. Ausgabe, Degener, Leipzig 1912&lt;br /&gt;
* Hans Jaeger (redaktioneller Leitung) und Gerhard Lüdtke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender auf das Jahr 1926.&amp;#039;&amp;#039; 2. Jahrgang. Gruyter, Berlin [u. a.] 1926&lt;br /&gt;
* Nachruf in: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Lausitzisches Magazin]].&amp;#039;&amp;#039; Band 103, Görlitz 1927, S. 274–275&lt;br /&gt;
* Alfred Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre „Gesellschaft für Anthropologie, Urgeschichte und Volkskunde der Preußischen Oberlausitz“ (1888–1938).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Gesellschaft für Anthropologie, Urgeschichte und Volkskunde&amp;#039;&amp;#039; (= Jahreshefte der Gesellschaft für Anthropologie, Urgeschichte und Volkskunde. Band V, Heft 1 und 2). Görlitz 1938, S. 7–20 (mit Bild von Feyerabend auf Seite 9)&lt;br /&gt;
* [[Hans Gummel (Prähistoriker)|Hans Gummel]]: &amp;#039;&amp;#039;Forschungsgeschichte in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1938, S. 414&lt;br /&gt;
* Jan Filip: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädisches Handbuch zur Ur- und Frühgeschichte Europas.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Kohlhammer, Stuttgart [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1966, S. 356.&lt;br /&gt;
* Günter Rennebach: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Feyerabend zum Gedenken. Zur Entwicklung der Gesellschaft für Antrhopologie und Urgeschichte der Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Band Nummer 14/15, 1966, {{URN|nbn:de:bsz:14-db-id1839414359-196600008}}, S. 15–24. (mit Verzeichnis der Schriften)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--nicht eingesehen habe ich (Ephraim33)&lt;br /&gt;
* Alfred Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Museumsdirektor Ludwig Feyerabend.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahreshefte der Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte der Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Heft 33, 1929, S. 63–72 (Nachruf mit Bild)&lt;br /&gt;
* H. Mitschke: &amp;#039;&amp;#039;Lehrer, Organisator und Forscher. Zum 130. Geburtstag von Ludwig Feyerabend.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Union.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe Görlitz. Band 40, 1985, S. 230&lt;br /&gt;
* Ines Anders: &amp;#039;&amp;#039;Die Oberlausitzer Gedenkhalle mit Kaiser-Friedrich-Museum in Görlitz 1902 bis 1932. Ein Beitrag zu Geschichte und Selbstverständnis der Städtischen Kunstsammlungen Görlitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Görlitzer Magazin.&amp;#039;&amp;#039; 6. Jahrgang, 1992, S. 1–36 und 7. Jahrgang, S. 56–62&lt;br /&gt;
* W. Frenzel: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Feyerabend 70 Jahre alt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bautzener Geschichtshefte.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3, 1925, S. 196–198&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116485655}}&lt;br /&gt;
* Ines Anders: [https://www.goerlitz.de/Professor_Ludwig_Feyerabend.html Professor Ludwig Feyerabend]. Auf: goerlitz.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116485655|VIAF=74604483}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Feyerabend, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des St. Alexander-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Feyerabend, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Feyerabend, Ludwig Hermann Oswald (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Prähistoriker, Direktor des Kaiser-Friedrich-Museums Görlitz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Oktober 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Uraz (Oborniki Śląskie)|Auras]] an der Oder&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Würzburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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