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	<title>Ludwig Feuchtwanger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-16T09:03:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Feuchtwanger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. November]] [[1885]] in [[München]]; † [[14. Juli]] [[1947]] in [[Winchester]], [[England]]) war ein deutscher Jurist, Lektor und Autor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Die [[Jude|jüdische]] Stammfamilie wurde 1555 infolge eines [[Pogrom]]s aus der mittelfränkischen Stadt [[Feuchtwangen]] vertrieben. Der Stamm teilte sich in vier Zweige auf: Ein Familienzweig ließ sich zunächst in [[Fürth]] nieder und nahm den Nachnamen Feuchtwanger an. Aus diesem Fürther Zweig ging der Goldschmied, Seifensieder und Kaufmann Elkan Feuchtwanger (1823–1902) hervor. Er gründete in [[Haidhausen]] eine Margarinefabrik, die sein Sohn Sigmund Aaron Meir Feuchtwanger (1854–1916) übernahm und geschäftlich leitete. Sigmund Feuchtwanger und Johanna Bodenheimer (1864–1926) heirateten im Jahr 1883. Sie hatten neun Kinder und waren die Eltern von Ludwig Feuchtwanger sowie seiner Brüder [[Lion Feuchtwanger]] und [[Martin Feuchtwanger]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Pischel: &amp;#039;&amp;#039;Lion Feuchtwanger. Versuch über Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039;. Röderberg, Frankfurt am Main 1984, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ludwig Feuchtwanger absolvierte 1904 das Abitur am [[Wilhelmsgymnasium München]] und studierte Rechts- und Staatswissenschaften. &lt;br /&gt;
1908 wurde er mit seiner Arbeit zur &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der sozialen Politik und des Armenwesens im Zeitalter der Reformation&amp;#039;&amp;#039; zum Dr.&amp;amp;nbsp;phil. bei [[Gustav von Schmoller (Ökonom)|Gustav von Schmoller]] in [[Berlin]] promoviert. Danach war Feuchtwanger als Rechtsanwalt in München tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1915 bis 1933 arbeitete Feuchtwanger als Lektor des Verlages [[Duncker &amp;amp; Humblot]]. Während seines Lektorats konnte der Jurist [[Carl Schmitt]] erstmals in diesem Verlag veröffentlichen. Der fast zwanzig Jahre umfassende Briefwechsel zwischen Lektor und Autor liegt in einer Veröffentlichung seit 2007 vor. Er veröffentlichte [[jüdische Studien]] und Beiträge zur [[Judaistik]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Pischel: &amp;#039;&amp;#039;Lion Feuchtwanger. Versuch über Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039;. Röderberg, Frankfurt am Main 1984, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Machtübernahme]] durch die [[Nationalsozialisten]] am 30. Januar 1933 wurde Feuchtwanger seine Rechtsanwaltslizenz entzogen&amp;lt;ref name=&amp;quot;degruyter&amp;quot; /&amp;gt; und er verlor sein Lektorat. Dennoch suchte er Schmitts Unterstützung bei der Idee eines jüdischen Beauftragten für die in Deutschland verbliebenen Juden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Noack]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Schmitt. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein 1996, S. 186 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Eugen Schmidt war Feuchtwanger auch in der Schriftleitung der &amp;#039;&amp;#039;[[Bayerische Israelitische Gemeindezeitung|Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung]]&amp;#039;&amp;#039; tätig: Sie wurde von Februar 1925 bis zur Zwangseinstellung im Dezember 1937 vom Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden herausgegeben. Die Zeitung versuchte – wie vergleichbare Publikationen –, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorherrschenden Säkularisationstendenzen im Judentum durch eine gezielte Informationspolitik zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1936 bis 1939 war Feuchtwanger außerdem Leiter des Jüdischen Lehrhauses in München sowie ein Mitglied der Mittelstelle für Erwachsenenbildung. Bis 1938 publizierte er in Organen wie dem &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;Jüdischen Rundschau&amp;#039;&amp;#039;. Er wollte, statt mit Romanen wie sein Bruder Lion, mit historischen Texten aufklären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;degruyter&amp;quot;&amp;gt;vgl. Mehring/Rieß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Gang der Juden durch die Weltgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nachwort S. 347–362.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 wurde er von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] verhaftet und ins [[Konzentrationslager Dachau]] gebracht. 1939 gelang Ludwig Feuchtwanger mit seiner Familie die Emigration nach [[Winchester]] in England. Dort lebten sie in bescheidenen Verhältnissen. 1941 wurde ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Hepp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen. Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1985, S. 503&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Feuchtwanger im Januar 1945 eine Tätigkeit als Berater und Übersetzer in der britischen Armee annahm, reiste er zurück nach Frankreich und Deutschland. Von seinen Erfahrungen im Umgang mit den Deutschen unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs – insbesondere von deren stetiger Beteuerung, „von nichts gewusst zu haben“ – zeugen seine Briefe an Bruder Lion.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Feuchtwanger: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Aufsätze zur jüdischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Rolf Rieß. Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2003, S. 214–225.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Feuchtwangers Sohn war der Historiker [[Edgar Feuchtwanger]] (1924–2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bezahlung des wissenschaftlichen Schriftstellers. Gutachten im Auftrag des [[Verein für Socialpolitik|Vereins für Socialpolitik]]&amp;#039;&amp;#039;. Duncker &amp;amp; Humblot, München 1922.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festgabe. 50 Jahre [[Alte Hauptsynagoge München|Hauptsynagoge München]]. 1887–1937&amp;#039;&amp;#039;. Gemeinsam hrsg. mit Leo Baerwald im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde München. Eigenverlag, München 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Aufsätze zur jüdischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Rolf Rieß. Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2003, ISBN 978-3-428-10873-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carl Schmitt/Ludwig Feuchtwanger. Briefwechsel 1918–1935&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Rolf Rieß. Mit einem Vorwort von Edgar Feuchtwanger. Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-12448-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gang der Juden durch die Weltgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Erstveröffentlichung eines Manuskriptes von 1938 (= &amp;#039;&amp;#039;Europäisch-jüdische Studien – Editionen&amp;#039;&amp;#039;, 2). Hrsg. v. [[Reinhard Mehring]] und Rolf Rieß, De Gruyter, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-033422-7, auch [https://www.degruyter.com/view/product/211119 als E-Book].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heike Specht: &amp;#039;&amp;#039;Die Feuchtwangers. Familie, Tradition und jüdisches Selbstverständnis im deutsch-jüdischen Bürgertum des 19. und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2006, ISBN 978-3-8353-0017-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feuchtwanger, Ludwig&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ernst Fischer (Germanist)|Ernst Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Verleger, Buchhändler &amp;amp; Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933: Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Elbingen: Verband Deutscher Antiquare, 2011, S. 71f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feuchtwanger, Ludwig&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1980, S. 172&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116482664}}&lt;br /&gt;
* {{internetquelle |url=http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2008/138068/ |hrsg=Universität Frankfurt |titel=Bayerische Israelitische Gemeindezeitung |zugriff=7. März 2011}} &lt;br /&gt;
* {{internetquelle |url=https://www.perlentaucher.de/buch/29364.html  |hrsg=Perlentaucher |titel=Rezension zum Briefwechsel Schmitt/Feuchtwanger |zugriff=6. März 2011}} &lt;br /&gt;
* {{internetquelle |url=https://archive.org/details/ludwigfeuchtwanger |hrsg=Leo Baeck Institut |titel=Sammlung Ludwig Feuchtwanger |zugriff=12. November 2013}}&lt;br /&gt;
* [https://www.akg-images.de/CS.aspx?VP3=SearchResult&amp;amp;VBID=2UMESQJP9BIX7U&amp;amp;SMLS=1&amp;amp;RW=1528&amp;amp;RH=698 Porträts von Ludwig Feuchtwanger] bei akg-images&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116482664|LCCN=no2003110990|VIAF=3223367}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Feuchtwanger, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Duncker &amp;amp; Humblot)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatenloser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Feuchtwanger, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Anwalt und Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. November 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Winchester]], England&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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