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	<title>Ludwig Des Coudres - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-14T14:19:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ludwig Des Coudres um 1854.jpeg|mini|hochkant|Ludwig Des Coudres um 1854]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ludwig Des Coudres um 1876.jpeg|mini|hochkant|Ludwig Des Coudres um 1876]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oswald Achenbach, von Ludwig des Coudres 001.jpg|mini|hochkant|Ludwig Des Coudres: [[Oswald Achenbach]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bildnis seiner Mutter Jeanette Riviére mit Sohn Adolf, 1865.jpg|mini|hochkant|Ludwig Des Coudres: Bildnis seiner Mutter Jeanette Riviére mit Sohn Adolf, 1865]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bildnis der Tochter Luise, 1877.jpg|mini|hochkant|Ludwig Des Coudres: Bildnis der Tochter Luise, 1877]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Des Coudres&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Louis Des Coudres&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Mai]] [[1820]] in [[Kassel]]; † [[23. Dezember]] [[1878]] in [[Karlsruhe]]) war ein deutscher [[Historienmalerei|Historien-]] und [[Porträtmalerei|Porträtmaler]]. Ludwig „Louis“ Des Coudres war Professor und Lehrer der Antiken- und Malklasse sowie zeitweilig geschäftsführender Leiter der Karlsruher Akademie der bildenden Künste. Sein Sohn war der [[Landschaftsmalerei|Landschaftsmaler]] [[Adolf Des Coudres]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ludwig Des Coudres wurde am 10. Mai 1820 in Kassel geboren. Sein Vater Johann Des Coudres führte in der dritten Generation eine [[Posament]]enfabrik in der Oberen Königstraße. Als Ludwig zwei Jahre alt war, starb der Vater. Die Kasseler Natur und Kunstschätze sowie die Familienbeziehungen zum Hause des Kasseler Akademiedirektors [[Ludwig Hummel (Maler)|Ludwig Hummel]] regten Ludwig zum Zeichnen und Malen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 begann er ein Studium der Architektur an der neugegründeten polytechnischen Schule. Im folgenden Jahr erlaubte ihm die Mutter den Wechsel auf die [[Kunsthochschule Kassel|Akademie der Bildenden Künste]] in Kassel. Dort war [[Ludwig Emil Grimm]], Bruder von Jacob und Wilhelm Grimm, sein Lehrer im Zeichnen und Komponieren. Um sich vom Nazarenergeist der Akademie frei zu machen, verließ Des Coudres mit seinen Freunden [[Friedrich Gunkel]] (1819–1876) und [[Gustav Kaupert]] (1819–1897) nach kurzer Zeit die Akademie. Die drei mieteten ein gemeinsames Atelier und bildeten sich an den Meistern der Kasseler Gemäldegalerie weiter. 1839 setzte Des Coudres seine Studien an der Akademie in München bei [[Julius Schnorr von Carolsfeld]] fort. Nach seiner Rückkehr nach Kassel im folgenden Jahr versuchte er sich an Historienbildern. Im Jahr 1843 zog Des Coudres für zwei Jahre nach Rom, wo er im Kreise von hessischen Landsleuten lebte ([[August Bromeis]], [[Johann Werner Henschel]], [[Johann Martin von Rohden]]). Unzufrieden und zweifelnd kehrte er 1845 nach Kassel zurück, wo er im selben Jahr den Maler [[Johann Wilhelm Schirmer]] kennenlernte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schirmer empfahl ihm, bei [[Karl Ferdinand Sohn|Carl Ferdinand Sohn]] und [[Wilhelm von Schadow]] an der [[Kunstakademie Düsseldorf]] zu studieren. Dort wandte er sich der Porträtmalerei zu. Von 1846 bis 1847/1848 nahm er Privatunterricht bei Sohn, in den Jahren 1852/1853 besuchte er eine Klasse von Schadow an der Düsseldorfer Akademie.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Museum Kunstpalast]]: &amp;#039;&amp;#039;Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule&amp;#039;&amp;#039; (Auswahl, Stand: November 2016, [https://www.kunstpalast.de/uploads/pdf/Knstlerliste-der-Dsseldorfer-Malerschule.pdf kunstpalast.de] PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den beiden Brüdern [[Oswald Achenbach|Oswald]] und [[Andreas Achenbach]] zählte der norwegische Landschaftsmaler [[Hans Fredrik Gude]] zu seinen engen Freunden. In Düsseldorf gehörte Ludwig Des Coudres zu den Begründern des Künstlervereins &amp;#039;&amp;#039;[[Malkasten (Künstlerverein)|Malkasten]]&amp;#039;&amp;#039; und des ersten [[Verein der Düsseldorfer Künstler|Künstlerunterstützungsvereins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Vorschlag Schirmers, der 1854 durch den Prinzregenten und späteren Großherzog [[Friedrich I. (Baden, Großherzog)|Friedrich I. von Baden]] zum ersten Direktor der neu gegründeten Karlsruher Kunstschule berufen worden war, ging Ludwig Des Coudres im Sommer 1855 als Professor und Lehrer der Antiken- und Malklasse an die [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe|Karlsruher Kunstschule]]. Gemeinsam mit Schirmer arbeitete er am Aufbau der neuen Akademie. Mit seinem didaktischen Talent wurde der Lehrerberuf in Karlsruhe seine eigentliche Berufung. Zu seinen bekanntesten Schülern zählten u.&amp;amp;nbsp;a. die badischen Maler [[Hans Thoma]] und [[Rudolf Epp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 heiratete Ludwig Des Coudres in Karlsruhe Elise von Reck, Tochter eines badischen [[Oberst]]en. Aus der Ehe gingen die Kinder Luise (1859–1915) und der spätere Landschaftsmaler [[Adolf Des Coudres]] (1862–1924) hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Karlsruhe widmete sich Des Coudres der Portraitmalerei, aber auch religiösen Historienbildern. Von großer Bedeutung wurde seine vom Hauptvorstand der deutschen Kunstgenossenschaft in [[Weimar]] 1864 herausgegebene Denkschrift zum Gesetz über den Schutz des Urheberrechtes an Werken der Literatur und Kunst. Nach dem Tode Schirmers 1863 übernahm Des Coudres die geschäftsführende Leitung der Karlsruher Akademie der bildenden Künste. Ein Sturz auf dem Eis im Jahr 1864 führte jedoch zu schwerem Siechtum, von dem er sich bis zu seinem Tode am 23. Dezember 1878 nicht wieder erholte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Strenge der Form und Genauigkeit der Zeichnung verbinden sich in den Werken Ludwig Des Coudres’ mit gepflegter, vornehmer Malerei zu eigentümlich verhaltener Wirkung. Des Coudres war kein Bahnbrecher der neuen Farbenkunst, des genialisch Malerischen. Die harte Schule der Münchener Nazarener wirkte in seinem Werk immer nach. Das Jahrzehnt in Düsseldorf gab ihm das Verständnis für reine geschmackvolle Behandlung der Farbe. Dass sich diese scheinbar widerstrebenden Elemente fruchtbar verbinden ließen, beweist die Kunst seines bedeutendsten Schülers [[Hans Thoma]], der offenbar Des Coudres weit mehr verdankt als bisher angenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Des Coudres’ Porträt seines Düsseldorfer Malerfreundes Oswald Achenbach von 1847, muss das Bildnis seiner 18-jährigen Tochter Luise Des Coudres aus dem Jahre 1877 als Meisterwerk angesehen werden. In dem Porträt findet sich keine Sentimentalität mehr, sondern vielmehr gesteigertes Erleben der Individualität. Es besticht durch eine enge natürlich-atmosphärische Beziehung zwischen umgebender Natur und der Dargestellten. Dies wird neben der ausschnitthaften Komposition mit den schmalen, rahmenden Partien durch die lockere, freie, impressionistische Malweise erzielt. Hier manifestiert sich die Inspiration eines [[Gustave Courbet]], eines [[Édouard Manet]] und der beginnenden [[Freilichtmalerei|Plein-Air-Malerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Porträt Oswald Achenbach&amp;#039;&amp;#039; 1847&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Francesca da Rimini&amp;#039;&amp;#039; 1850&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Büßende Magdalena&amp;#039;&amp;#039; 1852&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Porträt Johann Wilhelm Schirmer&amp;#039;&amp;#039; 1854&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beweinung Christi&amp;#039;&amp;#039; 1855&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbstporträt&amp;#039;&amp;#039; 1855&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anbetung der Hirten&amp;#039;&amp;#039; 1857&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grablegung Christi&amp;#039;&amp;#039; 1860&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bildnis seiner Mutter Jeanette Riviére mit Sohn Adolf&amp;#039;&amp;#039; 1865&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bildnis der Tochter Luise&amp;#039;&amp;#039; 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Beiträge in: &amp;#039;&amp;#039;Düsseldorfer Künstler-Album.&amp;#039;&amp;#039; Band 1–4. Arnz &amp;amp; Comp., Düsseldorf 1851–1854.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift betreffend die Beurteilung einiger Stellen des Entwurfs eines für sämtliche Bundesstaaten gemeinsamen Gesetzes zum Schutze des Urheberrechtes an Werken der Literatur und Kunst gegen Nachdruck, sowie gegen unbefugte Nachbildung und Aufführung.&amp;#039;&amp;#039; Weimar 1864&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben (1867).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kunst in Hessen und am Mittelrhein.&amp;#039;&amp;#039; 18/19, 1979, S. 69–85.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Des Coudres&amp;#039;&amp;#039;. In: Friedrich von Weech (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Biographien]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Teil, Braun, Karlsruhe 1881, S. 21–23 ([https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/163333 digital.blb-karlsruhe.de] Digitalisat).&lt;br /&gt;
* {{Boetticher |Wikisource=Des Coudres, Ludwig |Band=1 |Teilband=1 |Seite=218}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|47|666|667|Des Coudres, Ludwig|[[Friedrich von Weech]]|ADB:Des Coudres, Ludwig|}}&lt;br /&gt;
* Adolf von Oechelhaeusen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Großh. Badischen Akademie der bildenden Künste. Festschrift&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1904, S. ?.&lt;br /&gt;
* [[Joseph August Beringer]]: &amp;#039;&amp;#039;Badische Malerei im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;.  1913, S. ?&lt;br /&gt;
* Ludwig Emil Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen aus meinem Leben&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. und ergänzt von Adolf Stoll. 1913, S. ?&lt;br /&gt;
* [[Hans Peter Des Coudres]]: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Des Coudres (1820–1878). Maler&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830-1930&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Marburg 1942, S. 50–58 ([http://www.descoudres.de/ludwig-vita.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor=Joseph August Beringer |Lemma=Des Coudres, Ludwig |Band=9 |Seite=121 |SeiteBis= |Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* Evelyn Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Louis des Coudres. 15.5.1820–23.12.1878&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kunst in Hessen und am Mittelrhein&amp;#039;&amp;#039; 18/19, 1979, S. 7–68.&lt;br /&gt;
* {{AKL|26|342||Des Coudres, Ludwig|Jutta Dresch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ludwig des Coudres|Ludwig Des Coudres}}&lt;br /&gt;
* [https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php/De:Lexikon:bio-0395 Stadtlexikon Karlsruhe]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116083603|titel=Des Coudres, Louis|datum=2023-04-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116083603|VIAF=3212674}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Coudres, Ludwig des}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträtmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Düsseldorfer Malerschule)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1820]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Coudres, Ludwig Des&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Coudres, Louis Des; Coudres, Ludwig Des&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historien- und Porträtmaler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Mai 1820&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Dezember 1878&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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