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	<title>Ludwig Denecke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ludwig_Denecke&amp;diff=1079731&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Clemens Dulcis: Kategorie:Märchenforschung &gt; Kategorie:Märchenforscher</title>
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		<updated>2025-08-07T04:34:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie:Märchenforschung &amp;gt; Kategorie:Märchenforscher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Denecke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Februar]] [[1905]] in [[Hameln]]; † [[12. September]] [[1996]] in [[Hann. Münden]]) war ein deutscher [[Germanist]] und [[Bibliothekar|Handschriftenbibliothekar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Denecke wuchs in [[Hannover]] auf. Von 1914 bis 1923 besuchte er das von seinem Vater geleitete [[Friedrichs-Gymnasium Herford]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corpsarchive.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=323 Theodor Denecke (corpsarchive.de)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur in [[Halle (Saale)]] studierte er an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Friedrichs-Universität Halle]] [[Germanistik]], [[klassische Philologie]], [[Geschichte]] und [[Archäologie]]. 1923 wurde er mit [[Detlev Brüning]] [[Fuchs (Studentenverbindung)|Fuchs]] im väterlichen [[Corps Palaiomarchia]]. Nach vier Semestern wechselte er für ein Jahr an die [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg im Breisgau]], wo er sich 1925 auch dem [[Corps Rhenania Freiburg]] anschloss. Die letzten sieben Semester verbrachte er an der [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Preußischen Universität Greifswald]]. Für das [[Corps Guestfalia Greifswald]] war er in mehr als hundert [[Mensur (Studentenverbindung)|Mensuren]] [[Sekundant]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Thema aus dem [[Mittelhochdeutsch]]en bei [[Wolfgang Stammler]] wurde Denecke am 19. Dezember 1929 zum [[Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Ritterdichter und Heidengötter (1150–1220)&amp;#039;&amp;#039;. Greifswald 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ein Zusatzsemester ging er an die [[Universität Leipzig]]. Dort wurde er 1930 Mitarbeiter am &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] bei der [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. November 1932 trat Denecke der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.364.025).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6011186&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Staatsexamen für das höhere Lehramt in Greifswald ging er 1933 als Bibliothekar in den &amp;#039;&amp;#039;Höheren Dienst an Wissenschaftlichen Bibliotheken&amp;#039;&amp;#039;, zunächst in die Universitätsbibliothek, dann nach bestandenem Fachexamen („Die Bibliothek der Brüder Grimm“) in die Handschriftenabteilung der [[Staatsbibliothek zu Berlin|Preußischen Staatsbibliothek]] zu Berlin. Er kam 1940 als Panzergrenadier zur [[Wehrmacht]], wurde 1942 Soldat der [[Waffen-SS]] und geriet später in [[Kriegsgefangenschaft]]. 1948 wurde er entlassen. In [[Meldorf]], dem Fluchtort der Familie, machte Denecke sein Gesellenstück als [[Ofensetzer]]. 1949 kam er wieder in den Bibliotheksdienst, zunächst als Bibliotheksrat in die [[Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen]] und im Mai 1959 als Direktor an die [[Universitätsbibliothek Kassel|Murhardsche und Landesbibliothek]] in [[Kassel]]. Die [[Deutsche Forschungsgemeinschaft]] beauftragte ihn mit der Beschreibung ihrer 4.500 Buchhandschriften.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Allgemeine&amp;#039;&amp;#039;, 4. Februar 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr angegliedert wurde das am 4. Januar 1960 eröffnete [[Brüder Grimm-Museum Kassel]], das Denecke als Leiter zu einer international anerkannten Forschungsstätte machte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Allgemeine&amp;#039;&amp;#039;, 26. Februar 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er nach der Pensionierung 1969 nach Hannoversch Münden übersiedelt war, begann er eine lebhafte wissenschaftliche Tätigkeit auf den Gebieten des Bibliothekswesens, der Altgermanistik, der Handschriftenkunde, [[Studentengeschichte]] und besonders der Brüder-Grimm-Forschung. Er leitete den Heimat- und Geschichtsverein &amp;#039;&amp;#039;Sydekum&amp;#039;&amp;#039; und galt als „das heimatpflegerische Gewissen der Stadt Münden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der ersten Ehe mit seiner Kommilitonin Lotte geb. Borchers stammen zwei Söhne und zwei Töchter. 1961 erhielt er die [[Corpsschleifenträger|Corpsschleife]] und 1965 das Band der [[Corps Guestphalia Bonn|Guestphalia Bonn und Greifswald zu Bonn]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kösener Corpslisten&amp;#039;&amp;#039; 1971, 55/444; 35/988; 10/1015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Corps Masovia Königsberg zu Potsdam|Corps Masovia]] verlieh ihm 1960 das vierte Band.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des Corps Masovia 1823 bis 2005&amp;#039;&amp;#039;. Potsdam 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; In zweiter Ehe war Denecke seit 1969 mit Irmgard geb. Reisse verheiratet. Mit seiner zweiten Frau hielt er lebhafte Verbindung zu seinen Corps, auf deren [[studentische Fechtwaffe]]n er 23 Partien gefochten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Bleibende Verdienste hat Denecke vor allem um die Methodik zentralisierter Handschriften- und Autographenkatalogisierung und um die Brüder-Grimm-Forschung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;West Germany Marks the Achievement of the Brothers Grimm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Time]]&amp;#039;&amp;#039;, Januar 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Viel mehr als nur Märchen. Zur Brüder Grimm-Ausstellung in Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Göttinger Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. Juni 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er veröffentlichte u. a. &amp;#039;&amp;#039;Die Nachlässe in den Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheken im mittelalterlichen Fritzlar.&amp;#039;&amp;#039; Denecke war kooptiertes Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der [[Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Hessischer Kulturpreis]] (1985)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mündener Allgemeine&amp;#039;&amp;#039;, 10. Januar 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. August 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ehrendoktor| Dr. phil. h. c.]] der [[Universität Kassel|Gesamthochschule Kassel]] (1985)&amp;lt;ref&amp;gt;Die GHS Kassel schenkte ihm das &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Veröffentlichungen von Ludwig Denecke&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Hessische/Niedersächsische Allgemeine]]&amp;#039;&amp;#039;, 15. Juni 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Großer Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V. Volkach]] (1985)&lt;br /&gt;
* [[Brüder-Grimm-Medaille]] der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]] (1985)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url = http://adw-goe.de/preise/kategorien/brueder-grimm-medaille/preistraeger/| titel = Preisträger der Brüder Grimm-Medaille| zugriff = 2017-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Europäische Märchengesellschaft|Europäischen Märchengesellschaft]] (28. September 1986)&lt;br /&gt;
* [[Orden der Jugoslawischen Fahne]] mit goldenem Kranz&lt;br /&gt;
* Ehrenring der Stadt Hann. Münden&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hessische/Niedersächsische Allgemeine&amp;#039;&amp;#039;, 9. März 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* (Bearb. mit Irmgard Teitge): &amp;#039;&amp;#039;Die Bibliothek der Brüder Grimm. Annotiertes Verzeichnis des festgestellten Bestandes&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von [[Friedhilde Krause]]. Böhlau, Weimar 1989.&lt;br /&gt;
* mit [[Karl Schulte Kemminghausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Brüder Grimm. In Bildern ihrer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Röth, Kassel 1980.&lt;br /&gt;
* (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Nachlässe in den Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Boldt, Boppard am Rhein 1969; völlig neu bearb. von [[Tilo Brandis (Bibliothekar)|Tilo Brandis]], 2. Auflage, Boldt, Boppard am Rhein 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jacob Grimm und sein Bruder Wilhelm.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Rölleke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Waltende Spur“. Festschrift für Ludwig Denecke zum 85. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Brüder-Grimm-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25). Brüder-Grimm-Gesellschaft Kassel e. V., Kassel 1991.&lt;br /&gt;
* Heinz Rölleke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Veröffentlichungen von Ludwig Denecke. Ludovico Denecke septuaginta quinque annorum. Festgabe zum 26. Februar 1980&amp;#039;&amp;#039;, H. Rölleke, Wuppertal 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denecke, Otto&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 110.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11903641X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.worldcat.org/search?qt=worldcat_org_all&amp;amp;q=Ludwig+Denecke Ludwig Denecke im WorldCat]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=11903641X|titel=Denecke, Otto Erich Hans Karl Ludwig|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11903641X|LCCN=n/81/55316|VIAF=32009742}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Denecke, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchenforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hann. Münden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Kassel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Hessischen Kulturpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsbibliothek Kassel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Denecke, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist und Bibliothekar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Februar 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hameln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. September 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hann. Münden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Clemens Dulcis</name></author>
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