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	<title>Ludwig Auerbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-25T17:23:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Wilhelm Auerbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. September]] [[1840]] in [[Pforzheim]]; † [[22. Juli]] [[1882]] in [[Seelbach (Schutter)]]) war ein [[Kaufmann]], [[Schmuck]]fabrikant und [[Dichter]]. Der Nachwelt ist er vor allem als Textautor des [[Volkslied]]es &amp;#039;&amp;#039;O Schwarzwald, o Heimat&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Auerbach.JPG|mini|Ludwig Auerbach &amp;#039;&amp;#039;(Das Grabmal liegt an der östlichen Mauer auf dem Hauptfriedhof Pforzheim)&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Ludwig Auerbach war der Sohn des Pforzheimer Schmuckfabrikanten Ludwig Wilhelm Auerbach senior und seiner Frau Karoline, geb. Hirtzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Ludwig besuchte in Pforzheim die [[Volksschule]] und das [[Gymnasium]] und offenbarte schon früh ausgeprägtes literarisches Talent. Seine ältesten bekannten Gedichte schrieb er als Zwölfjähriger. Mit sechzehn Jahren verfasste er das romantisch-historische Versepos &amp;#039;&amp;#039;Bellrem von [[Dillweißenstein|Weißenstein]]&amp;#039;&amp;#039;, das 1860 sogar als Buch gedruckt wurde. Dem Gymnasiasten wurde von Großherzog [[Friedrich I. (Baden, Großherzog)|Friedrich&amp;amp;nbsp;I.]] sogar ein [[Stipendium]] angeboten. Der Vater Auerbach jedoch verbot seinem Sohn [[Abitur]] und [[Studium]]. Stattdessen trat Ludwig Auerbach 1861 nach dem Willen seines Vaters eine Ausbildung als Kaufmann in der elterlichen Firma an, um später als Nachfolger deren Leitung übernehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Schmuckfabrikant in Pforzheim ===&lt;br /&gt;
Mit dem Rückzug des Vaters in den Ruhestand 1867 wurde dieser Plan umgesetzt. Ludwig Auerbach übernahm gemeinsam mit seinem Schwager Georg Katz die gutgehende, nun als &amp;#039;&amp;#039;Auerbach &amp;amp; Katz&amp;#039;&amp;#039; firmierende Fabrik. In ihrer Blütezeit beschäftigte sie knapp hundert Arbeiter und produzierte vorwiegend für Abnehmer im [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reich]]. Als wohlhabender Fabrikant ließ sich Auerbach eine repräsentative [[Villa]] bauen, unweit der Fabrik, aber auch günstig gelegen für [[Wandern|Wanderungen]] in den von ihm geliebten [[Schwarzwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Obere Kapfenhardter Mühle.jpg|mini|Teil der Oberen Kapfenhardter Mühle]]&lt;br /&gt;
Während all dieser Zeit hatte Ludwig Auerbach im Privaten weiter seine dichterische Tätigkeit gepflegt und Freundschaften zu anderen Literaten wie [[Ferdinand Freiligrath]] geknüpft, auch zu [[Wilhelm Ganzhorn]] hatte er Kontakt. Nach Berichten von Angehörigen dichtete er 1873 auf einer Wanderung ins [[Würm (Nagold)|Würmtal]] sein &amp;#039;&amp;#039;Schwarzwälder Heimatlied&amp;#039;&amp;#039;, das unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;O Schwarzwald, o Heimat&amp;#039;&amp;#039; mehrfach vertont und zu einem der beliebtesten Volkslieder seiner Zeit wurde. Die häufig zitierte Behauptung, Auerbach habe den Text von der dortigen Landschaft inspiriert in der [[Obere Kapfenhardter Mühle|Oberen Kapfenhardter Mühle]] bei [[Unterreichenbach]] verfasst, ist wahrscheinlich unzutreffend, auch wenn er sich dort ebenfalls oft und gern aufhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Auerbach wurde am 15. März 1869 in die Pforzheimer [[Freimaurerloge Reuchlin i.O. Pforzheim|Freimaurerloge Reuchlin]] aufgenommen. Außerdem war er engagiertes Mitglied und teilweise Mitgründer in zahlreichen anderen Pforzheimer Vereinen und Organisationen, darunter des [[Sportverein#Entstehung der Sportvereine|Turnvereins]], des Arbeiterbildungsvereins und des Bürgerausschusses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] und der [[Reichsgründung#Gründung des Deutschen Reiches|Reichsgründung]] durch französische [[Reparationen|Reparationszahlungen]] angeheizte [[Konjunktur]] in Deutschland brach ab [[1873]] zusammen, was auf die Pforzheimer Schmuckindustrie voll durchschlug. Auerbach senior war 1871 gestorben und erlebte nicht mehr mit, wie es selbst für die stark [[export]]orientierte Firma Auerbach &amp;amp; Katz wirtschaftlich nun abwärtsging, was schließlich 1877 zum Konkurs führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Auerbach stand nun vor dem wirtschaftlichen Ruin. In dieser Zeit erhielt er ein Angebot, Schriftleiter (in heutigen Begriffen: [[Chefredakteur]]) der [[Wien]]er [[Die Presse#Die „Neue Freie Presse“ (1864–1939)|Neuen Freien Presse]], einer der führenden Zeitungen der [[Österreich-Ungarn|Donaumonarchie]], zu werden, doch Auerbach lehnte ab. Stattdessen zog er ein Angebot eines Dichterfreundes, des [[Lahr/Schwarzwald|Lahrer]] Bankiers Friedrich Geßler, vor, der ihm die Leitung der Schutterfabrik im nahen Seelbach vermittelte. Es wird oft vermutet, dass Auerbachs große Zuneigung zum heimatlichen Schwarzwald den Ausschlag für diese Entscheidung gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersiedlung nach Lahr und Seelbach und früher Tod ===&lt;br /&gt;
Nach einem großen Abschiedsfest in Pforzheim zog Auerbach mit seiner Familie zunächst in Geßlers Villa in Lahr ein. Im folgenden Jahr, 1878, zog Auerbach dann in ein als Wohnhaus hergerichtetes Nebengebäude der Seelbacher Fabrik, in die er den Rest seines Vermögens investierte. In seiner Lahrer und Seelbacher Zeit war Ludwig Auerbach regelmäßiger Gast in der Lahrer [[Freimaurerloge]] „Allvater zum freien Gedanken“, und auch in dieser Zeit verfasste er immer wieder neue Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schutterfabrik verarbeitete [[Stroh]] zu einem Grundstoff für die [[Papier]]herstellung und entließ dabei große Mengen giftigen und übelriechenden [[Abwasser]]s in den Fluss [[Schutter (Kinzig)|Schutter]], wodurch paradoxerweise der so naturliebende Auerbach einen Großteil der Talbevölkerung gegen sich aufbrachte. Wirtschaftlich erfolgreich war die Fabrik auf Dauer jedoch nicht, denn das neu erfundene Verfahren, [[Holz]] zu [[Zellulose]] zu verarbeiten, setzte sie bald immer stärker unter Druck. In dieser Situation, in der sich ein zweiter Konkurs bereits abzeichnete, erlitt Auerbach auf einer Geschäftsreise einen [[Herzinfarkt]], an dessen Folgen er zurück in Seelbach wenig später starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Auerbach wurde nicht ganz 42 Jahre alt. Er wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Pforzheimer [[Hauptfriedhof (Pforzheim)|Hauptfriedhof]] bestattet, wo sein Grab noch heute erhalten ist. Lahrer Freunde stifteten ihm 1884 einen denkmalartigen Grabstein, auf dem eine Bronzeplakette Auerbachs [[Büste]] im Profil zeigt. Die Lahrer Freunde Geßler und Scherenberg sorgten auch 1889 für die [[posthum]]e Veröffentlichung der Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Schwarzwald&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auerbachs Frau Rosa und seine minderjährigen Kinder Rudolf und Hedwig blieben nach Ludwigs Tod in einer finanziell schwierigen Situation zurück. Die Witwe führte die Fabrik in Seelbach noch kurze Zeit weiter, kehrte dann aber mit den Kindern nach Pforzheim zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmäler ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein Ludwig Auerbach.JPG|mini|200px|Ludwig-Auerbach-Gedenkstein, Pforzheim]]&lt;br /&gt;
Ein Gedenkstein für Ludwig Auerbach steht in Pforzheim wenige Meter oberhalb des Gasthauses „Kupferhammer“ am Zusammenfluss von [[Würm (Nagold)|Würm]] und [[Nagold (Fluss)|Nagold]]. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Ausgangspunkt für die drei großen [[Fernwanderweg|Schwarzwaldhöhenwege]], den [[Westweg|West-]], [[Mittelweg (Fernwanderstrecke)|Mittel-]] und [[Ostweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Seelbach befindet sich ein weiterer Gedenkstein für Ludwig Auerbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Ludwig Auerbachs Werk ist heute, abgesehen vom Liedtext &amp;#039;&amp;#039;O Schwarzwald, o Heimat&amp;#039;&amp;#039;, weitgehend vergessen. Zu Lebzeiten veröffentlichte er nach dem &amp;#039;&amp;#039;Bellrem&amp;#039;&amp;#039; nur noch einzelne Gedichte in Zeitschriften oder Gedichtsammlungen, zumal er die Poesie stets nur als Liebhaberei neben seiner unternehmerischen Tätigkeit betrieb. Sein Werk war vorwiegend geprägt von Themen der Heimatdichtung und Naturbetrachtung, daneben aber auch bereits von frühen Jugendwerken an von [[Melancholie]], Todesahnung und Todessehnsucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Auerbach wurde häufig mit seinem als Schriftsteller erfolgreicheren Zeitgenossen [[Berthold Auerbach]], der ebenfalls aus der Umgebung des Schwarzwaldes stammte, verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Schwarzwald&amp;#039;&amp;#039;. Gedichte aus dem Nachlass. Lahr 1889 {{archive.org|ausdemschwarzwal00aueruoft}} = {{Google Buch|BuchID=5awXAAAAIAAJ|Land=US|Linktext=Volltext}}&lt;br /&gt;
* Esther Schmalacker: &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeiten – Ludwig Auerbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pforzheim und der Enzkreis&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart/Aalen 1976, ISBN 3-8062-0144-7, S.&amp;amp;nbsp;173–174&lt;br /&gt;
* Olaf Schulze: &amp;#039;&amp;#039;O Schwarzwald, o Heimat, wie bist Du so schön&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Pforzheimer Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juli 2007, S. 26&lt;br /&gt;
* Ludwig-Auerbach-Ausstellung, Seelbach, 15.–29. Juli 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ingeb.org/Lieder/oschwarz.html Liedtext &amp;#039;&amp;#039;O Schwarzwald, o Heimat&amp;#039;&amp;#039;] auf ingeb.org&lt;br /&gt;
* [http://www.pfenz.de/wiki/Ludwig_Auerbach &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Auerbach&amp;#039;&amp;#039;.] In: Stadtwiki Pforzheim-Enz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116377445|VIAF=173479561}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Auerbach, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1840]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Auerbach, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Auerbach, Ludwig Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. September 1840&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pforzheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Juli 1882&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Seelbach (Schutter)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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