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	<title>Ludwig Aschoff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Schriften (Auswahl) */</title>
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		<updated>2025-10-14T13:15:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ludwig-aschoff.jpg|mini|hochkant|Ludwig Aschoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Albert Ludwig Aschoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Januar]] [[1866]] in [[Berlin]]; † [[24. Juni]] [[1942]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war ein deutscher [[Pathologe]] und [[Medizinhistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Die Eltern Ludwig Aschoffs waren der Geheime [[Sanitätsrat]] Friedrich Heinrich Ludwig Aschoff und dessen Frau Blanka Wilhelmine (Heinze). Ludwig war der älteste von drei Geschwistern und besuchte gemeinsam mit seinem Bruder das [[Askanisches Gymnasium|Askanische Gymnasium]]. Der Großvater väterlicherseits war [[Apotheker]] in [[Bielefeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aschoff heiratete 1895 Clara Dieterichs. Aus der Ehe stammen drei Töchter (Anni, Heta und Eva) und zwei Söhne. Sein Sohn [[Volker Aschoff]] (1907–1996) war von 1952 bis 1975 Lehrstuhlinhaber für Elektrische Nachrichtentechnik und Rektor der [[RWTH Aachen]]. Sein Sohn [[Jürgen Aschoff]] (1913–1998) war Direktor am [[Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie]] und einer der Begründer der [[Chronobiologie]]. Seine Tochter [[Eva Aschoff]] war Buchbinderin und Buchkünstlerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Hallesche Str 24 (Kreuz) Askanisches Gymnasium.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus, Hallesche Straße 24, in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruhestätte Aschoff - Prof. Ludwig Aschoff.jpg|mini|Grab Aschoffs auf dem [[Hauptfriedhof Freiburg im Breisgau]]]]&lt;br /&gt;
Aschoff studierte seit 1885 an der Medizinischen Fakultät der [[Universität Bonn]], wo er seither der [[Burschenschaft Alemannia Bonn]] angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aschoff, Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Friedhelm Golücke]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfasserlexikon zur Studenten- und Hochschulgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; SH-Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89498-130-X, S.&amp;amp;nbsp;17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1887 ging er zum klinischen Studium an die [[Universität Straßburg]], wo er vor allem die Vorlesungen [[Adolf Kussmaul]]s an der dortigen Medizinischen Klinik schätzte und bei [[Friedrich von Recklinghausen]] pathologische [[Anatomie]] hörte. 1889 wechselte Aschoff an die [[Universität Würzburg]] und kehrte zum Wintersemester nach Bonn zurück, um dort im Dezember zu promovieren, im Januar 1890 legte er dann das medizinische Staatsexamen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 erhielt Aschoff die von ihm erhoffte Assistentenstelle bei von Recklinghausen in Straßburg und blieb dort zweieinhalb Jahre. Im Oktober 1893 trat er als zweiter Assistent [[Johannes Orth (Mediziner)|Johannes Orths]] in das Pathologische Institut [[Göttingen]] ein. Nach der [[Habilitation]] im Juni 1894 für allgemeine und pathologische Anatomie wurde er im September 1901 in Göttingen zum [[Professor]] für Pathologie ernannt. Studienreisen führten ihn im Winter 1901/02 zum [[Edward Jenner|Jenner]]-Institut nach London, zu den [[tropenmedizin]]ischen Schulen in [[London]] und [[Liverpool]] sowie nach [[Paris]] an das [[Institut Pasteur]]. 1903 übernahm er den Lehrstuhl für Pathologische Anatomie an der [[Universität Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1906 erhielt Aschoff einen Ruf an die [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]], wo er bis zu seiner Emeritierung 1936 blieb. Im gleichen Jahr folgte er der Einladung der British Medical Association durch [[William Osler]], zu einem Vortrag nach [[Toronto]] zu kommen und besuchte erstmals die [[USA]]. 1913 machte er weitere Vortragsreisen in die USA, nach [[New York City]] und [[Buffalo]]. Seit 1910 gehörte er dem Vorstand der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Gesellschaft für Rassenhygiene&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee20&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] arbeitete Aschoff mit kurzen Unterbrechungen als Armeepathologe beim Feldsanitätschef und sammelte pathologisch-anatomische Erfahrungen bei kriegschirurgischen [[Obduktion|Sektionen]]. Kurzzeitig hielt er sich in [[Belgien]], [[Polen]] und der [[Türkei]] auf. Von 1915 bis 1916 war er Rektor der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aschoff, der heute als renommiertester deutscher Pathologe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt, erhielt mehrfach Rufe an andere Universitäten, konnte sich jedoch nicht entschließen, Freiburg zu verlassen. Auf Einladung der Russischen Pathologischen Gesellschaft bereiste er im Herbst 1923 [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|Russland]], die Westküste der USA schloss sich an, ein erneuter Englandbesuch, 1926 Reisen nach [[Japan]], [[Spanien]], [[Ungarn]] und in den [[Kaukasus]]. 1926 wurde er zum Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] gewählt. 1931 bis 1932 war er Vorsitzender der [[Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte]]. Seit 1933 war er außerordentliches Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er von 1936 bis 1940 Lehrbeauftragter für Geschichte der Medizin. Anlässlich seines 75. Geburtstages 1941 wurde er von der Freiburger Alma Mater zum Ehrenbürger der Universität ernannt. Ferner wurde er von [[Adolf Hitler]] mit der [[Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft]] und dem [[Adlerschild des Deutschen Reiches]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee20&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
Aschoff leistete nicht nur einen außerordentlichen Beitrag für die wissenschaftliche Medizin Deutschlands, sondern er trug auch zur Wiederherstellung der internationalen Anerkennung der deutschen Medizin nach dem Ersten Weltkrieg wie auch der internationalen wissenschaftlichen Kooperation wesentlich bei. Von Aschoff selbst stammen mehr als 400 eigene Arbeiten, über 1000 Veröffentlichungen seiner Schüler dürfen seiner Arbeitsleistung und Initiative zugerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Doktoranden gehörte unter anderem [[Georg Haas  (Mediziner)|Georg Haas]], der Begründer der [[Dialyse]] bei Menschen, mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über die Gefäßversorgung des Reizleitungssystems&amp;#039;&amp;#039; (1911).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jost Benedum]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Frühgeschichte der künstlichen Niere.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;AINS. Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie.&amp;#039;&amp;#039; Band 38, Nr. 11, November 2003, S. 681–688, hier: S. 683.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klinische Forschung ===&lt;br /&gt;
1904 entdeckte er die später nach ihm benannten rheumatischen Knötchen im Herzmuskel ([[Aschoff-Knoten|Aschoff-Knötchen]]). Mit seinem Schüler [[Sunao Tawara]] beschrieb er 1906 in &amp;#039;&amp;#039;Das Reizleitungssystem des Säugetierherzens&amp;#039;&amp;#039; und in weiteren bis 1908 folgenden Studien den im von [[Wilhelm His (Mediziner, 1863)|Wilhelm His junior]] beschriebenen Herzmuskelbündel&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; befindlichen [[Atrioventrikularknoten|AV-Knoten]] ([[Aschoff-Tawara-Knoten]]) und hatte damit den Atrioventrikularknoten als sekundären Schrittmacher des Herzens nachgewiesen. Er führte grundlegende Untersuchungen über den [[Lipide|Lipid]]stoffwechsel durch, die die Erkenntnisse über die Genese der [[Atherosklerose]] wesentlich erweiterten. Es folgten Arbeiten über die Funktion der [[Nebennierenrinde]] und über die [[Cholelithiasis]], die ihn zum Begriff des [[Retikulohistiozytäres System|Retikulo-Endothelialen Zellsystems (RES)]] führten, welchen er aufgrund seiner umfangreichen Literaturkenntnis schöpfen konnte. Er hob hierbei besonders die Beiträge seines Mitarbeiters K. Kiyono hervor, mit dem er 1913 seine ersten Befunde veröffentlicht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 begründete er eine bedeutende kriegspathologische Sammlung. Seine Untersuchungen &amp;#039;&amp;#039;Über den Engpaß des Magens&amp;#039;&amp;#039; (1918) führten zur Erforschung der Ursachen des [[Magengeschwür]]s. Aschoff arbeitete über [[Gasbrand]]infektionen, [[Wundstarrkrampf]] (Vorschlag einer prophylaktischen [[Tetanus]][[impfung]]), über [[Thrombose]] (1912), die [[Eileiterschwangerschaft]], das [[Kropf]]problem und die Pathogenese der [[Tuberkulose|Lungenschwindsucht]] (1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 hatte er bereits die [[Ätiologie (Medizin)|Ätiologie]] und den Verlauf der [[Appendizitis]] dargestellt. Er gab 1908 das Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Pathologische Anatomie&amp;#039;&amp;#039; heraus und arbeitete die Definition von Begriffen wie [[Entzündung]], [[Gesundheit]] und [[Krankheit]] heraus. Aschoffs wissenschaftlicher Ansatz ging von [[Morphologie (Biologie)|morphologischen]] Befunden aus und erweiterte sich auf eine funktionelle Betrachtungsweise, die auch den Bedürfnissen des praktischen Klinikers gerecht werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizingeschichte ===&lt;br /&gt;
Er vertrat auch die Pflege des historischen Bewusstseins in der praktischen Medizin. Die Übersichtstabellen zur [[Geschichte der Medizin]] wurden erstmals 1898 vorgelegt. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit der Entdeckungsgeschichte des [[Blutkreislauf]]s (1938), der Geschichte der [[Syphilis]] und [[Rudolf Virchow]]s &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Weltgeltung&amp;#039;&amp;#039; (1940). Aschoff bestand nachdrücklich darauf, „dass das sorgfältige Studium der Medizingeschichte und der erfolgreiche Einsatz dieser Disziplin die Möglichkeit für einen vorurteilsfreien Zugang – über die Fakultät selbst hinaus – zu allen Fragen, die die Lehre, Diagnostik und Therapie betreffen, bietet.“ Nach dem Weggang [[Paul Diepgen]]s leitete Aschoff selbst eine kurze Zeit lang das Institut für die Geschichte der Medizin in Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
Aschoff stand dem [[Nationalsozialismus]] positiv gegenüber: „Ich habe inzwischen über den neuen Staat nachgedacht. Wir alle müssen ihn stützen und fördern. Er ist der letzte Hort vor dem Bolschewismus. Und es geht um unser Volk, nicht aber um die Intellektuellen“ (in einem Brief vom 26. April 1933). Auch seine Abschiedsrede anlässlich der [[Emeritierung]] 1936 macht den Einfluss nationaler Gesinnung auf die deutsche Wissenschaft deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diverses ===&lt;br /&gt;
Insbesondere erwiesen sich die Kontakte nach Japan als sehr fruchtbar: Im frühen 20. Jahrhundert waren zeitweise 23 von 26 Lehrstühlen an japanischen pathologischen Instituten mit Schülern Aschoffs besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seinen Reisen agierte er als leidenschaftlicher [[Fotograf]], der noch mit [[Plattenkamera]]s großformatige Schwarzweißbilder produzierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Aschoff war Gründungsmitglied der Freiburger Medizinischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich-Rosenberg-Platz in Freiburg-Herdern, bis 2020 Ludwig-Aschoff-Platz.jpg|mini|Heinrich-Rosenberg-Platz in Freiburg-Herdern, bis 2020 Ludwig-Aschoff-Platz]]&lt;br /&gt;
* Das Herzzentrum Marburg der Philipps-Universität Marburg verleiht seit 2004 die Ludwig Aschoff-Medaille für Medizin: Einseitige Bronzeplakette ohne Jahr, 90 × 61&amp;amp;nbsp;mm. Medailleur: Alexander Kraumann (1870–1956). Vorderseite: Büste mit Kleideransatz nach r., darunter drei Zeilen Text: LUDWIG / ASCHOFF / FREIBURG i. B. 1906–1936, unten rechts Künstlersignatur: KRAUMANN&lt;br /&gt;
* An der Freiburger Universität wird zum jährlichen Todestag von Ludwig Aschoff von der Freiburger Medizinischen Gesellschaft die Aschoff-Vorlesung von einem renommierten Wissenschaftler abgehalten.&lt;br /&gt;
* In [[Freiburg im Breisgau]] war der Platz, an dem Ludwig Aschoff wohnte, nach ihm benannt (&amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Aschoff-Platz&amp;#039;&amp;#039;). Ende 2016 empfahl eine „Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen“ unter dem Vorsitz des Historikers [[Bernd Martin (Historiker)|Bernd Martin]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.freiburg.de/pb/,Lde/1019147.html |titel=Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen |werk=freiburg.de |datum=2016-10-06 |abruf=2021-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Umbenennung,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E1921314638/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf |titel=Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen |werk=freiburg.de |datum=2016-03-18 |seiten=35–37 |format=pdf; 345&amp;amp;nbsp;kB|abruf=2021-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; da Aschoff als „Wegbereiter für die Verbreitung völkisch-rassistischer Ideen“ anzusehen sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freiburg2020&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/node/1309907/zmdetail_14786901/index.html?nodeID=14786901 |titel=Erfolgte Umbenennung: Heinrich-Rosenberg-Platz (ehemalig Ludwig-Aschoff-Platz) |werk=freiburg.de |datum=2021-05-11 |abruf=2021-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stadtrat votierte im Jahr 2016 grundsätzlich für eine Umbenennung des Platzes,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/node/1017982/Lde/zmdetail_14786901/Ludwig+Aschoff+Platz.html?zm.sid=zmarvxn3dvw2#id1309979 |titel=Kommission empfiehlt Umbenennungen: Freiburger Straßennamen |werk=freiburg.de |datum=2021-05-11 |abruf=2021-07-26}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Zimmermann |url=http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburg-stadtrat-beschliesst-aenderung-von-strassennamen--129890581.html |titel=Freiburg: Stadtrat beschließt Änderung von Straßennamen |werk=[[Badische Zeitung]] |datum=2016-11-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170714071817/http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburg-stadtrat-beschliesst-aenderung-von-strassennamen--129890581.html |archiv-datum=2017-07-14 |abruf=2018-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der 2020 schließlich in &amp;#039;&amp;#039;Heinrich-Rosenberg-Platz&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freiburg2020&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jens Kitzler |url=https://www.badische-zeitung.de/freiburger-gemeinderat-beschliesst-umbenennung-weiterer-strassen--183418363.html |titel=NS-belastete Personen: Freiburger Gemeinderat beschließt Umbenennung weiterer Straßen |werk=Badische Zeitung |datum=2020-03-03 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170714071817/http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburg-stadtrat-beschliesst-aenderung-von-strassennamen--129890581.html |archiv-datum=2017-07-14 |abruf=2018-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Köln]] ist eine Straße nach ihm benannt (Ludwig-Aschoff-Straße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eponyme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aschoff-Tawara-Knoten&amp;#039;&amp;#039;, [[Atrioventrikularknoten]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aschoff-(Geipel-)Knötchen&amp;#039;&amp;#039;, beweisendes pathologisch-anatomisches Substrat der rheumatischen Erkrankung. Eine erste Darstellung dieses Befundes legte Aschoff 1904 vor. Die Knötchen treten in drei Stadien auf.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aschoff-Puhl-Reinfekt&amp;#039;&amp;#039;, Begriff der pathologisch-anatomischen (-immunologischen) [[Tuberkulose]]lehre. Ein durch erneute exogene Reinfektion hervorgerufener sekundärer tuberkulöser Infektionsherd ist durch vorangegangene Primärinfektion und die damit assoziierten Reaktionen des [[Immunsystem]]s geweblich anders gestaltet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aschoff-Rokitansky-Sinus&amp;#039;&amp;#039;, Schlauchförmige, bis in die Muskelschicht reichende Einsenkungen des [[Schleimhaut]][[epithel]]s der [[Gallenblase]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* mit Georg Heinze und Alexander Pflüger: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Bonner Burschenschaft (1818–1833): Festgabe zur Feier des 50jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia zu Bonn und des 75jährigen Bestehens der Bonner Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1894.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ehrlichs Seitenkettentheorie und ihre Anwendung auf die künstlichen Immunisierungsprozesse.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Jena 1902.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die Untersuchungen des Herrn Dr. Tawara, die „Brückenfasern“ betreffend, und Demonstration der zugehörigen mikroskopischen Präparate.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchn Med Wochenschr.&amp;#039;&amp;#039; Band 52, 1905, S.&amp;lt;!--?--&amp;gt; 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Myokarditisfrage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verh Dtsch Pathol Ges.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 1904, S. 46.&lt;br /&gt;
* mit S. Tawara: &amp;#039;&amp;#039;Die heutige Lehre von den pathologisch-anatomischen Grundlagen der Herzschwäche.&amp;#039;&amp;#039; Jena 1906.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Pathologische Anatomie. Ein Lehrbuch für Studierende und Aerzte.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 1908; 8. Auflage: Verlag von Gustav Fischer, Jena 1936.&lt;br /&gt;
* mit K. Kiyono: &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der großen Mononucleären.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Folia Haem.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1913, S. 385–390.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Reticuloendotheliale System.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erg Inn Med Kinderheilk.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1924, S. 1–117.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medizin und Mission im Fernen Osten-&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; [Entstanden 1896 als Manuskript, veröffentlicht als Anhang in [[Ernst Schwalbe]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Jena 1909; in vermehrter Form in der 3. Auflage. Jena 1920]; 3., völlig umgearbeitete Auflage mit [[Paul Diepgen]]. J. F. Bergmann, München 1936&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://archive.org/details/39002086308500.med.yale.edu/page/n5/mode/2up Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; [und 1940]; 7., neubearbeitete Auflage von Paul Diepgen und [[Heinz Goerke]]. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Virchow. Wissenschaft und Weltgeltung.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1940.&lt;br /&gt;
* als Hrsg. mit anderen: Reihe &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen aus der Konstitution- und Wehrpathologie.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer, Jena &amp;lt;!-- um 1941--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludwig Aschoff: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Aschoff. Ein Gelehrtenleben in Briefen an die Familie&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg: Schulz 1966.&lt;br /&gt;
* Franz Büchner: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkrede auf Ludwig Aschoff : Geh. am 5. Dez. 1943 bei der Gedenkfeier d. Univ. Freiburg i. Br.&amp;#039;&amp;#039; Alber, Freiburg i. Br. 1946.&lt;br /&gt;
* Georg Dhom: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Aschoff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Histopathologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 2001, ISBN 3-540-67490-X, S. 391–394 ([http://books.google.de/books?id=SVsUQgtb8FkC&amp;amp;pg=RA2-PT168&amp;amp;source=gbs_toc_r&amp;amp;cad=0_0#PRA2-PT186,M1 online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freiburg und die japanische Medizin: Reiseberichte von Ludwig Aschoff, Theodor Axenfeld, Franz Büchner.&amp;#039;&amp;#039; Falk-Foundation, Freiburg i. Br. 1986.&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|413||Aschoff, Ludwig|[[Edith Heischkel-Artelt]]|118650629}}&lt;br /&gt;
* W. Koch: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Aschoff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchner Med Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 73 (1926), S. 753.&lt;br /&gt;
* Bernd Martin: &amp;#039;&amp;#039;Die Freiburger Pathologie in Kriegs- und Nachkriegszeiten (1906–1963). Konstitutionspathologie, Wehrpathologie und Menschenversuche, „Pathologie“ des Verdrängens.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2018, ISBN 978-3-955-05067-2.&lt;br /&gt;
* C. R. Prüll: &amp;#039;&amp;#039;Pathologie und Politik – Ludwig Aschoff (1866-1942) und der deutsche Weg ins Dritte Reich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;History and Philosophy of the Life Sciences.&amp;#039;&amp;#039; No. 19 (1997), S. 331–368.&lt;br /&gt;
* Cay-Rüdiger Prüll: &amp;#039;&amp;#039;Aschoff, Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 110.&lt;br /&gt;
* M. B. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Aschoff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 80 (1943), S. 1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, ISBN 3-598-30664-4, S. 40.&lt;br /&gt;
* Eberhard J. Wormer: &amp;#039;&amp;#039;Syndrome der Kardiologie und ihre Schöpfer.&amp;#039;&amp;#039; München 1989, S. 7–16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Ludwig Aschoff}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118650629}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118650629}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/000685}}&lt;br /&gt;
* Ole Daniel Enersen: {{Webarchiv | url=http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/251.html | wayback=20241204055943 | text=Karl Albert Ludwig Aschoff}} bei whonamedit.com&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/d19791fe-a916-4301-b3de-e77c78e728a6/ Nachlass Bundesarchiv N 435]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118650629|titel=Aschoff, Karl Albert Ludwig|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
* [https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E1158482621/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118650629|LCCN=n/85/801564|VIAF=49217631}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aschoff, Ludwig}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aschoff, Ludwig&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Aschoff, Karl Albert Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pathologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Januar 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juni 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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