<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lucy_Borchard</id>
	<title>Lucy Borchard - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lucy_Borchard"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucy_Borchard&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T04:57:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucy_Borchard&amp;diff=2120986&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucy_Borchard&amp;diff=2120986&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-05T06:19:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lucy Borchard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;May&amp;#039;&amp;#039;, vor 1938 &amp;#039;&amp;#039;Borchardt&amp;#039;&amp;#039;  (* [[10. Dezember]] [[1877]] in [[Hamburg]]; † [[4. Februar]] [[1969]] in [[London]]) war eine deutsche [[Reederei|Reederin]] und Eigentümerin der 1905 in Hamburg gegründeten [[Fairplay Reederei|&amp;#039;&amp;#039;Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchardt&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lucy May war eine Tochter von Pauline&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Smilla Gerst |Titel=Mutter Borchardt |Hrsg=Behörde für Kultur und Medien, Denkmalschutzamt |Sammelwerk=Reeder in Hamburg. Wille – Persönlichkeit – Erfolg. |Ort=Hamburg |Datum=2020 |Seiten=99 ff |Online=https://www.hamburg.de/resource/blob/104280/3766c80416c34e67993925a5277b2560/d-denkmalschutz-publikationen-denkmalvermittlung-hamburger-reeder-data.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Siegmund May, der Vater war Arzt. Sie arbeitete fünf Jahre als Lehrerin an einer Hamburger &amp;#039;&amp;#039;Höheren Mädchenschule&amp;#039;&amp;#039;, dem späteren [[Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www1.uni-hamburg.de/rz3a035//borchardt.html |wayback=20070101195611 |text=Merchant Marine Hachshara in Hamburg (1935–1938) – Lucy Borchardt: „The only Jewish female ship owner in the world“   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 heiratete sie Richard Borchardt, der zu dieser Zeit als kaufmännischer Angestellter bei der &amp;#039;&amp;#039;Stauerei und Bugsiererei Carl Tiedemann&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt war. Aus der Firma ging 1905 unter Borchardts Geschäftsführung die Fairplay Reederei hervor, 1924 wurde er deren alleiniger Eigentümer. Das Ehepaar hatte fünf Kinder und lebte in einem Haus am Rainweg in [[Hamburg-Eppendorf]]. Bereits während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] übernahm Lucy Borchardt die Geschäftsführung, nachdem ihr Mann sich 1915 zur [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] gemeldet hatte. Sie blieb nach dem Krieg in dem Unternehmen als [[Prokurist]]in tätig. Nach dem Tod Richard Borchardts 1930 übernahm sie die Geschäftsführung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Jürgen Witthöft: &amp;#039;&amp;#039;Fairplay – dafür steht der Name. Chronik einer deutschen Schleppreederei&amp;#039;&amp;#039;, Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2008, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-00797, Hamburg, Schlepper im Hafen.jpg|mini|Die Fairplay Schlepper-Flotte im Hamburger Hafen, Winter 1929]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Zeit des Nationalsozialismus|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] engagierte sich Lucy Borchardt, die jüdischer Abstammung und überzeugte Zionistin&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; war, im Rahmen der [[Hachschara]] für junge Menschen, die nach [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]] auswandern wollten. Borchardt ermöglichte ihnen eine [[Seemann|seemännische]] Lehre in ihrem Betrieb. Eine abgeschlossene Ausbildung war die Voraussetzung für die Einreise nach Palästina. Etwa vierzig Jugendliche haben auf dieser Basis eine Berufsausbildung bei der Reederei abgeschlossen. Zudem ermöglichte Borchardt jüdischen Auswanderern die Passage auf ihren Frachtschiffen, die sie Mitte der 1930er Jahre nach Palästina verkaufte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Bauche (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Juden in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1991, S. 450.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 gerieten Lucy Borchardt und ihre Reederei zunehmend unter Druck, insbesondere die &amp;#039;&amp;#039;Hamburger [[Devisenstelle]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung&amp;#039;&amp;#039; griffen in den Betrieb der „nichtarischen Firma“ ein. 1938 wandelte Borchardt das Unternehmen in eine [[Stiftung]] um, die die Reederei am Standort Hamburg erhalten und den Angestellten der Firma zugutekommen sollte. Im Gegenzug gelang es ihr, drei ihrer Schiffe als Emigrationsgut mit in das [[Exil]] zu nehmen. Im Sommer 1938 wanderte sie nach [[London]] aus, ihre Kinder waren bereits zuvor nach Palästina und [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] [[Ausreise|emigriert]]. Ihr in Deutschland verbliebenes Vermögen wurde restlos beschlagnahmt. Die Fairplay-Stiftung kam unter die Direktive des Reichsstatthalters [[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]]. Im November 1940 entzog man Lucy Borchardt die deutsche Staatsbürgerschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Bajohr: &amp;#039;&amp;#039;„Arisierung“ in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1997, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den aus Deutschland überführten [[Schlepper (Schiffstyp)|Schleppern]] gründete Lucy Borchard – die Familie änderte in der Emigration ihren Namen und schrieb ihn fortan ohne das &amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039; am Ende – in London die &amp;#039;&amp;#039;Fairplay Towage &amp;amp; Shipping Co.Ltd.&amp;#039;&amp;#039; Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] ging ihr Sohn Kurt Borchard nach Hamburg zurück und erreichte nach langen Verhandlungen in einem [[Wiedergutmachung]]sverfahren die Rückgabe der Reederei. Lucy Borchard aber blieb in London, gründete 1953 die [[Borchard Lines Ltd.]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://beta.companieshouse.gov.uk/company/00517224/filing-history?page=6 |titel=BORCHARD LINES LIMITED - Filing history (free information from Companies House) |abruf=2020-05-27 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und starb 1969 im Alter von 91 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fairplay Reederei besteht bis heute im Familienbesitz, nunmehr in der vierten Generation, als internationale Schleppreederei mit dem Hauptgeschäftssitz nach wie vor in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lucy Borchard gilt als einzige jüdische Reederin der Schifffahrtsgeschichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Mehrere Frauenverbände und Ortsausschüsse verschiedener Parteien haben sich dafür eingesetzt, dass eine Straße in der [[Hamburg-HafenCity|HafenCity]] nach Lucy Borchard benannt wird. Am 27. März 2013 wurde diesem Wunsch von der Hamburger Bürgerschaft entsprochen und beschlossen, dass im neu errichteten [[Elbbrückenquartier]] eine der neu entstehenden Straßen &amp;#039;&amp;#039;Lucy-Borchardt-Straße&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.luewu.de/docs/anzeiger/2013/27.pdf Amtlicher Anzeiger vom 5. April 2013], abgerufen am 29. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie führt von der Versmannstraße zur Baakenwerder Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Frank Bajohr]]: &amp;#039;&amp;#039;„Arisierung“ in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1997, ISBN 3-7672-1302-8.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Bauche]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Juden in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Eine Ausstellung des Museums für Hamburgische Geschichte vom 8. November 1991 bis 29. März 1992, Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 1991, ISBN 3-926174-31-5.&lt;br /&gt;
* [[Ina Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Lucy Borchardt.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kirsten Heinsohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0004-0, S. 40.&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Autor = [[Hans Jürgen Witthöft]]| Titel = Fairplay – dafür steht der Name| TitelErg= Chronik einer deutschen Schleppreederei| Verlag = Koehlers Verlagsgesellschaft| Ort = Hamburg| ISBN = 978-3-7822-0973-1| Jahr = 2008}}&lt;br /&gt;
* [[Ina S. Lorenz|Ina Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Lucy Borchardt. Die einzige jüdische Reederin in der internationalen Schifffahrt&amp;#039;&amp;#039; (Jüdische Miniaturen Bd. 289), Hentrich &amp;amp; Hentrich, Leipzig 2022, ISBN 978-3-95565-528-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Borchard, Lucy&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1980, S. 80&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN504014935_0831 bei „Hamburger Kulturgut Digital“ Ina Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Seefahrts-Hachschara in Hamburg (1935–1938) – Lucy Borchardt: „Die einzige jüdische Reederin der Welt“&amp;#039;&amp;#039;], 1997.&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/hamj14649.html &amp;#039;&amp;#039;Hamburg damals: Lucy Borchard&amp;#039;&amp;#039;; Beitrag des NDR Hamburg Journals vom 13.11.2011]&lt;br /&gt;
* [http://www.fairplay-towage.de/ Homepage Fairplay Towage]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1070765112|VIAF=316388594}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Borchard, Lucy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reeder (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Hafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Borchard, Lucy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Borchardt, Lucy; May, Lucy (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Reederin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Dezember 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>