<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lucrezia_Borgia_%28Oper%29</id>
	<title>Lucrezia Borgia (Oper) - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lucrezia_Borgia_%28Oper%29"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucrezia_Borgia_(Oper)&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T06:51:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucrezia_Borgia_(Oper)&amp;diff=1133840&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andrsvoss: /* Musikalische Gestaltung */ Ohne Belehrung des Lesers / NPOV</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucrezia_Borgia_(Oper)&amp;diff=1133840&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-07T09:25:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Musikalische Gestaltung: &lt;/span&gt; Ohne Belehrung des Lesers / NPOV&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Oper&lt;br /&gt;
|T = Lucrezia Borgia&lt;br /&gt;
|OT =&lt;br /&gt;
|Bildname = Gaetano Donizetti - Lucrezia Borgia - titlepage of the libretto, Milan 1833.png&lt;br /&gt;
|Bildtext = Titelblatt des Librettos, Mailand 1833&lt;br /&gt;
|Form = Melodramma in einem Prolog und zwei Akten&lt;br /&gt;
|OS = Italienisch&lt;br /&gt;
|Mus = [[Gaetano Donizetti]]&lt;br /&gt;
|Lib = [[Felice Romani]]&lt;br /&gt;
|LitVorl = &amp;#039;&amp;#039;Lucrèce Borgia&amp;#039;&amp;#039; von [[Victor Hugo]]&lt;br /&gt;
|UA = 26. Dezember 1833&lt;br /&gt;
|UAort = [[Teatro alla Scala]], [[Mailand]]&lt;br /&gt;
|Dauer = ca. 2 ½ Stunden&lt;br /&gt;
|OrtZeit = Venedig und Ferrara, 16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|Pers = &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Don Alfonso d’Este&amp;#039;&amp;#039;, Herzog von Ferrara ([[Bass (Stimmlage)|Bass]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039;, seine Frau (dramatischer [[Koloratursopran|Koloratur-Sopran]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gennaro&amp;#039;&amp;#039;, junger Söldner ([[Tenor]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maffio Orsini&amp;#039;&amp;#039;, römischer Adliger, bester Freund Gennaros (Koloratur-[[Alt (Stimmlage)|Alt]] oder -[[Mezzosopran]])&lt;br /&gt;
vier Freunde von Gennaro:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Jeppo Liverotto&amp;#039;&amp;#039; (Tenor)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Apostolo Gazella&amp;#039;&amp;#039; (Bass)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Ascanio Petrucci&amp;#039;&amp;#039; (Bass)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Oloferno Vitellozzo&amp;#039;&amp;#039; (Tenor)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gubetta&amp;#039;&amp;#039;, spanischer Vertrauter und Spion von Lucrezia (Bass)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rustighello&amp;#039;&amp;#039;, Vertrauter und Spitzel von Alfonso (Tenor)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Astolfo&amp;#039;&amp;#039;, Straßenräuber im Dienste der Borgia (Bass)&lt;br /&gt;
* ein Diener&lt;br /&gt;
* ein Mundschenk&lt;br /&gt;
* Ritter, Knappen, Ehrendamen, Schergen, Pagen, Masken, Diener, Soldaten, Straßenräuber, Hellebardiere, Gondolieri ([[Chor (Musik)|Chor]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Opera seria]] (Originalbezeichnung: „Melodramma“) in einem Prolog und zwei [[Akt (Theater)|Akten]] (fünf Bildern) von [[Gaetano Donizetti]] mit einem [[Libretto]] von [[Felice Romani]] nach dem Drama &amp;#039;&amp;#039;Lucrèce Borgia&amp;#039;&amp;#039; von [[Victor Hugo]]. Die Uraufführung fand am 26. Dezember 1833 im [[Teatro alla Scala]] in Mailand statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Der Inhalt der Oper ist eine im Sinne der [[Schauerromantik]] frei erfundene Version der Lebensgeschichte von [[Lucrezia Borgia]] (1480–1519), der berühmt-berüchtigten Tochter von Papst [[Alexander VI.]], und ihres dritten Gemahls [[Alfonso I. d’Este]], Herzog von Ferrara. Dabei wird Lucrezia von Donizetti keineswegs plakativ als unsympathisch abgeurteilt. Die oft betörend schöne Musik, die sie in der Oper zu singen hat, macht sie dem Publikum automatisch sympathisch, sie erscheint als eine extrem schillernde, unberechenbare, eigentlich unglückliche, bemitleidenswerte und sensible Frau, die in einem gefährlichen Umfeld aufgewachsen und mit einem mordlustigen Mann verheiratet ist. Frühere Untaten scheint Lucrezia zu bereuen, trotzdem ist sie rachsüchtig und begeht am Ende neue Verbrechen, mit denen sie sich selber schadet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prolog ===&lt;br /&gt;
Der junge Hauptmann Gennaro und seine Freunde vergnügen sich im [[Karneval in Venedig|Karneval von Venedig]]. Maffio Orsini tritt hervor und erzählt allen Anwesenden, wie Gennaro ihn einst nach einer Schlacht in [[Rimini]] rettete und wie ein seltsamer alter Mann sie vor der von allen gehassten Lucrezia Borgia warnte, die ihnen den Tod bringen würde. Gennaro schläft währenddessen ein und bleibt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die anderen entfernt haben, entsteigt eine maskierte Dame einer Gondel und entdeckt entzückt den Schlafenden, während im Hintergrund finstere Gestalten tuscheln. Gennaro erwacht und ist sogleich von der schönen Unbekannten fasziniert. Er erzählt ihr von seiner Kindheit in Neapel und von seiner Mutter, die er nie kennengelernt hat, die er dennoch sehr liebt und von der er einen Brief besitzt, den er immer bei sich trägt. Die Unbekannte ist gerührt und beginnt zu weinen. Doch werden die beiden von Gennaros Freunden unterbrochen, die der um Gnade flehenden Dame zu Gennaros Schrecken alle möglichen Morde und Gräueltaten vorwerfen. Schließlich reißen sie ihr die Maske vom Gesicht und rufen ihren Namen: „Es ist die Borgia“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Akt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lucretia BosTheat.jpg|mini|hochkant=1.2|Szene aus &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; (Akt I,2), Boston, ca. 1851–1855]]&lt;br /&gt;
==== Szene 1 ====&lt;br /&gt;
[[Ferrara]], vor dem herzoglichen Palast. Don Alfonso verdächtigt Gennaro, der Geliebte seiner Gattin Lucrezia zu sein, und plant dessen Ermordung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gennaro, der noch immer auf die Borgia-Familie wütend ist, zusammen mit seinen Freunden vorbeikommt, bricht er aus dem Familienwappen den Anfangsbuchstaben „B“ heraus, so dass nur noch „ORGIA“ übrigbleibt. Die anderen sind über das Wortspiel nicht amüsiert, sondern fürchten schlimme Konsequenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rustighello und Alfonsos Häscher begegnen vor Gennaros Haus Lucrezias Agent Astolfo und schlagen ihn in die Flucht. Gennaro wird verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Szene 2 ====&lt;br /&gt;
Lucrezia ist empört wegen der Verstümmelung ihres Wappens und verlangt von ihrem Mann, dass der Täter vor ihren Augen mit dem Tode bestraft wird. Alfonso verspricht es ihr und lässt zu Lucrezias Entsetzen Gennaro als Täter vorführen. Lucrezia behauptet zuerst, Gennaro könne es nicht gewesen sein, doch dieser gesteht seine Schuld. Lucrezia versucht, unter vier Augen Alfonso zur Milde zu bewegen, aber dieser bleibt hart und wirft ihr vor, dass sie Gennaro liebe, was sie abstreitet. Als Gennaro wieder hineingeführt wird, heuchelt der Herzog, er werde ihn auf Bitten seiner Gemahlin freigeben und erfährt, dass Gennaro einst Alfonsos Vater in einer Schlacht das Leben rettete. Gennaro lehnt jede Belohnung dafür ab und Lucrezia schöpft Hoffnung, doch Alfonso zwingt sie, eigenhändig Gennaro den vergifteten „Borgia-Wein“ einzuschenken. Doch nachdem der Herzog sich entfernt hat, reicht sie Gennaro ein Gegengift und fleht ihn an, die Stadt zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Akt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Szene 1 ====&lt;br /&gt;
Gennaro bereitet seine Abreise vor und sinnt seinen Gefühlen für Lucrezia nach, beobachtet von Rustighello und den Häschern Alfonsos. Als Orsini kommt und versucht, Gennaro zu einem abendlichen Fest der Fürstin Negroni zu locken, lehnt Gennaro zuerst ab, weil er in Lebensgefahr schwebe. Orsini nimmt das gar nicht ernst und vermutet einen Trick Lucrezias. Gennaro ist hin- und hergerissen und geht am Ende doch mit Orsini.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Szene 2 ====&lt;br /&gt;
Im Palazzo der Negroni artet das Fest in ein wahres Trinkgelage aus. Nachdem es zu einem Streit zwischen Orsini und Lucrezias Geheimagenten Gubetta gekommen ist, flüchten die Damen und es wird neuer Wein aus Syrakus gebracht. Gennaro bemerkt, dass Gubetta seinen eigenen Wein wegschüttet, aber Orsini schenkt dem keine Beachtung und singt ein ausgelassenes Trinklied, das jedoch von dem Klang einer Totenglocke und unheimlichem Gesang von draußen unterbrochen wird. Plötzlich gehen die Fackeln aus und die Freunde müssen feststellen, dass sie gefangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da erscheint Lucrezia und erklärt triumphierend, dass sie aus Rache für die in Venedig erfahrenen Beleidigungen den Wein vergiftet habe. Zu spät erkennt sie, dass Gennaro entgegen ihrem Wunsch nicht geflohen ist, sondern sich ebenfalls unter den Vergifteten befindet. Sie lässt die anderen wegbringen und bittet ihn, das Gegengift zu trinken, doch da nicht genügend davon vorhanden ist, um sowohl ihn als auch seine fünf Freunde zu retten, weigert er sich. Stattdessen droht er, auch Lucrezia umzubringen. Angesichts der Vorstellung, dass er kurz davor ist, unwissentlich einen Muttermord – und damit eine [[Todsünde]] – zu begehen, offenbart sie ihm endlich, dass er in Wahrheit selber ein Borgia und ihr Sohn ist. Doch nun ist jede Rettung zu spät: Gennaro stirbt in den Armen seiner Mutter, die auch dem eintretenden Alfonso in einem Ausbruch heftigster Verzweiflung und Trauer die Wahrheit entgegenschleudert und dann selber entseelt zusammenbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instrumentation ==&lt;br /&gt;
Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Werke. Abbatini – Donizetti.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München / Zürich 1986, ISBN 3-492-02411-4, S.&amp;amp;nbsp;755.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Holzblasinstrument|Holzbläser]]: zwei [[Flöte]]n (2. auch [[Piccoloflöte|Piccolo]]), zwei [[Oboe]]n, zwei [[Klarinette]]n, zwei [[Fagott]]e&lt;br /&gt;
* [[Blechblasinstrument|Blechbläser]]: vier [[Horn (Instrument)|Hörner]], zwei [[Trompete]]n, drei [[Posaune]]n, [[Tuba]]&lt;br /&gt;
* [[Pauke]]n, [[Schlagzeug]]: Trommel, [[Triangel]], [[Große Trommel]], [[Becken (Musikinstrument)|Becken]], Glocke&lt;br /&gt;
* [[Harfe]]&lt;br /&gt;
* [[Streichinstrument|Streicher]]&lt;br /&gt;
* Bühnenmusik: Glocke, [[Banda (Blasmusik)|Banda]] (Trommel, Große Trommel, Ottavino, Tuba, Flöten, Klarinetten, Hörner, Trompeten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nummern ==&lt;br /&gt;
* Preludio&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prolog&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Nr. 1 – Introduktion: &amp;#039;&amp;#039;Bella Venezia! – Nella fatal di Rimini&amp;#039;&amp;#039; (Gazzella, Petrucci, Orsini, Gubetta, Vitellozzo, Liverotto, Gennaro, Chor)&lt;br /&gt;
* Nr. 2 – Romanze Lucrezia, Duett Lucrezia und Gennaro und Finale I: &amp;#039;&amp;#039;Come è bello!...Quale incanto – Di pescatore ignobile – Maffio Orsini, signora, son io&amp;#039;&amp;#039; (Lucrezia, Alfonso, Rustighello, Gennaro, Orsini, Vitellozzo, Liverotto, Petrucci, Gazzella, Gennaro)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erster Akt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Nr. 3 – Cavatine Alfonso: &amp;#039;&amp;#039;Vieni: la mia vendetta&amp;#039;&amp;#039; (Alfonso, Rustighello)&lt;br /&gt;
* Nr. 4 – Rezitativ und Chor: &amp;#039;&amp;#039;Addio, Gennaro – Non far motto: parti, sgombra&amp;#039;&amp;#039; (Orsini, Liverotto, Petrucci, Gazzella, Vitellozzo, Gubetta, Gennaro, Rustighello, Chor, Astolfo)&lt;br /&gt;
* Nr. 5 – Rezitativ und Finale II: &amp;#039;&amp;#039;Tutto eseguisti? – Soli noi siamo – Della duchessa ai preghi&amp;#039;&amp;#039; (Alfonso, Rustighello, Usciere, Lucrezia, Gennaro)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweiter Akt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Nr. 6 – Introduktion: &amp;#039;&amp;#039;Rischiarata è la finestra&amp;#039;&amp;#039; (Chor)&lt;br /&gt;
* Nr. 7 – Rezitativ und Duett Gennaro und  Orsini: &amp;#039;&amp;#039;Sei tu? – Minacciata è la mia vita&amp;#039;&amp;#039; (Gennaro, Orsini, Chor, Rustighello)&lt;br /&gt;
* Nr. 8 – Pezzo Concertato: &amp;#039;&amp;#039;Viva il Madera! – Il segreto per esser felici&amp;#039;&amp;#039; (Liverotto, Negroni, Orsini, Vitellozzo, Gazzella, Petrucci, Gubetta, Gennaro, Chor, Lucrezia)&lt;br /&gt;
* Nr. 9 – Rondo Lucrezia: &amp;#039;&amp;#039;Tu pur qui?...Né sei fuggito?... – Era desso il figlio mio&amp;#039;&amp;#039; (Lucrezia, Gennaro, Alfonso, Rustighello, Chor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalische Gestaltung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Donizetti (Rielder).jpg|mini|hochkant=0.8|Gaetano Donizetti]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den besten Werken Donizettis, die zwischen seinen beiden Meilensteinen &amp;#039;&amp;#039;[[Anna Bolena]]&amp;#039;&amp;#039; (1830) und &amp;#039;&amp;#039;[[Lucia di Lammermoor]]&amp;#039;&amp;#039; (1835) entstanden. William Ashbrook wies darauf hin, wie geschickt Donizetti in dieser Oper die dramatischen Situationen aufbaut, und sah in dieser Hinsicht eine deutliche Weiterentwicklung des Komponisten.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Oper stehe außerdem in der Fantasie, mit der Donizetti die traditionellen formalen Schemata verwendet und oft durchbricht, sowie in der Ausdruckskraft und Charakterisierungskunst vieler Passagen „weit über der Norm des romantischen Melodramas“ der 1830er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;Im englischen Original: „&amp;#039;&amp;#039;It is not only its relative unconventionality that raises Lucrezia Borgia far above the norm of Romantic melodrama of its decade, but also the musical distinction and expressive power of many of its pages.&amp;#039;&amp;#039;“ William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 350–351&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den beiden oben genannten Werken ist &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; stilistisch auffällig ambivalent oder abwechslungsreich: Es gibt Passagen, die sich durch einen lebhaften, leichten, quirligen Stil auszeichnen, der aber keine Ähnlichkeit mehr mit [[Rossini]] aufweist und in einem tragischen Drama von merkwürdiger Wirkung ist – ein Stil, der fast „operettenhaft“ wirkt (wobei zu bedenken ist, dass es die [[Operette]] im eigentlichen Sinne noch gar nicht gab). Mit diesem Stil kennzeichnet Donizetti alle Szenen, an denen Gennaros vergnügungssüchtige Freunde beteiligt sind, u.&amp;amp;nbsp;a. die Festszenen zu Beginn des Prologs, und gegen Ende des zweiten Akts, sowie die ironische und dramatisch gesehen besonders wirkungsvolle Demaskierung der Lucrezia im Prolog,&amp;lt;ref name=Ashbrook-348&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 348&amp;lt;/ref&amp;gt; oder auch die Auseinandersetzung von Astolfo und Rustighello (Akt I,1), die laut Ashbrook auf [[Giuseppe Verdi|Verdis]] &amp;#039;&amp;#039;[[Rigoletto]]&amp;#039;&amp;#039; vorausweist.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 350&amp;lt;/ref&amp;gt; In allen übrigen Passagen der Oper, an denen essentiell Lucrezia und Gennaro beteiligt sind, ist die Musik voll von romantischem [[Pathos]], Drama und echter Tragik.&lt;br /&gt;
Dadurch kommt es innerhalb der Partitur zu ungewöhnlich starken Kontrasten, die auch dramatisch genutzt werden. Besonders eindrücklich in der letzten Szene, beim Fest der Fürstin Negroni, wo die Strophen von Maffio Orsinis berühmtem schmissigem [[Brindisi (Trinkspruch)|Brindisi]] „Il segreto per esser felici“ hart von einer Totenglocke und düsteren Gesängen aus dem Hintergrund unterbrochen werden.&amp;lt;ref name=Ashbrook-348 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über all der Dramatik wird jedoch der [[Belcanto]] nicht vergessen und feiert hier sogar einige seiner größten Höhepunkte, wie die schmelzenden Kantilenen von schierer Schönheit beim Auftritt der Lucrezia im Prolog und dem nachfolgenden Duett mit Gennaro, oder im Finale mit dem Tod des Gennaro im 1840 nachkomponierten [[Arioso]] „Madre, se ognor lontano“. Lucrezias Arie am Ende des zweiten Akts „M&amp;#039;odi, ah m&amp;#039;odi“ und die hochanspruchsvolle [[Cabaletta]] „Era desso il figlio mio“ zählte schon Ashbrook zu den bedeutendsten Leistungen Donizettis bezüglich ausdrucksvollen, ja dramatischen [[Koloratursopran|Koloratur]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;gesangs.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 351–352&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein unkonventioneller Zug der Oper ist die relativ große Besetzung mit ungewöhnlich vielen kleinen Nebenrollen, wie die vier Freunde Gennaros oder die Spitzel der Borgias.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 350&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit scheint Donizetti von der französischen [[Grand opéra]] (vor allem Rossinis [[Guillaume Tell (Rossini)|&amp;#039;&amp;#039;Guillaume Tell&amp;#039;&amp;#039;]]) inspiriert oder sie sogar vorwegzunehmen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Giacomo Meyerbeer|Meyerbeers]] &amp;#039;&amp;#039;[[Les Huguenots]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge [[Giuseppe Verdi|Verdi]] sah &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; während seiner Studienzeit in Mailand und verarbeitete einige Anregungen daraus in seinen späteren Werken , u.&amp;amp;nbsp;a. in &amp;#039;&amp;#039;[[Rigoletto]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[La Traviata]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 350 und 351&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung und Uraufführung ===&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1833 unterzeichnete Donizetti einen Vertrag mit dem neuen Leiter der Mailänder Scala, Herzog Carlo Visconti di Modrone, über zwei Opern; für jede der beiden sollte er eine Summe von 6500 österreichischen Lire bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Vorlage für die Eröffnungsoper der Karnevalssaison wählte Donizetti selber Victor Hugos nur wenige Monate zuvor uraufgeführtes Drama &amp;#039;&amp;#039;Lucrèce Borgia&amp;#039;&amp;#039;, das frei auf dem Leben und Mythos der historischen [[Lucrezia Borgia]] basiert. Während der Komponist ganz enthusiastisch über die dramatischen Möglichkeiten des Stoffs war, entsprach die haarsträubende Geschichte gar nicht dem Geschmack [[Felice Romani]]s, und dieser hatte seine Mühen mit dem Libretto.&amp;lt;ref name=Ashbrook-80&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 80–81&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl er Hugos blutrünstiges Drama von vornherein etwas abmilderte (z.&amp;amp;nbsp;B. wurde gestrichen, dass Gennaro bei Hugo die Frucht einer inzestuösen Verbindung von Lucrezia mit ihrem Halbbruder Giovanni ist),&amp;lt;ref&amp;gt;Booklet zur CD-Box: Donizetti: &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039;, mit Joan Sutherland, Marilyn Horne, Giacomo Aragall u.&amp;amp;nbsp;a., Dir.: Richard Bonynge (Decca; 1978/1989), S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; gab es zahlreiche Probleme und Änderungen durch die [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]], so dass Romani nach dem Projekt &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; ein für alle Mal genug hatte und nie wieder mit Donizetti zusammenarbeitete.&amp;lt;ref name=Ashbrook-80 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Henriette Meric-Lalande.jpg|mini|hochkant=0.8|[[Henriette Méric-Lalande]], die erste Lucrezia]]&lt;br /&gt;
Bei den Proben kam es auch mit der Primadonna [[Henriette Méric-Lalande]] zu ein paar Problemen, weil diese sich weigerte, im Prolog maskiert aufzutreten – sie befürchtete, dass das Publikum sie so nicht erkennen würde – und weil sie auf einer [[Cabaletta]] finale bestand, mit der sie nach dem Bühnentod Gennaros ihre virtuosen Gesangskünste demonstrieren konnte. Obwohl Donizetti sich das ursprünglich anders vorgestellt hatte, gab er ihrem Wunsch nach.&amp;lt;ref name=Ashbrook-81&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Uraufführung am 26. Dezember 1833 im [[Teatro alla Scala]] in Mailand sangen neben [[Henriette Méric-Lalande]] als Lucrezia Borgia: Luciano Mariani (Don Alfonso), Francesco Pedrazzi (Gennaro), [[Marietta Brambilla]] (Maffio Orsini), Napoleone Marconi (Jeppo Liverotto), Giuseppe Visanetti (Apostolo Gazella), Ismaele Guaita (Ascanio Petrucci), Giuseppe Vaschetti (Oloferno Vitellozzo), Domenico Spiaggi (Gubetta), Ranieri Pochini (Rustighello) und Francesco Petrazzoli (Astolfo).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Corago|a|CMBM15829|Text=Datensatz der Aufführung vom 26. Dezember 1833 im Teatro alla Scala}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Premiere war nur ein „lauwarmer“ Erfolg, aber danach gefiel die Oper immer besser und erlebte 33 Aufführungen in der ersten Saison.&amp;lt;ref name=Ashbrook-81 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Version Paris 1840 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Giulia Grisi &amp;amp; Giovanni Mario.jpg|mini|hochkant=0.75|Giulia Grisi und Mario de Candia sangen die beiden Hauptrollen in Paris 1840]]&lt;br /&gt;
Donizetti überarbeitete seine Partitur 1840 für eine Aufführungsserie im [[Théâtre-Italien]] in [[Paris]] mit [[Giulia Grisi]] als Lucrezia, dem Tenor [[Mario (Tenor)|Mario]] als Gennaro und [[Antonio Tamburini (Sänger)|Antonio Tamburini]] als Alfonso.&amp;lt;ref name=Ashbrook-155&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 155&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei komponierte er eine neue Arie und ein neues Duett für Mario alias Gennaro, sowie ein neues Arioso „Madre, se ognor lontano“ für den sterbenden Gennaro im Finale; die Cabaletta finale der Lucrezia wurde etwas gekürzt (wie bereits bei Aufführungen im Januar 1840 an der Mailänder Scala).&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 655 (Fußnote 88)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pariser Premiere fand am 31. Oktober 1840 statt, doch erwirkte Victor Hugo nach zwanzig Aufführungen eine gerichtliche Verfügung, die die weitere Verwendung seines Stückes als Vorlage untersagte.&amp;lt;ref name=Ashbrook-155 /&amp;gt; Die Oper musste daraufhin abgesetzt werden und wurde in Paris erst wieder am 16. Januar 1845 auf die Bühne gebracht, aber nun in veränderter Form unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;La Rinnegata&amp;#039;&amp;#039;, mit einem umgeschriebenen Textbuch, bei dem einige Figuren zu Türken umgedeutet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 655 (Fußnote 90)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Donizetti - Schumann-Heink - Lucrezia Borgia - Il segreto per esser felici (Brindisi d&amp;#039;Orsini).ogg|mini|Deutsche Version von Orsinis Brindisi „Il segreto per esser felici“ (Akt II,2), gesungen von [[Ernestine Schumann-Heink]], um 1910 (Konzertversion ohne Zwischenspiel und Totenglocke)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Aufführungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Montserrat Caballé 1969cr.jpg|mini|hochkant|[[Montserrat Caballé]] begann mit der Rolle der &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia&amp;#039;&amp;#039; ihre internationale Karriere]]&lt;br /&gt;
Donizettis &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; hatte anfangs Probleme angenommen zu werden. Meistens waren dafür der krasse Inhalt der Oper und die unmoralischen Assoziationen, die man mit der Titelfigur verband, verantwortlich. Daher wurde sie nicht selten unter anderem Titel (und wahrscheinlich mit inhaltlichen Änderungen) aufgeführt.&amp;lt;ref name=Ashbrook-81 /&amp;gt; Nach der ersten Aufführungsserie in Mailand wurde die Oper erst 1836 in [[Florenz]] mit [[Luigia Boccabadati]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Corago|a|CMBM15830|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wieder auf die Bühne gebracht,&amp;lt;ref name=Ashbrook-81 /&amp;gt; unter dem Titel „&amp;#039;&amp;#039;Eustorgia da Romano&amp;#039;&amp;#039;“. Weitere Ersatztitel waren (laut Ashbrook) „&amp;#039;&amp;#039;Alfonso duca di Ferrara&amp;#039;&amp;#039;“, „&amp;#039;&amp;#039;Giovanna I di Napoli&amp;#039;&amp;#039;“ oder „&amp;#039;&amp;#039;Nizza di Grenada&amp;#039;&amp;#039;“.&amp;lt;ref name=Ashbrook-82&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In [[Neapel]] – zu dieser Zeit Donizettis Lebensmittelpunkt – wurde die Oper bzw. das Libretto im Juli 1834 verboten (kurz vor &amp;#039;&amp;#039;[[Maria Stuarda]]&amp;#039;&amp;#039;) und konnte erst 1848, im Jahr der [[Revolution 1848|Revolution]] und von Donizettis Tod, aufgeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1983, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor waren mehrere Versuche Donizettis, die Handlung von &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; für das neapolitanische [[Teatro San Carlo]] zu «entschärfen», an der Zensur gescheitert. Die verschiedenen Überarbeitungen hießen &amp;#039;&amp;#039;La cena della vendetta&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Elisa Fosco&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Adelinda&amp;#039;&amp;#039; und schließlich &amp;#039;&amp;#039;[[Dalinda]]&amp;#039;&amp;#039;. Erst 2019 wurde &amp;#039;&amp;#039;Dalinda&amp;#039;&amp;#039; von der Musikwissenschaftlerin Eleonora Di Cintio in der Bibliothek des [[Conservatorio San Pietro a Majella|Konservatoriums von Neapel]] wiederentdeckt und 185 Jahre nach der Komposition am 14. Mai 2023 in Berlin uraufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/feuilleton/donizetti-urauffuehrung-in-berlin-diese-oper-wurde-gleich-zweimal-verboten-ld.1738589 &amp;#039;&amp;#039;Donizetti-Uraufführung: Diese Oper wurde gleich zweimal verboten&amp;#039;&amp;#039;] [[Neue Zürcher Zeitung]] vom 18. Mai 2023&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten entwickelte sich &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; zu einer der beliebtesten Opern Donizettis neben bzw. hinter &amp;#039;&amp;#039;[[Lucia di Lammermoor]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[La favorite (Oper)|La favorite]]&amp;#039;&amp;#039;. Bedeutende Sängerinnen der Titelpartie waren [[Caroline Unger|Carolina Ungher]] (u.&amp;amp;nbsp;a. Venedig 1838),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Corago|a|0000630787|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erminia Frezzolini]] (Mailand 1840,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Corago|a|CMBM15831|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&amp;lt;/ref&amp;gt; London 1842),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Corago|a|0001155796|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Giulia Grisi (u.&amp;amp;nbsp;a. Paris und London 1840),&amp;lt;ref&amp;gt;Für Paris siehe oben; für London siehe: {{Corago|a|0001313499|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Sophie Löwe]] (Venedig 1844)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Corago|a|0001496795|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Marianna Barbieri-Nini]] (u.&amp;amp;nbsp;a. Neapel 1848).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Corago|a|0001092186|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst im frühen 20. Jahrhundert, als die meisten Seria-Opern der Belcanto-Epoche vergessen waren, erlebte &amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039; noch gelegentliche Produktionen, so an der [[Metropolitan Opera]] in [[New York City|New York]] (1905), an der Scala in Mailand (1912) und in Florenz (1933).&amp;lt;ref name=Ashbrook-82 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Belcanto-Renaissance wurde die Oper 1965 „wiederentdeckt“, als die zu dem Zeitpunkt noch unbekannte [[Montserrat Caballé]] kurzfristig für die indisponierte [[Marilyn Horne]] einsprang und die Titelrolle mit sensationellem Erfolg in der [[Carnegie Hall]] sang. Die Oper wurde kurz darauf mit der Caballé auf Schallplatte aufgenommen und läutete den Beginn ihrer großen internationalen Karriere ein. Andere bedeutende Interpretinnen der Titelpartie waren [[Leyla Gencer]], [[Joan Sutherland]] und [[Edita Gruberová]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskographie (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1965: [[Ionel Perlea]]; [[Montserrat Caballé]], [[Alain Vanzo]], Jane Berbié, Kostas Paskalis; Opera D’Oro&lt;br /&gt;
* 1966: Ionel Perlea; Montserrat Caballe, [[Alfredo Kraus]], [[Shirley Verrett]], [[Ezio Flagello]]; RCA&lt;br /&gt;
* 1973: [[Nicola Rescigno]]; [[Leyla Gencer]], [[José Carreras]], [[Tatiana Troyanos]], Matteo Manuguerra; Melodram&lt;br /&gt;
* 1977: [[Richard Bonynge]]; [[Joan Sutherland]], [[Giacomo Aragall]], [[Marilyn Horne]], [[Ingvar Wixell]]; Decca&lt;br /&gt;
* 1979: [[Gabriele Ferro]]; [[Leyla Gencer]], Alfredo Kraus, Elena Zilio, [[Bonaldo Giaiotti]]; Living Stage&lt;br /&gt;
* 1980: [[John Copley (Regisseur)|John Copley]]; Joan Sutherland, Alfredo Kraus, Anne Howells, Stafford Dean; Kultur (DVD)&lt;br /&gt;
* 1989: Richard Bonynge; Joan Sutherland, Alfredo Kraus, [[Martine Dupuy]], [[Michele Pertusi]]; EMI Classics&lt;br /&gt;
* 2002: [[Renato Palumbo]]; [[Mariella Devia]], [[Marcelo Álvarez]], [[Daniela Barcellona]], Michele Pertusi; EMI Classics (DVD)&lt;br /&gt;
* 2009: [[Bertrand de Billy]]; [[Edita Gruberová]], Pavol Breslik, Alice Coote, [[Franco Vassallo]]; Medici Arts (DVD)&lt;br /&gt;
* 2012: [[Riccardo Frizza]]; [[Renée Fleming]], [[Michael Fabiano]], [[Elizabeth De Shong]] und [[Vitalij Kowaljow]]; EuroArts (DVD)&lt;br /&gt;
* 2021: Riccardo Frizza; [[Carmela Remigio]], Marko Mimica, Xabier Anduaga, [[Varduhi Abrahamyan]]; Ersteinspielung der Kritischen Edition von Roger Parker and Rosie Ward aus dem Jahr 2019, Dynamic (DVD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* Noten: Ricordi, Mailand/Milano, &amp;#039;&amp;#039;Donizetti, Lucrezia Borgia.&amp;#039;&amp;#039; 1869 (Klaviernoten und Libretto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* William Ashbrook: &amp;#039;&amp;#039;Donizetti and his Operas.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge, Cambridge University Press 1982, ISBN 0-521-27663-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lucrezia Borgia (opera)}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Lucrezia Borgia (Donizetti, Gaetano)|cname=&amp;#039;&amp;#039;Lucrezia Borgia&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/lucreziaborgiame00doni_2 Libretto (italienisch), Mailand 1833. Digitalisat] im [[Internet Archive]]&lt;br /&gt;
* [http://librettidopera.it/lucrezia/lucrezia.html Werkinformationen und Libretto (italienisch) als Volltext] auf librettidopera.it&lt;br /&gt;
* [http://opera.stanford.edu/iu/libretti/lucrez.htm Werkinformationen und Libretto (italienisch) als Hypertext] auf opera.stanford.edu&lt;br /&gt;
* {{Corago|o|Z000002238|Gaetano Donizetti|Lucrezia Borgia}}&lt;br /&gt;
* [https://opera-guide.ch/operas/lucrezia+borgia/synopsis/de/ Handlung] und [https://opera-guide.ch/operas/lucrezia+borgia/libretto/it/ Libretto] (italienisch) bei Opera-Guide&lt;br /&gt;
* {{Operadis|CLDOLUCR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Opern von Gaetano Donizetti}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300045816|LCCN=n/82/227980|VIAF=176286544}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lucrezia Borgia #Oper}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operntitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper in italienischer Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper von Gaetano Donizetti]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper aus dem 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opera seria]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Felice Romani]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk nach Victor Hugo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1833]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Borgia]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andrsvoss</name></author>
	</entry>
</feed>