<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lucius_Acilius_Strabo</id>
	<title>Lucius Acilius Strabo - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lucius_Acilius_Strabo"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucius_Acilius_Strabo&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T06:54:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucius_Acilius_Strabo&amp;diff=768548&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mikythos: /* Literatur */ Links korrigiert.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lucius_Acilius_Strabo&amp;diff=768548&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-17T18:24:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Links korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lucius Acilius Strabo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein römischer Politiker und [[Römischer Senat|Senator]] aus der &amp;#039;&amp;#039;[[gens Acilia]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Gesandter in Cyrene ==&lt;br /&gt;
Durch Kaiser [[Claudius]] wurde er in die Provinz [[Creta et Cyrene|Cyrene]] geschickt, wobei nicht ganz sicher ist, ob er dies nach Ausübung der [[Praetur]] als regulärer Propraetor tat oder ob er eigens für diesen Auftrag mit [[Promagistrat|promagistraler]] Amtsgewalt ausgestattet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koestermann60&amp;quot;&amp;gt;Cornelius Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Band IV: &amp;#039;&amp;#039;Buch 14–16.&amp;#039;&amp;#039; Erläutert und mit einer Einleitung versehen von [[Erich Koestermann]]. Universitätsverlag Carl Winter, Heidelberg 1968, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Territorium von Cyrene war Anfang des 1. Jahrhunderts v. Chr. an das Römische Reich gefallen, als der aus der Familie der [[Ptolemäer]] stammende König [[Ptolemaios Apion]] kinderlos starb und sein Reich testamentarisch an Rom vermachte. Zunächst hatte dieses nur das Krongut übernommen, während die Städte bis zur Einrichtung einer Provinz 74 v. Chr. sich selbst überlassen worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tilmann Bechert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Provinzen des Römischen Reiches. Einführung und Überblick&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Zaberns Bildbände zur Archäologie]]&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Orbis Provinciarum&amp;#039;&amp;#039;). Philipp von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2399-9, S. 103–106.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahrzehnten seitdem hatten die Einwohner allerdings weite Teile der umfangreichen staatlichen (ehemals königlichen) Besitzungen übernommen und beriefen sich nun auf das Gewohnheitsrecht, aufgrund dessen ihnen die Ländereien zustünden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tacitus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; 14,18,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von verschiedenen Inschriften ist bekannt, dass Acilius Strabo den Staatsbesitz wiederherstellte und den Einheimischen die bis dahin widerrechtlich angeeigneten Territorien absprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[Nero Claudius] / [divi Claudi f(ilius)] Germanici Cae/saris nep(os) [Ti(beri) Caes(aris)] / Aug(usti) pron(epos) div[i] Aug(usti) abn(epos) Caes[ar] / Aug(ustus) Germani[cus] / Imp(erator) per L(ucium) Acil[ium] / Strabonem l[egatum] / suum fines [oc]/cupatos a priv[atis] / p(opulo) R(omano) restituit{t} // [&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Quelle=Inschrift aus [[Apollonia (Kyrenaika)|Apollonia]] ({{AE|1995|1633}}); es wurden verschiedene weitere Inschriften mit ähnlichem Inhalt gefunden&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1934|260}}; {{AE|1974|677}}; {{AE|1974|682}}; {{AE|1974|684}}; {{AE|1977|845}} (Die Inschriften sind entweder in griechischer Sprache oder zweisprachig auf griechisch und Latein verfasst. Da die verlinkte Datenbank nur lateinische Inschriften aufführt, führen die Links entweder auf ein leeres oder auf ein unvollständiges Ergebnis).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Der Kaiser [[Nero|Nero Claudius Germanicus]], Sohn des vergöttlichten [[Claudius]], Enkel des [[Caesar (Titel)|Caesars]] [[Germanicus]], Urenkel des Kaisers [[Tiberius]], Ururenkel des vergöttlichten Kaisers [[Augustus]], hat durch Lucius Acilius Strabo, seinen Gesandten, dem römischen Volk die von Privatleuten besetzten Gebiete wiederhergestellt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner Cyrenes, mit den Entscheidungen Strabos unzufrieden, wandten sich mit einer Beschwerde nach Rom, wie der Schriftsteller [[Tacitus]] in seinen [[Annales (Tacitus)|Annales]] berichtet. Der Senat erklärte, von der Entsendung des Lucius Acilius Strabo nichts zu wissen, und leitete die Anfrage dementsprechend im Jahr 59 an den mittlerweile regierenden Kaiser [[Nero]] weiter. Seine Entscheidung lautete wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Nero, probata Strabonis sententia, se nihilo minus subvenire sociis et usurpata concedere scripsit.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Autor=Tacitus&lt;br /&gt;
 |Quelle=Annales 14,18,3&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Nero billigte Strabos Entscheidung, schrieb aber, er wolle nichtsdestoweniger den Bundesgenossen behilflich sein und ihnen, was sie sich angeeignet hätten, überlassen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Text und Übersetzung nach: P. Cornelius Tacitus: &amp;#039;&amp;#039;Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Lateinisch–deutsch. Herausgegeben von Erich Heller, mit einer Einführung von [[Manfred Fuhrmann]]. 6. Auflage, Artemis &amp;amp; Winkler, Mannheim 2010, ISBN 978-3-538-03542-3, S. 650 (Text) und 651 (Übersetzung).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entscheidung wird zu den klugen politischen Handlungen gezählt, die Tacitus – trotz seiner grundsätzlichen Kritik an Nero – beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jolanda Tresch: &amp;#039;&amp;#039;Die Nerobücher in den Annalen des Tacitus. Tradition und Leistung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliothek der klassischen Altertumswissenschaften]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, zweite Reihe). Universitätsverlag Carl Winter, Heidelberg 1965, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suffektkonsulat ==&lt;br /&gt;
Aus [[Neapel]] ist eine größtenteils griechischsprachige Inschrift bekannt, die an einem 14. September ausgestellt wurde und als amtierende [[Consulat|Konsuln]] einen Lucius Acilius Strabo (Λουκίος Ἀκείλιος Στράβων) sowie einen Sextus Neranius Capito (Σέξτος Νερανίος Καπίτων) nennt. Aufgrund der Nennung eines bereits anderweitig bekannten lokalen [[Magistratur|Magistraten]] wurde sie auf das Jahr 71 datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Inscriptiones Latinae selectae]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6460 ([http://epigraphy.packhum.org/text/177696 Text der Inschrift online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1997 wurde allerdings in der antiken Stadt [[Septempeda]] (dem heutigen [[San Severino Marche]]) das Fragment einer Liste römischer Konsuln (&amp;#039;&amp;#039;[[fasti]]&amp;#039;&amp;#039;) bekannt, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Fasti Septempedani&amp;#039;&amp;#039;. Aufgrund der darin enthaltenen sicher datierten Konsulate lässt sich erschließen, dass die genannten Amtsträger den Zeitraum von 78 bis 82 abdecken. Für das sechste [[Nundinium]] des Jahres 80 ist in den Fasti Septempedani wiederum ein Lucius Acilius Strabo als [[Suffektkonsul]] genannt. Von seinem Amtskollegen haben sich nur die letzten beiden Buchstaben „[…]to“ erhalten, was eine Ergänzung zu „Sextus Neranius Capito“ nahelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1998|419}}; ausführlich und mit Foto sind die Fasti Septempedani publiziert in: S. M. Marengo: &amp;#039;&amp;#039;Fasti Septempedani.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Picus.&amp;#039;&amp;#039; Band 18, 1998, S. 63–88, hier S. 73 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Bekanntwerden der Fasti Septempedani war in der Forschung allgemein akzeptiert, dass der Gesandte des Claudius und Nero über ein Jahrzehnt nach dieser Mission, nämlich im Jahr 71, den Konsulat bekleidete, wie man aus der neapolitanischen Inschrift erschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Prosopographia Imperii Romani|PIR²]] A 82; der PIR folgend zum Beispiel Werner Eck: &amp;#039;&amp;#039;Die Statthalter der germanischen Provinzen vom 1.–3. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Epigraphische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 14). Rheinland-Verlag in Kommission bei Dr. Rudolf Habelt, Köln/Bonn 1985, ISBN 3-7927-0807-8, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem Neufund der Konsulnliste aus Septempeda ist die Quellenlage komplexer geworden: Der vorher unbekannte Konsulat im Jahr 80 ist nun praktisch unwiderlegbar bezeugt. Bei diesem Amtsträger dürfte es sich allerdings eher um den Sohn des Legaten aus claudischer/neronischer Zeit handeln, wenn man den zeitlichen Abstand zwischen den 50er Jahren und dem Jahr 80 bedenkt. Ob damit allerdings der Konsulat im Jahr 71 zu streichen und die entsprechende Inschrift aus Neapel umzudatieren ist, wie der Herausgeber des Neufunds in der [[L’Année épigraphique|&amp;#039;&amp;#039;Année Épigraphique&amp;#039;&amp;#039;]] vermutete,&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1998|419}} (Kommentar in der Druckfassung); in dieselbe Richtung geht implizit auch {{DNP|8|843||Neranius|Werner Eck|}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird in der Forschung nicht explizit bestätigt. Wenn dem nicht so wäre, hätte es zwei gleichnamige Amtsträger gegeben, der erste (71) wäre möglicherweise der Gesandte des Kaisers Claudius in seinen späteren Jahren und der zweite (80) dessen Sohn.&amp;lt;ref&amp;gt;So implizieren es die beiden folgenden Artikel: {{DNP|1|88||Acilius II,11|Werner Eck|}} {{DNP|12/2|878||Nachtrag Acilius II,12|Derselbe|}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statthalterschaft ==&lt;br /&gt;
Durch einen römischen Weihaltar, die in der Nähe der Orbachsmühle in den antiken Steinbrüchen im [[Brohlbach (Rhein)|Brohltal]] gefunden wurde, ist ein Acilius Strabo als Amtsträger einer germanischen Provinz belegt. Der Fundort befindet sich zwar auf dem Territorium der Provinz [[Germania superior]] (Obergermanien), die bekannten Inschriften aus dem Brohltal beziehen sich jedoch allesamt auf Einheiten des [[Germania inferior|niedergermanischen]] Heeres. Daher ist davon auszugehen, dass auch Acilius Strabo in dieser Provinz tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emil Ritterling]]: &amp;#039;&amp;#039;Fasti des römischen Deutschland unter dem Prinzipat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Verwaltungs- und Heeresgeschichte von Gallien und Germanien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). L. W. Seidel &amp;amp; Sohn, Wien 1932, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Herculi Sax{s}ano / sacrum Iulius Vi/ctor &amp;lt; pro se et co/m(m)ilitones si/ngulares pedite/s Acili Strabonis / leg(ati) Aug(usti) v(otum) s(olverunt) l(ibentes) m(erito)&lt;br /&gt;
 |Quelle={{CIL|13|7709|R=}}&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Dem Hercules Saxanus geweiht von dem Zenturio Iulius Victor für sich und seine Kameraden, die ausgewählte Fußtruppe [= Leibwache] des &amp;#039;&amp;#039;legatus Augusti&amp;#039;&amp;#039; [wörtlich: kaiserlichen Gesandten] Acilius Strabo. Sie haben das Gelübde gerne und nach Gebühr eingelöst.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Inschrift Hans Lehner: &amp;#039;&amp;#039;Die antiken Steindenkmäler des Provinzialmuseums in Bonn.&amp;#039;&amp;#039; Buchhandlung F. Cohen, Bonn 1918, S. 63 f., Nr. 128 (mit Verweisen auf die ältere Literatur). Abbildungen der Inschrift finden sich in der [http://db.edcs.eu/epigr/bilder.php?bild=$TR_CIL_13_07709_1.jpg;$TR_CIL_13_07709_2.jpg;$OS_CIL_13_07709_1.jpg;$OS_CIL_13_07709_2.jpg;$OS_CIL_13_07709.jpg&amp;amp;nr=1 Epigraphik-Datenbank Clauss / Slaby].&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text erscheint Lucius Acilius Strabo als &amp;#039;&amp;#039;legatus Augusti&amp;#039;&amp;#039; („kaiserlicher Gesandter“), was für den Statthalter einer römischen Inschrift nicht die übliche Amtsbenennung wäre – ein solcher wäre normalerweise als &amp;#039;&amp;#039;legatus Augusti pro praetore&amp;#039;&amp;#039; (ungefähr übersetzbar mit „kaiserlicher Gesandter mit [[Praetur|praetorischer]] Amtsgewalt“) bezeichnet worden. Trotzdem ging man in der älteren Forschung davon aus, dass auf der Inschrift aus dem Brohltal ein Provinzstatthalter gemeint ist, weil dort seine persönliche Leibwache (&amp;#039;&amp;#039;pedites singulares&amp;#039;&amp;#039;) genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Ritterling: &amp;#039;&amp;#039;Fasti des römischen Deutschland unter dem Prinzipat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Verwaltungs- und Heeresgeschichte von Gallien und Germanien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). L. W. Seidel &amp;amp; Sohn, Wien 1932, S. 56, Anm. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine solche eigene Sondertruppe hielt man für ein Privileg des obersten Beamten einer römischen Provinz. Mittlerweile ist jedoch eine Inschrift bekannt geworden, die deutlich macht, dass auch der [[Legatus|Legat]] einer Legion eine Gruppe an &amp;#039;&amp;#039;pedites singulares&amp;#039;&amp;#039; unter sich haben konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1969/70|583}}. Dazu siehe Werner Eck: &amp;#039;&amp;#039;Die Statthalter der germanischen Provinzen vom 1.–3. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Epigraphische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 14). Rheinland-Verlag in Kommission bei Dr. Rudolf Habelt, Köln/Bonn 1985, ISBN 3-7927-0807-8, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierung seiner Tätigkeit in Germanien hängt von der Interpretation des Quellenbefundes ab. Wenn Acilius Strabo sich tatsächlich als Statthalter in Germanien aufhielt, muss er diese Tätigkeit kurz nach seinem Konsulat ausgeübt haben. Daraus ergab sich in der älteren Forschung (die von dem Konsulat im Jahr 71 ausging) eine Datierung in die 70er Jahre, bei Werner Eck beispielsweise vorsichtig zwischen 73 und 78 (da von 71 bis 73 bereits [[Aulus Marius Celsus]], im Jahr 78 [[Gaius Rutilius Gallicus]] und 79/80 [[Decimus Iunius Novius Priscus]] als Statthalter bezeugt sind).&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Eck: &amp;#039;&amp;#039;Die Statthalter der germanischen Provinzen vom 1.–3. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Epigraphische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 14). Rheinland-Verlag in Kommission bei Dr. Rudolf Habelt, Köln/Bonn 1985, ISBN 3-7927-0807-8, S. 139 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem Bekanntwerden des Konsulats im Jahr 80 tendiert man eher zu einer Verortung in die 80er Jahre (die Prosopographia Imperii Romani grenzt die Amtszeit zum Beispiel zwischen 81 und 88 ein).&amp;lt;ref name=&amp;quot;PIR-Nachtrag&amp;quot;&amp;gt;[http://pir.bbaw.de/addenda/alia/IRN595.html Nachtrag zu L. Acilius Strabo] in der Datenbank der [[Prosopographia Imperii Romani]] vom 4. Februar 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn Acilius Strabo allerdings nicht als Statthalter, sondern lediglich als Legat einer Legion in Germanien tätig war, müsste dieses Amt kurz vor seinem jeweiligen Konsulat einzuordnen sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PIR-Nachtrag&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese Überlegungen gehen (teils stillschweigend) davon aus, dass der Acilius Strabo von der Inschrift im Brohltal mit dem Konsul von 71 oder von 80 identisch ist. Daneben bestünde auch noch die Möglichkeit, ihn mit Lucius Acilius Strabo Clodius gleichzusetzen, der im Jahr 116 wohl Statthalter von [[Numidien]] war&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dieser Frage [[Bengt E. Thomasson]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Statthalter der römischen Provinzen Nordafrikas von Augustus bis Diocletianus.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, CWK Gleerup, Lund 1960, S. 165 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und theoretisch einige Jahre später dieses Amt in Germanien ausgeübt haben könnte. Das gilt allerdings als unwahrscheinlich, da die römischen Steinbrüche im Brohltal den vorhandenen Quellen nach nur bis in die ersten Jahre des 2. Jahrhunderts betrieben wurden und ihre Nutzung in der Mitte der Regierungszeit Trajans relativ abrupt endete.&amp;lt;ref&amp;gt;So Emil Ritterling: &amp;#039;&amp;#039;Zur römischen Legionsgeschichte am Rhein II. Der Aufstand des Antonius Saturninus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang XII, 1893, S. 203–242, hier S. 213 f., Anm. 23. Zu den Auswirkungen auf die Datierung des Statthalters Acilius Strabo siehe Derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Fasti des römischen Deutschland unter dem Prinzipat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Verwaltungs- und Heeresgeschichte von Gallien und Germanien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). L. W. Seidel &amp;amp; Sohn, Wien 1932, S. 56 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sonstige Anhaltspunkte zur Datierung der Inschrift gibt es nicht, genauere Einordnungen ihrer Entstehungszeit&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielsweise folgende Publikationen: [[Wolfgang Spickermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Germania Superior&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Religionsgeschichte des römischen Germanien.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Mohr Siebeck, Tübingen 2003, S. 228, Nr. 93 (Datierung in die Zeit zwischen 73 und 78). Hans Ankersdorfer: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Religion des römischen Heeres von Augustus bis Diokletian.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Konstanz 1973, S. 225 (Datierung in die Zeit zwischen 72 und 74).&amp;lt;/ref&amp;gt; resultieren bereits aus den anderweitig erschlossenen Datierungen der Statthalterschaft Acilius Strabos. Die Nutzung dieser Angaben für die Einordnung dieser Amtszeit würde also einen [[Zirkelschluss]] darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwesenheit der persönlichen Truppe des Statthalters (oder Legionslegaten) in den Steinbrüchen des Brohltals wird entweder mit einer der diversen Umbauten des [[Prätorium (Köln)|Statthalterpalastes]] der niedergermanischen Provinzhauptstadt [[Colonia Claudia Ara Agrippinensium]] oder aber mit dem Wiederaufbau eines Legionslagers am Rhein in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Olivier Richier: &amp;#039;&amp;#039;Centuriones ad Rhenum. Les Centurions Legionnaires des Armées Romaines du Rhin&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gallia Romana.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). De Boccard, Paris 2004, ISBN 2-7018-0173-7, S. 219 f., Nr. 115. Richier ist die Neudatierung des Konsulats in das Jahr 80 allerdings noch nicht bekannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und sonstige inschriftliche Belege ==&lt;br /&gt;
Zur Herkunft und Familie des Lucius Acilius Strabo gibt es nur Indizien: Die erste bezieht sich auf Lucius Acilius Strabo Clodius, den bereits erwähnten Statthalter von Numidien. Sein voller Name ist durch Inschriften bekannt und lautete [[Lucius Stertinius Quintilianus Acilius Strabo Gaius Curiatius Maternus Clodius Nummus]]. Diese Namensform (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Polyonymie&amp;#039;&amp;#039;, siehe [[Römischer Name#Besonderheiten|Römischer Name]]) deutet darauf hin, dass er Adoptivsohn eines Lucius Acilius Strabo, also wohl des Gesandten der 50er Jahre und des Konsuls von 71/80, war. Er stammte aus [[Neapel]], sodass auch sein Adoptivvater zumindest eine Beziehung zu dieser Stadt gehabt haben dürfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies lässt sich erschließen aus dem Fundort der Inschrift {{CIL|10|1486|R=}} und der dort gemachten [[Tribus (Rom)|Tribusangabe]], siehe PIR² A 83.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere [[Römische Bleirohrinschrift|Bleirohrinschriften]] mit dem Namen des Lucius Acilius Strabo wurden ab 1893 westlich beziehungsweise nordwestlich von Neapel in den antiken Städten [[Cumae]] und Puteoli, dem heutigen [[Pozzuoli]], gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1899|34}} und {{AE|1903|166}} (zu diesen beiden siehe Steven L. Tuck: &amp;#039;&amp;#039;Latin Inscriptions in the Kelsey Museum. The Dennison and De Criscio collections&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kelsey Museum Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). University of Michigan Press, Ann Arbor 2005, ISBN 0-472-11516-2, S. 165 f., Nummern 272 und 273); außerdem die vier Inschriften [http://db.edcs.eu/epigr/epi_einzel.php?s_sprache=de&amp;amp;p_belegstelle=NSA-1893-211&amp;amp;r_sortierung=Belegstelle &amp;#039;&amp;#039;Notizie degli Scavi di Antichità&amp;#039;&amp;#039; 1893, S. 211a–d].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls in Cumae wurde für einen seiner Freigelassenen ein Grabaltar mit Inschrift aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1980|245}}. Ausführlich publiziert in: Mario Pagano: &amp;#039;&amp;#039;Schede epigrafiche: Cumae (Baiae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Puteoli. Studi di Storia Antica.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1979, S. 160–162 (mit Foto auf S. 161).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese Belege können einen Hinweis darauf geben, dass der Senator ursprünglich aus dieser Region stammte. Andererseits ist es auch möglich, dass Strabo – wie viele adelige Römer – dort lediglich eine Villa besaß, durch deren Gelände die Bleirohre mit den Besitzerinschriften führten und in welcher der genannte Freigelassene während seiner Sklavenzeit tätig gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;John H. D’Arms: &amp;#039;&amp;#039;Romans on the Bay of Naples. A social and cultural study of the villas and their owners from 150 B. C. to A. D. 400.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 1970, ISBN 0-674-77925-8, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Cornelius Tacitus: &amp;#039;&amp;#039;Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Band IV: &amp;#039;&amp;#039;Buch 14–16.&amp;#039;&amp;#039; Erläutert und mit einer Einleitung versehen von [[Erich Koestermann]]. Universitätsverlag Carl Winter, Heidelberg 1968, S. 60 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Emil Ritterling]]: &amp;#039;&amp;#039;Fasti des römischen Deutschland unter dem Prinzipat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Verwaltungs- und Heeresgeschichte von Gallien und Germanien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). L. W. Seidel &amp;amp; Sohn, Wien 1932, S. 56 f.&lt;br /&gt;
* John H. D’Arms: &amp;#039;&amp;#039;Romans on the Bay of Naples. A social and cultural study of the villas and their owners from 150 B. C. to A. D. 400.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 1970, ISBN 0-674-77925-8, S. 202 f. (und S. 225 f. zum vermutlichen Adoptivsohn).&lt;br /&gt;
* {{RE|Suppl. XV|1||Acilius 57|[[Werner Eck]]|RE:Acilius 57|mit diversen Nachträgen}}&lt;br /&gt;
* Werner Eck: &amp;#039;&amp;#039;Die Statthalter der germanischen Provinzen vom 1.–3. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Epigraphische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 14). Rheinland-Verlag in Kommission bei Dr. Rudolf Habelt, Köln/Bonn 1985, ISBN 3-7927-0807-8, S. 139 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Prosopographia Imperii Romani]]&amp;#039;&amp;#039; (PIR). 2. Auflage, A 82 (siehe die Einträge [https://pir.bbaw.de/id/593 L. Acilius Strabo] und [https://pir.bbaw.de/id/592 L. Acilius Strabo PIR² A 0082] auf der Website der PIR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Acilius Strabo, Lucius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsul (Römische Kaiserzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Gens Acilia|Strabo, Lucius Acilius]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 1. oder 2. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Acilius Strabo, Lucius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Strabo, Lucius Acilius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Suffektkonsul 80&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Jahrhundert oder 2. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mikythos</name></author>
	</entry>
</feed>