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	<title>Luciano Damiani - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Si! SWamP: /* Filmografie (Auswahl) */</title>
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		<updated>2026-02-22T01:49:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Filmografie (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luciano Damiani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juli]] [[1923]] in [[Bologna]]; † [[20. Juni]] [[2007]]) war ein [[italien]]ischer [[Bühnenbildner|Bühnen-]] und [[Kostümbildner]] sowie [[Regisseur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karrierebeginn ==&lt;br /&gt;
Damiani wuchs als einer von drei Söhnen eines Postbeamten in Bologna im Stadtteil Bolognina auf, einer seiner Jugendfreunde war der spätere prominente Operntenor [[Gianni Raimondi]]. Damiani wurde nach der Grundschule zunächst Schüler im Istituto Tecnico &amp;#039;&amp;#039;Guglielmo Marconi&amp;#039;&amp;#039; und erwarb als Kind im [[Faschismus|faschistischen]] Italien durch Zeichnungen [[Benito Mussolini|Mussolinis]] sowie Kopien [[Raffael]]s, die Unterstützung für einen Besuch des Liceo artistico. Danach erhielt er ein [[Stipendium]] und konnte das Collegio Venturoli in [[Castelnuovo di Garfagnana]] nahe [[Lucca]] besuchen, ebenso wie das Liceo eine Einrichtung des faschistischen Staates. 1942 wurde er vom Staat dazu ausersehen, eine Reise in das damalige Deutsche Reich zu absolvieren, die ihn nach [[Villach]], [[Wien]], [[Salzburg]] und [[München]] führte. Wegen seiner Studien blieb es Damiani zunächst erspart, zum Kriegsdienst eingezogen zu werden. Später, als er doch noch Soldat werden musste, verdankte er es den Wirren des nahen Kriegsendes, dass ihm die Teilnahme an Kampfhandlungen erspart blieb. Allerdings wurde er wegen seiner Zugehörigkeit zum Heer der Republik von [[Salò]] verhaftet und als Faschist angeklagt, jedoch freigesprochen. Schließlich wurde er 1946 an die Akademie der Schönen Künste in seiner Heimatstadt Bologna aufgenommen, wo er unter anderem von [[Giorgio Morandi]] unterrichtet wurde. Für ein Bild erhielt er den ersten Preis, wurde zum Studentenvertreter gewählt, obwohl zwei Professoren ihn wegen seiner angeblichen faschistischen Vergangenheit ablehnten. Damianis Vater konnte das Missverständnis in einem persönlichen Gespräch klären. Für das Universitätstheater begann er zu dieser Zeit seine ersten Bühnenbilder zu entwerfen, unter anderem für Stücke von [[Luigi Pirandello]] und [[Eugene O’Neill]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Giorgio Fumi gründete er eine Agentur, die sich dem Entwurf von Filmplakaten widmete. Ab 1949 leitete er die Agentur allein und mit zunehmendem Erfolg. Zugleich intensivierte er die bühnenbildnerische Arbeit in Bologna: am Theater &amp;#039;&amp;#039;La Soffitta&amp;#039;&amp;#039;, dem nach dem Mailänder [[Piccolo Teatro di Milano|Piccolo Teatro]] zweiten Teatro Stabile Italiens, sowie am Teatro Comunale. Dort lernte er die Chefs des Piccolo Teatro kennen, [[Paolo Grassi]] und [[Giorgio Strehler]], die seine Bühnenbilder sahen. Wenige Tage später wurde Damiani von Grassi telegrafisch eingeladen, das Bühnenbild für das von Strehler zu inszenierende Stück &amp;#039;&amp;#039;Cammino sulle Acque&amp;#039;&amp;#039; von [[Orio Vergani]] zu entwerfen. Zugleich wurde er von der italienischen Filiale der US-Produktionsfirma [[Metro-Goldwyn-Mayer]] beauftragt, Kinowerbung, Plakate und Zeitungsinserate für &amp;#039;&amp;#039;[[Quo Vadis (1951)|Quo Vadis]]&amp;#039;&amp;#039; zu gestalten, wofür Damiani, mittlerweile verheiratet und Vater eines Sohns, später mit einem Preis bedacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Karriere als Bühnen- und Kostümbildner ==&lt;br /&gt;
Damiani schloss seine Bologneser Agentur und zog mit Frau Sara sowie Sohn Davide nach Mailand, wo er weitere Bühnenbilder für das Piccolo Teatro entwarf. Auch an der damals existierenden kleinen Bühne der [[Mailänder Scala]], der Piccola Scala, war er tätig: 1955 für Strehlers Inszenierung von [[Domenico Cimarosa]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Il matrimonio segreto]]&amp;#039;&amp;#039; (später als Gastspiel in ganz Europa gezeigt). Seine Vorstellungen konnte Damiani bei Bertolazzis &amp;#039;&amp;#039;El nost Milan&amp;#039;&amp;#039; erstmals möglichst umfassend realisieren. Später, bei Strehlers &amp;#039;&amp;#039;Platonov e gli altri&amp;#039;&amp;#039; (einer Version von [[Anton Tschechow]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Platonow (Tschechow)|Platonov]]&amp;#039;&amp;#039;) entwarf er erstmals auch die Kostüme. Zwischen 1959 und 1963 gestaltete Damiani die Ausstattung für vierundzwanzig Inszenierungen. 1963 erlangte Damianis Arbeit für [[Bertolt Brecht]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Leben des Galilei]]&amp;#039;&amp;#039; (Regie Strehler) erstmals internationale Berühmtheit. Dabei folgte er Brechts Intentionen, zeigte Theater nicht als Illusionsmaschinerie, sondern als bewusstes Bühnenspiel, und zeigte eine hell erleuchtete Bühne als Raum, in den Architekturmodelle und Häuserelemente hineingeschoben werden und die Eckdaten für das Stück darstellen. Gleichermaßen auf Interesse stieß Damianis Bühne für [[Carlo Goldoni]]s &amp;#039;&amp;#039;Le baruffe chiozzote&amp;#039;&amp;#039;: Erneut ein Himmel, wechselnd zwischen Tag und Nacht, links und rechts knapp angerissene venezianische Häuserfassaden, am Horizont eine neblig hinter einem Tüllschleier sich abzeichnende ferne Landschaft. Das besondere Licht erreichte Damiani durch Alufolien, auf die das direkte Licht der Scheinwerfer gerichtet war, um danach diffus abgelenkt die Bühne zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch berühmter und von Publikum wie Kritik als sensationell empfunden wurde 1965 Damianis Gestaltung von [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Entführung aus dem Serail]]&amp;#039;&amp;#039; (Regie Strehler, Dirigent [[Zubin Mehta]]) für die [[Salzburger Festspiele]]: ein gleißend heller Horizont schloss den Raum ab, auf einem Gedanken an die [[Commedia dell’arte]] evozierenden Bretterboden agierten die Sänger, die bei Gesangsnummern gleichsam aus dem Geschehen heraustraten und vor dem hellen Hintergrund wie Schattenrisse erschienen. Links und rechts wurden zweidimensionale, gemalte Elemente hereingeschoben, die die jeweiligen Szenen knapp illustrierten. Bis 1975 wurde diese Inszenierung in Salzburg gezeigt, 1972 kam sie auch an der Mailänder Scala heraus, in den 1980er Jahren in Paris und noch 2006 wurde sie am [[Teatro Real]] in Madrid gespielt. Sowohl für Strehler wie auch für Damiani bedeutete diese Inszenierung den internationalen Durchbruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer bühnenbildnerischen Konzeption ähnlich wie &amp;#039;&amp;#039;Galilei&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Baruffe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Entführung&amp;#039;&amp;#039;, einige von deren Elementen aufgreifend sowie diese variierend war Damianis Gestaltung von Mozarts &amp;#039;&amp;#039;[[Don Giovanni]]&amp;#039;&amp;#039; 1967 an der [[Wiener Staatsoper]] (Regie [[Otto Schenk]], Dirigent [[Josef Krips]]). Die Aufsehen erregende, bei der Premiere heftig umstrittene Inszenierung –&amp;amp;nbsp;die von der damaligen Wiener Kulturkorrespondentin der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|F.A.Z.]], [[Hilde Spiel]], in höchsten Tönen gelobt wurde&amp;amp;nbsp;– verabschiedete sich von allen Aufführungstraditionen: Kein Sevilla war durch ein die Bühne stark verengendes, an der linken Seite mit einem [[Klassizismus|klassizistischen]] Zitat angereichertes Portal zu sehen, sondern norditalienische Architekturelemente, die vor einem wieder für starkes Rücklicht sorgenden Horizont wechselnd gruppiert wurden. Das Stück spielte bis auf den Anfang nicht mehr in der Nacht, sondern am –&amp;amp;nbsp;mitunter strahlend hellen&amp;amp;nbsp;– Tag, auch die Friedhofsszene des zweiten Aktes. Damiani bezog sich auf die traditionelle Kulissenbühne, schuf normal dimensionierte, rampennahe Bauten, die von vorne nach hinten von stufenweise kleiner werdenden Elementen ergänzt wurden (besonders in den Straßenszenen). Die Umbauten fanden bei offener Szene und voller Beleuchtung statt, kein Vorhang trennte Bühne und Publikum. Die Sänger agierten wie schon in Salzburg auf einem Commedia-dell’arte-Bretterboden, und auch ihre Kostüme wiesen Anklänge an das Figurenpersonal dieser Theaterform auf. Mozarts und [[Lorenzo da Ponte|Da Pontes]] Oper, die zuvor zumeist als düsteres Drama angelegt war, erzählte Damiani als grotesk-[[Ironie|ironisches]] italienisches Volksmärchen, dessen Abgründe durch die Ausstattung umso stärker hervortraten. Damiani fühlte Mozarts Skepsis gegenüber Autoritäten nach, deshalb zeigte er in der vorletzten Szene die Komtursstatue als ins Riesenhafte vergrößerte sizilianische Marionette, deren rechter Arm durch ein deutlich sichtbares Seil gehoben werden konnte. Don Giovanni wurde von einem den Bühnenhintergrund füllenden, großen roten, heftig wehenden Vorhang (das Höllenfeuer) umschlossen, der sich schließlich hob und ihn ins Freie stürzen ließ: der Mythos konnte nicht sterben. Fotos der Bühnenbildentwürfe dieser Inszenierung, die an der Staatsoper bis 1972 gezeigt wurde, veröffentlichte die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Theater heute&amp;#039;&amp;#039; im Juli 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1960er Jahre begann sich Damiani von Strehler zu lösen, mit dem er später nur noch vereinzelt zusammenarbeiten sollte: Beispielsweise 1966 für &amp;#039;&amp;#039;[[Cavalleria rusticana]]&amp;#039;&amp;#039; an der Mailänder Scala (Dirigent [[Herbert von Karajan]]); 1974 für eine viel beachtete Inszenierung von [[Anton Tschechow]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Kirschgarten]]&amp;#039;&amp;#039; am Piccolo Teatro, wo jeglicher Illusionismus gemieden wurde und sich unter einem Deckenvorhang mit Kirschblättern der Untergang einer Familie auf einer in den Zuschauerraum gezogenen Bühne vollzog; im selben Jahr bei Mozarts &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zauberflöte]]&amp;#039;&amp;#039; bei den Salzburger Festspielen (Dirigent Karajan); 1975 für Goldonis &amp;#039;&amp;#039;Il campiello&amp;#039;&amp;#039; am selben Theater und 1978 bei [[William Shakespeare]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sturm (Shakespeare)|Der Sturm]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damiani arbeitete oft mit dem italienischen Regisseur [[Luca Ronconi]] –&amp;amp;nbsp;dem großen Antipoden Strehlers&amp;amp;nbsp;– zusammen, mit dem er bedeutende Inszenierungen herausbrachte: 1975 erstmals am Wiener [[Burgtheater]] bei &amp;#039;&amp;#039;[[Die Vögel (Aristophanes)|Die Vögel]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Aristophanes]] und 1976 bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Orestie]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Aischylos]]. 1978 schufen Ronconi und Damiani eine zunächst umstrittene, später viel gelobte Inszenierung von [[Giuseppe Verdi]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Don Carlos (Verdi)|Don Carlos]]&amp;#039;&amp;#039; an der Mailänder Scala, die das Drama als große Staatsaktion darstellte, und wo sehr exakte szenografische Elemente vor einem in wechselnden Farben erstrahlenden Rückhorizot betont wurden. 1980 gestalteten sie gemeinsam Verdis &amp;#039;&amp;#039;Macbeth&amp;#039;&amp;#039; an der [[Deutsche Oper Berlin|Deutschen Oper Berlin]] (Dirigent [[Giuseppe Sinopoli]]), der mittlerweile auch als Fernsehaufzeichnung auf DVD vorliegt. In der Arbeit mit Ronconi hat sich Damiani von den für Strehler entwickelten Lösungen weit entfernt: Es überwiegen abstrakte, geometrisch akzentuierte Bauten, die sich zeitlicher Fixierung entziehen. Die Bühne wurde als sich kontinuierlich verwandelnde Maschine gedeutet, etwa bei der Wiener &amp;#039;&amp;#039;Orestie&amp;#039;&amp;#039;, wo sogar Laufbänder eingesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den späten 1970er Jahren begann Damiani –&amp;amp;nbsp;der bereits Anfang der 1970er Verdis &amp;#039;&amp;#039;[[Aida (Oper)|Aida]]&amp;#039;&amp;#039; für die [[Arena di Verona]] inszeniert und ausgestattet hatte&amp;amp;nbsp;– auch wieder selbst als Opernregisseur (jeweils auch Bühnenbild und Kostüme) tätig zu werden, etwa bei Mozarts &amp;#039;&amp;#039;[[Idomeneo]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Deutsche Oper Berlin|Deutschen Oper]] in [[Berlin]] –&amp;amp;nbsp;wo er auch Verdis &amp;#039;&amp;#039;[[Luisa Miller]]&amp;#039;&amp;#039; inszenierte, die auch in Paris gezeigt wurde&amp;amp;nbsp;– und später in [[Rom]] oder 1979 bei [[Gioachino Rossini]]s &amp;#039;&amp;#039;Mosè&amp;#039;&amp;#039; an der Scala (Dirigent [[Claudio Abbado]]). Am Teatro Regio in [[Parma]] inszenierte er 1987 Verdis &amp;#039;&amp;#039;[[Macbeth (Verdi)|Macbeth]]&amp;#039;&amp;#039; sowie [[Christoph Willibald Gluck]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Orfeo ed Euridice]]&amp;#039;&amp;#039; (Dirigent [[Arnold Östman]]). Zusätzlich erhielt er 1982 in Rom die Möglichkeit, sein eigenes Theater zu gründen: das &amp;#039;&amp;#039;Teatro di documenti&amp;#039;&amp;#039;, das er zusammen mit Ronconi und Sinopoli gegründet hat. Dort stellte er eigene Inszenierungen vor (nun erstmals auch Sprechtheater): 2006 etwa &amp;#039;&amp;#039;La Moscheta&amp;#039;&amp;#039; von Ruzante, für März ist &amp;#039;&amp;#039;Mandragola&amp;#039;&amp;#039; geplant.&amp;lt;!--März welchen Jahres? Was ist aus dem Plan geworden?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bühnenbildaufträge anderer Theater nahm Damiani nur noch selten wahr, so etwa 1988, als er noch einmal an das Burgtheater zurückkehrte, um für den Regisseur [[Claus Peymann]] [[Friedrich Schiller]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Wilhelm Tell (Schiller)|Wilhelm Tell]]&amp;#039;&amp;#039; auszustatten: ein kalter, grau-blau beleuchteter, winterlicher Raum, mit gigantischen Felsen, die sich immer wieder bedrohlich aus dem Schnürboden herabsenkten, und eine große Mauer, deren Zerstörung den Schweizern die ersehnte Freiheit brachte. 1996 kehrte er nochmals als Bühnenbildner nach Salzburg zurück, wo er &amp;#039;&amp;#039;[[La traviata]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Giuseppe Verdi]] ausstattete (Dirigent [[Riccardo Muti]], Regie [[Lluis Pasqual]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damiani hat sich über Jahre hinweg für die Rechte der Bühnenbildner eingesetzt, als Autoren ihrer Werke anerkannt zu werden und dafür entsprechende Tantiemen zu erhalten. 1963 bot ihm die [[Akademie der bildenden Künste Wien|Akademie der bildenden Künste]] in Wien an, als Nachfolger von [[Caspar Neher]] die Bühnenbildklasse zu übernehmen. Jedoch lehnte Damiani ab, weil er an seiner Lehrbefähigung zweifelte sowie lieber die Position der Bühnenbildner in Italien festigen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Damiani wird heute zu den wichtigsten Bühnenbildnern der Theatergeschichte gezählt. Entscheidend dafür waren die zahlreichen Innovationen, die Damiani einführte. Die Auffassung vom Bühnenbildner, der seine Zeichnungen abgibt und die Ausführung den Theatermitarbeitern überlässt, sagte ihm nicht zu, weil er auf der Bühne nicht nur in den Dimensionen vergrößerte Versionen von Zeichnungen sehen wollte. Damiani wollte sich stärker in die Realisierung von Bühnenbildner einbringen und suchte den persönlichen Kontakt mit Bühnenmalern und Dekorationsbauern. Er begann als erster, detaillierte Zeichnungen anstelle ungefährer Skizzen abzuliefern, die dann unmittelbar von den Werkstätten umgesetzt werden konnten. Zudem arbeitete er persönlich mit, etwa im Malersaal sowie bei der Einrichtung auf der Bühne. Zunächst traf dies auf enormen Widerstand, anfangs am Piccolo Teatro, aber auch an der Scala, wo sich die für die Ausstattung zuständigen Chefs düpiert fühlten. Zumal an der Scala aber auch in Florenz (bei &amp;#039;&amp;#039;[[Der feurige Engel (Oper)|Der feurige Engel]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Sergei Sergejewitsch Prokofjew|Sergei Prokofjew]] in Strehlers Regie), wo man jeweils noch traditionelle Kulissenmalerei gewohnt war, hatte es Damiani anfangs schwer und konnte nur unter großen Mühen seine Ideen eines weniger gemalten als vielmehr tatsächlich gebauten Raumes durchsetzen. Heute zählt Damianis damals mit Argwohn verfolgtes Begehren, die Ausführung seiner Arbeiten zu kontrollieren und mitzugestalten sowie exakte Detailskizzen abzuliefern, zum Alltag von Bühnenbildnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bühnenbeleuchtung führte Damiani ebenfalls zahlreiche Neuerungen ein. Für &amp;#039;&amp;#039;Le baruffe chiozzote&amp;#039;&amp;#039; montierte er das Oberlicht so, dass die Scheinwerfer auf Metallfolien strahlten, das Licht somit leicht gebrochen und diffus die Bühne erhellte. Dadurch konnte er die Qualität von Tageslicht nachahmen. Auch die erstmalige Verwendung von bis dahin am Theater unüblichen Lichtquellen, etwa [[Leuchtstofflampe]]n, stellte eine Pioniertat dar, die heute längst Standard darstellt. Zudem sahen Damianis Entwürfe eine exakte Lichtführung vor, mit konzentriertem Einsatz von Ober-, Gegen- und Seitenlicht, das die Räume in ihrer Dreidimensionalität stärker sichtbar machte. Hinzu kamen genaue Vorstellungen über die Lichtfarbe. Kennzeichnend für Damianis Ausstattungen waren oft helle Horizonte, vor denen unterschiedliche Licht- und Schattenzonen gruppiert waren. Somit war es möglich, die Darsteller vom Hintergrund abzuheben, sie gelegentlich wie Schattenrisse erscheinen zu lassen und damit auch neue Aussagen zu Stück und Interpretation zuzulassen. Andere Bühnenbildner wie [[Ezio Frigerio]] –&amp;amp;nbsp;der zusammen mit Strehler zahlreiche Anregungen Damianis fortsetzte&amp;amp;nbsp;– oder [[Robert Wilson (Regisseur)|Robert Wilson]] haben diese Gestaltungselemente weiter verwendet und für ihre Zwecke adaptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aufbau eines Bühnenbilds verfolgte Damiani die Idee, einen links geöffneten und rechts geschlossenen Raum herzustellen. Auf der linken Seite sollte ein Ausblick möglich sein, der dem Zuschauer die Möglichkeit eröffnen sollte, den Raum selbst mit Fantasie anzureichern und ihn quasi zu komplettieren. Auch die Idee, ein Stück in ein eigens entworfenes Portal zu stellen, durch das man auf die Szene blickt, stammt von Damiani und wurde von anderen Bühnenbildnern übernommen. Der Idee eines traditionellen Theatervorhangs, der sich zu Beginn öffnet und am Ende schließt, stand Damiani skeptisch gegenüber. Oft experimentierte er mit vorhanglosen Bühnenbildnern, die sich permanent dem Zuschauer erschließen, und Umbauten bei offener Szene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kostümbildner verließ Damiani ebenfalls den traditionellen Weg, lediglich die zugehörigen Skizzen bei der Schneiderei abzugeben. Als erster fotografierte er die Darsteller von vorne und von der Seite, um anhand dieser Bilder die Kostüme den Körpern der Schauspieler anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Bühnenbildner [[Karl-Ernst Herrmann]] hat Damiani als das wichtigste Vorbild für seine Arbeit genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1966: Le baruffe chiozzotte (Fernsehfilm) &lt;br /&gt;
* 1966: [[Die Stationen unserer Liebe]] &amp;#039;&amp;#039;(Le stagioni del nostro amore)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1967: Die Entführung aus dem Serail (Fernsehfilm) &lt;br /&gt;
* 1968: Cavalleria rusticana (Fernsehfilm)&lt;br /&gt;
* 1972: [[Der Mann von La Mancha (Film)|Der Mann von La Mancha]] &amp;#039;&amp;#039;(Man of La Mancha)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1976: Macbeth (Fernsehfilm) &lt;br /&gt;
* 1987: Macbeth (Fernsehfilm)&lt;br /&gt;
* 1990: Wilhelm Tell (Fernsehfilm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.teatrodidocumenti.it/prose.html Autobiografie von Luciano Damiani in fünf Teilen mit zahlreichen Entwürfen und Fotos (italienisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.teatrodidocumenti.it/ Homepage von Damianis &amp;#039;&amp;#039;Teatro di documenti&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://archivio.piccoloteatro.org/eurolab/index.php?IDanagrafica=91&amp;amp;tipo=7 Homepage Piccolo Teatro: Archiv-Seite mit Fotos von Damianis Bühnenbildern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122323289|LCCN=n/91/28707|VIAF=38549806}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Damiani, Luciano}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bühnenbildner (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Szenenbildner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümbildner (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Damiani, Luciano&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Bühnenbildner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juli 1923&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bologna]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Juni 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Si! SWamP</name></author>
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