<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lubliner_Komitee</id>
	<title>Lubliner Komitee - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lubliner_Komitee"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lubliner_Komitee&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T09:25:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lubliner_Komitee&amp;diff=236897&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lubliner_Komitee&amp;diff=236897&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-31T15:27:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:PKWN manifest.jpg|mini|In Polen häufig verwendetes Bild vom Aushang des PKWN-Manifests]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lubliner Komitee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polnisches Komitee der Nationalen Befreiung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (polnisch: &amp;#039;&amp;#039;Polski Komitet Wyzwolenia Narodowego&amp;#039;&amp;#039;, kurz PKWN), wird ein von der [[Sowjetunion]] gestütztes und abhängiges [[Kommunismus|kommunistisches]] Komitee bezeichnet, das gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gegründet wurde. Seit Juli 1944 regierte es unter dem Vorsitz des [[Polnische Sozialistische Partei|Linkssozialisten (PPS)]] [[Edward Osóbka-Morawski]] von [[Lublin]] aus das von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzte Gebiet zwischen [[Weichsel]] und [[Bug (Fluss)|Bug]]. Am 1. Januar 1945 wurde das Lubliner Komitee in die Provisorische Regierung der [[Volksrepublik Polen]] umgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Lubliner Komitee als Provisorische Regierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PKWN Manifest.jpg|miniatur|links|Manifest des „Polnischen Komitees der nationalen Befreiung“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Polish Committee of National Liberation in September 1944.PNG|mini|Polen zur Zeit der Gründung des Lubliner Komitees]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte Polens#1939–1945: Zweiter Weltkrieg|titel1=Geschichte Polens: 1939–1945: Zweiter Weltkrieg (Das besetzte Polen)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Juli 1944 wurde von [[Josef Stalin]] in [[Chełm]] aus dem [[Krajowa Rada Narodowa|Nationalen Rat]] und dem [[Bund Polnischer Patrioten]] ein „Polnisches Komitee der Nationalen Befreiung“ gegründet. Nachdem sowjetische Truppen die deutsche Besetzung der Stadt Lublin beendet hatten, wurde diese zur ersten polnischen Hauptstadt der Nachkriegszeit ausgerufen. Das Komitee sollte formell die Macht ergreifen, sobald die Rote Armee die [[Curzon-Linie]] überschreiten würde. Dies geschah in Lublin am 22. Juli 1944, und drei Tage danach zog das Komitee dorthin um. Dort bildete es unter dem Vorsitzenden Edward Osóbka-Morawski [[de jure / de facto|de facto]] die Regierung des von der Roten Armee besetzten Gebietes westlich von [[Ostpolen]]. Es gilt als moskauhörige [[Marionettenregierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eugeniusz Duraczyński: Die &amp;#039;&amp;#039;Alliierten und der Warschauer Aufstand&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hans-Jürgen Bömelburg]], [[Eugeniusz Cezary Król]], Michael Thomae (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Der Warschauer Aufstand 1944. Ereignis und Wahrnehmung in Polen und Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Ferdinand Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 2013, ISBN 978-3-506-72905-7, S. 65–87, hier S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. Juli wurden die ersten Mitglieder des Komitees aus Moskau nach Polen eingeflogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Friszke, Antoni Dudek: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Polens 1939–2015&amp;#039;&amp;#039;, Brill Schöningh, Paderborn 2022, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. und 27. Juli 1944 wurde zwischen der Sowjetunion und dem Komitee der [[Sowjetisch-polnischer Freundschafts- und Bündnisvertrag|sowjetisch-polnische Freundschafts- und Bündnisvertrag]] unterzeichnet, in dem diese auf eine direkte sowjetische Herrschaft über Polen verzichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heiner Timmermann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Potsdam 1945. Konzept, Taktik, Irrtum?&amp;#039;&amp;#039;, Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen, Berlin 1997, ISBN 3-428-08876-X, S. 133f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich legte das Dokument die Westverschiebung Polens durch die Abgabe von Gebieten an die Sowjetunion und die Übernahme zuvor deutscher Gebiete fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Friszke, Antoni Dudek: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Polens 1939–2015&amp;#039;&amp;#039;, Brill Schöningh, Paderborn 2022, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den [[Alliierte]]n erkannte allein [[Josef Stalin|Stalins]] Regierung das Komitee unter Übergehung der [[Polnische Exilregierung|Polnischen Exilregierung]] in [[London]] als neue provisorische Regierung Polens an. Die Exilregierung hatte sich bei der Sowjetunion spätestens durch ihre Anklage des [[Massaker von Katyn|Massakers von Katyn]] unbeliebt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auf alliierten Druck stattfindenden Verhandlungen zwischen „Londoner“ und „Lubliner“ Regierung führten zu keiner Einigung. De facto konnte sich das Lubliner Komitee in Polen auf die Strukturen der sowjetischen Truppen stützen.&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1945 benannte sich das Lubliner Komitee in „Provisorische Regierung“ um und bezog am 18. Januar in den Ruinen des befreiten [[Warschau]] seinen Sitz. Es übernahm nicht nur die Herrschaft in Polen, sondern auch die Verwaltung sowjetisch besetzter deutscher Ostgebiete im südlichen [[Ostpreußen]], in [[Danzig]], [[Pommern]], im östlichen [[Brandenburg]] und in [[Schlesien]]. Nach Bildung einer „Regierung der nationalen Einheit“ am 25. Juni 1945 stimmten auch die Westalliierten Großbritannien und Frankreich im [[Potsdamer Abkommen]] zu, die ostdeutschen Gebiete bis zur [[Oder]] und zur [[Lausitzer Neiße]], das südliche Ostpreußen und Danzig unter vorläufige polnische Verwaltung zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heimatarmee und Widerstand ===&lt;br /&gt;
Nachdem im Frühjahr 1945 die Rote Armee die deutsche Armee in ganz Polen besiegt hatte, wurden 14 wichtige Führungspersonen der [[Polnische Heimatarmee|Heimatarmee (Armia Krajowa, AK)]] nach Moskau verschleppt und dort zu langjährigen Haftstrafen verurteilt und teilweise ermordet. Damit war der Hauptwiderstand gegen die „Sowjetisierung“ der polnischen Gesellschaft gebrochen.&lt;br /&gt;
Gegen diese erkennbare Zielsetzung bildete sich bereits Ende 1944 eine bewaffnete Widerstandsbewegung aus Teilen der &amp;#039;&amp;#039;Heimatarmee&amp;#039;&amp;#039;, die weiter die Exilregierung in London unterstützten. In den Wäldern Ostpolens stellte diese Widerstandsbewegung gegen die Provisorische Regierung und die Sowjetarmee anfangs eine [[Verstoßene Soldaten|ernstzunehmende Streitmacht]] dar. In den Jahren nach Kriegsende umfassten die [[Partisan]]en schätzungsweise bis zu 100.000 Mitglieder. Ihre Aktionen blieben letztlich ergebnislos und nahmen ab dem Ende der 1940er-Jahre ab, da die Sowjetarmee, der [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]]/[[Ministerium für Staatssicherheit (UdSSR)|MGB]] und die sich bildenden [[Ministerstwo Bezpieczeństwa Publicznego|Organe des kommunistisch-polnischen Staates]] massiv militärisch und juristisch gegen sie vorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitglieder des PKWN ==&lt;br /&gt;
* [[Edward Osóbka-Morawski]] (sozialistische Partei PPS), Vorsitzender, für Außenpolitik und Landwirtschaft zuständig. In der darauf folgenden Provisorischen Regierung [[Ministerpräsident (Polen)|Ministerpräsident]], 1944–1947.&lt;br /&gt;
* [[Wanda Wasilewska]] ([[Polska Partia Robotnicza|PPR]]; kommunistische Partei und Bund der Polnischen Patrioten in der UdSSR, ZPP), Stellvertreterin, niemals nach Polen zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
* [[Andrzej Witos]] ([[Stronnictwo Ludowe „Wola Ludu“|SL]])&lt;br /&gt;
* [[Stanisław Kotek-Agroszewski]] ([[Stronnictwo Ludowe „Wola Ludu“|SL „Wola Ludu“, SL-nah]])&lt;br /&gt;
* [[Stanisław Radkiewicz]] (PPR)&lt;br /&gt;
* [[Jan Stefan Haneman]] (RPPS)&lt;br /&gt;
* [[Stefan Jędrychowski]] (PPR)&lt;br /&gt;
* [[Jan Michał Grubecki]] (SL)&lt;br /&gt;
* [[Wincenty Rzymowski]] ([[Stronnictwo Demokratyczne|SD]] - Demokratische Partei), vorübergehend Außenminister&lt;br /&gt;
* [[Michał Rola-Żymierski|Michał Żymierski]] (PPR), Ressort für nationale Verteidigung&lt;br /&gt;
* [[Emil Sommerstein]] (parteilos)&lt;br /&gt;
* [[Stanisław Skrzeszewski]] (PPR)&lt;br /&gt;
* [[Bolesław Drobner]] (PPS)&lt;br /&gt;
* [[Jan Czechowski]] (SL „Wola Ludu“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro forma stellten die Kommunisten der PPR nur eine Minderheit der Ressortverantwortlichen. Allerdings waren zusätzlich die meisten Stellvertreterposten in der Hand der PPR.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Friszke, Antoni Dudek: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Polens 1939–2015&amp;#039;&amp;#039;, Brill Schöningh, Paderborn 2022, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Polnischer Untergrundstaat]] (nach [[Jan Karski]]; v. a. Polnischer Widerstand 1939–1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Polnische Volksarmee|Ludowe Wojsko Polskie]] (LWP, poln. Volksarmee) — [[Armia Ludowa]]&lt;br /&gt;
* [[Polnische Streitkräfte]]&lt;br /&gt;
* [[Polnische Streitkräfte in der Sowjetunion]] (&amp;#039;&amp;#039;Polskie Siły Zbrojne w ZSRR&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Verstoßene Soldaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rząd Tymczasowy Rzeczypospolitej Polskiej (RTRP) - 1945 (Provisorische Regierung, Moskauabhängig)&lt;br /&gt;
* Tymczasowy Rząd Jedności Narodowej (TRJN) - 1945/47 (Regierung der nationalen Einheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dariusz Baliszewski, Andrzej Krzysztof Kunert: &amp;#039;&amp;#039;Ilustrowany przewodnik po Polsce stalinowskiej: 1944–1956.&amp;#039;&amp;#039; T. 1, [[Wydawnictwo Naukowe PWN]], Warszawa 1999, ISBN 83-01-12906-9. (poln.)&lt;br /&gt;
* [[Norman Davies]]: &amp;#039;&amp;#039;God&amp;#039;s Playground&amp;#039;&amp;#039;. 2 vols. Columbia Univ. Press, New York 1982, ISBN 0-231-05353-3 und ISBN 0-231-05351-7. (engl.)&lt;br /&gt;
* Brigitte Jäger-Dabek: &amp;#039;&amp;#039;Polen: eine Nachbarschaftskunde für Deutsche.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, 2006, ISBN 3-86153-407-X.&lt;br /&gt;
* [http://www.herder-institut.de/no_cache/bestaende-digitale-angebote/e-publikationen/dokumente-und-materialien/themenmodule/quelle/1376/details.html Manifest des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung vom 22. Juli 1944 (online)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14338366.html &amp;#039;&amp;#039;Wie Polen verraten wurde.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 52/1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1215026-5|LCCN=n/86/3609|VIAF=141413300}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polen im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnisch-sowjetische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Organisation (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Lublin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1944]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
	</entry>
</feed>