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	<title>Loyalität - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:46:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Siedler603: /* Loyalitätskonflikt */ Quellen aktualisiert</title>
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		<updated>2025-11-27T18:04:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Loyalitätskonflikt: &lt;/span&gt; Quellen aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Loyalität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|ˌlo̯ajaliˈtɛːt}}, von {{frS|loyauté|de=Anständigkeit, Loyalität}}, dessen Wurzeln auf das [[Latein|lateinische]] Wort {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;lex&amp;#039;&amp;#039;|de=Gesetz, Vorschrift, Gebot, Vertrag, Bedingung}} zurückgehen, siehe auch &amp;#039;&amp;#039;legal&amp;#039;&amp;#039; „dem Gesetz entsprechend“) bezeichnet (in Abgrenzung zu [[Treue]], [[Untertanenschaft|Unterwerfung]] oder [[Gehorsam]]) die auf gemeinsamen moralischen [[Maxime]]n basierende oder von einem Vernunftinteresse geleitete innere [[Verbundenheit]] und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, im Interesse eines gemeinsamen höheren Zieles, die Werte (und [[Ideologie]]) des Anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt, solange dies der Bewahrung des gemeinsam vertretenen höheren Zieles dient. Loyalität zeigt sich sowohl im Verhalten gegenüber demjenigen, dem man loyal verbunden ist, als auch Dritten gegenüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmaß der geforderten Loyalität hängt von den Erwartungen ab, die für die jeweilige Beziehung konstitutiv sind. Diese Beziehungen können informeller (zum Beispiel Freundschaften) oder formeller Natur sein (zum Beispiel Ehe). Man kann in sie hineingeboren werden (zum Beispiel Verwandtschaft) oder sie gewählt haben (zum Beispiel Einwanderung). Die Loyalitätserwartungen erstrecken sich auf äußere Handlungen, aber auch – wie im Falle von Freundschaften – auf innere Einstellungen. Strittig ist, ob Loyalitäten genuine Pflichten sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Iser |Titel=Loyalität |Sammelwerk=Handbuch der politischen Philosophie und Sozialphilosophie |Hrsg=Stephan Gosepath |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2008 |Band=Band 2: N–Z |Seiten=731}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loyalitätskonflikt ==&lt;br /&gt;
Problematisch wird Loyalität, wenn sie gegenüber zwei oder mehr Parteien besteht, deren Ziele und Werte sich widersprechen oder einander zuwiderlaufen oder wenn Loyalität &amp;#039;&amp;#039;eingefordert&amp;#039;&amp;#039; wird. Unterschiedliche Forderungen führen zu Loyalitätskonflikten, beispielsweise wenn ein Arbeitnehmer sich dem Dienstherrn gegenüber loyal verhalten soll, obwohl er bestimmte Werte oder Ziele nicht teilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Loylitätskonflikte können sich bei Arbeitgebern ergeben, die wie [[Öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaft|Religionsgemeinschaften]] oder [[Tendenzbetrieb]]e bestimmte Ziele und Werte vertreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dag Heward-Mills |Titel=Loyalität und Illoyalität |Datum=2019 |Sprache=de |ISBN=9781643291932 |Zitat=Dag Heward-Mills beschreibt in diesem Buch sehr wichtige Prinzipien, in der Absicht die Stabilität der Kirchen zu erhöhen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn die eigene Tätigkeit schwerwiegende Auswirkungen auf Dritte haben kann, wie es etwa bei staatlichen Arbeitgebern oder der Rüstungsindustrie der Fall ist, können Loyalitätskonflikte auftreten.  [[Gewissenskonflikt]]e führen zur [[Befehlsverweigerung]] in der Armee oder der [[Kriegsdienstverweigerung]]. Auch Fragen von Umweltschutz, Betriebssicherheit, &amp;lt;!--Bilanz, Personal, --&amp;gt;Datenschutz und ähnlich sensiblen Themen können Gewissens- und Loyalitätskonflikte auslösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabrina Helm |Titel=Unternehmensreputation und Stakeholder-Loyalität |Verlag=Deutscher Universitätsverlag |Datum=2008 |Sprache=de |Umfang=465 |ISBN=9783835096165 |Seiten=254 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angehörige von [[Familie]]n oder [[Clan]]s sind dem [[Familienoberhaupt]] oder dem Clan gegenüber oft zu Loyalität verpflichtet. Dies kann zu Gewissenskonflikten und zur Unterdrückung eigener Werte und Ziele führen.&amp;lt;!-- Die [[Treue]] zu sich selbst ist dann infrage gestellt.  &amp;lt;&amp;lt;  ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch widersprüchliche Bindungen führen, hier über innere Verpflichtung, zu Loyalitätskonflikten. Beispielsweise wenn ein Kind, das ja durch seine [[Liebe]] sowohl mit seinem Vater als auch mit seiner Mutter verbunden ist, in deren Streit über ihre Werte und Ziele verwickelt wird ([[Triade (Familientherapie)|Triangulation]]) oder wenn ein Mitarbeiter in verschiedenen Unternehmen tätig ist, die miteinander in Konkurrenz stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sandra Konrad |Titel=Das bleibt in der Familie |TitelErg=Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten |Datum=2013-04-16 |Sprache=de |Umfang=304 |ISBN=9783492961592}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loyalität und Solidarität ==&lt;br /&gt;
Vergleicht man die Begriffe Loyalität und [[Solidarität]] miteinander, so steht Loyalität eher für eine innere Selbst-Verpflichtung, während Solidarität eher ein inneres Bedürfnis darstellt. Loyalität beschreibt eher die innere Haltung, Solidarität eher den äußeren Ausdruck. Die Übergänge sind fließend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julia Masurkewitz-Möller |Titel=Formen der Solidarität |TitelErg=Eine Begriffssystematik |Datum=2023-10-02 |Sprache=de |Umfang=292 |ISBN=9783839468951 |Seiten=91 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loyalität in der Partnerschaft ==&lt;br /&gt;
Loyalität in der [[Partnerschaft]] ist die auf gegenseitigem [[Vertrauen]], [[Commitment]] und einem Fundament an gemeinsamen [[Wertvorstellung|Werten]] und Grundsätzen des Wollens und Handelns basierende innere [[Verbundenheit]] innerhalb der Partnerschaft als eine beziehungskonstitutive Einstellung, sowie deren Ausdruck im Verhalten (Kommunikation, Handeln) nach innen und außen (gegenüber dem Partner, wie auch gegenüber anderen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Krüger |Titel=Das Geheimnis der Treue. Paare zwischen Versuchung und Vertrauen |Verlag=Kreuz |Ort=Freiburg im Breisgau |Datum=2010 |ISBN=3-7831-3413-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus beinhaltet Loyalität auch das Wahren und Vertreten genuiner Interessen des Partners, ggf. auch dann, wenn man sie selbst nicht vollumfänglich teilt, insbesondere wenn dies der Wahrung psychischer Grundbedürfnisse des Partners dient (insbesondere, wenn Ansehen, [[Würde]], Vertrauen, [[Integrität (Ethik)|Integrität]], [[Diskretion]] betroffen sind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Loyalität wird oft als Erfordernis der partnerschaftlichen Treue gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Jellouschek |Titel=Der Schlüssel zur Treue. Warum es sich lohnt, für die Liebe zu kämpfen |Verlag=Herder |Ort=München |Datum= |ISBN=3-451-61335-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bedeutet jedoch keine blinde Gefolgschaft oder Unterwerfung unter partnerschaftliche Interessen oder Forderungen, sondern bedarf ggf. einer bewussten Auseinandersetzung mit etwaigen Wertkonflikten unter Wahrung der eigenen Integrität und Wertvorstellungen als Ausdruck der [[Treue]] zu sich selbst, die eine Voraussetzung für eine Treue zum Partner darstellt (ohne Treue zum „Ich“ ist auch keine Treue zum „Du“ möglich, anderenfalls pervertiert der Treuebegriff zur „[[Nibelungentreue]]“). Dies gilt in ähnlicher Weise auch für Loyalität in der [[Freundschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Dorsch – Lexikon der Psychologie |Hrsg=Markus Antonius Wirtz |Auflage=17., überarbeitete |Verlag=Hans Huber |Ort=Bern |Datum=2014 |ISBN=3-456-85460-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache |Umfang=10 Bände |Verlag=Bibliographisches Institut |Ort=Berlin |Datum=2002 |ISBN=3-411-70360-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacob Grimm, Wilhelm Grimm |Titel=Grimm – Deutsches Wörterbuch |Umfang=33 Bände |Verlag=dtv |Ort=München |Datum= |ISBN=3-423-59045-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden |Verlag=Brockhaus Wissenmedia-Verlagsgruppe |Auflage=20. |ISBN=3-7653-3100-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loyalität in der Wirtschaft ==&amp;lt;!-- das ist etwas wirr... --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier wird „Loyalität“ oft verwechselt mit „Abhängigkeit“ und „Obrigkeitsdenken“ (Festhalten an getroffenen Vereinbarungen, das Einhalten von Gesetzesvorschriften oder die Treue gegenüber einer Autorität). [[Synonymie|Synonyme]] für Loyalität &amp;#039;&amp;#039;per se&amp;#039;&amp;#039; sind vielmehr: [[Anstand]], [[Fairness]], Gesetzestreue, [[Rechtschaffenheit]], [[Redlichkeit]], Regierungstreue, Staatstreue, Treue, [[Zuverlässigkeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Loyalität&amp;#039;&amp;#039; wird oft im Sinne von Zuverlässigkeit und Anständigkeit gegenüber der Gruppe, der man sich verbunden fühlt, gebraucht, beispielsweise im Zusammenhang mit [[Arbeitsverhältnis|Dienstverhältnissen]], bei denen sich ein [[Arbeitgeber]] bzw. [[Dienstherr]] auf die [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]] und Treue seines [[Mitarbeiter]]s verlassen können muss. Damit ist unter anderem die Forderung nach Aufrichtigkeit und Fairness im Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und externen Partnern gemeint. Loyalität impliziert neben emotional unterlegter Verbundenheit auch ein Handeln im Sinne des Unternehmens sowie eine dem entsprechende Fürsprache nach außen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne M. Schüller |Titel=Zukunftstrend Mitarbeiterloyalität |Verlag=Business Village |Ort=Göttingen |Datum=2004 |ISBN=3-934424-70-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Loyalität verbietet das Verfolgen solcher individueller Ziele, die den Zielen des Unternehmens widersprechen, und setzt die Einhaltung von Bestimmungen und Regelungen des Unternehmens voraus. Unter Angehörigen von Netzwerken wird ein besonders hohes Maß an Loyalität als Voraussetzung einer dauerhaften Gruppenzugehörigkeit erwartet. Das Bewertungskriterium der [[Arbeitsleistung|Leistung]] verliert gegenüber dem Anspruch auf Loyalität teilweise oder ganz an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgesetzter und Mitarbeiter sind hierbei in einen gemeinsamen [[Ethik|ethischen]] Kontext eingebunden. Der Treuepflicht des Mitarbeiters entspricht eine [[Fürsorgepflicht]] des Vorgesetzten. Durch die Verankerung in einem übergeordneten Wertesystem sind Auswüchse wie [[Kadavergehorsam]] und [[vorauseilender Gehorsam]] ausgeschlossen; insbesondere rechtfertigt dies das Recht und sogar die Pflicht des Mitarbeiters zur &amp;#039;&amp;#039;Untreue&amp;#039;&amp;#039;, also zum Ungehorsam, sofern die Ausführung von Anweisungen übergeordnete Werte verletzen würde. Unklar ist allerdings, welche Werte vom Arbeitnehmer als übergeordnet betrachtet werden dürfen und ob er zum [[Whistleblower]] werden darf. Untreue im Sinne strafrechtlichen Eigennutzes ist nicht gestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kundenseite wird Loyalität auch im Sinne von anhaltender [[Markentreue]] bzw. Geschäfts-, Firmen- oder [[Ladentreue]], das heißt der Treue eines Kunden zu einem bestimmten Produkt bzw. Geschäft, verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joost Van Treeck |Titel=Loyalität |TitelErg=Die Psychologie der Kundenbindung |Datum=2011 |Sprache=de |Umfang=157 |ISBN=9783839144916 |Seiten=58 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kundenloyalität impliziert Freiwilligkeit, eine emotionale Verbundenheit und zumeist auch eine mehr oder weniger aktive Fürsprache nach außen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne M. Schüller |Titel=Zukunftstrend Kundenloyalität |Auflage=2. |Verlag=Business Village |Ort=Göttingen |Datum=2005 |ISBN=3-934424-53-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kundenloyalität kann grob in unfreiwillige, gekaufte und echte Kundenloyalität unterschieden werden. Unfreiwillige Kundenloyalität beruht auf Wechselbarrieren, vertraglichen Bindungen oder sonstigen Zwängen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Koot |Titel=Kundenloyalität, Kundenbindung und Kundenbindungspotential. Modellgenese und empirische Überprüfung im Retail-Banking |Verlag=Dr. Hut |Ort=München |Datum=2005 |ISBN=3-89963-194-3 |URN=nbn:de:gbv:089-50504448X3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Hilfe der Loyalitätsforschung werden Marken- oder Geschäftstreue wissenschaftlich analysiert. Mit Hilfe des Loyalitätsmarketings kann die Loyalität eines Kunden systematisch entwickelt werden. Im Markenmanagement spricht man auch von Markenloyalität. Als Vordenker des Loyalitätsmarketings gilt [[Fred Reichheld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl hinsichtlich Mitarbeitern und Kunden wird die Messung der Loyalität oft mittels [[Befragung]]en bewerkstelligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jonathan Scholz |Titel=Die Bedeutung von Loyalität im Handel |TitelErg=Einflussfaktoren, Instrumente sowie Wirkung |Verlag=GRIN Verlag |Sprache=de |Umfang=19 |ISBN=9783346399939}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das entscheidende Problem ist zumeist, welche Aspekte in die Berechnung der Loyalität aufgenommen und wie diese gewichtet werden sollen. Eine mögliche Definition von Loyalität bietet beispielsweise die [[EUCUSA-Methode]] bei [[Mitarbeiterbefragung|Mitarbeiter-]] und [[Kundenbefragung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loyalität in der Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Untertan]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Heinrich Mann]], 1918)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loyalität in der Politik ==&lt;br /&gt;
* [[Vertrauensfrage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Loyale Haltung gegenüber dem Staat ===&lt;br /&gt;
In der [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserzeit]] wurde als ein Kennzeichen der Loyalität die „Untertanentreue“ angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Heyse&amp;#039;s Grosses Fremdwörterbuch |Ort=Hannover/Leipzig |Datum=1903 |Seiten=506 |Spalten=2 |Fundstelle=Stichwort „Loyalität“}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lexika in der [[Weimarer Republik]] hielten bei der Definition von „Loyalität“ an dem Begriff der „Untertanentreue“ fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Brockhaus. Handbuch des Wissens in vier Bänden |Band=3 |Ort=Leipzig |Datum=1929 |Seiten=112 |Spalten=2 |Fundstelle=Stichwort „Loyalität“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[DDR]] ersetzte bei ihrer Erklärung von „Loyalität“ die „Untertanentreue“ durch die Formulierung „zur Regierung stehend“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Meyers Universal-Lexikon |Band=3 |Ort=Leipzig |Datum=1981 |Seiten=22 |Spalten=1 |Fundstelle=Stichwort „loyal“ |DNB=820100056}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verwendete den Begriff „Loyalität“  – davon abgeleitet „loyal“ – vor allem in ihrer Kirchenpolitik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; So wurde bereits in den 1950er Jahren von der Obrigkeit der DDR die Abgabe einer „kirchlichen Loyalitätserklärung“ zur Klärung normaler Beziehungen der Kirche zum DDR-Staat erwartet. [[Otto Nuschke]] (1883–1957), der sowohl Parteivorsitzender der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|DDR-CDU]] als auch Stellvertreter des DDR-Ministerpräsidenten [[Otto Grotewohl]] (1894–1964) war und damit zuständig für die „Hauptabteilung Verbindung zu den Kirchen“, sprach von einem Erfordernis, solche Erklärung kirchlicherseits abzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Theologisches Lexikon |Ort=Berlin |Datum=1981 |Fundstelle=Stichwort „Kirche und Staat“ |Seiten=322 |Spalten=2 |DNB=820067482}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der thüringische Landesbischof [[Moritz Mitzenheim]] (1891–1977) verstand unter loyaler Haltung zugleich die „Pflicht, Verantwortung für das Ganze mit zu übernehmen“ und verwahrte sich gegen eine „[[Fatalismus|fatalistische]] Loyalität“ gegenüber einer „[[Anonymität|anonymen]] Obrigkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Moritz Mitzenheim |Titel=Ein Wort der Würdigung |Sammelwerk=Für das Vaterland des Volkes |Hrsg=Präsidium des Hauptvorstandes der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands |Seiten=20–233 |Fundstelle=hier S. 233 |DNB=456684190}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Loyalität wird im [[Deutsche Wiedervereinigung|vereinten Deutschland]] eine „gesetzestreue Gesinnung“ verstanden und zudem mit „Ehrlichkeit, Anständigkeit“ erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das neue Taschen-Lexikon |Band=9 |Ort=Gütersloh |Datum=1992 |Seiten=190 |Spalten=1 |ISBN=978-3-570-04209-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loyalität in der Kritik ==&lt;br /&gt;
Loyalität wird allgemein als Tugend verstanden und selten kritisch hinterfragt. Doch Loyalität kann man auch sehr kritisch als ein ungeschriebenes Gesetz betrachten, das vor allen Gesetzen steht und selbst über der persönlichen Einstellung von Sitte und Moral. Deutlich wird das z. B., wenn die Loyalität zur Familie selbst in der Gesetzgebung indirekt durch das [[Zeugnisverweigerungsrecht]] berücksichtigt wird. Loyalität wird auch dann von Menschen, Gruppenzugehörigen und Institutionen erwartet, wenn dort Personen gegen allgemeine Gesetze verstoßen. Es wird willkürlich bewertet, ob der Gesetzes- oder Regelverstoß nicht geringer zu erachten ist als die damit verbundenen Folgen der Illoyalität. Folgt jemand nicht dem Gebot der Loyalität, wird er als illoyal ausgestoßen und gilt selbst für Außenstehende oft als suspekt, Verräter oder [[Denunziation|Denunziant]]. Das zweifelhafte Verständnis von Loyalität wird auch in der deutschen Nachkriegsgeschichte deutlich. Menschen, die während der Naziherrschaft emigrierten und ins Exil gingen und nach dem Krieg zurückkehrten, wurde diese Illoyalität gegenüber Deutschland vorgeworfen. Bekanntestes Beispiel ist [[Willy Brandt]]. So erklärte einst der Schleswig-Holsteins Ministerpräsident [[Kai-Uwe von Hassel]] das Verächtliche eines Emigranten folgendermaßen: „Ich verleugne nicht meine Volks- und Staatsangehörigkeit persönlicher oder sonstiger Vorteile wegen. Ich kann diese Schicksalsgemeinschaft nicht verlassen, wenn es mir persönlich gefährlich erscheint, und ihr wieder beitreten, wenn das Risiko vorüber ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rainer Hank |Titel=Die Loyalitätsfalle. Warum wir dem Ruf der Horde widerstehen müssen |Verlag=Penguin |Ort= |Datum=2021 |ISBN=978-3-328-60140-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nikolaus Buschmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Treue. Politische Loyalität und militärische Gefolgschaft in der Moderne&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-36740-7.&lt;br /&gt;
* Thomas Foscht: &amp;#039;&amp;#039;Kundenloyalität. Integrative Konzeption und Analyse der Verhaltens- und Profitabilitätswirkungen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Universitäts-Verlag, 2002, ISBN 3-8244-7443-3.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hank]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Loyalitätsfalle. Warum wir dem Ruf der Horde widerstehen müssen&amp;#039;&amp;#039;. Penguin 2021, ISBN 978-3-328-60140-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Der Loyalitätskonflikt des Lehranalytikers in seiner Verantwortung für den Analysanden als Patentien und für die Psychoanalyse und ihre Zukunft |TitelErg=3. Lehranalytikerkonferenz der IPV |Hrsg=[[Internationale Psychoanalytische Vereinigung]] |Verlag=Internationale Psychoanalytische Vereinigung |Datum=1985}}&lt;br /&gt;
* Matthias Iser: &amp;#039;&amp;#039;Loyalität.&amp;#039;&amp;#039; In: Stephan Gosepath (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der politischen Philosophie und Sozialphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;N–Z.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-017408-3, S. 731–733.&lt;br /&gt;
* Jacob Jacoby, Robert W. Chestnut: &amp;#039;&amp;#039;Brand loyalty: Measurement and management.&amp;#039;&amp;#039; Wiley, 1978, ISBN 0-471-02845-2.&lt;br /&gt;
* Simon Keller: &amp;#039;&amp;#039;The Limits of Loyalty.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-521-87461-8.&lt;br /&gt;
* Dirk Ploss: &amp;#039;&amp;#039;Das Loyalitäts-Netzwerk.&amp;#039;&amp;#039; Galileo, 2001, ISBN 3-89842-135-X.&lt;br /&gt;
* Frederick F. Reichheld: &amp;#039;&amp;#039;Der Loyalitäts-Effekt.&amp;#039;&amp;#039; Campus, 1997, ISBN 3-593-35665-1.&lt;br /&gt;
* Anne M. Schüller, Gerhard Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Total Loyalty Marketing.&amp;#039;&amp;#039; Gabler, 2002, ISBN 3-409-12201-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/loyalty/|Loyality|John Kleinig}}&lt;br /&gt;
* Milton R. Konvitz: [https://xtf.lib.virginia.edu:443/xtf/view?docId=DicHist/uvaBook/tei/DicHist3.xml;chunk.id=dv3-14;toc.depth=1;toc.id=dv3-14;brand=default Loyality], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Dictionary of the History of Ideas]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17805/loyalitaet/ |titel=Loyalität |werk=Das Politiklexikon |hrsg=[[Bundeszentrale für politische Bildung]] |abruf=2024-10-19 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4168194-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loyalitat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertvorstellung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Siedler603</name></author>
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