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	<title>Louis Baare - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Louis Baare.jpg|mini|Louis Baare]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Carl Ludwig Baare&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louis Baare&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (* [[12. Juni]] [[1821]] in [[Minden]]; † [[16. Mai]] [[1897]] in [[Bochum]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://familysearch.org/pal:/MM9.1.1/NFJN-QCS Kirchenbuchabschrift, 1815-1874] Evangelische Kirche Sankt Martini, Stadtgemeinde Minden (Westfalen) auf FamilySearch.org&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Kaufmann]] und [[Manager (Wirtschaft)|Manager]] in der [[Montanindustrie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Treue: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschafts- und Technikgeschichte Preussens&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Walter de Gruyter, 1984, ISBN 3-11-009598-X, S. 541.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Familie ==&lt;br /&gt;
Carl Ludwig Baare wurde am 12. Juni 1821 in Minden, Westfalen geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Louis Baare war zweimal verheiratet:&lt;br /&gt;
* Mit seiner ersten Frau Elisabeth Alwine († 1850), geborene Hönemann, hatte er zwei Söhne: Bernhard und Paul.&lt;br /&gt;
* Mit seiner zweiten Frau Helene Johanna (* 17. Oktober 1830; † 7. April 1885&amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten vom Grabstein&amp;quot;&amp;gt;Daten vom Grabstein auf der Familiengruft Baare im [[Kortumpark]] Bochum&amp;lt;/ref&amp;gt;), geborene André, hatte er weitere fünf Söhne (Friedrich, Wilhelm, Adolf (* 28. Januar 1861 in [[Bochum]]; † 6. Januar 1906 in [[Mülheim an der Ruhr]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Daten vom Grabstein&amp;quot; /&amp;gt;), Louis und [[Theodor Baare|Theodor]]) sowie drei Töchter, von denen allerdings nur Minna das Säuglingsalter überlebte.&lt;br /&gt;
Drei seiner insgesamt sieben Söhne bekleideten später ebenfalls leitende Posten des Bochumer Vereins: [[Fritz Baare|Friedrich]], [[Wilhelm Baare|Wilhelm]] und Bernhard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Louis Baare kam im Alter von 24 Jahren als kaufmännischer Angestellter zur [[Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft]] und stieg dort in der Verwaltung bald auf. Das Unternehmen gehörte zu den [[Gläubiger]]n der Bochumer &amp;#039;&amp;#039;Gußstahlfabrik Mayer &amp;amp; Kühne&amp;#039;&amp;#039;, aus der später der [[Bochumer Verein]] hervorging. Anfang 1855 kam Baare nach Bochum.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Rudzinski: &amp;#039;&amp;#039;Otto von Bismarck und Louis Baare&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Epkenhans, Ulrich von Hehl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Otto von Bismarck und die Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 2013, S. 163–184, hier S. 163–164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war kaufmännischer Direktor (technischer Direktor blieb zunächst der Werksgründer [[Jacob Mayer (Fabrikant)|Jacob Mayer]]), dann bis 1895 [[Generaldirektor]] des Bochumer Vereins und baute ihn zu einem Unternehmen mit weltweiter Bedeutung aus. Sein Nachfolger in dieser Funktion wurde sein Sohn [[Fritz Baare]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1863 bis 1897 war Baare [[Stadtverordneter]] der Stadt Bochum. Ferner war er von 1872 bis 1897 Präsident der [[Industrie- und Handelskammer im Mittleren Ruhrgebiet zu Bochum|Handelskammer zu Bochum]]. Von 1884 bis 1895 war er für den Wahlbezirk Mark für die Kollektivstädte und dann für den Wahlkreis Bochum-Stadt und die [[Nationalliberale Partei]] Mitglied des [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinziallandtags]] der Provinz Westfalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Louis Baare war ab 1879 Mitglied des [[Preußisches Abgeordnetenhaus|preußischen Abgeordnetenhauses]] und beriet [[Otto von Bismarck]] in einigen [[Sozialpolitik|sozialpolitischen]] Fragen. 1880 und 1881 war er in der Frühphase der Erarbeitung eines [[Unfallversicherungsgesetz (Deutsches Reich)|Unfallversicherungsgesetzes]] Ideengeber für Bismarck.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Florian Tennstedt]], Heidi Winter (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;[[Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914]]&amp;#039;&amp;#039;, I. Abteilung: &amp;#039;&amp;#039;Von der Reichsgründungszeit bis zur Kaiserlichen Sozialbotschaft (1867-1881)&amp;#039;&amp;#039;, 2. Band: &amp;#039;&amp;#039;Von der Haftpflichtgesetzgebung zur ersten Unfallversicherungsvorlage&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Wiesbaden und Stuttgart 1993, ISBN 3-437-50360-X, vor allem S. 50–53, 122–132, 155–173, 232–241, 271–410 und 514–576.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gegen Ende des Jahrhunderts der Antisemitismus gegen die Juden auch in Bochum zunahm, gab es auch unerfreulichste politische Veranstaltungen. Dazu zählten mehrere antisemitische Vorträge und Parteiversammlungen während der 1880er-Jahre. Ein bekannter Antisemit, [[Max Liebermann von Sonnenberg]], der 1884 mehrfach im [[Schützenhof (Bochum)|Schützenhof]] aufgetreten war, zog mit seiner Rede bis zu 3000 Zuschauer an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Dengler |Titel=Stich &amp;quot;Schützenhof&amp;quot; |TitelErg=&amp;quot;Größter Salle Westfalens&amp;quot;. Der Schützenhof |Hrsg=[[Ingrid Wölk]] |Sammelwerk=Hundert sieben Sachen – Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien |Auflage=1. Auflage |Verlag=Klartext |Ort=Essen |Datum=2017 |ISBN=978-3-8375-1869-6 |Seiten=236–243}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Honoratioren der Stadt Bochum fühlten sich dazu berufen, klare Gegenposition zu beziehen. In einem offenen Brief vom 12. Juli 1884 distanzierten sich mehr als 60 angesehene Bochumer Bürger von der judenfeindlichen Bewegung. Neben Baare, als wichtigster Industrielle waren es weitere Industrielle, leitende kaufmännische Angestellte, Angehörige des Mittelstandes und hohe städtische Beamte wie der Stadtbaumeister [[Hermann Bluth]]. Sie appellierten an die Leser, sich von solchen Versammlungen fernzuhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Märkischer Sprecher, 12. Juli 1884&amp;lt;/ref&amp;gt; Louis Baare gehörte auch als westfälisches Mitglied dem von liberal und humanistisch gesinnten Bürgern 1890 gegründeten „[[Verein zur Abwehr des Antisemitismus]]“ an, und unterzeichnete entsprechende Aufrufe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://zeitpunkt.nrw/ulbms/10790184 |titel=Der Verein zur Abwehr des Antisemitismus (...) hat folgenden Aufruf erlasen: |hrsg=Märkische Sprecher |datum=1891-02-02 |sprache=de |abruf=2024-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Vom preußischen Staat wurden Baares Verdienste mit den [[Nichtakademischer Titel|Ehrentiteln]] [[Kommerzienrat]] und &amp;#039;&amp;#039;Geheimer Kommerzienrat&amp;#039;&amp;#039; honoriert. 1884 wurde er in den [[Preußischer Staatsrat (1817–1918)|Preußischen Staatsrat]] berufen. 1888 verlieh die Stadt Bochum Louis Baare die [[Ehrenbürger]]würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Rudzinski: &amp;#039;&amp;#039;Otto von Bismarck und Louis Baare&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Epkenhans, Ulrich von Hehl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Otto von Bismarck und die Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 2013, S. 163–184, hier S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt würdigte seine Arbeit mit den Worten: „Die Fortschritte des großen Werkes, an dessen Spitze er steht, sind innig verknüpft mit dem Gedeihen der Stadt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Louis-Baare-Berufskolleg]], die Baarestraße in [[Stahlhausen]], in der auch eine Gedenktafel steht, und die Baarestraße in Herne-[[Börnig]] sind nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:011 - Entfaltung der Stadt Jacob Mayer und Louis Baare.jpg|mini|Louis Baare (rechts) neben Jacob Mayer]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1899 wurde vor dem [[Kost- und Logierhaus Stahlhausen]] ein Denkmal von Louis Baare aufgestellt. Es wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marco Rudzinski |Titel=Die Baares und ihre Denkmäler. Memorialkultur einer Managerdynastie. |Ort=Bochum |Datum=2020-06 |Reihe=Bochumer Zeitpunkte |BandReihe=Heft 41 |HrsgReihe=[[Kortum-Gesellschaft Bochum]] |Seiten=32–53 |Online=[https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/zeitpunkte/Zeitpunkte-41-2020-OCR.pdf online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch heute existiert sein letzter Wohnsitz, die für ihn erbaute [[Villa Baare]] in [[Höntrop]]. Die Familiengruft Baares befindet sich im heutigen Bochumer [[Kortumpark]]. Auf der Skulptur &amp;#039;&amp;#039;[[Entfaltung der Stadt]]&amp;#039;&amp;#039; ist er neben [[Jacob Mayer (Fabrikant)|Jakob Mayer]] abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Paul Küppers]]: &amp;#039;&amp;#039;Louis Baare (1821–1897).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band I.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1931, S. 230–245.&lt;br /&gt;
* [[Walther Bacmeister (Verleger)|Walther Bacmeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Louis Baare. Ein westfälischer Wirtschaftsführer aus der Bismarckzeit.&amp;#039;&amp;#039; Walter Bacmeisters Nationalverlag, Essen 1937.&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|477|478|Baare, Louis|Walter Däbritz|117534501}}&lt;br /&gt;
* Josef Häming: &amp;#039;&amp;#039;Die Abgeordneten des Westfalenparlaments, 1826–1978&amp;#039;&amp;#039; (= Westfälische Quellen und Archivverzeichnisse, Bd. 2). Westfälisches Archivamt, Münster 1978, S. 165.&lt;br /&gt;
* Gregor Rauh: &amp;#039;&amp;#039;Louis Baare: sein Bochum und sein Bochumer Verein&amp;#039;&amp;#039;. Stadt Bochum, Bochum 1997.&lt;br /&gt;
* Marco Rudzinski: &amp;#039;&amp;#039;Otto von Bismarck und Louis Baare&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Michael Epkenhans]], [[Ulrich von Hehl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Otto von Bismarck und die Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 2013, ISBN 978-3-506-77714-0, S. 163–184.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Marco Rudzinski | Titel=Die Baares und ihre Denkmäler. Memorialkultur einer Managerdynastie. | Reihe=Bochumer Zeitpunkte | BandReihe=Heft 41 | Datum=2020-06 | HrsgReihe=[[Kortum-Gesellschaft Bochum]] | Ort=Bochum | Seiten=32–53| Online=[https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/zeitpunkte/Zeitpunkte-41-2020-OCR.pdf online]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W277P9U5757BOLDDE Stadt Bochum - Louis Baare]&lt;br /&gt;
* [https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W28B4HUS506BOLDDE/$File/Louis_Baare.pdf Informationen über Baare, herausgegeben von der Stadt Bochum] &lt;br /&gt;
* [http://www.louis-baare-berufskolleg.de/images/LBB/Infos/Pdf-Dokumente/LouisBaare.pdf Louis-Baare-Berufskolleg - Wer war Louis Baare?] (PDF; 120&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117534501|VIAF=30315938}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baare, Louis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Bochum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Bochum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Staatsrat (1817–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Westfalen (Königreich Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Minden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Kommerzienrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1821]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Bochum)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baare, Louis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Baare, Carl Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann und Manager in der Montanindustrie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1821&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Minden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Mai 1897&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bochum]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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