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	<title>Louche-Effekt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Louche-Effekt&amp;diff=233574&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: 5 fehlende Sprachparameter eingefügt; 3 Datumsparameter konvertiert</title>
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		<updated>2026-04-01T10:22:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;5 fehlende Sprachparameter eingefügt; 3 Datumsparameter konvertiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ouzo.jpg|mini|Louche-Effekt durch Kühlung bei [[Ouzo]] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louche-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|louche}} ‚undurchsichtig‘, ‚verdächtig‘, ‚anrüchig‘; ugs. Anisniederschlag) bezeichnet man die milchige Trübung zunächst klarer [[anis]]haltiger [[Spirituose]]n wie [[Absinth]], [[Pastis]], [[Sambuca]], [[Ouzo]], [[Mastika]], [[Rakı]] oder [[Arak (Spirituose)|Arak]], wenn sie mit Wasser verdünnt oder sehr stark gekühlt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sind winzige Mengen stark [[hydrophob]]er Substanzen wie [[Anethol]] in [[Ethanol|Alkohol]] gelöst, der wiederum mit Wasser eine [[Lösung (Chemie)|Lösung]] (ein &amp;#039;&amp;#039;homogenes [[Gemisch]]&amp;#039;&amp;#039;) bildet. Wenn sich der Alkoholanteil durch Zugabe von weiterem Wasser vermindert, scheidet sich die hydrophobe Substanz (z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[ätherisches Öl]]) aus der [[alkoholische Lösung|alkoholischen Lösung]] ab und bildet mit dem Alkohol-Wasser-Gemisch eine [[Emulsion]]. Die Substanz liegt dabei fein verteilt in Form kleinster Kügelchen vor, welche das Licht brechen und die Mischung insgesamt trüb erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des Louche-Effekts kann der Anisgehalt verschiedener Getränke verglichen werden: Je trüber die Flüssigkeit bei einem bestimmten Mischungsverhältnis wird, desto mehr [[ätherisches Öl]] mit [[Anethol]] ist im Destillat enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Ursache des Louche-Effekts ist der Gehalt an [[Ätherisches Öl|ätherischen Ölen]] vor allem aus den Anissamen sowie aus möglicherweise weiteren Gewürzpflanzen wie [[Minze]], [[Koriander]] und [[Melisse]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt; Diese Öle, die bei Anisschnäpsen viel [[Anethol]] enthalten, lösen sich in [[Ethanol|Alkohol]], aber nicht oder nur kaum in [[Wasser]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universität Düsseldorf&amp;quot; /&amp;gt; Wasser als [[Hydrophilie|hydrophiler]] (polarer) Stoff und die Inhaltsstoffe der [[Hydrophobie|hydrophoben]] ätherischen Öle bilden vielmehr eine Öl-in-Wasser-[[Emulsion]], in der hydrophobe Ölteilchen von Wasser umgeben sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt; Der Tröpfchendurchmesser liegt dabei bei ungefähr einem [[Meter#Gebräuchliche dezimale Vielfache|Mikrometer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1088/1742-6596/352/1/012047&amp;quot; /&amp;gt; An den [[Grenzfläche]]n zwischen Wasser und Öltröpfchen wird das Licht gestreut, was die milchig-weiße Trübung hervorruft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universität Düsseldorf&amp;quot; /&amp;gt; Sie beruht also nicht auf einer chemischen Reaktion, sondern ist physikalischer Natur (siehe auch [[Tyndall-Effekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Louche-Effekt lässt sich auch ohne Zugabe von Wasser durch starke Kühlung von Anisschnaps hervorrufen. Bei niedrigen Temperaturen sinkt das Lösungsvermögen von Alkohol, und es bilden sich ebenfalls Öltröpfchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ouzo-Effekt ==&lt;br /&gt;
Obwohl der Louche-Effekt als solcher bereits seit langem bekannt war, hat sich seit 2003 die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ouzo-Effekt&amp;#039;&amp;#039; für die spontane Emulsionsbildung in einem Dreistoffsystem aus nicht-mischbaren und mischbaren Flüssigkeiten ohne Zufuhr von Energie oder [[Emulgator|grenzflächenaktiven Substanzen]] in der wissenschaftlichen Welt etabliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vitale_Katz_2003&amp;quot; /&amp;gt; Diese [[Mikroemulsion]]en bilden sich spontan und sind extrem stabil.&lt;br /&gt;
Durch Zugabe der hydrophilen Lösung wird die hydrophobe Phase übersättigt, was zur Bildung von kleinen Aggregaten oder Tröpfchen führt.&lt;br /&gt;
Die Entstehung einer solchen Emulsion wird üblicherweise mittels [[Dynamische Lichtstreuung|dynamischer Lichtstreuung]] beobachtet. Zunächst kommt es zu einer homogenen Keimbildung, die zu einer gleichmäßigen Dispersion führt. Die Aggregate oder Tröpfchen wachsen durch [[Ostwald-Reifung]] auf Durchmesser von hundert [[Nanometer]]n bis zu einigen Mikrometern und [[Koaleszenz|koaleszieren]] nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sitnikova+2005&amp;quot; /&amp;gt;   Die Größenverteilung ist dabei sehr einheitlich ([[Dispersion (Chemie)#Einteilung nach Teilchengröße|monodispers]]). Die endgültige Größe kann dabei nicht durch den [[pH-Wert]], die [[Ionenstärke]] oder durch Rühren beeinflusst werden, sondern ist allein vom Verhältnis der gelösten Substanz zum Lösungsmittel abhängig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1088/1742-6596/352/1/012047&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vitale_Katz_2003&amp;quot; /&amp;gt;  Wodurch das Wachstum begrenzt wird, ist noch nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
Allerdings erfolgt der gesamte Prozess nur innerhalb eines engen Konzentrationsfensters. Die metastabilen Dispersionen entstehen nur zwischen der [[Spinodale]]n und der [[Binodale]]n des [[Phasendiagramm]]s der jeweiligen Mischung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1088/1742-6596/352/1/012047&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexandra Ilina |url=https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rekorde/das-geheimnis-des-ouzo-effekts-wie-ein-tropfen-schnaps-die-wissenschaft-fasziniert/ |titel=Das Geheimnis des Ouzo-Effekts: Wie ein Tropfen Schnaps die Wissenschaft fasziniert |datum=2024-09-17 |sprache=de-DE |abruf=2024-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Der Louche-Effekt ist für eine Vielzahl von Anwendungen von Bedeutung, da sich verschiedenste Stoffe wie [[Polymer]]e, [[Öle]], [[Fette]] oder auch [[Arzneimittel]] in wässriger Lösung durch diesen Effekt einfach emulgieren lassen. Diese Emulsionen besitzen eine hohe Stabilität und sind frei von Emulgatoren. Daher sind sie besonders für die [[Lebensmittelindustrie]], aber auch für die [[Kosmetik|kosmetische]] oder [[Pharmaunternehmen|pharmazeutische]] Industrie interessant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sciencedaily&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem kann ein breites Spektrum von Partikeln im Submikrometerbereich für die [[Nanotechnologie]] und [[Biotechnologie]] erzeugt werden. Durch Konzentrationsänderungen oder die Kombination verschiedener gelöster Stoffe lassen sich auf einfache Weise Nanokapseln oder andere Nanoteilchen synthetisieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1088/1742-6596/352/1/012047&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ouzo effect|Louche-Effekt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |autor=Joachim Schüring |url=http://www.spektrum.de/frage/warum-werden-anisschnaepse-milchig-truebe-wenn-man-sie-mit-wasser-mixt/620660 |titel=Warum werden Anisschnäpse milchig-trübe, wenn man sie mit Wasser mixt? |werk=Spektrum.de |datum=2003-07-13 |abruf=2013-11-25 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sciencedaily&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://www.sciencedaily.com/releases/2008/02/080218160739.htm |titel=Study Of “Ouzo Effect” May Lead To Design Of Improved Drugs, Cosmetics |werk=ScienceDaily |datum=2008-02-20 |sprache=en |abruf=2013-11-25}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universität Düsseldorf&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.uni-duesseldorf.de/MathNat/Biologie/Didaktik/Blattgewuerze/german/chemie/isoanethol.html |titel=Anethol, Isoanethol |werk=&amp;#039;&amp;#039;Blattgewürze.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |abruf=2013-11-25 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vitale_Katz_2003&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{cite journal |first=Stephen A. |last=Vitale |coauthors=Joseph L. Katz |date=2003-05 |title=Liquid Droplet Dispersions Formed by Homogeneous Liquid-Liquid Nucleation: The Ouzo Effect |journal=[[Langmuir (Zeitschrift)|Langmuir]] |volume=19 |issue=10 |pages=4105–4110 |publisher=American Chemical Society |doi=10.1021/la026842o |language=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1088/1742-6596/352/1/012047&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Robert Botet |Titel=The “ouzo effect”, recent developments and application to therapeutic drug carrying |Sammelwerk=Journal of Physics: Conference Series |Band=352 |Datum=2012-03-05 |Seiten=012047 |ISSN=1742-6596 |DOI=10.1088/1742-6596/352/1/012047 |Online=[http://stacks.iop.org/1742-6596/352/i=1/a=012047?key=crossref.6a8dfeb9d2cd2e482c87f068932f2407 online] |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sitnikova+2005&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{cite journal |first=Natalia L. |last=Sitnikova |coauthors=Rudolf Sprik, Gerard Wegdam und Erika Eiser |date=2005 |title=Spontaneously Formed trans-Anethol/Water/Alcohol Emulsions: Mechanism of Formation and Stability |journal=Langmuir |volume=21 |issue=16 |pages=7083–7089 |doi=10.1021/la046816l |pmid=16042427 |url=http://www.science.uva.nl/~sprik/personal/pdf/05/la046816l.pdf |format=PDF |access-date=2013-11-30 |archive-url=https://web.archive.org/web/20131023061256/http://www.science.uva.nl/~sprik/personal/pdf/05/la046816l.pdf |archive-date=2013-10-23 |language=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loucheeffekt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Optischer Effekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mischen (Verfahrenstechnik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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