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	<title>Lotte Pulewka - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T23:42:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wurgl: Normdaten korrigiert</title>
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		<updated>2024-09-27T06:46:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lotte Pulewka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charlotte Pulewka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[16. Juli]] [[1893]] in [[Elbląg|Elbing]], [[Westpreußen]]; † [[6. November]] [[1966]] in [[Potsdam]]) war eine deutsche Sozialistin, die in Folge der revolutionären Unruhen im Jahre 1919 sowohl dem späteren Reichstagsabgeordneten und Begründer des [[Roter Soldatenbund|Roten Soldatenbundes]] (RSB) [[Willi Budich]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;KEGA&amp;quot;&amp;gt;Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung bei der Kreisleitung der SED Potsdam in Verbindung mit dem Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR Bezirks- und Kreiskomitee Potsdam (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitgestalter der Geschichte. Wegbereiter unserer Zeit, biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;, Potsdam, 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie dem späteren und einzigen Präsidenten der DDR [[Wilhelm Pieck]] zur Flucht aus ihrer jeweiligen Haft verhalf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KEGA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Novemberrevolution ===&lt;br /&gt;
Pulewka war die Tochter eines Apothekers und die Schwester des Pharmakologieprofessors [[Paul Pulewka]]. Von 1900 bis 1910 besuchte sie das [[Höhere Mädchenschule|Lyzeum]] in Elbing und studierte von 1911 bis 1914 an den Lehrerseminaren in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] und [[Potsdam]], wo sie in 1912/13 auch wohnte. 1913 bestand sie ihre Prüfung zur Gewerbeschullehrerin. Während des Studiums trat sie 1911 einem [[Marxismus|marxistischen]] Studentenzirkel und im Jahr darauf der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (SPD) bei, die sie aber 1914 nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] als Gegnerin der [[Burgfriedenspolitik]] wieder verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges arbeitete sie ab 1915 als Lehrerin im städtischen Fortbildungswesen in [[Berlin]]. Dort lernte sie [[Hermann Duncker]] und dessen Frau [[Käte Duncker]] kennen, mit denen sie im darauffolgenden Jahr in der [[Spartakusbund|Spartakusgruppe]] zusammenarbeitete, einem Zusammenschluss [[Internationalismus|internationalistischer]] Sozialdemokraten, der den Widerstand gegen den Krieg zu organisieren versuchte. Während der [[Novemberrevolution]] war sie als Kurierin für die Zentrale des Spartakusbundes tätig und nahm an der Ausrufung der sozialistischen Republik durch [[Karl Liebknecht]] vom Portal des [[Berliner Schloss]]es am 9. November 1918 teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Mit den Arbeitern von [[Berliner Maschinenbau|Schwartzkopff]] zum Schloßplatz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Märkische Allgemeine|Märkische Volksstimme]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. November 1968, S.&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigener Aussage war sie auch am Druck der Erstausgabe der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne|Roten Fahne]]&amp;#039;&amp;#039; in der besetzten Druckerei des &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Lokal-Anzeiger]]s&amp;#039;&amp;#039; beteiligt, wo sie [[Rosa Luxemburg]] begegnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Lotte Pulewka: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Rosa Luxemburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Märkische Volksstimme&amp;#039;&amp;#039;, 5. März 1961, S.&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Gründung der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD) am 1. Januar 1919 trat sie in die Partei ein und nahm in den Tagen darauf an dem dramatisch gescheiterten [[Spartakusaufstand|Januaraufstand]] teil. Im Februar 1919 verbrachte sie zehn Tage in Haft und lebte nach ihrer Entlassung illegal in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1919 nahm sie zusammen mit Willi Budich und [[Eugen Levine]] am Aufbau der [[Bayerische Räterepublik|Bayerischen Räterepublik]] in [[München]] teil. Nachdem Budich im Zuge der Zerschlagung der Republik durch rechte Freikorps in Haft geraten war, erhielt Pulewka den Auftrag, ihn zu befreien, und konnte ihm zur Flucht verhelfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Wie Lotte Pulewka Konterrevolutionäre hinters Licht führte. Eine Schilderung aus schweren Tagen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Märkische Volksstimme&amp;#039;&amp;#039;, Beilage &amp;#039;&amp;#039;Bei uns&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe Nr. 45/74, 9. November 1974, S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 10. November 1919 führte sie zusammen mit [[Arthur Pieck]] und anderen eine ebenfalls erfolgreiche Befreiungsaktion für [[Wilhelm Pieck]], der im [[Berlin-Moabit|Moabiter]] [[Reichsmilitärgericht]] in Berlin inhaftiert war, durch.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Basikow: &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit der „Putzfrau“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Märkische Volksstimme&amp;#039;&amp;#039;, 3. Januar 1970, S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im gleichen Jahr wurde Pulewka fristlos aus dem Schuldienst entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Sowjetunion und Exilzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-81192-0004, Stuttgart, Ferienlager der Intern. Arbeiterhilfe.jpg|mini|Kinderkolonie der IAH in [[Stuttgart-Sillenbuch]], 1926]]&lt;br /&gt;
Unter dem Bedrohungsszenario einer erneuten Verhaftung tauchte Pulewka 1921 bei Käte und Hermann Duncker in [[Siebleben]] bei Gotha unter, wo sie die Kinder der Familie unterrichtete. Im gleichen Jahr trat sie angesichts eines Aufrufs Lenins, der anlässlich einer Dürre- und Hungerkatastrophe im [[Wolgadeutsche Republik|Wolgagebiet]] ([[Hungersnot in Sowjetrussland 1921–1922]]) um internationale Unterstützung warb, der [[Internationale Arbeiterhilfe|Internationalen Arbeiterhilfe]] (IAH) bei. 1922 erhielt sie den Auftrag der KPD, in die [[Sowjetunion]] zu emigrieren, um beim Aufbau einer Kinderkolonie der IAH mitzuhelfen. Von 1922 bis 1923 leitete sie die Kinderkolonie &amp;#039;&amp;#039;Karl Liebknecht – Rosa Luxemburg&amp;#039;&amp;#039; bei [[Tscheljabinsk]] und arbeitete 1924 als Hauswirtschafterin in einem Landwirtschaftsbetrieb der IAH. In den Jahren 1925 bis 1927 beteiligte sie sich am Aufbau der landwirtschaftlichen Kommune &amp;#039;&amp;#039;Internationale&amp;#039;&amp;#039; bei [[Kurgan (Stadt)|Kurgan]] in Sibirien. Ebenfalls 1925 wurde sie in die [[Kommunistische Partei der Sowjetunion]] (KPdSU) aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1927 und 1931 arbeitete sie als Deutschlehrerin an einer städtischen Schule im [[Kasachstan|kasachischen]] [[Almaty|Alma Ata]] und leitete von 1931 bis 1932 die Abteilung für Annahme, Entlassung und Verteilung der Arbeitskräfte des großen Staatsgutes &amp;#039;&amp;#039;Kok-cu&amp;#039;&amp;#039; im [[Zentralasien|zentralasiatischen]] [[Altai]]-Gebirge. An der Hochschule der Gewerkschaftsbewegung beim Zentralgewerkschaftsrat in [[Moskau]] gab sie von 1932 bis 1936 Deutschunterricht, ebenso 1936/1937 am &amp;#039;&amp;#039;Allunionsinstitut für Journalisten&amp;#039;&amp;#039; sowie von 1937 bis 1941 an einer Moskauer Mittelschule. Nach dem [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion]] im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1941 in den Norden [[Kasachstan]]s nahe [[Qaraghandy]] zwangsevakuiert, wo sie in der [[Kolchos]]e &amp;#039;&amp;#039;Neues Sein&amp;#039;&amp;#039; arbeitete, nachdem ihr trotz einer Krankenschwesterausbildung aus Altersgründen eine Aufnahme in die [[Rote Armee]] verwehrt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Pochert: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben und Wirken der Kommunistin und Pädagogin Lotte Pulewka.&amp;#039;&amp;#039; Humboldt-Universität Berlin, Berlin (DDR) 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die SBZ und Wirken in der DDR ===&lt;br /&gt;
1946 übersiedelte Lotte Pulewka in die [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]] nach Potsdam, wo sie als Übersetzerin und Sachbearbeiterin beim Provinzialverband der KPD Brandenburg tätig war. Im Anschluss an diese Tätigkeit arbeitete sie bei der brandenburgischen Landesleitung der KPD in der Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Agitation und Propaganda&amp;#039;&amp;#039;, bis sie nach der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] zur [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] 1946 bei der Potsdamer Bezirksleitung der Partei als Bibliothekarin eingesetzt wurde. 1958 wurde sie Mitglied der Bezirksleitung der [[Pionierorganisation Ernst Thälmann|Pionierorganisation &amp;#039;&amp;#039;Ernst Thälmann&amp;#039;&amp;#039;]] in Potsdam. Im Rahmen diverser Veranstaltungen für Jungpioniere, Angehörige der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] und [[Nationale Volksarmee|NVA]] stellte sie als Zeitzeugin immer wieder die Geschehnisse der Novemberrevolution, die Befreiung Piecks und das Leben in der Sowjetunion dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lotte Pulewka verstarb am 6. November 1966. Ihre Urne wurde im &amp;#039;&amp;#039;Ehrenhain für verdiente Sozialisten&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Neuer Friedhof (Potsdam)|Neuen Friedhof]] in Potsdam beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Pulewka war Trägerin folgender Auszeichnungen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;KEGA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Vaterländischer Verdienstorden]] der Stufe Silber&lt;br /&gt;
* Vaterländischer Verdienstorden der Stufe Bronze&lt;br /&gt;
* [[Medaille für die Teilnahme an den bewaffneten Kämpfen der deutschen Arbeiterklasse in den Jahren 1918 bis 1923]]&lt;br /&gt;
* [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945]]&lt;br /&gt;
* Goldene [[Ehrennadel der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Artur-Becker-Medaille]] der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]]&lt;br /&gt;
* Medaille des Zentralrates der FDJ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den brandenburgischen Gemeinden [[Geltow]] (1967) und [[Cottbus]] (1970) wurden zwei Kinderheime sowie in [[Potsdam]] (1976) die 41. Oberschule nach ihr benannt. Auf dem Gelände des Kinderheims in Geltow wurde ein [[Ehrenhain]] für Pulewka errichtet. Am zum Hain gehörigen Gedenkstein fanden Lotte-Pulewka-Treffen der FDJ mit Kranzniederlegungen statt. Seit 1973 gibt es im damals neu entstandenen Potsdamer Stadtteil &amp;#039;&amp;#039;Zentrum-Ost&amp;#039;&amp;#039; eine Straße, die ihren Namen trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung bei der Kreisleitung der SED Potsdam in Verbindung mit dem Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR Bezirks- und Kreiskomitee Potsdam (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitgestalter der Geschichte. Wegbereiter unserer Zeit, biographische Skizzen&amp;#039;&amp;#039;, Potsdam, 1980.&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a925aa41-0dc3-4b62-a1f5-598e668565fb/ Nachlass Lotte Pulewka (BArch N 2603) im Bundesarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1341946312|VIAF=33172729663806290004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pulewka, Lotte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pulewka, Lotte&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pulewka, Charlotte&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Sozialistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juli 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elbląg|Elbing]], Westpreußen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. November 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Potsdam]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
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