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	<title>Lothar Windsperger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T17:21:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-17T23:18:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lothar Windsperger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Oktober]] [[1885]] in [[Ampfing]]; † [[30. Mai]] [[1935]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein deutscher [[Komponist]] sowie langjähriger [[Verlagslektor|Lektor]] und Herausgeber bei [[Schott Music|B. Schott’s Söhne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Lothar Windsperger, Sohn eines ortsbekannten Organisten und Schullehrers, erhielt die erste musikalische Grundausbildung von seinem Vater, den er aber bereits im Alter von fünf Jahren durch dessen Tod verlor. Windsperger blieb der Musik trotzdem treu, auch als er zunächst in [[Rosenheim]], wohin er 1898 mit seiner Mutter gezogen war, auf einer [[Präparandenanstalt]] seine Ausbildung zum Volksschullehrer begonnen hatte. Im Jahre 1900 wechselte er schließlich auf die [[Hochschule für Musik und Theater München|Königliche Akademie der Tonkunst]] München. Hier wurde er unter anderem von [[Josef Rheinberger]] und [[Rudolf Louis]] in Komposition und Harmonielehre sowie von [[August Schmid-Lindner]] im Klavierspiel unterrichtet. Später schlossen sich noch ein Studium bei [[Hugo Riemann]] in [[Leipzig]] und Werkwochen bei [[Hermann Abendroth (Dirigent)|Hermann Abendroth]] an der Rheinischen Musikschule in [[Köln]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1905 trat Windsperger in München mit einem Orchesterkonzert an die Öffentlichkeit, in dem er seine einstündige und einsätzige „Sinfonie der Sehnsucht“ aufführte. Nach dem Urteil von H. Teibler in der &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Musikalische Zeitung|Allgemeinen Musikalischen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Februar 1905 (S. 151) rief er damit aber „nur den Unwillen aller Wohlmeinenden hervor; dieses Konzert war ein Attentat auf den guten Willen des Publikums“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 nahm er das Angebot an, beim Musikverlag B. Schott’s Söhne in [[Mainz]] als Lektor zu beginnen. Damit konnte er bei der Klärung spezieller Fragen im Rahmen der Herausgabe verschiedener Werke sowie beim Aufbau, der Struktur und der Technik der Kompositionen anderer Musiker Einfluss nehmen. So war er unter anderem auch Lektor der Werke von [[Josip Štolcer-Slavenski]], [[Ernst Toch]] und [[Carl Orff]]. Besonders die musikpädagogischen Gedanken Orffs, dessen Werke in der Folgezeit ab 1923 vollständig bei Schott verlegt wurden, faszinierten Windsperger und er führte daher das [[Orff-Schulwerk|Orff’sche Schulwerk]] in seiner Urfassung aus dem Jahr 1930 in verschiedenen Mainzer Kindergärten ein. Oft transkribierte Windsperger aus seiner Position heraus auch ganze Opern- und Chorwerke anderer Komponisten. Beispielsweise setzte er einen Großteil der [[Giuseppe Verdi|Verdi]]- oder [[Richard Wagner|Wagneropern]] sowie schwierige Solo- oder [[Kammermusik]]kompositionen von weiteren Komponisten in gut spielbare Klavierpartituren um. Diese Neuauflagen verlegte er ebenso wie seine kompletten eigenen Kompositionen schließlich in Form von Sammelbänden bei Schott. Auch unter dem Pseudonym Leo (bzw. Louis) Artok veröffentlichte er Arrangements, Bearbeitungen und eigene Kompositionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Aufgabe im Schott-Verlag war Windsperger in Mainz und [[Wiesbaden]] als Lehrer für Theorie und Klavier tätig und folgte schließlich im Jahr 1933 einem Ruf ans [[Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz]], wo er als Nachfolger des aufgrund seiner ungarisch-jüdischen Abstammung nach der [[Machtübernahme]] der [[Nationalsozialisten]] emigrierten [[Hans Gál]] die Position des Direktors übernahm. Zu seinen bekanntesten Schülern zählte hier [[Rudolf Desch]]. Doch bereits zwei Jahre später starb Windsperger am 30. Mai 1935 mit 49 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Windspergers Wirken als Komponist der [[Spätromantik]] auf dem Wege zur [[Zeitgenössische Musik|Zeitgenössischen Musik]] schreibt [[Anton Würz]] in Band 14 des Musiklexikons &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
:„Das vielfältige Schaffen Lothar Windspergers bezeugt die schöpferische Kraft und Eigenart einer ernsten, verinnerlichten künstlerischen Persönlichkeit. Gleich den Größeren, [[Max Reger|M. Reger]], [[Hans Pfitzner|H. Pfitzner]] und [[Heinrich Kaminski|H. Kaminski]], zwischen den Zeiten stehend, trachtete er von seinem epochal bedingten spätromant[ischen] Ausgangspunkt zu einer Durchdringung der überlieferten Formen mit neuen Ausdrucksmitteln zu gelangen. Seine Tonsprache ist oft herb, kaum je durch äußere Wirkungen überredend, aber reich an feinen expressiv-poetischen Zügen. Aus seinen Hauptwerken spricht ein starker ethischer Bekenntniswille. Sein V[iolin]-Konzert nennt [[Hans Engel (Musikwissenschaftler)|H. Engel]] &amp;#039;&amp;#039;‚oft von [[Anton Bruckner|Brucknerscher]] Weihe und Religiosität erfüllt, noch mehr von der Weise [[Gustav Mahler|G. Mahlers]]‘&amp;#039;&amp;#039;. Seine beiden großen Ch[or]w[erke] &amp;#039;&amp;#039;Missa Symphonica&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Requiem&amp;#039;&amp;#039; wurden 1926 bzw. 1930 bei Erscheinen als sehr bedeutende Beitr[äge] zum zeitgenöss[ischen] Musikschaffen empfunden und als Zeugnisse einer überragenden schöpferischen Potenz gewürdigt. Charakteristische Beisp[iele] seiner Gabe, auch in kleinsten Formen Einprägsames zu sagen, zugleich auch seiner Art, sich mit neuen musiksprachlichen Mitteln (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Bitonalität]]) auseinanderzusetzen, bieten die Kl[avier]-Stücke op. 37.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kompositionen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was die deutschen Kinder singen – eine Blütenlese der heimatlichen Kinderlieder&amp;#039;&amp;#039;, zusammengestellt von einer deutschen Mutter. Für Klavier gesetzt von L. Windsperger. B. Schott’s Söhne, Mainz 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kinder-Lieder. Mit Spielregeln für die Spiellieder&amp;#039;&amp;#039;, für Klavier gesetzt von L. Windsperger. Nach dem Original von H. Willebeek Le Maire. B. Schott’s Söhne, Mainz 1916.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der Motive aus sämtlichen Opern und Musikdramen Richard Wagners&amp;#039;&amp;#039;, für Klavier mit übergelegtem Text herausgegeben von Lothar Windsperger. B. Schott’s Söhne, Mainz 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verdi-Album. Ausgewählte Stücke aus den beliebtesten Opern von [[Giuseppe Verdi]]&amp;#039;&amp;#039;, zusammengestellt und bearbeitet für Klavier zu 2 Händen von Lothar Windsperger. Mainz, B. Schott’s Söhne 1920.&lt;br /&gt;
* Ode in c-moll für Viola solo op. 13.2. B. Schott’s Söhne, Mainz 1919.&lt;br /&gt;
* 15 Improvisationen für Violine solo. B. Schott’s Söhne, Mainz 1920.&lt;br /&gt;
* Streichquartett g-moll. B. Schott’s Söhne, Mainz 1920.&lt;br /&gt;
* Prélude, aria et final für Klavier von [[César Franck]]. Bearbeitung von Lothar Windsperger. B. Schott’s Söhne, Mainz 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der mythische Brunnen&amp;#039;&amp;#039;, Zyklus von 7 Klavierstücken op. 27. B. Schott’s Söhne, Mainz 1921.&lt;br /&gt;
* 21 Lieder mit Klavierbegleitung op. 25. B. Schott’s Söhne, Mainz 1922.&lt;br /&gt;
* Rhapsodie-Sonate für Violoncello und Klavier op. 20. B. Schott’s Söhne, Mainz 1924.&lt;br /&gt;
* Fantasietten-Suite für Klavier op. 35. B. Schott’s Söhne, Mainz 1926.&lt;br /&gt;
* Missa symphonica für gemischten Chor, Soli, Orchester und Orgel op. 36. B. Schott’s Söhne, Mainz 1926.&lt;br /&gt;
* Kleine Klavier-Stücke op. 37. B. Schott’s Söhne, Mainz 1926.&lt;br /&gt;
* [[Requiem]]. Eine symphonische Totenmesse für gemischten Chor, 4 Solo-Stimmen, Orchester und Orgel op. 47. B. Schott’s Söhne, Mainz 1929.&lt;br /&gt;
* Skizzenbuch zu dem [[Album für die Jugend]] von [[Robert Schumann]]. B. Schott’s Söhne, Mainz.&lt;br /&gt;
* [https://de.schott-music.com/shop/autoren/lothar-windsperger Werkverzeichnis (auszugsweise) bei B. Schott’s Söhne]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |date=2021-04-01 |url=http://www.ampfing.de/shared/data/pdf/ampfing/gemeindeschreier-1-07.pdf   |text= (PDF-Datei; 1,65&amp;amp;nbsp;MB)}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.di-arezzo.at/Noten-von-Lothar+Windsperger.html | archive-is=20130114210117 | text=Noten von Lothar Windsperger }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=10382670X|LCCN=nr/96/31761|VIAF=34876687}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Windsperger, Lothar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Hochschule für Musik und Theater München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Windsperger, Lothar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN= &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist, Lektor und Herausgeber&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Oktober 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ampfing]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nicowa</name></author>
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