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	<title>Lothar Weirauch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:04:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lothar_Weirauch&amp;diff=1762927&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: /* Leben */ präziserer Link NS-Ghetto</title>
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		<updated>2026-01-15T07:05:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; präziserer Link NS-Ghetto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lothar Weirauch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Weyrauch&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. November]] [[1908]] in [[Siemianowice Śląskie|Laurahütte]], [[Landkreis Kattowitz]]; † [[8. Januar]] [[1983]] in [[Bonn]]) war ein deutscher Jurist und Politiker. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er im polnischen [[Generalgouvernement]] verantwortlich für Judendeportationen. Als Agent des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] in der Bundesrepublik wurde er zum [[Bundesgeschäftsführer]] der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und zu einem Ministerialbeamten.&amp;lt;ref&amp;gt;Die biographischen Angaben nach Henry Leide: &amp;#039;&amp;#039;NS-Verbrecher und Staatssicherheit.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2006, ISBN 3-525-35018-X, S. 284–292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Weirauch war Sohn eines Volksschullehrers. Er besuchte die Realschule in [[Löbau]] und die Oberrealschule in [[Görlitz]], wo er das Abitur ablegte. Ab dem Sommersemester 1927 studierte er an der [[Universität Breslau]] [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]] mit den Nebenfächern Volkswirtschaft und Geschichte einschließlich des Bereichs Osteuropakunde.&amp;lt;ref&amp;gt;Rupert Appeltshauser: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Helfer der „zweiten Reihe“: Das Fallbeispiel einer belasteten Dienststelle und deren Entsorgung in der fränkischen Provinz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 2016.&amp;#039;&amp;#039; {{ISSN|0084-8808}}, S. 206.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Studium beendete er 1937 mit dem Assessorexamen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial397&amp;quot;&amp;gt;Bogdan Musial: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1999, S. 397.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1924 bis 1926 gehörte Weirauch dem [[Jungdeutscher Orden|Jungdeutschen Orden]] und danach bis 1929 dem [[Bund Wiking]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial397&amp;quot; /&amp;gt; Weirauch trat Anfang Mai 1930 der [[Sturmabteilung|SA]] bei und wurde 1930 im [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NS-Studentenbund]] stellvertretender Kampfgruppenleiter. Er wurde 1933 bei den Jungjuristen Kreisgruppenleiter und leitete ab 1934 die Gauhauptabteilung Berufsbetreuung im [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|NS-Rechtswahrerbund]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee663&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.198.294) bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial397&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1937 war er bei der [[Landesversicherungsanstalt]] der Schlesischen Provinzialverwaltung in [[Breslau]] beschäftigt. Ab 1939 war er dabei auch mit der [[Aktion T4|Deportation von Geisteskranken]]&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Leide: &amp;#039;&amp;#039;NS-Verbrecher und Staatssicherheit: Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 284.&amp;lt;/ref&amp;gt; befasst. Zwischen 1940 und 1945 war er abgeordnet zur Regierung des [[Generalgouvernement]]s in [[Krakau]] und wurde 1941 Leiter der Abteilung „Bevölkerungswesen und Fürsorge“ als Nachfolger von [[Fritz Arlt]] und war dies unter dem Staatssekretär [[Josef Bühler]] bis 1945. In dieser Funktion organisierte er alle Umsiedlungen, Aussiedlungen und Vertreibungen, insbesondere die [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghettoisierung der jüdischen Bevölkerung]] und deren [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] in [[Vernichtungslager]]. Als Vertreter der Regierung des Generalgouvernements nahm er am 27. Oktober 1942 an der dritten Folgekonferenz der [[Wannseekonferenz]] im [[Eichmannreferat]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial397&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegskarriere ==&lt;br /&gt;
Von März 1945 bis Mai 1948 wohnte Weirauch mit seiner Familie im [[Landkreis Coburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rupert Appeltshauser: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Helfer der „zweiten Reihe“: Das Fallbeispiel einer belasteten Dienststelle und deren Entsorgung in der fränkischen Provinz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 2016.&amp;#039;&amp;#039; {{ISSN|0084-8808}}, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1948 nahm er aus nicht feststellbaren Gründen&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Leide: &amp;#039;&amp;#039;NS-Verbrecher und Staatssicherheit: Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontakt zum Parteivorstand der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] auf und war fortan auch für das MfS tätig. Bei der [[FDP Nordrhein-Westfalen]] wurde er Landesgeschäftsführer. Dort traf er auch auf [[Ernst Achenbach]], der als ehemaliger Pariser Botschaftsangehöriger und Mitwisser der Deportationen französischer Juden nun eine große Aktivität entfachte, um NS-Täter vor der juristischen Verfolgung zu schützen. In NRW wurde auch der [[Naumann-Kreis]] aktiv, in den Weirauch aber nicht direkt verwickelt war. Weirauch war von 1950 bis 1954 [[Bundesgeschäftsführer]] der FDP. Als sich die Parteiführung 1954 von ihm trennte, konnte Weirauch als [[131er]] eine Karriere in der Bonner Ministerialbürokratie machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weirauch war gemäß Art. 131 zunächst zur Wiederverwendung (z.Wv.) eingestellt und wurde am 22. November 1956 ordentlicher Ministerialrat [http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1010/k/k1956k/kap1_2/kap2_67/para3_6.html?highlight=true&amp;amp;search=Lothar%20Weirauch&amp;amp;stemming=false&amp;amp;field=all#highlightedTerm Kabinettsprotokoll 22. November 1956]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Anfang Januar 1956 bis 1964 war er im [[Bundesministerium der Verteidigung|BMVg]], dort zuletzt Leiter der Unterabteilung „Unterbringung und Liegenschaftswesen“. Im August 1964 übernahm er auf Wunsch [[Erich Mende]]s im [[Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen|Ministerium für Gesamtdeutsche Fragen]] die Abteilung Z mit der Zuständigkeit für Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Zonenrand- und Grenzgebiete. Diese Funktion behielt er auch unter den [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Ministern [[Herbert Wehner]] und [[Egon Franke]] bis zu seiner Pensionierung Ende 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozesse und Ermittlungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1962 ermittelte die [[Staatsanwaltschaft]] [[Dortmund]] gegen Weirauch wegen der [[Aktion Zamość|Deportationen]] im Distrikt [[Lublin]]. Weirauch und die anderen Beschuldigten gestanden ihre Beteiligung an den beschönigend „Aussiedlungen“ genannten Deportationen ein. Aber da die Staatsanwaltschaft nicht beweisen konnte, dass sie über das weitere Schicksal der Deportierten gewusst hätten, wurde das Verfahren 1964 eingestellt. Als damit öffentlich wurde, dass Weirauch an der [[Holocaust|Judenvernichtung]] beteiligt gewesen war, brach die Stasi die Kooperation mit dem Spion ab. Angeblich hat [[Hauptverwaltung A|HVA]]-Chef [[Markus Wolf]] um das Jahr 1967 die Zusammenarbeit mit Weirauch eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Udo Leuschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der FDP. Metamorphosen einer Partei zwischen rechts, sozialliberal und neokonservativ.&amp;#039;&amp;#039; Edition Octopus, Münster 2005, ISBN 3-86582-166-9, S.&amp;amp;nbsp;215f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weirauch verklagte 1973 ohne Erfolg die [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten]] (VVN), weil diese in einem Buch auf seine Vergangenheit im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|Generalgouvernement]] hingewiesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Volksgruppen im Generalgouvernement.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Revue]].&amp;#039;&amp;#039; 18, 1942, S. 255.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Henry Leide]]: &amp;#039;&amp;#039;NS-Verbrecher und Staatssicherheit: Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2006, ISBN 3-525-35018-X, S. 284–292.&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musiał]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 2000, ISBN 3-447-04208-7.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Aktualisierte 2. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* Werner Präg, Wolfgang Jacobmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Zeitgeschichte, Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 20). Stuttgart 1975, ISBN 3-421-01700-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124112463}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0021/z/z1961z/kap1_10/para2_35.html Kurzlebenslauf im Bundesarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bundesgeschäftsführer der FDP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124112463|VIAF=27996273}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weirauch, Lothar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent für das Ministerium für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angeklagter in NS-Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteifunktionär (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesgeschäftsführer der FDP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Jungdeutschen Orden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Bund Wiking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weirauch, Lothar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Weyrauch, Lothar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ministerialbeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Siemianowice Śląskie|Laurahütte]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Januar 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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