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	<title>Lothar Ganser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:30:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lothar_Ganser&amp;diff=2426169&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koschi73: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-11-15T11:12:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lothar Ganser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Januar]] [[1908]] in [[Głogów|Glogau]], [[Preußen]]; † [[29. August]] [[1984]] in [[Hameln]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deister- und Weserzeitung]], 1. September 1984&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und Politiker ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]]). Er war von 1961 bis 1962 Präsident des [[Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr|Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lothar Ganser wurde 1908 als Sohn eines Kaufmanns in [[Schlesien]] geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Angaben im [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200024530 Rostocker Matrikeleintrag Gansers]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Besuch der [[Oberrealschule]] in Hameln&amp;lt;ref&amp;gt;Deister- und Weserzeitung, 1. September 1984&amp;lt;/ref&amp;gt; studierte er zunächst an der [[Georg-August-Universität Göttingen]] und vom Wintersemester 1928 bis Sommersemester 1929 [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Universität Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu den Eintrag der [http://matrikel.uni-rostock.de/id/200024530 Immatrikulation von Lothar Ganser] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde 1937 dort mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsnatur des Trödelvertrages&amp;#039;&amp;#039; zum [[Doktor der Rechte|Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat zum 1. April 1936 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 3.536.205).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/10300461&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Celle&amp;quot;&amp;gt;[[Hinrich Rüping]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsanwälte im Bezirk Celle während des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; BWV, Berlin 2010, ISBN 978-3-8305-1735-1, S. 135&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor war er Wehrsportführer des [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelms]] und wurde Rechts- und [[Steuerberater]] der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]] (DAF).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Celle&amp;quot; /&amp;gt; Mit Verweis auf seine Parteizugehörigkeit, seine &amp;quot;kämpferische Tätigkeit&amp;quot; beim Stahlhelm und seine Funktion in der DAF suchte er 1937 in einen abgekürzten Probedienst übernommen zu werden, was jedoch zurückgewiesen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Celle&amp;quot; /&amp;gt; Nach seinem [[Assessor|Assessordienst]] wurde er 1937 als [[Rechtsanwalt]] übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Celle&amp;quot; /&amp;gt; Er stilisierte sich im Zuge der [[Entnazifizierung]] als Gegner des Systems und wurde 1946/48 als „entlastet“ eingestuft, aufgrund seiner Vergangenheit jedoch vom Ausschuss der Rechtsanwaltskammer Celle nur „mit erheblichen Bedenken“ wieder zugelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Celle&amp;quot; /&amp;gt; Ganser rechtfertigte seine Parteimitgliedschaft mit „rücksichtslosem politischen Zwang“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Celle&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] arbeitete er als [[Notar]] und [[Rechtsanwalt]] in [[Hameln]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot; /&amp;gt; Ganser war Landesführer in Niedersachsen des neugegründeten Stahlhelms.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=28955837|Nr=16|Jahr=1954|Seiten=31|Titel=Lothar Ganser}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=28956236|Nr=20|Jahr=1954|Seiten=9–10|Titel=Wo sind die Statuten?}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf einem Treffen 1955 in [[Detmold]] erklärte er:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausschuss&amp;quot;&amp;gt;[[Ausschuß für Deutsche Einheit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesrepublik – Paradies für Kriegsverbrecher. Dokumente über die Durchdringung des westdeutschen Staates mit militaristischen, nazistischen und antisemitischen Elementen.&amp;#039;&amp;#039; Ausschuß für Deutsche Einheit, Berlin 1956, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stahlhelm „fühlt sich berufen und verpflichtet, den deutschen Menschen aus seinem derzeitigen nahezu apathischen Zustand zu befreien“. Erklärtes Ziel war es, die Jugend wieder für den [[Wehrdienst]] zu gewinnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausschuss&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion leitete er auch ein Disziplinarverfahren gegen Paul Lindner ein, der an den Präsidenten des Stahlhelms Generalfeldmarschall a.&amp;amp;nbsp;D. [[Albert Kesselring]] eine „nach Form und Inhalt ungehörig[e]“ Postkarte versandt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde Mitglied der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] und war langjähriger [[Ratsherr]] und [[Bürgermeister]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dokumentation der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Ausgaben 373–384, 1967, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Stadt Hameln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel1&amp;quot; /&amp;gt; Zwanzig Minuten vor der [[Konstituierende Sitzung|konstituierenden Sitzung]] des Stadtrats im November 1966 trat er der [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Fred H. Richards: &amp;#039;&amp;#039;Die NPD. Alternative oder Wiederkehr?&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Geschichte und Staat, Band 121). Olzog, München 1967, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus in Westdeutschland. Judenfeinde und Judenmörder im Herrschaftapparat der Bundesrepublik. Eine Dokumentation des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der Deutschen Demokratischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; Verband der Jüdischen Gemeinden in der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1967, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine politische Entscheidung geriet (auch in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]) in die Kritik, da er in der Funktion eines [[Reserveoffizier]]s Bundeswehrsoldaten und [[Reservist]]en zu Wahlkampfzwecken NPD-Plakate kleben ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|Vereinigungen der Verfolgten des Naziregimes]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die NPD im Spiegel der Presse&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 11). Vereinigungen der Verfolgten des Naziregimes, Frankfurt am Main 1967, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Percy Stulz: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der imperialistischen Politik und antimonopolistischen Bewegung in Westdeutschland nach dem 13. August 1961.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universität zu Berlin. Gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 17, Heft 1, Berlin 1968, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1967 war er Direktkandidat im [[Landtagswahlkreis Syke|Wahlkreis 41]] bei der [[Landtagswahl in Niedersachsen 1967|Landtagswahl in Niedersachsen]] und stand auf Listenplatz 6 von 30 der NPD; seine Partei erlangte 10 Mandate.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|9783000207037 |Titel=Ganser, Lothar, Dr. |Fundstelle=G |Seiten=349 |KBytes=297}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kandidierte erfolglos bei der [[Bundestagswahl 1969]], wo seine Partei 4,3 Prozent der Stimmen erhielt und damit unter der [[Fünf-Prozent-Hürde in Deutschland|Fünf-Prozent-Hürde]] blieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganser war vom 1. Januar 1961 bis zum 24. Juni 1962&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Hübner: &amp;#039;&amp;#039;Die Gesellschaft für Wehrkunde: die Gesellschaft für Wehrkunde und ihre Rolle im System der Militarisierung Westdeutschlands (1952–1968)&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Militärhistorische Studien.&amp;#039;&amp;#039; N.F., 13). Deutscher Militärverlag, Berlin 1970, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Präsident des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw), zuvor und danach war er stellvertretender Präsident.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reservistenverband.de/Regional/2200000000/Profil Die Gründung am 22. Januar 1960], Reservistenverband Landesgruppe Niedersachsen, abgerufen am 10. September 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein letzter Dienstgrad war [[Major]] der Reserve.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Clemens Range]]: &amp;#039;&amp;#039;Die geduldete Armee. 50 Jahre Bundeswehr.&amp;#039;&amp;#039; Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 3-00-015382-9, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsnatur des Trödelvertrages&amp;#039;&amp;#039;. Tschirner, Hannover 1937 (=&amp;amp;nbsp;Diss. Univ. Rostock, 1937).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125049900|VIAF=62498359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ganser, Lothar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitiker (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Heer der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hameln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ganser, Lothar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (CDU, NPD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Januar 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Głogów|Glogau]], [[Preußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. August 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hameln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koschi73</name></author>
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