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	<title>Lothar Fendler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:02:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lothar_Fendler&amp;diff=1728641&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-23T15:43:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lothar Fendler at the Nuremberg Trials.PNG|mini|Lothar Fendler beim Einsatzgruppen-Prozess]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lothar Fendler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. August]] [[1913]] in [[Breslau]]; † [[7. März]] [[1983]] in [[Stuttgart]]) war ein [[SS-Sturmbannführer]], der im Sonderkommando 4b der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD#Einsatzgruppe C|Einsatzgruppe C]] am [[Holocaust|Mord an den Juden]] in der besetzten [[Ukraine]] beteiligt war. Fendler wurde 1948 im [[Einsatzgruppen-Prozess]] zu zehn Jahren Haft verurteilt, jedoch bereits 1951 freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fendler studierte von 1932 bis 1934 [[Studium der Zahnmedizin|Zahnmedizin]]. 1933 trat er in die [[Schutzstaffel|SS]] ein (SS-Nummer 272.603). Von 1934 bis 1936 diente er in der [[Wehrmacht]]. 1936 wurde Fendler Mitarbeiter im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]] (SD). Er gehörte wie [[Felix Rühl]] – sein späterer Mitangeklagter im Einsatzgruppen-Prozess – zum Führungsnachwuchs des Sicherheitsdienstes und nahm nach Auswahl und Empfehlung durch seine Vorgesetzten an Kursen an der [[Führerschulen der SS, des SD und der Sicherheitspolizei|Führerschule der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS]] in [[Berlin-Charlottenburg]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot; /&amp;gt; Am 29. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.216.392).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8550049&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1941 wurde Fendler bei der Aufstellung der Einsatzgruppen in der [[Pretzsch (Elbe)#Geschichte|Grenzpolizeischule Pretzsch/Elbe]] dem Sonderkommando 4b der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD#Einsatzgruppe C|Einsatzgruppe C]] zugeteilt, wo er die Abteilung III (Nachrichtendienst) verantwortete. Dem Stab des Sonderkommandos 4b gehörten insgesamt nur sieben Offiziere an. Fendler nahm mit dem Sonderkommando 4b ab Juni 1941 am [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall auf die Sowjetunion]] teil. Am 2. Oktober 1941 wurde er abgelöst und kehrte nach [[Berlin]] zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1947 bis 1948 war Fendler einer von 24 Angeklagten im [[Einsatzgruppen-Prozess]], sein Verteidiger war Rechtsanwalt Dr. Hans Fritz unter Assistenz von Dr. Gabriele Lehmann. Der Richter war [[Michael A. Musmanno]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;personae&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Records of the United States Nuremberg War Crimes Trials&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 4, [[United States Government Printing Office]], District of Columbia 1950, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. April 1948 wurde Fendler in allen drei Anklagepunkten – (1) [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]], (2) [[Kriegsverbrechen]] und (3) Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation – für schuldig befunden. In der Urteilsbegründung wurde die Frage, ob Fendler der Stellvertreter seines Kommandoführers [[Günther Herrmann]] war, nicht abschließend beantwortet. Fendler war jedenfalls nach Herrmann der zweitranghöchste Offizier im Kommando. Auch die Führung des Kommandos bei konkreten Erschießungen konnte Fendler nicht nachgewiesen werden. Fendler wurde am 10. April 1948 zu zehn Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verdict&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Records of the United States Nuremberg War Crimes Trials&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 4, US Government Printing Office, District of Columbia 1950, S. 570–573.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Verbüßung der Strafe wurde er in das [[Justizvollzugsanstalt Landsberg#War Criminals Prison No. 1|Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der intensivierten Diskussion der [[Wiederbewaffnung#Bundesrepublik Deutschland|westdeutschen Wiederbewaffnung]] nach Ausbruch des [[Koreakrieg]]es ab Sommer 1950 wandelte Hochkommissar [[John Jay McCloy|John McCloy]] am 31. Januar 1951 auf Empfehlung des „Advisory Board on Clemency for War Criminals“ von den 15 Todesurteilen gegen in Landsberg Inhaftierte vier in lebenslange Haftstrafen und sechs in Haftstrafen zwischen zehn und fünfundzwanzig Jahren um, während fünf Todesurteile vollstreckt werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Frei: &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitspolitik&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1996, S. 195–233.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Urteil gegen Fendler wurde auf acht Jahre reduziert. Im Dezember 1951 wurde er freigelassen, nachdem ihm seine Resthaftzeit erlassen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eberhard Jäckel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des Holocaust&amp;#039;&amp;#039;,  Bd. 3. S - Z, Argon, Berlin 1993, ISBN 3-87024-303-1, S. 1747.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trials of War Criminals Before the Nuernberg Military Tribunals Under Control Council Law No. 10&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 4: &amp;#039;&amp;#039;United States of America vs. Otto Ohlendorf, et al. (Case 9: „Einsatzgruppen Case“)&amp;#039;&amp;#039;. US Government Printing Office, District of Columbia 1950. In: „National Archives Microfilm Publications“, NM Series 1874–1946, Microfilm Publication M936. National Archives and Record Service, Washington 1973. (Auszüge aus der Urteilsbegründung zu Lothar Fendler: S. [http://web.archive.org/web/20081205074432/http://www.mazal.org/archive/nmt/04/NMT04-T0570.htm 570]–[http://web.archive.org/web/20130706232331/http://www.mazal.org/archive/nmt/04/NMT04-T0573.htm 573].)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-11-03}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fendler, Lothar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Zahnarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fendler, Lothar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Offizier in der Einsatzgruppe C&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. August 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. März 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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