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	<title>Los Alcornocales - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-09-10T08:10:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Nationalpark&lt;br /&gt;
|title           = Parque Natural de Los Alcornocales&lt;br /&gt;
|altmap          = &lt;br /&gt;
|altmap_name     = &lt;br /&gt;
|Poskarte        = Spanien Andalusien&lt;br /&gt;
|latitude        = 36.3484&lt;br /&gt;
|longitude       = -5.604&lt;br /&gt;
|region-ISO      = ES-AN&lt;br /&gt;
|nearest_city    = &lt;br /&gt;
|specific        = Größter [[Korkeiche]]nbestand der Iberischen Halbinsel&lt;br /&gt;
|area            = 167.767&lt;br /&gt;
|area_unit       = ha&lt;br /&gt;
|acres           = &lt;br /&gt;
|length          = &lt;br /&gt;
|established     = 28. Juli 1989&lt;br /&gt;
|visitation_num  = &lt;br /&gt;
|visitation_year = &lt;br /&gt;
|address         = &lt;br /&gt;
|map             = &lt;br /&gt;
|map_name        = &lt;br /&gt;
|img1            = Los Alcornocales 03.jpg&lt;br /&gt;
|img1_name       = Geschälte [[Korkeiche]]n &amp;#039;&amp;#039;Quercus suber&amp;#039;&amp;#039; nördlich des [[Castillo de Castellar]]&lt;br /&gt;
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|img5_name       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Los Alcornocales&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein in [[Andalusien]] ([[Spanien]]), genau nördlich der [[Straße von Gibraltar]] gelegener [[Naturpark]], in dem die größten [[Korkeiche]]nwälder der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] wachsen, die zugleich einen der größten naturnahen Wälder im [[Mittelmeer]]raum überhaupt darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie und Geologie ==&lt;br /&gt;
Der Naturpark hat eine Fläche von 167.767 ha und liegt größtenteils in der [[Provinz Cádiz]] sowie zu einem kleineren Teil in der [[Provinz Málaga]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juntadeandalucia.es/medioambiente/servtc5/ventana/mostrarFicha.do?idEspacio=7410 Offizielle Website der Naturparkverwaltung]; spanisch, abgerufen am 24. September 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden [[Alcalá de los Gazules]], [[Algar (Cádiz)|Algar]], [[Algeciras]], [[Arcos de la Frontera]], [[Los Barrios]], [[Benalup-Casas Viejas]], [[Benaocaz]], [[El Bosque (Cádiz)|El Bosque]], [[Castellar de la Frontera]], [[Jerez de la Frontera]], [[Jimena de la Frontera]], [[Medina-Sidonia]], [[Prado del Rey]], [[San José del Valle]], [[Tarifa]], [[Ubrique]] und [[Cortes de la Frontera]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Alcornocales situación.jpg|mini|Parque Natural de Los Alcornocales]]&lt;br /&gt;
Geologisch gehört das Gebiet zum [[Campo de Gibraltar]], entsprechend herrscht hier [[Sandstein]] vor. Der Naturpark bildet ein Mittelgebirge mit Höhen meist um 800 m, der höchste Gipfel ist der im Norden des Gebietes gelegene [[Pico del Aljibe]] mit 1092 m. Besonders die Berge im Süden des Gebietes bieten fantastische Aussicht auf die Straße von Gibraltar, auf die afrikanische Küste und die nordafrikanischen Gebirge. Im Naturpark liegt auch der &amp;#039;&amp;#039;Tajo de las Escobas&amp;#039;&amp;#039;, eine der [[Säulen des Herkules]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Naturparks war sehr wahrscheinlich bereits seit der Steinzeit besiedelt. Es finden sich Spuren von Steinverarbeitung und Höhlenmalereien, die auf eine häufige bis dauerhafte Anwesenheit von Menschen hindeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iaph.es/patrimonio-inmueble-andalucia/frmSimple.do IAPH INSTITUTO ANDALUZ DEL PATRIMONIO HISTÓRICO] Auflistung der historisch relevanten Funde im Gemeindegebiet von Castellar de la Frontera; spanisch, abgerufen am 24. September 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Castellar de la Frontera gibt es archäologische Funde bzw. Relikte aus [[Iberer|iberischer]] und vor allem aus römischer Zeit, da das Parkgebiet ab dem 2. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. zur römischen Provinz [[Hispania ulterior]] und nach deren Teilung unter Kaiser [[Augustus]] zur Provinz [[Baetica]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Naturpark wurde am 28. Juli 1989 eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
Vor allem die Westwinde ([[Poniente]]) bringen kühle und feuchte Atlantikluft ins Gebiet und sorgen für reichliche Niederschläge, und selbst die an sich trockenen Ostwinde ([[Levante (Wind)|Levante]]) nehmen über dem Mittelmeer Feuchtigkeit auf und bilden beim Aufsteigen im Gebirge oft dauerhafte Nebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den oberen Lage weisen die Bäume oft Zwergenwuchs auf, dafür sind die meist starken Winde verantwortlich: In der Straße von Gibraltar sorgt der [[Venturi-Effekt]] dafür, dass im „Engpass“ zwischen [[Betische Kordillere|Betischer Kordillere]] in Spanien und dem [[Rif (Gebirgszug)|Rif-Gebirge]] in Marokko kräftige Winde vorherrschen (die [[Tarifa]] im Süden des Gebietes zum Surferparadies machen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Korkeichen.jpg|mini|Korkeichenwald bei Regen am &amp;quot;Sendero Cerro del Tambor&amp;quot; in der Nähe von Algeciras]]&lt;br /&gt;
Die großen Korkeichenwälder profitieren von dem feuchten Klima, das hier zwischen Atlantik und Mittelmeer herrscht. Die Wälder können sehr dicht und üppig ausfallen, Farne und Ranken bilden den Unterwuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Canutos ===&lt;br /&gt;
Bedeutsam sind auch die [[Galeriewald|Galeriewälder]] der höher liegenden Bachläufe, die hier &amp;#039;&amp;#039;Canutos&amp;#039;&amp;#039; genannt werden. Durch die zusätzliche Feuchtigkeit in den engen Tälern findet sich hier eine Flora mit hohem Wasserbedarf, wie sie im Mittelmeerraum nur an besonderen Standorten vorzufinden ist. Hier wachsen [[Schmalblättrige Esche]]n, [[Schwarz-Erle|Schwarzerlen]], [[Pontischer Rhododendron]] und [[Eichen]] zusammen mit verschiedenen farnähnlichen Arten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://mancomunidadcg.es/IECG/doc/revistas/Almoraima%2027-Articulo%2018.pdf |titel=Diversidad florística en el interior de los &amp;quot;canutos&amp;quot; del parque natural Los Alcornocales |datum=2002 |format=PDF |sprache=es |abruf=2010-10-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den &amp;#039;&amp;#039;Canutos&amp;#039;&amp;#039; finden sich bemerkenswert viele Relikte der immergrünen [[Lorbeerwald|Lorbeerwälder]], welche im [[Tertiär]] im ganzen Mittelmeerraum präsent waren, wegen der Eiszeit und dem danach folgenden trockeneren Klima des Mittelmeerraums jedoch nach [[Makaronesien]] verdrängt wurden. Nur einige Arten sind als Relikte der tertiären Lorbeerwälder in Kontinentaleuropa noch heute präsent, z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Echter Lorbeer|Echte Lorbeer]] oder der [[Portugiesischer Kirschlorbeer|Portugiesische Kirschlorbeer]]. Diese Arten kommen im Mittelmeerraum nur vereinzelt an Sonderstandorten wie den &amp;#039;&amp;#039;Canutos&amp;#039;&amp;#039; vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Relikten der Lorbeerwälder finden sich auch für Nord- und Mitteleuropa typische Pflanzenarten in den &amp;#039;&amp;#039;Canutos&amp;#039;&amp;#039;, die in anderen Teilen Südeuropas wegen Hitze und Trockenheit nicht vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lorbeerwald Llanos de Juncal ===&lt;br /&gt;
Den Vegetationstyp [[Lorbeerwald]] bilden die in [[Kontinentaleuropa]] zu findenden Reliktarten des Tertiärs allerdings nur an der Bergkuppe nahe der Quelle des &amp;#039;&amp;#039;Río Guadalmesí&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Ort nennt sich Llanos de Juncal und kann als einziger Lorbeerwald Kontinentaleuropas angesehen werden, da es sich hier um einen [[Nebelwald]] der [[Subtropen|subtropischen Zone]] handelt. [[Nebel]] an der Mehrzahl der Tage tritt nur ab fast 1000 Höhenmetern auf, weshalb weiter nördlich gelegene nebelreiche Orte Kontinentaleuropas kühler sind und somit nicht subtropisch, was dort das Auftreten von Lorbeerwald verhindert. Andere auf ähnlich südlichem Breitengrad gelegene Orte des Mittelmeerraums sind zu trocken, was auf diese Weise das Auftreten von Lorbeerwald verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 245 Nebeltagen pro Jahr bilden die europäischen Reliktarten des tertiären Lorbeerwalds zusammen mit anderen mediterranen Arten hier einen Lorbeerwald mit üppigem Moos- und Farnwuchs sowie [[Epiphyt|epiphyten]] Pflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jesús A. Cañas |Titel=Las redes sociales amenazan al bosque con el que la Glaciación no pudo |Sammelwerk=El País |Ort=Madrid |Datum=2016-10-14 |ISSN=1134-6582 |Online=https://elpais.com/elpais/2016/10/07/ciencia/1475851259_284237.html |Abruf=2023-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Aussehen und den Standorteigenschaften ist Llanos de Juncal mit den Lorbeerwäldern [[Makaronesien]]s ([[Laurisilva]] genannt) vergleichbar. Er ist aber insbesondere aufgrund der Zusammensetzung der Arten von diesen zu unterscheiden, da in Makaronesien vor allem dort [[Endemit|endemische]] Arten den Lorbeerwald bilden, während in Llanos de Juncal vor allem jene Pflanzen den Lorbeerwald bilden, die als Relikt des Tertiärs auch an anderen günstigen Standorten Kontinentaleuropas (wo kein Lorbeerwald ist, z. B. in den &amp;#039;&amp;#039;Canutos&amp;#039;&amp;#039;) vorkommen. Im Llanos de Juncal finden sich insbesondere die Baumarten [[Echter Lorbeer]], [[Europäische Stechpalme]], [[Pontischer Rhododendron]] und die [[Algerische Eiche]] (letztere ist nicht lauroid, also kein typisches Lorbeerwaldgewächs).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.briologia.es/documentos_nueva_web/Vigalondo%20and%20Lara%202017%20-%20Field%20Bryology%20117_Summer2017_Andalusia.pdf |titel=BBS-SEB International Bryological Meeting 2017 Western Andalusia |datum=2017 |format=PDF |sprache=en |abruf=2023-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Makaronesien gibt es mehrere Reliktartenarten des tertiären Lorbeerwaldes, die heute dort endemisch sind, da diese nur dort fortbestehen konnten. Diese von dort bekannten Arten gibt es im Llanos de Juncal nicht, hier wachsen die kontinentaleuropäischen Reliktarten zu einem Lorbeerwald. Jedoch gibt es auch Überschneidungen bei den vorkommenden Arten zwischen Makaronesien und Kontinentaleuropa/Llanos de Juncal: Der [[Portugiesischer Kirschlorbeer|Portugiesische Kirschlorbeer]] kommt z. B. in Makaronesien und Llanos de Juncal vor. Allerdings ist diese Art in Kontinentaleuropa nicht exklusiv im Llanos de Juncal zu finden, sondern auch an anderen günstigen Standorten des Mittelmeerraums. Die Überschneidung zeigt aber, dass auch Makaronesiens Lorbeerwald ein Relikt des im Tertiär im ganzen Mittelmeerraum vorkommenden Lorbeerwalds ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch auch einige Arten, die außerhalb des Llanos de Juncal und den &amp;#039;&amp;#039;Canutos&amp;#039;&amp;#039; weder in Makaronesien noch an anderen Standorten Kontinentaleuropas vorkommen. Dazu gehört die botanisch sehr interessante Art [[Psilotum|&amp;#039;&amp;#039;Psilotum nudum&amp;#039;&amp;#039;]], die sonst vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten außerhalb Europas zu finden ist, oder die [[Moose|Moosart]] &amp;#039;&amp;#039;[[Exsertotheca baetica]]&amp;#039;&amp;#039;, die hier endemisch ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Juan Guerra, Juan F. Jiménez-Martínez, Juan A. Jiménez |Titel=Neckera baetica sp. nov. (Neckeraceae, Bryophyta) from southern Spain, based on morphological and molecular data |Sammelwerk=Nova Hedwigia |Datum=2010-08-01 |Seiten=255–263 |Online=https://www.schweizerbart.de/papers/nova_hedwigia/detail/91/75203/Neckera_baetica_sp_nov_Neckeraceae_Bryophyta_from_southern_Spain_based_on_morphological_and_molecular_data |Abruf=2023-01-02 |DOI=10.1127/0029-5035/2010/0091-0255}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Llanos de Juncal gibt es zwar fast keine Arten, die nicht auch im Rest Kontinentaleuropas zu finden sind. Der Vegetationstyp, in dem sie hier erscheinen, ist jedoch in Kontinentaleuropa sonst nicht zu finden. Wie in Makaronesien bietet der Lorbeerwald als Vegetationstyp eine höhere [[Biodiversität]] als trockenere mediterrane Wälder oder europäische Wälder des [[Gemäßigte Klimazone|gemäßigten Klimas]], was Llanos de Juncal besonders schützenswert macht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wandern-in-andalusien.de/html/alcornocales.html Naturpark Los Alcornocales] Informationen zu Natur und Landschaft, Wandern und Tourismus im Naturpark Los Alcornocales; deutsch, abgerufen am 4. Oktober 2013&lt;br /&gt;
* [http://www.juntadeandalucia.es/medioambiente/servtc5/ventana/mostrarFicha.do?idEspacio=7410 Offizielle Website der Naturparkverwaltung]; spanisch, abgerufen am 4. Oktober 2013.&lt;br /&gt;
* [http://www.cadizturismo.com/espacios-naturales/parque-natural/los-alcornocales/?set_language=de Tourismusbüro der Provinz Cádiz], Beschreibung des Parque Natural de Los Alcornocales; deutsch, abgerufen am 4. Oktober 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7854118-9|VIAF=249455158}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark in Spanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Andalusien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1989]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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