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	<title>Lorscher Codex - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T14:49:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lorscher_Codex&amp;diff=14038&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Buchstapler: Kat. erw.</title>
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		<updated>2026-04-26T18:31:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat. erw.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Codex Laureshamensis Initial-D.jpg|mini|Erste Seite des Lorscher Codex]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lorscher Codex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;Codex Laureshamensis&amp;#039;&amp;#039;) ist ein ungefähr zwischen den Jahren 1170 und 1195 in der [[Abtei Lorsch|Reichsabtei Lorsch]] in lateinischer Sprache angelegtes [[Manuskript]]. Es enthält eine umfangreiche [[Kloster]]geschichte, ein [[Kopialbuch]] von über 3800&amp;amp;nbsp;[[Urkunde]]n sowie einige [[Urbar (Verzeichnis)|Urbare]]. Der besondere Wert vor allem des Kopialbuches liegt darin, dass die darin enthaltenen [[Abschrift]]en die einzige erhaltene Überlieferung der vollständig verloren gegangenen Originalurkunden darstellen, die sich einst im Archiv der bedeutenden Reichsabtei befunden hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird der [[Codex]] im [[Staatsarchiv Würzburg]] ([[Bayern|Bayerisches]] Staatsarchiv mit dem [[Regierungsbezirk Unterfranken]] als Zuständigkeitsbereich) unter der Signatur „Mainzer Bücher verschiedenen Inhalts, Nr. 72“ aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte des Lorscher Codex ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Thiotmann Ersterwähnung Höchst 790.jpg|mini|hochkant=0.9|Cod. Laur. III, Nr. 3399: Schenkung vom August 790 im Dorf Hostat (heute [[Frankfurt-Höchst]]) an das Kloster Lorsch.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Codex]] wurde erstellt, um die Rechte und Besitztümer des Klosters Lorsch zu dokumentieren und damit der Abtei langfristig zu sichern. Der Codex wurde im 12. Jahrhundert, als die Lorscher Macht bereits zurückging, zusammengestellt. Er besteht aus 3836 urkundlichen Eintragungen (Traditionsnotizen) eines Rechtsvorgangs (zum Beispiel Kauf, Schenkung) mit den dazugehörigen zitierten Urkunden (von Königen, Päpsten und anderen). Diese Urkunden wurden stark verkürzt wiedergegeben. Die ältesten Rechtsgeschäfte sind ab dem Jahr 764 beschrieben und registriert. Weiterhin enthält der Codex zwei Gönnerverzeichnisse und eine Äbtechronik. Diese Äbtechronik dient vor allem als Quelle für die Baugeschichte und die Entwicklung des Kirchenschatzes. Lediglich der [[Initiale|Initialbuchstabe]] der ersten Seite ist [[Illumination (Buchmalerei)|illuminiert]]. Der Text des Codex ist in [[Gotische Minuskel|gotischer Minuskel]] geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Kautz M.A. |url=https://www.ub.uni-heidelberg.de/digi-pdf-katalogisate/sammlung55/werk/pdf/saw_mainz72.pdf |titel=Würzburg, Staatsarchiv. Mainzer Bücher verschiedenen Inhalts 72 |werk=Bibliotheca Laureshamensis digital |hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg |datum=2014 |abruf=2021-04-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Lorscher Codex die Ersterwähnung vieler Gemeinden enthält – über 1000 Orte werden in ihm genannt – wird er von einigen heimatgeschichtlich Interessierten anachronistisch als [[Grundbuch]] bezeichnet. Der Lorscher Codex ist die älteste geschriebene Geschichtsquelle für Hunderte von Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Codex Laureshamensis&amp;#039;&amp;#039; verzeichneten die Mönche des Lorscher Klosters neben Kauf- und Tauschverträgen die dem Kloster gemachten Schenkungen von Dörfern, Gehöften, Ländereien und allerlei sonstigen schätzenswerten Dingen nach den ihnen vorliegenden Originalurkunden. In diesem Buch werden zuerst die Schenkungen von Kaisern und Fürsten genannt und dann die aus dem Volke, letztere geordnet nach Gauen, dem [[Wormsgau]] (wo das Kloster etwa 1180 Güter besaß), dem [[Speyergau]], [[Lobdengau]], [[Rheingau]], [[Maingau]], [[Neckargau]], [[Kraichgau]] und weiteren. Die unter Kurfürst [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Karl Theodor]] in Mannheim gegründete [[Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften]] gab durch [[Andreas Lamey]] in den Jahren 1768–1770 den gesamten Codex erstmals im Druck heraus. Teile waren schon früher erschienen. Der Historiker [[Karl Glöckner (Historiker)|Karl Glöckner]] veröffentlichte 1929 bis 1936 eine Neubearbeitung in drei Bänden. Der Kustos am Kloster Lorsch, [[Karl Josef Minst]] übersetzte die gesamte Chronik nach der lateinischen Urschrift, sie erschien in sechs Bänden 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Codex Laureshamensis. Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch. Faksimileausgabe der Handschrift im [[Staatsarchiv Würzburg]], hrsg. von der [[Staatliche Archive Bayerns | Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns]] und dem Kuratorium Weltkulturdenkmal [[Kloster Lorsch]] e.&amp;amp;nbsp;V., Bd. 1: [[Faksimile]]&amp;#039;&amp;#039; (Sonderveröffentlichungen der [[Staatliche Archive Bayerns | Staatlichen Archive Bayerns]] 1), Neustadt a. d. Aisch, Degener 2002; &amp;#039;&amp;#039;Bd. 2: Begleitband zum Faksimile&amp;#039;&amp;#039; (Sonderveröffentlichungen der [[Staatliche Archive Bayerns | Staatlichen Archive Bayerns]] 2), Neustadt a. d. Aisch, Degener 2008.&lt;br /&gt;
* Albrecht Liess: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Lorscher Codex&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Codex Laureshamensis. Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch. Faksimileausgabe der Handschrift im [[Staatsarchiv Würzburg]], Bd. 2: Begleitband zum [[Faksimile]]&amp;#039;&amp;#039; (Sonderveröffentlichungen der [[Staatliche Archive Bayerns | Staatlichen Archive Bayerns]] 2), Neustadt a. d. Aisch, Degener 2008, S. 8f.&lt;br /&gt;
* Maria Rita Sagstetter: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Handschrift&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Codex Laureshamensis. Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch. Faksimileausgabe der Handschrift im [[Staatsarchiv Würzburg]], Bd. 2: Begleitband zum [[Faksimile]]&amp;#039;&amp;#039; (Sonderveröffentlichungen der [[Staatliche Archive Bayerns | Staatlichen Archive Bayerns]] 2), Neustadt a. d. Aisch, Degener 2008, S. 10f.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://archivum-laureshamense-digital.de/view/saw_mainz72/ | titel=Codex Laureshamensis, Urkundenbuch des ehemaligen Reichsklosters Lorsch (Faksimile) | titelerg=Würzburg, Staatsarchiv, „Mainzer Bücher verschiedenen Inhalts 72“ | werk=Heidelberger historische Bestände – digital | hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg | zugriff=2016-04-08}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1966ga | titel=Lorscher Codex: deutsch; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch | werk=Heidelberger historische Bestände – digital | autor=Minst, Karl Josef [Übers.] | hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg | zugriff=2016-04-08}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/gloeckner1929ga | titel=Codex Laureshamensis | werk=Heidelberger historische Bestände – digital | autor=Glöckner, Karl [Hrsg.] | hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg | zugriff=2016-04-08}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Haubrichs]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Codex Laureshamensis als Quelle frühmittelalterlicher Siedlungsnamen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Rudolf Schützeichel]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Ortsname und Urkunde. Frühmittelalterliche Ortsnamenüberlieferung&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1990, S. 119–175. ([[Beiträge zur Namenforschung]] NF. Beiheft 29).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Codex Laureshamensis}}&lt;br /&gt;
*[http://archivum-laureshamense-digital.de/view/saw_mainz72 Lorscher Codex online] mit Informationen, interaktiver Karte und virtuellem Archiv&lt;br /&gt;
* [http://www.heimatmuseum-nauheim.de/codex/codex.htm Michael Horn: &amp;#039;&amp;#039;Der Lorscher Codex: Das älteste Grundbuch der Region,&amp;#039;&amp;#039;] (Artikel auf &amp;#039;&amp;#039;heimatmuseum-nauheim.de,&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [http://www.gabsm.de/on/index.html anschauliche Präsentation] von Abbildungen und Texten zu einem Ort ([[Gabsheim]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4512580-6|VIAF=208714256}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift des Staatsarchivs Würzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtsbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte des Mittelalters (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster Lorsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Buchstapler</name></author>
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