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	<title>Lorenz Caffier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-05T05:49:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2019-03-13 Lorenz Caffier Landtag Mecklenburg-Vorpommern 5998.jpg|mini|Lorenz Caffier (2019)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lorenz Caffier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Dezember]] [[1954]] in [[Weixdorf (Ortschaft)|Weixdorf]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]). Er war von 2006 bis 2020 [[Ministerium für Inneres und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern|Innenminister]] des Landes [[Mecklenburg-Vorpommern]] und von 2011 bis 2020 stellvertretender Ministerpräsident.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/im/Aktuell/?id=165690&amp;amp;processor=processor.sa.pressemitteilung |titel=Rücktritt von Innenminister Lorenz Caffier am 17. November 2020 |werk=Regierungsportal M-V: Pressemitteilung Nr.209 |hrsg=Ministerium für Inneres und Europa, Mecklenburg-Vorpommern – Staatskanzlei |datum=2020-11-17 |abruf=2020-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2020 trat er von seinem Amt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Caffier wurde als dritter Sohn des evangelischen Pfarrers und staatsnahen DDR-Kirchenfunktionärs [[Wolfgang Caffier]] in [[Weixdorf (Ortschaft)|Weixdorf]] bei Dresden geboren. Nach dem Besuch der [[Polytechnische Oberschule|Polytechnischen Oberschule]] (POS) absolvierte Caffier eine Berufsausbildung mit [[Abitur]] zum Forstfacharbeiter und leistete anschließend den 18-monatigen [[Wehrdienst]] in der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 begann er ein Studium an der [[Ingenieur#Ausbildung an Ingenieurhochschulen (IHS)|Ingenieurhochschule]] in [[Berlin-Wartenberg]], welches er 1980 als „[[Diplom-Ingenieur]] für Land- und Forsttechnik“ beendete – laut [[Einigungsvertrag]] von 1990 gleichwertig dem Diplom an einer [[Fachhochschule]], abgekürzt „Diplom-Ingenieur (FH)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach arbeitete er von 1980 bis 1983 als Kundendienstingenieur beim [[Fortschritt Landmaschinen|Kombinat &amp;#039;&amp;#039;Fortschritt Landmaschinen&amp;#039;&amp;#039;]] in [[Neubrandenburg]]. Anschließend übernahm er die technische Leitung der [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG&amp;amp;nbsp;(P)]] in [[Lichtenberg (Feldberger Seenlandschaft)|Lichtenberg]]. Von 1989 bis 1990 war er deren Vorsitzender. Mit der Auflösung der LPG verlor er wenig später seine Position und widmete sich fortan der Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorenz Caffier ist verheiratet und hat vier Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
Caffier trat 1979 in die [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU der DDR]] ein. Seinen Eintritt umschreibt er so: „Ich bin das, was man nach der Wiedervereinigung eine [[Blockpartei#Vertretung und Nutzen der Mitgliedschaft|Blockflöte]] genannt hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ftd.de/karriere-management/management/:kopf-des-tages-lorenz-caffier-maschinist-der-staatsgewalt/208661.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Lorenz Caffier: Maschinist der Staatsgewalt.&amp;#039;&amp;#039; |archive-is=20120801073358}} In: &amp;#039;&amp;#039;Financial Times Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 4. Juni 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1990 bis 2005 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes [[Landkreis Mecklenburg-Strelitz|Mecklenburg-Strelitz]] und von 1993 bis 2005 Landesschatzmeister der [[CDU Mecklenburg-Vorpommern]]. Von 2005 bis 2009 amtierte Caffier als Generalsekretär der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Schließlich fungierte er von November 2009 bis April 2017 als Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Er folgte damit [[Jürgen Seidel]] in diesem Amt. Sein Nachfolger wurde am 8. April 2017 [[Vincent Kokert]].&lt;br /&gt;
[[Datei:2018-11-30 Boris Pistorius Pressekonferenz Innenministerkonferenz in Magdeburg-2436.jpg|mini|Caffier (rechts im Bild) zum Abschluss der [[Innenministerkonferenz|209. Innenministerkonferenz]] vom 28. bis 30. November 2018 in [[Magdeburg]] mit [[Boris Pistorius]], [[Horst Seehofer]] und [[Holger Stahlknecht]].]]&lt;br /&gt;
=== Innenminister ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2006|Landtagswahl 2006]] kam es in Mecklenburg-Vorpommern zur Bildung einer [[Große Koalition|Großen Koalition]]. Am 7.&amp;amp;nbsp;November 2006 wurde Caffier durch [[Ministerpräsident]] [[Harald Ringstorff]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) zum [[Ministerium für Inneres und Europa des Landes Mecklenburg-Vorpommern|Minister für Inneres und Sport]] ernannt. Nach der Regierungsumbildung am 6.&amp;amp;nbsp;Oktober 2008, bedingt durch das Ausscheiden von Ringstorff aus seinem Amt als Ministerpräsident, blieb das Innenressort weiter in seiner Verantwortung. Er war ab 2006 bis zu seinem Ausscheiden aus der Landesregierung Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caffier diente als Innenminister (von 2006 bis 2016 „Minister für Inneres und Sport“, und von 2016 bis 2020 „Minister für Inneres und Europa“) des Landes Mecklenburg-Vorpommern in den Kabinetten [[Kabinett Ringstorff III|Ringstorff III]], [[Kabinett Sellering I|Sellering I]], [[Kabinett Sellering II|II]] und [[Kabinett Sellering III|III]] und im [[Kabinett Schwesig I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Innenminister war Lorenz Caffier Verantwortlicher für die Sicherheit des [[G8-Gipfel in Heiligendamm 2007|Weltwirtschaftsgipfels 2007 in Heiligendamm]], in dessen Zusammenhang er durch [[Realakt]] eine [[Dankmedaille des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Anerkennung des Einsatzes anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels 2007 in Heiligendamm|Einsatzmedaille]] des Landes stiftete. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war der Kampf gegen den [[Rechtsextremismus]]. Ein Erlass von Lorenz Caffier in der Tradition des [[Radikalenerlass]]es sollte durch die Anwendung eines „Gesinnungstests“ eine Berufung von Rechtsradikalen in öffentliche Ehrenämter wie z.&amp;amp;nbsp;B. ehrenamtliche Bürgermeister verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/mecklenburg-vorpommern-keine-ehrenaemter-fuer-rechte/817134.html Mecklenburg-Vorpommern: Keine Ehrenämter für Rechte]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während aus den Reihen von SPD und Linkspartei Unterstützung kam, wurde das Vorhaben vom [[Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern|Städte- und Gemeindetag]] zwar unterstützt, jedoch eine andere Lösung angestrebt (Stellungnahme des Städte- und Gemeindetags LT-Drs.5/2161: Es sei zu kritisieren, dass der Wahlausschuss und nicht die Rechtsaufsichtsbehörde über die beamtenrechtliche Qualifikation entscheide.); [[Bündnis 90/Die Grünen]] und andere Verbände lehnten es ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Schulz, Andreas Speit |Titel=Neonazis dürfen nicht in Ehrenämter |Sammelwerk=[[die tageszeitung|taz]] |Datum=2007-03-05 |Seiten=6 |Online=https://taz.de/Neonazis-duerfen-nicht-in-Ehrenaemter/!284048/ |Abruf=2021-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2019 ersetzte er LKA-Chef Ingolf Mager durch Rogan Liebmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Caffier-Beschaemende-Vorfaelle-bei-Landespolizei,landespolizei116.html |titel=Caffier: Vorfälle bei Landespolizei „beschämend“ |werk=[[ndr.de]] |datum=2019-12-02 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200222063635/https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Caffier-Beschaemende-Vorfaelle-bei-Landespolizei,landespolizei116.html |archiv-datum=2020-02-22 |abruf=2021-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorenz Caffier war auch Fachminister für eine umfassende Verwaltungsreform in Mecklenburg-Vorpommern, wie [[Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011|Kreisgebietsreform]], Funktionalreform und kommunaler Finanzausgleich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mv-regierung.de/im/verwaltungsreform/ |text=Portal des Innenministeriums |wayback=20111004112510}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Politik zielte auf eine Stärkung der inneren Sicherheit durch die Neuorganisation der Landespolizei und verstärkte Anstrengungen zur Konsolidierung der kommunalen Haushalte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.im.mv-regierung.de/rubikon/startseite.html |text=Regierungsportal der Landesregierung Thema Rubikon |wayback=20090225215432 |archiv-bot=2022-03-20 17:03:31 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Sprecher der CDU-geführten Innenministerien und Innenbehörden der Länder zum [[NPD-Verbotsverfahren (2013–2017)|Parteienverbotsverfahren gegen die NPD]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/170616/npd-verbot-pro www.bpb.de, Bundeszentrale für politische Bildung], 16. Oktober 2013, abgerufen am 16. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. November 2020 gab er mit einer persönlichen Erklärung seinen Rücktritt als Minister für Inneres und Europa bekannt. Er begründete dies mit der Art und Weise der Berichterstattung in den Medien nach Bekanntwerden [[#Waffenkauf|seines Kaufs einer Waffe]] von einem Händler, der Mitglied der rechtsextremen Gruppe [[Nordkreuz]] war. Wegen der suggerierten Nähe seiner Person zu rechten Kreisen besitze er nicht mehr die nötige Autorität für das Amt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/im/Aktuell/?id=165690 |titel=Aktuell: Persönliche Erklärung von Innenminister Lorenz Caffier |hrsg=[[Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern]] |datum=2020-11-17 |abruf=2020-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Nachfolger wurde [[Torsten Renz]].&lt;br /&gt;
[[Datei:2016-09-03 CDU-2.jpg|mini|Caffier auf der Abschlussveranstaltung zur [[Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016|Landtagswahl 2016]] der CDU Mecklenburg-Vorpommern mit [[Angela Merkel]] in [[Bad Doberan]]|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
=== Wahlen ===&lt;br /&gt;
Von [[Volkskammerwahl 1990|März bis Oktober 1990]] gehörte Caffier der ersten frei gewählten [[Volkskammer]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1990 bis 2021 war er [[Mitglied des Landtages|Mitglied]] des [[Landtag Mecklenburg-Vorpommern|Landtages von Mecklenburg-Vorpommern]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landtag-mv.de/landtag/abgeordnete/ehemalige-abgeordnete |titel=Die Abgeordneten früherer Wahlperioden |hrsg=Landtag Mecklenburg Vorpommern |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landtag-mv.de/landtag/abgeordnete/sitzordnung |titel=Die Abgeordneten des Landtages |hrsg=Landtag Mecklenburg Vorpommern |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier war er von 1990 bis 2006 [[parlamentarischer Geschäftsführer]] und Sprecher für Sportpolitik der CDU-Landtagsfraktion. Außerdem war er in dieser Zeit Präsidiumsmitglied des [[Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern|Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern]]. Zuletzt zog er 2016 über das Direktmandat des [[Landtagswahlkreis Mecklenburgische Seenplatte V|Wahlkreises Mecklenburgische Seenplatte V]] in das Landesparlament ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landtag-mv.de/landtag/abgeordnete/ehemalige-abgeordnete/7-wahlperiode/caffier-lorenz |titel=Caffier, Lorenz |werk=Abgeordnete 7. Wahlperiode |hrsg=Landtag Mecklenburg Vorpommern |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1994 bis 2006 war Caffier Mitglied des [[Landkreis Mecklenburg-Strelitz|Kreistages Mecklenburg-Strelitz]] und hatte dort unter anderem die Funktion des stellvertretenden [[Kreistagspräsident]]en bzw. Fraktionsvorsitzenden inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caffier holte als [[Spitzenkandidat]] bei der [[Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2011|Landtagswahl 2011]] mit 23,0 % der Stimmen das niedrigste Wahlergebnis der CDU in der Landesgeschichte und als erneuter Spitzenkandidat für die [[Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016|Landtagswahl 2016]] ein noch einmal niedrigeres Endergebnis von 19,0 % der Stimmen. Beide Male unterlag er gegen den amtierenden Ministerpräsidenten [[Erwin Sellering]]. Bei der Landtagswahl 2016 wurde die CDU dabei unter seiner Führung nur drittstärkste Kraft nach SPD und [[Alternative für Deutschland|AfD]] und verlor auch zahlreiche 2011 noch errungene Direktmandate an Kandidaten dieser Parteien. Fragen von Journalisten und Anhängern der CDU-Basis nach einem Rücktritt, Kritik an seinem Wahlkampf und Vorwürfe, dass es ihm vorrangig um seinen „Posten“ als Innenminister ging, wies er zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/landtagswahl_mv_2016/Nach-der-Wahl-Keine-personellen-Konsequenzen,wahlmv414.html „Nach der Wahl keine personellen Konsequenzen“], Bericht des NDR vom 5. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Politik/Ruecktrittsforderungen-an-Caffier-und-Holter „Rücktrittsforderungen an Caffier und Holter“], Bericht der Ostsee-Zeitung vom 12. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Nach-Wahldebakel-Unmut-in-der-CDU-Basis,cdu638.html „Nach Wahldebakel: Unmut an der CDU-Basis“], Bericht des NDR vom 13. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2021|Landtagswahl 2021]] kandidierte er nicht mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/innenminister-caffier-kandidiert-nicht-fuer-den-landtag-2021-2340810109.html Innenminister Caffier kandidiert nicht für den Landtag 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
=== Ferienhaus auf Usedom ===&lt;br /&gt;
Caffier kaufte 2007 von der Gemeinde [[Benz (Usedom)|Benz]] auf [[Usedom]] direkt am [[Neppermin]]er See für 2700 Euro 54&amp;amp;nbsp;Quadratmeter Land mit einem Bauverbot wegen des dortigen nach {{§|30|BNatSchG_2009|juris}} [[BNatSchG]] gesetzlich geschützten [[Schilfrohr|Schilfgürtels]]. Der Verkauf wurde vom CDU-Bürgermeister von Benz durchgeführt, dessen Frau das Nachbargrundstück kaufte; auch zwei weitere angrenzende Grundstücke wurden verkauft. Monate vor dem Kauf war illegal Erdreich über die Grundstücksgrenze hinaus in den See gekippt worden. Caffier kaufte anschließend weitere 113 Quadratmeter frühere Wasserfläche aus Bundeseigentum.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Aufschüttungen legalisierte der [[Landkreis Vorpommern-Greifswald]] nachträglich durch eine Änderung des [[Bebauungsplan (Deutschland)|Bebauungsplanes]] in einem Gebiet mit Bauverbot. Als Begründung dienten angebliche Projekte zur touristischen Entwicklung, welche allerdings nie realisiert wurden. 2010 setzte man [[Spundwand|Spundwände]] und kippte weiteres Erdreich in Schilfflächen. Die Aufschüttung wurden zum Teil mit belastetem Material aus dem Straßenbau durchgeführt. Im Lauf der Jahre verschwanden durch die Aufschüttung etwa 800 Quadratmeter geschütztes Schilf. Später wurden auf den Grundstücken Ferienhäuser gebaut, für die der Bebauungsplan 2007 zwei [[Ausgleichsmaßnahme]]n festsetzte, nämlich die Anlage eines [[Teich]]es und die Pflanzung einer 75 Meter langen [[Hecke]]. Umgesetzt wurde davon aber bis November 2018 nichts. Trotzdem behaupteten sowohl das [[Amt Usedom-Süd]] als auch der Landkreis Vorpommern-Greifswald, die Ausgleichsmaßnahmen seien vollzogen worden. Bis September 2019 wurde dann die Hecke gepflanzt, während der Teich nicht angelegt wurde, da das vorgesehene Gebiet laut Amt Usedom-Süd nicht renaturierungswürdig ist. Rechtliche Folgen hatten die seit 2007 durchgeführten illegalen Aufschüttungen und die nicht vollzogenen Ausgleichsmaßnahmen nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Usedom-Bisher-kein-Ausgleich-fuer-Ferienhaeuser,usedom384.html &amp;#039;&amp;#039;Usedom: Bisher kein Ausgleich für Ferienhäuser&amp;#039;&amp;#039;.] NDR.de, 15. November 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Grundstücken wurden Ferienhäuser errichtet. Im August 2019 scheiterte Caffier mit einer [[Unterlassungsklage]] vor dem [[Landgericht Stralsund]] gegen den SPD-Kreistagabgeordneten Günther Jikeli, dem Caffier verbieten lassen wollte, den Bau seines Hauses als rechtswidrig und illegal zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mv-justiz.de/gerichte-und-staatsanwaltschaften/ordentliche-gerichte/landgericht-stralsund/Aktuelles/?id=152551&amp;amp;processor=processor.sa.pressemitteilung www.mv-justiz.de] „Zivilverfahren wegen des Unterlassungsbegehrens des Innenministers Caffier gegen Äußerungen im Zusammenhang mit seinem privaten Ferienhaus“, 15. August 2019; abgerufen am 16. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=165813291 |Autor=Annette Großbongardt, Horand Knaup |Titel=Wenn ein Minister im Schilfgürtel baut |Jahr=2019 |Nr=37 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2020 warf der Journalist [[Steffen Dobbert]] Caffier im Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Heimatsuche]]&amp;#039;&amp;#039; Vorteilsnahme vor. Das private Boot des Innenministers, das im Sommer vor seinem Ferienhaus im Wasser lag, wurde im Winter in einer zu 90 Prozent mit Steuergeldern bezahlten Gemeindehalle einquartiert, ohne dass Caffier dafür eine Nutzungsgebühr an die Gemeinde zahlte. Da es sich bei der Gemeinde um jenen Ort handelte, in dem Caffiers Ferienhausnachbar, Golfplatz- und CDU-Parteifreund Karl-Heinz Schröder Bürgermeister gewesen war, wurde Caffier Vorteilsnahme vorgeworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steffen Dobbert |Titel=Heimatsuche - in 80 Tagen durch Mecklenburg-Vorpommern |Verlag=Hinstorff Verlag |Ort=Rostock |Datum=2020 |ISBN=9783356023725 |Seiten=245}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul Middelhoff, Martin Nejezchleba |url=https://www.zeit.de/2020/48/lorenz-caffier-ruecktritt-innenminister-mecklenburg-vorpommern-skandale-waffe |titel=Politische Privatsachen |datum=2020-11-18 |sprache=de |abruf=2023-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waffenkauf ===&lt;br /&gt;
Im November 2020 berichtete die Berliner &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung|Tageszeitung]] (taz)&amp;#039;&amp;#039; über das Gerücht, Caffier habe von Frank T., einem Mitglied der rechtsextremen Gruppe [[Nordkreuz]], eine Waffe erworben und Schießtraining von ihm erhalten. Seit März 2020 seien mehrere diesbezügliche Anfragen der Zeitung an das von Caffier geleitete Innenministerium erfolglos geblieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Privatwaffe des Lorenz Caffier&amp;quot;&amp;gt;[https://taz.de/Rechte-Prepper-in-Mecklenburg-Vorpommern/!5728354/ „Rechte Prepper in Mecklenburg-Vorpommern: Die Privatwaffe des Lorenz Caffier“, taz.de, abgerufen am 13. November 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Leber: [https://plus.tagesspiegel.de/politik/verheimlichter-waffenkauf-bei-frank-t-caffiers-schweigen-war-unverantwortlich-69554.html &amp;#039;&amp;#039;Waffenkauf im rechtsextremen Umfeld: Sonderbare Zurückhaltung – Caffiers Taktik im Nordkreuz-Komplex&amp;#039;&amp;#039;.] tagesspiegel.de, 16. November 2020, abgerufen am 17. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; T. ist Veranstalter des „Special Forces Workshop“, bei dem Spezialkräfte der Polizei Schießtrainings absolvieren und dessen Mitveranstalter bis 2018 das [[Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern]] war. Der Schießplatz gehört zu Frank T.s Firma &amp;#039;&amp;#039;Baltic Shooters&amp;#039;&amp;#039; und ist nach Recherchen der &amp;#039;&amp;#039;taz&amp;#039;&amp;#039; ein zentraler Ort für die Aktivitäten der Gruppe Nordkreuz. Auf den Zeitungsbericht hin erklärte Caffier, er habe Anfang 2018 eine Kurzwaffe für den Gebrauch bei der [[Jagd]] erworben; Caffier ist seit 40 Jahren Jäger. Weiterhin äußerte Caffier, zum Zeitpunkt des Kaufs habe T. noch nicht unter Verdacht gestanden und im In- und Ausland als zuverlässiger Ausbildungspartner der Polizei gegolten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/waffenkauf-bei-rechtsextremem-mv-innenminister-muss-hintergruende-klaeren-17051898.html „MV-Innenminister muss Hintergründe klären“.] [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]], 13. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; „Allerdings“, schrieb die &amp;#039;&amp;#039;taz&amp;#039;&amp;#039;, „war der Name des Waffenhändlers bereits im Juli 2017 in der Zeugenaussage eines Hinweisgebers gegenüber Bundesbehörden zu Aktivitäten des rechtsextremen ‚[[Prepper]]‘-Netzwerks Nordkreuz genannt worden. Eine Information darüber war damals an das Landesamt für Verfassungsschutz MV ergangen, dort aber offenbar liegengeblieben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Waffenaffäre um Landesinnenminister: Lorenz Caffier gibt Amt auf |Sammelwerk=[[die tageszeitung|taz]] |Datum=2020-11-17 |Online=https://taz.de/Waffenaffaere-um-Landesinnenminister/!5729682/ |Abruf=2020-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Dezember 2021 erließ das [[Amtsgericht Güstrow]] gegen Caffier einen [[Strafbefehlsverfahren (Deutschland)|Strafbefehl]] aufgrund von [[Vorteilsnahme]] in Höhe von 45 Tagessätzen à 300 Euro, insgesamt 13.500 Euro, und ordnete die Einziehung der Waffe an. Caffier legte gegen den Strafbefehl keinen Einspruch ein, so dass dieser rechtskräftig wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel20220114&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/lorenz-caffier-strafbefehl-ueber-13-500-euro-gegen-mecklenburg-vorpommerns-ex-innenminister-a-b253563f-f9e5-4762-b99a-0666cda1b09a |titel=Lorenz Caffier: Strafbefehl über 13.500 Euro gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ex-Innenminister |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2021-12-27 |sprache=de |abruf=2021-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/strafbefehl-gegen-ex-innenminister-caffier-rechtskraeftig-102.html |titel=Strafbefehl gegen Ex-Innenminister Caffier rechtskräftig |datum=2022-01-14 |sprache=de |abruf=2022-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caffier bezeichnete die Berichterstattung in der Sache als „völlig enthemmt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel20220114&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenämter ==&lt;br /&gt;
Seit 2007 ist Caffier Vorsitzender des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern im [[Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|1=Kategorie:Lorenz Caffier|2=Lorenz Caffier}}&lt;br /&gt;
* [https://www.landtag-mv.de/landtag/abgeordnete/ehemalige-abgeordnete/7-wahlperiode/caffier-lorenz www.landtag-mv.de], Website des Landtags Mecklenburg-Vorpommern mit Angaben zur Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Caffier, Lorenz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Dezember 1954&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weixdorf (Ortschaft)|Weixdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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