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	<title>Lonsee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lonsee&amp;diff=129394&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FrankZ68: /* Verkehr */</title>
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		<updated>2025-06-08T09:35:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verkehr&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;Lonsee&amp;#039;&amp;#039; ist auch der deutsche Name der estnischen Ortschaft [[Klooga]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen = DEU Lonsee COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 48/32/36/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 09/55/17/E&lt;br /&gt;
|Lageplan = Lonsee in UL.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk = Tübingen&lt;br /&gt;
|Landkreis = Alb-Donau-Kreis&lt;br /&gt;
|Höhe = 564&lt;br /&gt;
|PLZ = 89173&lt;br /&gt;
|Vorwahl = 07336&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08425075&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE LS3&lt;br /&gt;
|Gliederung = 7 Teilorte&lt;br /&gt;
|Straße = Hindenburgstraße 16&lt;br /&gt;
|Website = [https://www.lonsee.de/ www.lonsee.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister = Jochen Ogger&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lonsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemeinde im [[Alb-Donau-Kreis]] in [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Lonsee liegt am Beginn des [[Lone]]tals auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]], etwa 15 km nordwestlich von [[Ulm]] und etwa zehn Kilometer südöstlich von [[Geislingen an der Steige]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt im Norden an [[Amstetten (Württemberg)|Amstetten]], im Osten an [[Weidenstetten]], im Süden an [[Westerstetten]] und [[Dornstadt]] sowie im Westen an [[Nellingen]]. Alle Gemeinden liegen im Alb-Donau-Kreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde gehören neben dem Kernort Lonsee die Teilorte [[Ettlenschieß]], [[Luizhausen]], [[Halzhausen]], [[Radelstetten (Lonsee)|Radelstetten]], [[Sinabronn]] und [[Urspring (Lonsee)|Urspring]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Lonsee und halzhausen.JPG|mini|Lonsee (im Hintergrund) und der kleinere Ortsteil, Halzhausen, von Süden her gesehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Naturdenkmale in Lonsee}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lonsee liegen die [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]] [[Heiden in Lonsee und Amstetten]] und [[Salenberg (Naturschutzgebiet)|Salenberg]]. Einige Landschaftsteile auf dem Gemeindegebiet wurden als [[Lonsee (Landschaftsschutzgebiet)|Landschaftsschutzgebiet Lonsee]] ausgewiesen. Die Stadt hat überdies Anteile am [[FFH-Gebiet]]en [[Kuppenalb bei Laichingen und Lonetal]]. Der [[Salenberg (Vogelschutzgebiet)|Salenberg]] ist auch als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/1VWYKyg73GQaeOqrX1Vo6F Daten- und Kartendienst] der LUBW&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Durch die Lage an einem Albübergang ist in Urspring eine Besiedlung seit dem [[Neolithikum]] nachweisbar. Noch älter sind die Funde aus der [[Haldensteinhöhle]], die 1938 durch [[Gustav Riek]] untersucht worden ist. Bemerkenswert ist der Fund einer Blattspitze, die dem frühen Jungpaläolithikum, also der Zeit um 50.000 v. Chr. zuzuweisen ist. Die Haldensteinhöhle ist die westlichste der paläolithischen Fundstellen entlang des [[Lonetal]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lonsee Urspring Ad Lunam 2010 04 21.jpg|mini|Blick von der gegenüberliegenden Hanglage auf das Kastell, das sich in dem eingefriedeten Bereich unterhalb des Gebäudes oben auf dem Hang befand]]&lt;br /&gt;
Oberhalb des Orts Urspring befindet sich das ehemalige [[Römisches Reich|römische]] [[Römische Militärlager|Kastell]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kastell Urspring|Ad Lunam]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Grenzkastell des so genannten [[Alblimes]], dessen genauer Gründungszeitpunkt in der [[Archäologie]] noch diskutiert wird. Im Tal selbst erstreckte sich eine dazugehörende Zivilsiedlung (&amp;#039;&amp;#039;[[vicus]]&amp;#039;&amp;#039;), die in den vergangenen Jahren weitgehend unbeobachtet überbaut worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr [[888]] wurde Lonsee das erste Mal urkundlich erwähnt. Archäologische Funde bei Urspring zeigen aber bereits eine frühalamannische Besiedlung im 5. Jahrhundert und nachfolgend eine Besiedlung mindestens seit dem 7. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lonsee gehörte im Hochmittelalter den [[Pfalzgrafen von Tübingen]] und später den [[Grafen von Helfenstein]] und war mit Mauern und Tortürmen befestigt. 1396 erwarb [[Ulm]] den Ort. Die Reichsstadt Ulm richtete in Lonsee ein Amt der Unteren Herrschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 fiel Lonsee an das [[Kurfürstentum Bayern]] und 1810 mit dem [[Grenzvertrag zwischen Bayern und Württemberg]] an das [[Königreich Württemberg]]. Lonsee wurde dem [[Oberamt Ulm]] unterstellt. 1850 erfolgte mit dem Ausbau der [[Filstalbahn]] über die Geislinger Steige bis Ulm der Anschluss an das Streckennetz der [[Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen|Württembergischen Eisenbahn]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindeverwaltung Lonsee mit der Lone im Vordergrund, Februar 2021.jpg|mini|Gemeindeverwaltung Lonsee mit der Lone im Vordergrund, Februar 2022]]&lt;br /&gt;
Bei der Kreisreform während der [[Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit in Württemberg]] 1938 gelangte Lonsee an den [[Landkreis Ulm]]. 1945 wurde der Ort Teil der [[Amerikanische Besatzungszone|Amerikanischen Besatzungszone]] und gehörte somit zum neu gegründeten Land [[Württemberg-Baden]], das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. Durch die [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform in Baden-Württemberg]] kam Lonsee 1973 zum [[Alb-Donau-Kreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsteile ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Urspringer Johanneskirche.jpg|mini|Die evangelische Johanneskirche in Urspring.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Urspringer Kindergarten.jpg|mini|Der Kindergarten „Spatzennest“ in Urspring]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Urspringer Winterlandschaft.jpg|mini|Urspringer Winterlandschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urspring ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Wappen Urspring.png|60px|links|Wappen]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Lonetopf.jpg|mini|links|Karstquelle [[Lonetopf]] im Ortsteil Urspring]][[Datei:P3283392 Urspring.jpg|mini|Urspring]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Urspring ist nach dem Kernort Lonsee der größte Ortsteil. Es wurde erstmals [[1108]] als &amp;#039;&amp;#039;Urspringam&amp;#039;&amp;#039; erwähnt, um 1255 als &amp;#039;&amp;#039;Urspringe&amp;#039;&amp;#039;. Der Name bedeutet „Siedlung an der Quelle“. Die Lone entspringt dort in einem, im Vergleich zum [[Blautopf]], kleinen Quelltopf, der 6&amp;amp;nbsp;m tief ist und einen Durchmesser von 10&amp;amp;nbsp;m hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordöstlich der Ortsmitte auf dem „Herberg“ befand sich im 1./2. Jahrhundert n. Chr. ein römisches [[Kohorte]]nkastell sowie ein zugehöriger [[Vicus]]. Der Name der Siedlung ist aus dem archäologischen Befund nicht direkt belegt, die Identifikation mit dem in der [[Tabula Peutingeriana]] erwähnten &amp;#039;&amp;#039;[[Ad Lunam]]&amp;#039;&amp;#039; liegt aber durch die Bedeutung des Namens nahe. Der lateinische Ortsname „Ad Lunam“ leitet sich nicht vom Lateinischen „Luna“ (der Mond) her, sondern bezieht sich auf die latinisierte Form des Flussnamens „Lone“, bedeutet also etwa so viel wie „Bei der Lone“. Der Ort hatte in römischer Zeit als Teil des [[Alblimes]] und Station der [[Römerstraße]] Mainz-Augsburg strategische Bedeutung. Die Römer nutzen die Lonequelle ebenso, wie die günstige Lage des Ortes am [[Albaufstieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Ortsrand und südlich des heutigen Ortes gefundene [[Alemannen|alamannische]] Siedlungsreste zeigen Urspring als eine der frühesten Siedlungen im oberen Lonetal. Eine Siedlungskontinuität seit römischer Zeit ist jedoch nicht belegbar. Urspring gehörte im Hochmittelalter zur Grafschaft Helfenstein. 1382 wurde der Ort an Ulm verpfändet und 1396 verkauft. In der Zeit der Zugehörigkeit zur Reichsstadt Ulm gehörte Urspring zum Amt Lonsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 fiel Urspring an Bayern und 1810 an Württemberg. Der Ort wurde dem [[Oberamt Ulm]] unterstellt. Seit 1938 gehörte Urspring zum [[Landkreis Ulm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urspring hat 880 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2018).&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerzahlen-lonsee-de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Halzhausen ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Wappen Halzhausen.png|60px|links|Wappen]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Halzhausen.JPG|mini|links|Blick von Süden auf den alten Ortskern von Halzhausen, rechts am Hang des Lonetals die Neubausiedlungen.]] Halzhausen ist ein kleiner Ortsteil mit 607 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2018),&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerzahlen-lonsee-de&amp;quot; /&amp;gt; der direkt an den Hauptort Lonsee anschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halzhausen wird erstmals zusammen mit Lonsee 1108 als Halhusam, etwas später als Aleshusen (Chroniken 1521) und erst 1382 urkundlich als Halshusen, genannt. Der Name bedeutet „Siedlung des Hadulf“. Die Siedlung ist wahrscheinlich von Lonsee aus entstanden, mit dem sie herrschaftlich wie kirchlich stets in enger Verbindung blieb. Noch heute gehört Halzhausen zur Kirchengemeinde Lonsee. Anfang des 12. Jahrhunderts bestand der Ort wahrscheinlich nur aus ein oder zwei Höfen, die später geteilt wurden, was so zur Ansiedlung mehrerer Höfe führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 bestand Halzhausen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung bereits aus 24 Wohnhäusern und einem Wirtshaus. 1803 fiel Halzhausen an Bayern und 1810 an Württemberg. Der Ort wurde dem [[Oberamt Ulm]] unterstellt. Seit 1938 gehörte Halzhausen zum [[Landkreis Ulm]]. Halzhausen wurde zum 1. April 1972 im Zuge der Gemeindereform nach Lonsee eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lonsee.de/index.php?id=42 Ortsteil Halzhausen.] Gemeinde Lonsee; abgerufen am 31. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ettlenschieß ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Wappen Ettlenschiess.png|60px|links|Wappen]]&lt;br /&gt;
| Ettlenschieß liegt nördlich von Lonsee, hat 488 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2018)&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerzahlen-lonsee-de&amp;quot; /&amp;gt; und liegt direkt am berühmten [[Jakobsweg]] (Pilgerweg nach Santiago de Compostela). Der Ort gehörte zur Herrschaft Albeck. Er wurde mit der Herrschaft Albeck von den Grafen von Werdenberg 1385 an die Reichsstadt Ulm verkauft. 1803 fiel Ettlenschieß an Bayern und 1810 an Württemberg. Der Ort wurde dem Oberamt Ulm unterstellt. Seit 1938 gehörte Ettlenschieß zum Landkreis Ulm.&lt;br /&gt;
Der Ort wurde am 1. April 1972 nach Lonsee eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeverzeichnis-S458&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=458}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luizhausen ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Wappen Luizhausen.png|60px|links|Wappen]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Luizhausen.JPG|mini|Blick von Westen auf Luizhausen.]]&lt;br /&gt;
Luizhausen liegt an der alten Fern- und [[Postkurs|Poststraße]] von [[Wien]] nach [[Paris]]. Da der Ort genau in der Mitte zwischen den beiden wichtigen Städten liegt, war es eine wichtige Poststation, in der alte, müde Pferde gegen neue Pferde für die weitere Reise eingetauscht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter waren die Herren von Westerstetten im Besitz des Ortes als Lehensmänner der [[Grafen von Helfenstein|Grafschaft Helfenstein]] und der [[Württemberg#Grafschaft bis 1495|Grafschaft Württemberg]]. 1485 fielen die Herrschaftsrechte und der Grundbesitz in Luizhausen durch Verkauf an die Reichsstadt Ulm. Im Zuge der Mediatisierung kam Luizhausen 1803 an Bayern und 1810 an Württemberg. Luizhausen wurde dem Oberamt Ulm unterstellt und gehörte seit 1938 zum Landkreis Ulm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute liegt Luizhausen an der [[Bundesstraße 10]], der Nachfolgerin der alten Poststrasse. Nach jahrelangem Streit existiert seit 2006 eine [[Umgehungsstraße]], sodass der Verkehr der B10 nicht mehr mitten durch den Ort geführt werden muss. Am 1. April 1972 wurde Luizhausen im Zuge der [[Gemeindereform]] nach Lonsee eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeverzeichnis-S458&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=458}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Luizhausen wohnen 342 Menschen (Stand: 31. Dezember 2018).&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerzahlen-lonsee-de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akkordeonspieler aus ganz Deutschland kennen Luizhausen, weil dort [[Hans Hemgesberg]], einer der wenigen Akkordeonbauer Deutschlands, in seiner Werkstatt [[Akkordeon]]s baute und reparierte.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radelstetten ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Wappen Radelstetten.png|60px|links|Wappen]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Radelstetten; Wegweiser.jpg|mini|Historischer Wegweiser in Radelstetten]] Radelstetten ist der zweitkleinste Ortsteil von Lonsee mit 193 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2018).&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerzahlen-lonsee-de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radelstetten wurde erstmals 1275 als „Radolfstetten“ und 1319 als „Ratolfstetten“ genannt. Der Name bedeutet „Siedlung des Radolf“. Das Dorf bestand zunächst aus einem größeren und drei fast gleich großen Höfen. Trotz der Kleinheit des Dorfes hatte Radelstetten schon 1275 eine eigene Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lonsee.de/index.php?id=47 Ortsteil Radelstetten.] Gemeinde Lonsee;  abgerufen am 31. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Häuserzahl stieg bis zum späten Mittelalter auf 14 und im 18. Jahrhundert auf 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radelstetten gehörte zur Herrschaft der [[Grafen von Helfenstein]], gelangte aber wegen derer Verschuldung im 14. Jahrhundert an finanzstarke Ulmer Bürger. Die Stadt Ulm gliederte Radelstetten dem Amt Scharenstetten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde der Ort wiederholt ausgeplündert, und die [[Pest]] brach aus. Viele Einwohner flohen nach Ulm. Die Einwohnerzahl ging stark zurück, und als 1635 der letzte Radelstetter Pfarrer an der Pest starb, wurde die Gemeinde als Filiale der Pfarrei Scharenstetten zugeschlagen. Seither wird Radelstetten vom Scharenstetter Pfarrer betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Amt Scharenstetten kam Radelstetten 1772 an das Amt Bermaringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 fiel Radelstetten an das [[Kurfürstentum Bayern]], 1810 an das [[Königreich Württemberg]] und wurde nun dem [[Oberamt Blaubeuren]] unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 kam es zur Gründung der [[Albwasserversorgung]], wodurch Radelstetten an die Wasserversorgung angeschlossen wurde. 1898 wurde die Molkereigenossenschaft gegründet, die Ende der 60er Jahre von den [[Milchwerke Schwaben]] übernommen wurde. 1912 trat Radelstetten dem Bezirksverband Oberschwäbischer Elektrizitätswerke bei, wodurch 1914 elektrischer Strom zur Verfügung stand. Die dadurch mögliche wirtschaftliche Entwicklung wurde durch die Folgen der beiden Weltkriege mit insgesamt 23 Todesopfern zunichtegemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 kam Radelstetten zum Landkreis Ulm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1975 wurde Radelstetten der Gemeinde Lonsee zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeverzeichnis-S543&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=543}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinabronn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lonsee Sinabronn Jakobuskirche NW 2010 05 24.jpg|mini|Die aus dem 15. Jahrhundert stammende evangelische Jakobuskirche in Sinabronn gehört zu den Pilgerstationen des [[Fränkisch-Schwäbischer Jakobsweg|fränkisch-schwäbischen Jakobswegs]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinabronn ist der kleinste Ortsteil von Lonsee mit nur 140 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2018).&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerzahlen-lonsee-de&amp;quot; /&amp;gt; Der Ort ist in der jüngeren Ausbauzeit entstanden (1377 Zinebrunnen, 1415 Synabrunnen). Der Name bedeutet entweder „Bei der Quelle des Sina“ oder „An der ständig fließenden Quelle“. Für die letztere Deutung würde sprechen, dass Sinabronn wirklich einen Brunnen besaß, der in einem gemeindeeigenen Brunnengärtlein bei der Zehntscheune in Richtung Ettlenschieß lag. Mit dem Erwerb 1534 bzw. 1568 Sinabronns durch Ulm erlangte die Stadt Ulm die alleinige Herrschaft über den Ort. Sie unterstellte daraufhin Sinabronn dem Amt Ettlenschieß; als dieses 1774 aufgehoben wurde, fiel es mit ihm an das Amt Lonsee.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lonsee.de/index.php?id=41 Ortsteil Sinabronn.] Gemeinde Lonsee; abgerufen am 31. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; 1803 kam der Ort an Bayern und 1810 an Württemberg und wurde dem Oberamt Ulm unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die ersten Katholiken nach Lonsee. Bis 1957 waren rund 600 [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebene]] zugezogen. Deshalb wurde in Lonsee im Juli desselben Jahres eine Seelsorgestelle errichtet, damit die Katholiken nicht weiterhin von Ulm und von Westerstetten aus seelsorgerisch begleitet werden mussten. 1959 wurde mit dem Bau einer Kirche samt Gemeindesaal und eines Pfarrhauses begonnen, die am 22./23. Mai 1960 eingeweiht wurden. Heute umfasst die Gemeinde ca. 1250 Katholiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 2001 bildet die Kirchengemeinde Maria Königin in Lonsee eine [[Seelsorgeeinheit]] mit der Kirchengemeinde St. Martin in Westerstetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsverband ===&lt;br /&gt;
Lonsee ist Sitz des Abwasserzweckverbands „Oberes Lonetal“, der im Ortsteil Halzhausen eine Sammelkläranlage für die Gemeinden Lonsee, Amstetten und Nellingen betreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Bürgermeister der Gemeinde Lonsee ist seit 2007 Jochen Ogger. Zuvor war Günther Mack ab 1971 Bürgermeister. Ogger wurde im April 2015 mit 98,8 Prozent der Stimmen und im März 2023 mit 97,9 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swp.de/lokales/ulm/buergermeisterwahl-in-lonsee-97_85-prozent-fuer-jochen-ogger-69783365.html |titel=Bürgermeisterwahl in Lonsee: Jochen Ogger erhält 97,85 Prozent der Stimmen |werk=swp.de |datum=2023-03-19 |abruf=2023-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] in Lonsee führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei  66,0 % (2019: 65,6 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ausgleichsmandate, bedingt durch die Unechte Teilortswahl, besteht der Gemeinderat seither aus 21 Mitgliedern (Normalzahl: 18).&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Partei oder Wählervereinigung&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |2024&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |2019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stimmen&lt;br /&gt;
|Sitze&lt;br /&gt;
|Stimmen&lt;br /&gt;
|Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 33,9 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 27,9 %&lt;br /&gt;
|7 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg|Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)]]|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 20,7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 4 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 26,1 %&lt;br /&gt;
|6 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bürgerliste (BL) || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 32,2 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 7 || style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 26,9 %&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bündnis 90/Die Grünen]]|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; |13,2&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; |3|| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; |19,2 %||5&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]] des 1922 verliehenen Wappens: &amp;#039;&amp;#039;In Blau eine kreisförmig gekrümmte, mit dem Kopf nach heraldisch rechts schnellende, rotgepunktete silberne Forelle.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lonsee.de/de/gemeinde-lonsee/lonsee-und-teilorte/urspring/verzeichnis-urspring/zahlen-daten-fakten/ Wappenbeschreibung] im Internetauftritt der Gemeindeverwaltung Lonsee; abgerufen am 20. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnerschaften ===&lt;br /&gt;
Lonsee unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu&lt;br /&gt;
* Chabris in [[Frankreich]] seit 1978&lt;br /&gt;
* Kingskerswell in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] seit 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Durch eine Alltagsroute aus dem [[Radnetz Baden-Württemberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.radroutenplaner-bw.de/radroutenplaner?infrastrukturen=%5B%22radvis-infrastrukturen:radvisnetz-radnetz%22%5D&amp;amp;hintergrund=%22osm%22 Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist Lonsee über [[Amstetten (Württemberg)|Amstetten]] mit [[Geislingen an der Steige]] und in der anderen Richtung über [[Westerstetten]] und [[Beimerstetten]] mit [[Ulm]] verbunden. Der [[Albtäler-Radweg]] führt als Landes-[[Fernradweg]] durch Lonsee; es handelt sich um einen Rundkurs zwischen [[Römerstein (Gemeinde)|Römerstein]] und [[Giengen an der Brenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== In Lonsee geboren ===&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Stooß]] (1896–1971), geboren in Radelstetten, Landtagsabgeordneter, Bundestagsabgeordneter, erster Minister für Ernährung und Landwirtschaft des Landes [[Württemberg-Baden]]&lt;br /&gt;
* [[Christian Leibing]] (1905–1997), geboren in Radelstetten, Landwirt, Landtagsabgeordneter, Bundestagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Peter Wilhelm Stahl]] (1913–2001), Pilot und Luftfahrtautor&lt;br /&gt;
* [[Fritz Frey (Politiker)|Fritz Frey]] (1914–1984), geboren in Urspring, Ingenieur, Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Lonsee verbunden ===&lt;br /&gt;
* [[Heiko Bellmann]] (1950–2014), Zoologe und Buchautor, lebte in Lonsee&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Leibing]] (* 1940), politischer Beamter, lebt in Radelstetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Albert Kley, Rainer Schreg: &amp;#039;&amp;#039;Scherben schreiben Geschichte. Vor- und Frühgeschichte von Geislingen und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Stadtarchivs Geislingen&amp;#039;&amp;#039;, Band 17, Geislingen 1992.&lt;br /&gt;
* K. H. Maier: &amp;#039;&amp;#039;Eine mittelalterliche Siedlung auf Markung Urspring.&amp;#039;&amp;#039; Materialh. Arch. Bad.-Württ. 23, Stuttgart 1994.&lt;br /&gt;
* Dieter Müller, Günter Wieland: &amp;#039;&amp;#039;Der Hägelesberg bei Urspring, Gemeinde Lonsee, und die Wallanlagen bei Breitingen und Holzkirch. Alb-Donau-Kreis.&amp;#039;&amp;#039; Atlas arch. Geländedenkm. Bad.-Württ. 2, 13, Theiss, Stuttgart 2005.&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Ulm |Titel=Lonsee |Seite=203–205 |Wikisource=Langenau bis Westerstetten#B22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/16871/Lonsee Lonsee] bei [[LEO-BW]]&lt;br /&gt;
* [https://www.lonsee.de/ Internetpräsenz der Gemeinde Lonsee]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerzahlen-lonsee-de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.lonsee.de/index.php?id=24 Einwohnerzahlen auf der Website der Gemeinde Lonsee], abgerufen am 31. Januar 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Alb-Donau-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4099796-0|LCCN=n95016632|VIAF=146739716}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lonsee| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Alb-Donau-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FrankZ68</name></author>
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