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	<title>Longwe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T02:05:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Longwe&amp;diff=736388&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NordNordWest: Umstellung auf neue Koordinatenvorlage</title>
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		<updated>2025-01-01T18:51:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umstellung auf neue Koordinatenvorlage&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Longwe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein archäologischer Fundort im Süden der afrikanischen Republik [[Malawi]]. Longwe liegt nahe dem heiligen &amp;#039;&amp;#039;Teich Ndione&amp;#039;&amp;#039;, dem mythischen Ort der Ermordung der Regengottheit &amp;#039;&amp;#039;Mbona&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Bei der erstmaligen Erforschung der Region um 1915 durch das Team des US-Amerikaners [[Matthew Schoffeleers]] von der [[University of Wisconsin]] wurden die bis da nur mündlich überlieferten Sagen und [[Mythos|Mythen]] der Malawi-Region gesammelt sowie erste archäologische Untersuchungen vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fundort Longwe wurde die regional verbreitete &amp;#039;&amp;#039;Longwe-Keramik&amp;#039;&amp;#039; der späten Eisenzeit benannt. Die &amp;#039;&amp;#039;Longwe-Keramik&amp;#039;&amp;#039; fand sich bisher nur in einem relativ begrenzten Raum, meist nördlich und östlich des [[Mulanje (Berg)|Mulanje-Plateaus]] und im unteren Tal des [[Shire (Fluss)|Shire]] bei [[Nsanje]], wo der Legende nach der Kopf von Mbona begraben liegt.&lt;br /&gt;
Die Herstellung dieser Keramik beginnt im 10. nachchristlichen Jahrhundert. Die Keramik und die dazugehörige Kultur ist bisher wenig erforscht, doch gibt es heilige Schreine (Mbona-Schreine), an denen noch heute Götter verehrt werden, die auf diese Zeit zurückgehen. Der Zustrom der Gläubigen umfasst auch Gebiete im heutigen Mosambik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bericht&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Menno Welling |Titel=Mbona shrines and the origin of the Maravi states |Sammelwerk=Manuskripte der Pan-African Conference |Verlag=Gaborone |Datum=2005}} ({{Webarchiv |url=http://www.societyofmalawi.org/talks/welling2007.doc |wayback=20160304074533 |text=Volltext |archiv-bot=2019-04-28 06:40:58 InternetArchiveBot}} als Digitalisat im doc-Format)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Longwe-Keramik wird mit dem Königreich [[Maravi]] in Verbindung gebracht, was dessen Entstehung um 500 Jahre früher ansetzen würde, als bisher angenommen. &amp;lt;!--Bitte klarer formulieren, wer hat politische /nationalistische Gründe vorgetragen:  Was dabei – aus politischen Gründen? – wie bei der [[Nkope]]-Kultur übersehen wird, ist die Tatsache, dass vergleichbare Funde bei [[Musina]] gemacht wurden und die Annahme eines Handels über den [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] keineswegs die Erklärung sein muss.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultorte ==&lt;br /&gt;
Der Kultort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mwalaumodzi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde durch &amp;#039;&amp;#039;Rangeley&amp;#039;&amp;#039; erforscht. Es handelt sich um einen auffälligen Granitfelsen im Flussbett des Thangadzi River. Darauf findet man nach der Legende die Abdrücke vom Gesäß Mbonas, wo er angeblich auf seinem Weg nach Süden ausgeruht hat. In unmittelbarer Nähe befand sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein Heiligtum mit Schrein.&lt;br /&gt;
Die auf der Felsoberfläche entdeckten geglätteten Vertiefungen sollen durch rituelles Schleifen von Äxten oder Steinwerkzeugen entstanden sein. Auf dem gegenüberliegenden Nordufer wurde eine Fülle von [[Mikrolith]]en angetroffen. Der Ort besitzt ein nahezu vollständiges Fundspektrum der regional typischen Keramik, sie reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, es fehlt &amp;#039;&amp;#039;Nkhudzi-Keramik&amp;#039;&amp;#039;. Zwei Testgrabungen wurden vorgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Shire fluss nsanje.jpg|mini|Am Ufer des Shire, im Hintergrund die heiligen Berge Malawis]]&lt;br /&gt;
Im unteren Tal des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Shire River&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befindet sich ein zweiter mit dem &amp;#039;&amp;#039;Mbona-Kult&amp;#039;&amp;#039; verbundener Platz. Hier verstreute Mbona Reiskörner, diese keimten auf und legten somit die Grundlage der Ernährung der heutigen Bevölkerung.&lt;br /&gt;
Die gefundene Keramik konnte fast ausschließlich auf dem Nordufer des Flusses gefunden werden, man schließt daraus, dieses Gebiet markierte eine Grenze zum südlich benachbarten Königreich, das sich aus dem [[Sambesi]]tal ausdehnte.&lt;br /&gt;
Eine archäologische Forschung auf der mosambikanischen Seite der Grenze wurde von den dortigen Behörden mit Verweis auf die Folgen des Bürgerkrieges (Landminen?) bisher untersagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Mythos bildet die Felslandschaft am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Malawi Berg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate|NS=16/56/26.8/S|EW=35/10/04.4/E|dim=250|type=landmark|region=MW-NS|name=Heiligtum auf dem Malawi-Berg|text=Lage}}) einen dritten Kultort. Auch hier soll es Schreine gegeben haben, die den Gläubigen zur Andacht errichtet wurden. Aus der Bevölkerung wurde die Überlieferung bestätigt, das in der Gipfelregion des Berges ein Mbona Schrein noch in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts existierte. Es gibt aber keine Erinnerung an die genaue Stelle. Der Berg wurde von &amp;#039;&amp;#039;Ben Smith&amp;#039;&amp;#039; vergeblich auf [[Petroglyphen]] untersucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Füßen des heiligen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Malawi-Berges&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; endete nach der Legende das Leben Mbonas. Laut Mythos, bildet das aus dem toten Körper ausströmende Blut den Quellfluss &amp;#039;&amp;#039;Ndione&amp;#039;&amp;#039;. Noch in den 1950er Jahren begaben sich Gläubige zu einem hier vorhandenen Schrein, der sich in einem heiligen Hain befunden haben soll. Laut Überlieferung fanden hier einst auch Menschenopfer statt. Die archäologische Untersuchung der Kultstelle konnte mit Luftbildern den vermutlichen Platz dieses heiligen Haines auf einem alten Deich lokalisieren. Der Platz lag am Rand der hochwassergefährdeten Zone.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am heiligen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teich von Ndione&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate|NS=16/56/35.1/S|EW=35/16/15.4/E|dim=250|type=landmark|region=MW-NS|name=Heiliger Teich von Ndione|text=Lage}}) wurde Keramik geborgen. Sie war von den Gläubigen geopfert worden und über einen freien Platz verstreut. In der Nähe des ehemaligen Opferplatz wurde ein Suchschnitt angelegt, er erbrachte eine fast 2 m mächtige Ablagerung mit charakteristischen Scherben. Die unterste Schichte wurde in die zweite Hälfte des 12. bis 13. Jahrhunderts datiert. Die oberste Schicht wurde im 17. oder 18. Jahrhundert abgelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Khulubvi Hain&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate|NS=16/56/38.5/S|EW=35/13/39.2/E|dim=250|type=landmark|region=MW-NS|name=Khulubvi Hain|text=Lage}}) wurde eine weitere Schürfgrube angelegt. Hier wurden in den unteren Schichten &amp;#039;&amp;#039;Longwe-Keramik&amp;#039;&amp;#039;, in darüberliegenden Schichten &amp;#039;&amp;#039;Nkhudzi-Keramik&amp;#039;&amp;#039;  aus dem 18. bis 19. Jahrhundert abgelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Mazoe]]-Tal, das Kernland des [[Munhumutapa]]-Reiches, befindet sich kaum 100 km weiter südöstlich und ist über die schiffbaren Flüsse Shire, [[Sambesi]] und Mazoe leicht erreichbar. Die arabischen Handelsplätze [[Tete (Stadt)|Tete]] und [[Sena (Mosambik)|Sena]], die im frühen 16. Jahrhundert von den [[Portugal|Portugiesen]] übernommen wurden, lagen gemäß deren Aufzeichnungen auf dem Gebiet von Munhumutapa, was die Zuordnung der Longwe-Keramik relativ eindeutig erscheinen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf Longwe ({{Coordinate|NS=11/10//S|EW=33/2//E|region=ZM-03|type=city|text=Lage|name=Dorf Longwe}}) in Sambia – etwa 25 km südlich von [[Rumphi]], in den Wäldern der [[Viphya Mountains]] gelegen ist nicht mit dem Fundplatz zu verwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der archäologischen Fundstätten im südlichen Afrika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J. Matthew Schoffeleer |Titel=River of Blood: The Genesis of a Martyr Cult in Southern Malawi, C. A.D. 1600 |Band=(Reprint) |Verlag=University of Wisconsin Press |Datum=1915 |ISBN=0-299-13324-9 |Seiten=325}}&lt;br /&gt;
* Yusuf M. Juwayeyi: &amp;#039;&amp;#039;Iron age settlement and substence patterns in southern Malawi.&amp;#039;&amp;#039; In: Thurstan Shaw, Paul Sinclair, Bassey W. Andah, Alex Okpoko (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Archaeology of Africa. Food, metals and towns&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;One World Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20). Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-11585-X, S. 391–398, hier S. 396.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Eisenzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Malawi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NordNordWest</name></author>
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